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Blende-Einstellvorrichtung für einen photographischen Objektivverschluss bzw. für ein photographisches Objektiv
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einstellvorrichtung, welche zur Einstellung der in einen photographischen Objektivverschluss oder in ein photographisches Objektiv eingebauten Blende dient.
Bei Blitzlichtaufnahmen ist der einzustellen- de Blendewert im wesentlichen von Blitzlampentyp, Aufnahmeentfernung und Filmempfindlichkeit abhängig. Dieser Blendewert wird in an sich bekannter Weise aus der für eine bestimmte Filmempfindlichkeit geltenden sogenannten Leitzahl errechnet, wobei diese Leitzahl das Produkt aus Blendewert mal Entfernung darstellt. Zur Erleichterung der Ermittlung des Blendewertes sind Wertetabellen und rechenschieberartige Hilfsvorrichtungen bekannt. Hiedurch bedarf es seitens der Bedienungsperson keiner im Kopf auszuführenden Rechenoperation, jedoch ist das Mitführen solcher Hilfsvorrichtungen umständlich, bzw. ist ihr Vorhandensein an ein bestimmtes Blitzlichtgerät gebunden.
Ausserdem ist das Ermitteln der Werte und deren übertragung auf den Verschluss sowohl mit einem nicht unwesentlichen Zeitaufwand als auch mit einem Unsicherheitsfaktor verbunden.
Es ist weiterhin bekannt, zur Erzielung einer fehlerfreien Blenden-Einstellung in Abhängigkeit von sich ändernder Aufnahmeentfernung die Einstellmittel für Blende und Entfernung mittels einer Kupplung miteinander zu verbinden. Dies erfordert jedoch, dass die Einstellmarken sowohl für Blende als auch für Entfernung äquidistant und mit dem Faktor 2 gestuft sind. Hiebei ist die Erfüllung dieser Bedingung für die Entfernungseinstellung mit einem erheblichen Aufwand verbunden, insbesondere wenn die Entfernungs-Einstellung mittels Frontlinsenverstellung vorgenommen wird. Ausserdem ist bei an sich bekannten Kameras mit einer solchen Kupplungseinrichtung letztere nur für eine kleine Zahl von Blitzlampentypen und nur für eine bestimmte Filmempfindlichkeit verwendbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen photographischen Objektivverschluss bzw. ein photographisches Objektiv mit einem Blenden-Einstellorgan so auszubilden, dass unter Vermeidung der für Wertetabellen und Hilfsrechenvorrichtungen genannten Nachteile und unter Ausschluss eines hohen, der EntfernungEinstellvorrichtung Bedingungen auferlegenden Aufwands eine sicher zu handhabende und einfache Blenden-Einstellung bei Blitzlichtaufnahmen gewährleistet ist, wobei diese BlendenEinstellung für beliebige Filmempfindlichkeiten und Blitzlampentypen anwendbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass zur halbselbsttätigen Blenden-Einstellung bei Blitzlichtaufnahmen in Abhängigkeit von Blitzlampentyp und Aufnahmeentfernung eine Entfernungsskala und eine Kennmarken-Skala für Blitzlampentypen gegeneinander verstellbar angeordnet sind, wobei mindestens eine dieser Skalen in bezug auf die Blendeneinstell-Bewegung ortsfest angeordnet oder mindestens eine dieser Skalen an einem mit dem Blendenbetätigungsmechanismus verbundenen Einsteller vorgesehen ist, und dass zur Einstellung der Blende in eine dem verwendeten Blitzlampentyp und der gewählten Aufnahme-Entfernung entsprechende Stellung die am Einsteller angeordnete Skala mit der bei der Blenden-Einstellbewegung ortsfest bleibenden Skala oder eine am Einsteller angebrachte bzw.
ortsfest bleibende Marke mit einer der ortsfest bleibenden bzw. am Einsteller angeordneten Entfernung-un Kennmarken-Skalen zusammenarbeitet, und dass von diesen miteinander zusammenarbeitenden Skalen bzw. Skala und Marke die eine auf einem Träger angeordnet ist, welcher gegenüber einem ihm zugeordneten Grundträger verstellbar ist, wobei zur Relativ-Einstellung dieser
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keitsskala und am anderen eine Einstellmarke für diese angeordnet ist.
