AT210626B - Verfahren zur Herstellung eines formbaren Materials - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines formbaren Materials

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AT210626B
AT210626B AT649455A AT649455A AT210626B AT 210626 B AT210626 B AT 210626B AT 649455 A AT649455 A AT 649455A AT 649455 A AT649455 A AT 649455A AT 210626 B AT210626 B AT 210626B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines formbaren Materials 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren von jener Art zur Herstellung eines formbaren Materials durch Polymerisation ungesättigter Verbindungen, bei dem man ein Gemisch von Stoffen polymerisiert, das aus   Verbindungen (A) mit einer einzigen C=CGruppe   im Molekül besteht. die allein für sich polymerisiert ein thermoplastisches Harz ergeben und von   Verbiiidungen (Bldle   zwei oder mehrere   C=C Gruppen   im 
 EMI1.1 
   lymerisation   des Gemisches abgebrochen wird, wenn ein blatt-oder blockartiger Körper gebildet worden ist, der für die Lagerung ausreichend fest, jedoch noch genügend plastisch ist, um später geformt zu werden, und in den unschmelzbaren Zustand auspolymerisiert werden kann. 



   Gemäss der Erfindung wurde nun gefunden, dass ein besonders geeignetes formbares Material dadurch gewonnen werden kann, dass man unter Einhaltung bestimmter Mengenverhältnisse als Elemente des Gemisches Methylmethacrylat als Stoff der Gruppe (A) sowie Triallylcyanurat und Allylmethacrylat als Stoffe der Gruppe (B) verwendet. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines formbaren Materials besteht demnach darin, dass ein Gemisch aus polymerisierbaren Triallylcyanurat, Allylmethacrylat und Methylmethacrylat im Wesen in den Gewichtsverhältnissen 20 : 15 : 65 polymerisiert wird. 



   Das erhaltene, nur zum Teil polymerisierte Material hat grosse Formbarkeit und nach Überführung in unschmelzbaren Zustand erhebliche Kerbfestigkeit. 



   Beispiel :
Es wurde ein polymerisierbares Gemisch aus den folgenden Monomeren :
20 Teile Triallylcyanurat,
15 Teile Allylmethacrylat,
65 Teile Methylmethacrylat. hergestellt. Durch Erhitzen dieses Gemisches nach erfolgtem Zusatz von   0,     1 % Benzoylperoxyd   auf 800 C wurde eine sirupartige Gussmasse erhalten, der 0.5% Ditertiärbutylperoxyd zugefügt wurde. 



   Dieses Gemisch wurde in eine Gussform für Platten gegossen, an deren äusseren   Glasflächen   Vierecke einer Metallfolie befestigt waren. Von jeder Folie führte eine elektrische Leitung zu einem Messinstrument für die Kapazität und den Leistungsfaktor der Form. Letztere wurde in einen Ofen bei 500 C eingebracht und die Ablesung des Leistungsfaktors und der Kapazität in Intervallen von 10 Minuten verzeichnet. Wenn 
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 die Ofentemperatur auf   40'C herabgesetzt.   



   Die Polymerisation wurde bei 400 C so lange fortgesetzt, bis ein zweites, kleineres Maximum erreicht wurde, d. h. bis der Leistungsfaktor, der vom gleichbleibenden Wert wieder anstieg, zu sinken begann, worauf die Ofentemperatur auf 500 C erhöht wurde. Die Polymerisation wurde fünf Stunden lang bei 500 C fortgesetzt, und am Ende dieser Zeit, d. i. nach einer Gesamtzeit von 20 Stunden, wurde die gegossene Platte aus der Form ausgetragen. Die Platte war homogen, fest und durchscheinend und erweichte 
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   lnschmelzbares   Harz. 



   Das Messverfahren für den elektrischen Leistungsfaktor der Form und damit der polymerisierbaren Mi-   ! chung   zwecks Steuerung der Polymerisationsbedingungen ist ausführlicher in der belg. Patentschrift   fur.543.150   beschrieben. Dieses Verfahren kann mit Vorteil beim Beispiel der vorliegenden Beschreibung 

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 und analogen Ausführungen angewendet werden, um die Polymerisationszeit bis zum Zwischenstadium dadurch herabzusetzen, dass die Polymerisationsgeschwindigkeit vor und nach der Gelatinierung der Mi- 
 EMI2.1 
 keit während der   Gelatinierung   zu ändern. 



   Das aus der Form ausgetragene Gussstück kann durch Wärme und Druck leicht verformt und nach Erreichung der gewünschten Form auf die beschriebene Weise unschmelzbar gemacht werden. Statt Aussenwärme zur Umwandlung des teilweise polymerisierten Materials zum endgültigen wärmegehärteten Produkt zu verwenden, kann man dieses Material auch Strahlungen von hoher Energie, etwa einem Bombardement mit Korpuskularstrahlen, y-Strahlen u. dgl. unterwerfen, welche beispielsweise einer Kobalt 60Quelle entstammen. Diese Strahlung kann zur Lieferung eines Teiles der zur Polymerisation erforderlichen Energie herangezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines formbaren Materials, bei dem ein Gemisch von Stoffen polymerisiert wird, das aus Verbindungen (A) mit einer einzigen'C=C' Gruppe im Molekül besteht, die allein für sich polymerisiert ein thermoplastisches Harz ergeben, und von Verbindungen (B), die zwei oder mehrere OCGruppen im Molekül enthalten und die allein für sich polymerisiert ein wärmehärtbares Harz ergeben, wobei die Polymerisation abgebrochen wird, wenn ein blatt-oder blockartiger Körper gebildet worden ist, der für die Lagerung ausreichend fest, jedoch noch genügend plastisch ist, um später geformt zu werden, und in den unschmelzbaren Zustand auspolymerisiert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch verwendet wird, das aus Triallylcyanurat, Allylmethacrylat und Methylmethacrylat besteht,
    wobei das Gewichtsverhältnis dieser drei Komponenten im wesentlichen 20 : 15 : 65 beträgt.
AT649455A 1955-06-06 1955-11-25 Verfahren zur Herstellung eines formbaren Materials AT210626B (de)

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