Mit der erfindungsgemässen Anordnung und Relativ-Verstellbarkeit von drei Skalen, nämlich einer Entfernungs-Skala, einer Kennmarkenskala für Blitzlampentypen und einer Filmempfindlichkeits-Skala, ist auf überra-
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schend aufwandsparende und unverwickelte Weise der bedeutsame Fortschritt geschaffen, dass für jede Art von Blitzlichtquellen und Empfindlichkeit des zur Verwendung gelangenden Films sowie für die jeweilige Aufnahmeentfernung eine einfache und bedienungssichere Einstellung des richtigen Blendewerts gewährleistet ist.
Insbesondere bedarf es bei der erfindungsgemässen Blenden-Einstellung auch keiner zusätzlichen Denkoperation, wenn bei Verwendung ein und desselben Blitzlicht-Quellentyps ein Film anderer Empfindlichkeit zur Verwendung kommt ; diese Änderung wird durch Vornahme einer einzigen Einstelloperation unter Benützung der FilmempfindlichkeitsSkala selbsttätig für alle folgenden Aufnahmen berücksichtigt.
Wie die Verwirklichung des Erfindungsgedankens im einzelnen gedacht ist und welche Vorteile sich aus den besonderen Ausführungsarten ergeben, ist nachstehend an Hand der Figuren an zwei Ausführungsbeispielen gezeigt.
Fig. 1 zeigt in Frontansicht einen photographischen Objektivverschluss mit einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Blenden-Einstellvorrichtung.
Fig. 2 zeigt in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, den Verschluss gemäss Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in Frontansicht einen photographischen Objektivverschluss mit erfindunggemässer Blenden-Einstellvorrichtung, wobei für die Einstellung ein anderer Betätigungsteil als bei dem Verschluss gemäss den Fig. 1 und 2 dient.
Fig. 4 zeigt in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, den Verschluss gemäss Fig. 3.
Fig. 5 zeigt Teile des Blenden-Betätigungsmechanismus des Verschlusses gemäss den Fig.
3 und 4.
In den Fig. 2,4 und 5 ist mit 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses bezeichnet. An der Rückseite des Gehäuses ist ein Blenden-Einstellring 2 angeordnet, während an der Stirnfläche der Gehäuse-Seitenwand ein mit einer Griffrändelung 3a versehener Belichtungszeit-Einstellring 3 aufliegt. Dieser ist in an sich bekannter Weise am Rohrstutzen 4 einer nicht gezeigten Verschlussgrundplatte geführt und ist in axialer Richtung durch eine Frontplatte 5 gehalten.
Eine Sicherung der Frontplatte erfolgt mittels eines Schraubringes 6, der auf den Rohrstutzen 4 aufschraubbar ist.
Gemäss der Erfindung ist nunmehr zur halbselbsttätigen Blenden-Einstellung bei Blitzlichtaufnahmen in Abhängigkeit von Blitzlampentyp und Aufnahmeentfernung eine Entfernungsskala 7 und eine Kennmarkenskala 8 für Blitzlampentypen gegeneinander verstellbar angeordnet. Von diesen beiden Skalen sind wahlweise entweder die eine in bezug auf die B1enden-Einstellbewegung ortsfest und die an-
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der mit dieser zusammenarbeitenden Entfernungsskala 7 ist zwischen diese Skalen eine Hilfsmarke 11 dazwischengeschaltet, die mit dem Träger der einen Skala verbindbar ist.
Da bei Blitzlichtaufnahmen im allgemeinen der verwendete Blitzlampentyp wenige. oft ge- wechselt wird. als die Entfernung und somit bei einer Verbindung der Hilfsmarke mit dem Träger für die Kennmarkenskala weniger oft ein Lösen dieser Verbindung zwecks Einstel- lung der Marke erforderlich ist, ist im Ausführungsbeispiel aus Gründen einer schnellen, wenige Handgriffe erfordernden Bedienungweise der Vorrichtung die Hilfsmarke mit dem Träger der Kennmarkenskala verbunden.
Als Verbindungsmittel dient hiebei eine lösbare Kupplungsvorrichtung. Diese umfasst einen am verschiebbaren Träger der Hilfsmarke befestigten, aus federndem Werkstoff hergestellten Teil 12, der mittels einer an ihm ausgebildeten Kupplungsklaue 12a in am Kennmarkenskalenträger ausgebildete, den Kennmarken zugeordnete Ausnehmungen. Ma eingreift.
Zur Erzielung einer freizügigen Anordnung der Skalen sowie der Hilfsmarke sind die bei- den Teile des mit dem Blendemechanismus verbundenen Einstellers und der Markenträger als zur Verschlussachse konzentrische Ringe ausgebildet. Von diesen Ringen ist der Hilfsmarken-Trägerring jf an der Frontplatte 5 gelagert (Fig. 2 und 4), während ein die Kennmarkenskala 8 tragender Ring 14 zwischen der Frontplatte 5 und dem Belichtungszeit-Einstellring 3 gelagert ist. Um hiebei die Abmessungen des Verschlusses in axialer Richtung nicht zu vergrössern und um einen geschlossenen Verschlussaufbau zu erzielen, sind die Ringe 13 und 14 in Ausdrehungen 5a bzw.) 3b angeordnet, die an der Frontplatte bzw. an der Vorderseite des Belichtungszeit-Einstellringes 3 ausgebildet sind.
Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich, trägt der Ring 14 ausser der Kennmarkenskala 8 eine als Sichtfenster 14b ausgebildete Einstellmarke für die Filmempfindlichkeitsskala 10, welche auf einem unter dem Ring 14 liegenden, mit dem Blenden-Einstellring 2 verbundenen Ring angeordnet ist. Die Wahrnehmung der eingestellten Filmempfindlichkeit wird auf diese Weise besonders übersichtlich, da für die Bedienungsperson nur der gerade eingestellte Empfindlichkeitswert sichtbar ist. Die bei der Einstellung der Filmempfindlichkeit erfolgende Relativverstellung des Rings 14 gegenüber dem die Skala 10 tragenden Ring wird mittels zweier am Ring 14 angeordneter Griffstifte 15 vorgenommen.
Als Trägerring für die Filmempfindlichkeitsskala ist im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 unter dem Ring 14 ein weiterer Ring 16 angeordnet, der mittels eines durch das Verschlussgehäuse hindurchgeführten Arms
17 mit dem Blenden-Einstellring 2 fest verbun- den ist. Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 3-5 dient dagegen als Träger für die Filmempfindlichkeitsskala der BelichtungszeitEinstellring 3, der unmittelbar mit dem BlendenEinstellring 2 in Verbindung steht.
Die Verbindung zwischen dem Ring 14 und dem Ring 16 bzw. dem Ring 3 kann entweder mittels einer an sich bekannten Friktionsverbindung oder formschlüssig vorgenommen sein. Zur Erzielung einer formschlüssigen Verbindung könnte einer der Griffstifte 15 axial verschiebbar angeordnet sein und mit im Ring 16 bzw. im Ring 3 angeordneten Bohrungen zusammenarbeiten, welche ihrerseits den Marken der Filmempfindlichkeitsskala 10 zugeordnet sind.
Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig.
3-5 dient der Einstellring 3 zur Einstellung sowohl der Belichtungszeiten als auch der Blende, so dass die Bedienungsperson zur Einstellung der Belichtungsdaten nur ein einziges Einstellorgan zu betätigen hat. Die Einstellung erfolgt hiebei weder nach einer Zeit- noch nach einer Blende-Skala, sondern nach einer Belichtungswert-Skala, die in Fig. 3 mit 22 bezeichnet ist. Jedem Belichtungswert ist ein bestimmtes Zeit-Blende-Wertepaar zugeordnet.
Die Belichtungswertskala 22, die in Fig. 3 vom Einstellring 3 getragen ist, arbeitet mit einer ortsfesten Zeigermarke 23 zusammen.
Die Verbindung zwischen Einstellring 3 und Blendering 2 ist kraftschlüssig vorgenommen, u. zw. in der Weise, dass ein am Blenden; Einstellring 2 befestigter, durch einen an der Verschlussgehäuse-Rückwand ausgebildeten Schlitz la in das Verschlussinnere geführter Stift 18 unter Wirkung einer Feder 19 an einem an der Rückseite des BelichtungszeitEinstellringes 3 angeordneten Anschlaglappen 20 anliegt.
Die Feder 19, die den Blendenmechanismus in seine eine Endstellung zu bewegen sucht, ist an der Innenseite der Ver- schlussgehäuse-Rückwand in einer an dieser ausgebildeten Ausnehmung 1b angeordnet und ist mit ihren beiden Enden am Stift M. bzw. an einem ortsfesten Stift 21 eingehängt. Zur Sicherung des Einstellringes 3 in seinen markierten Einstellagen ist eine an sich bekannte Rastvorrichtung angeordnet.
Bei Verschlüssen der vorbeschriebenen, in den Fig. 3-5 gezeigten Art kommt der Erfindung eine besondere Bedeutung zu, da auf Grund der Einstellung nach Belichtungswerten die Bedienungsperson nicht weiss, welche Blenden-Öffnung einem bestimmten Belichtungswert zugeordnet ist. Für Blitzlichtaufnahmen war daher die Bedienungsperson bis jetzt vollkommen auf die Hilfe von Tabellen angewiesen, in denen die Zuordnung bestimmter Belichtungswerte zu bestimmten Entfernungen
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und Filmempfindlichkeiten angegeben ist. Damit erwiesen sich solche, für die Einstellung bei Tageslichtaufnahmen einfach zu handhabenden Verschlüsse in ihrer Einstellbedienung für Blitzlichtaufnahmen sehr verwickelt und nachteilig.
Durch die Erfindung wird gewährleistet, dass bei diesen Verschlüssen auch für Blitzlichtaufnahmen eine einfache Einstellung durchführbar ist, bei der die sonst notwendigen Hilfstabellen und Merkregeln völlig in Wegfall kommen.
Gemäss der Erfindung ist nunmehr die Paarung von Zeit- und Blendewerten so vorgenommen, dass bei der gemeinsamen Blendenund Belichtungszeit-Einstellung mittels des einzigen Betätigungsteiles mindestens über einen geschlossenen Teilbereich des Gesamtverstellbereichs dieses Betätigungsteiles eine Änderung der Blenden-Einstellung herbeiführbar ist, und dass die innerhalb dieses Teilbereichs liegenden Einstellmarkierungen äquidistant sind und zu Blenden-Offnungswerten führen, die mit dem Faktor 2 gestuft sind.
Durch diese Ausbildung der Einstellvorrichtung wird erreicht, dass bei Blitzlichtaufnahmen die durch die Erfindung gewährleistete einfache, keine Denkoperation der Bedienungperson erfordernde Blenden-Einstellung durchführbar ist.
Bei dem in den Fig. 3-5 gezeigten Verschluss ist die Voraussetzung getroffen, dass dem oberen Bereich der Belichtungswerte, etwa dem Bereich 4-9, die kürzeste, mit dem Verschluss erzielbare Belichtungszeit und verschiedene Blenden-Öffnungen von der kleinsten bis zur grössten zugeordnet sind, während die Belichtungswerte des unteren Bereichs Paarungen der grössten Blendenöffnung mit verschiedenen, längeren Belichtungszeiten entsprechen.
Die kürzeste Belichtungszeit ist hiebei vorzugweise so gewählt, dass sie verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gewährleistet, also beispielsweise eine Belichtungszeit von der Grössenordnung 1/50 sec bis 1/100 sec. Gleichzeitig ist durch eine an sich bekannte BlitzlichtSynchronisiervorrichtung dafür gesorgt, dass einzelne oder alle der gebräuchlichen Blitzlichtsorten in Verbindung mit der erwähnten kürzesten Belichtungszeit verwendbar sind.
Um der Bedienungsperson einen deutlichen Hinweis zu geben, innerhalb welchen Belichtungswerte-Bereichs eine nach dem Faktor 2 gestufte Blenden-Änderung stattfindet, d. h. also der Bedienungsperson den der Blenden-Verstellung entsprechenden Teilverstellbereich des Betätigungsteiles kenntlich zu machen, sind in weiterer Ausbildung der Erfindung Begrenzungen für die Verstellung des Betätigungsteiles angeordnet, die durch das Auge oder durch das Gefühl wahrnehmbar sind.
Eine visuelle Erkennung des dem Gesamt- verstellweg der Blende zugeordneten Teilbereichs auf der Einstellskala des Betätigungsteiles ist in einfacher Weise und mit geringem Aufwand durch besondere Farbgebung der Be- lichtungswert-Skala über diesem Bereich oder durch besondere Symbole durchführbar. Diese Symbole können beispielsweise aus zwei Abgrenzungsmarken bestehen, die zur besonderen Kenntlichmachung ihres Zwecks als Nachbildungen von Blitzlampen ausgebildet sein können.
Ein gefühlsmässiges Erfassen der Endstellungen des Blenden-Einstellmechanismus lässt sich beispielsweise mittels einer lösbaren Sicherungsvorrichtung an sich bekannter Art erzielen, welche im Augenblick des Erreichens der Blenden-Endstellung in Wirkstellung tritt und ein Weiterdrehen des Betätigungsteiles ohne vorheriges Lösen der Sperre verhindert. Die Ausbildung der Sicherungsvorrichtung kann hiebei so vorgenommen sein, dass ihr Lösen durch Anwendung eines stärkeren Drehmoments auf den Betätigungsring oder durch Betätigen eines Sperrteiles durchführbar ist.
Letztgenannte, durch das Gefühl wahrnehmbare Begrenzung des Verstellbereichs der Blende schliesst mit Sicherheit ein unbemerktes Weiterbewegen des Belichtungszeit - Einstellorgans über den Blenden-Einstellbereich hinaus aus, erfordert jedoch gegenüber einer visuellen Kenntlichmachung des Blenden-Verstellbereichs einen grösseren Aufwand.
Die Zuordnung der Skalen und ihrer Einstellmarken zu ihren jeweiligen Trägern ist nicht auf die aus den Ausführungsbeispielen ersichtlichen Arten beschränkt. Vielmehr kann eine eine halbselbsttätige Blenden-Einstellung gemäss der Erfindung gewährleistende Zuordnung stets so erfolgen, wie sie sich angesichts der baulichen Gegebenheiten und Erfordernisse eines Verschlusses bzw. Objektivs als am günstigsten erweist. Die hierfür sich bietenden Möglichkeiten sind aus dem zweiten Absatz der Figurenbeschreibung ersichtlich.
Eine halbselbsttätige Blenden-Einstellung für Blitzlichtaufnahmen wird mit Hilfe einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung nach zuvor eingestellter Filmempfindlichkeit wie folgt durchgeführt :
Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 wird zunächst mittels des Belichtungs- zeit-EinsteIlrings die Einstellung derjenigen Belichtungszeit vorgenommen, auf welche sich die Kennmarkenskala 8 bezieht. Bei M-Blitzlampen und X-Synchronisierung des Verschlusses ist dies beispielsweise 1/30 sec. während bei Elektronenblitzverwendung eine beliebige Belichtungszeit verwendbar ist. Weiterhin wird an der Kennmarkenskala 8 mittels der Hilfsmarke 11 der zur Verwendung gelangende Blitzlampentyp eingestellt.
Der dem verwendeten Blitzlampentyp und
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der Entfernung des Aufnahmegegenstands zugeordnete Blendewert wird sodann'd'a. durch ein- gestellt, dass der Blenden-Einstellring 2. mit Hilfe seines Griffs 2a so weit. gedreht wird, bis die Hilfsmarke 11 der Aufnahmeentfernung
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Wird bei einer. Blitzlichtaufnahme ein Film mit einer anderen als det-zuvor eitigestellteii Filmempfindlichkeit verwendet, so wird dies durch Einstellen der, neuen Filmempfindlich- keit am Verschluss berücksichtigt. Dies erfolgt dadurch, dass der Ring 14'durch Anfassen seiner Griffstifte soweit bewegt wird, bis in dem an ihm ausgebildeten Sichtfenster 14a die Empfindlichkeitszahl des verwendeten Films sichtbar ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss-den Fig. 3 bis 5 entfällt infolge der Verbindung der Einstellringe für Blende und Belichtungzeit eine Voreinstellung der Belichtungszeit.
Es wird lediglich auf der Kennmarkenskala 8 mittels der Marke 11 der zur Verwendung gelangende Blitzlampentyp eingestellt und sodann der Einstellring 3 so weit gedreht, bis sich die Marke. 11 und die Aufnahme-Entfernung auf der Skala 7 gegenüberstehen.
Beim Drehen des Einstellrings 3 ist hierbei darauf zu achten, dass die Verstellung nur innerhalb des dem Änderungsbereich der Blende entsprechenden Belichtungswertebereich erfolgt.
Die Entfernungs-Einstellskala 7, deren Einstellmarken äquidistant sind und sich in ihren Werten um den Fakto" y 2 unterscheiden. braucht nicht mit der Entfernungs-Einstellskala des Aufnahme-Objektivs identisch zu sein ; vielmehr kann die Einstellskala des Aufnahmeobjektivs eine andere Teilung besitzen und an einem anderen Ort angeordnet sein wie die Skala 17. Gerade hierin liegt ein besonderer Vorteil der Erfindung, die eine einfache und bedienungssichere halbselbsttätige Blenden-Einstellung bei Blitzlichtau :'1ahmenge- stattet, ohne an die Charakteristik der Objektiv-Entfernungs-Einstellung die mindesten Bedingungen zu stellen.
Die Bedienungsanweisung für eine BlendenEinstellung mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung lautet unter der Voraussetzung der bereits vorgenommenen Filmempfindlichkeits-Einstellung kurz wie folgt :
1. Einstellen des Aufnahmeobjektivs auf die Aufnahmeentfernung.
2. Verstellen des Blenden-Einstellers so weit, bis eine Marke auf dieselbe Entfernungszahl zeigt, die am Aufnahme-Objektiv eingestellt ist.
Irgendeine weitere Denk- oder über- tragungsoperation ist nicht erforderlich, so dass durch die Erfindung eine hinsichtlich der Einfachheit und Sicherheit und des erforderlichen Aufwands in optimal einfacher Weise bedienbare Blenden-Einstellvorrichtung geschaffen ist, die bei Verwendung von Filmen beliebiger'Empfindlichkeit und Blitzlicht beliebiger Sorte in gleicher Weise vorteilhaft ist.
In den Ausführungsbeispielen wurde-die Erfindung. an Hand eines photographischen Ob- jetivver5chlusses mit eingebauter, Blende beschrieben. Indessen ist die Erfindung nicht auf photogrÅaphische Objektivverschlüsse'be- schränkt, sondern hat in gleicher Weise Bedeutung. bei photographischen Aufnahme-Objektiven, die eine eingebaute Blende besitzen, insbesondere bei Auswechselöbjektiven. Die Anordnung und Zuordnung der verschiedenen Skalen und Marken bedarf hierbei keiner weiteren Erklärung, da diese Anordnung und Zuordnung analog zu den Darstellungen der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele erfolgt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Blenden-Einstellvorrichtung für einen photographischen Objektivverschluss bzw. für ein photographisches Objektiv, dadurch gekennzeichnet, dass zur halbselbsttätigen Blenden-Einstellung bei Blitzlichtaufnahmen in Abhängigkeit von Blitzlampentyp und Aufnahmeentfernung eine Entfernungsskala (7) und eine Kennmarken-Skala C ) für Blitzlampentypen gegeneinander verstellbar angeordnet sind, wobei mindestens eine dieser Skalen in bezug auf die Blendeneinstellbewegung ortsfest angeordnet oder mindestens eine dieser Skalen an einem mit dem Blendenbetätigungsmecha- nismus verbundenen Einsteller vorgesehen ist.
und dass zur Einstellung der Blende in eine dem verwendeten Blitzlampentyp und der gewählten Aufnahme-Entfernung entsprechende Stellung die am Einsteller angeordnete Skala mit der bei der Blenden-Einstellbewegung ortsfest bleibenden Skala oder eine am Einsteller angebrachte bzw. ortsfest bleibende Marke mit einer der ortsfest bleibenden bzw. am Einsteller angeordneten Entfernung-un Kennmarken-Skalen zusammenarbeitet, und dass von diesen miteinander zusammenarbeitenden Skalen bzw. Skala und Marke die eine auf einem Träger (14) angeordnet ist, welcher gegen- über einem ihm zugeordneten Grundträger (16 ; 3) verstellbar ist, wobei zur Relativ-Einstellung dieser beiden Träger am einen eine Filmempfindlichkeitsskala (10) und am anderen eine Einstellmarke für diese angeordnet ist.
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