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Espressomaschine
Die Erfindung hat eine weitere Ausbildung der Espressomaschine nach dem Patent Nr. 188457 zum
Gegenstande, gemäss welchem ausser einem als Druckboiler ausgebildeten, durch Thermostate auf kon- stanterTemperatur gehaltenen Heisswasserkessel ein zusätzlicher Dampf- oder Heissluttkessel vorgesehen ist, der durch eine absperrbare Leitung an den Kaffeepulverbehälter angeschlossen ist. Bei starker Was- serentnahme aus dem Wasserleitungsnetz in der Umgebung des Anschlusses der Espressomaschine kann es geschehen, dass der Wasserdruck unter 1 at Überdruck sinkt. In kolbenlosen Kaffeemaschinen werden je- doch zum Durchpressen des Heisswassers durch das Kaffeepulver etwa 3 at Überdruck benötigt, weil sonst das Kaffeepulver nicht voll ausgenützt werden bzw. die Bereitung einer Tasse Kaffee zu lange dauern wUr- de.
Für solche Fälle ist gemäss dem Stammpatent ein Dreiweghahn vorgesehen, an den die von den bei- den Kesseln kommenden Heisswasserleitungen angeschlossen sind, so dass beide Kessel wahlweise zur Erhitzung des Brühwassers benützt werden können.
In Abänderung dieser Ausbildung der Espressomaschine wird erfindungsgemäss unter Weglassung des
Dreiweghahnes eine absperrbare Verbindungsleitung zwischen den Heisswasserkessel (Druckboiler) und den
Zusatzkessel eingebaut. Dadurch ist es möglich, bei Absinken des normalen Wasserleitungsdruckes unter den benötigten Überdruck von z. B. 3 at durch Öffnen des Absperrorganes der Verbindungsleitung und Schliessen des Wasserleitungshahnes vorn Druckboiler Dampf von etwa 3 at Überdruck (entsprechend einer Dampftemperatur von etwa 1300 C) vorn Zusatzkessel in den Druckboiler einströmen zu lassen, so dass, durch den Dampfdruck bedingt, der benötigte Wasserleitungsdruck von 3 at Überdruck im Druckboiler vorhanden ist und demnach kontinuierlich vom Druckboiler Heisswasser von etwa 900 C unter dem erforderlichen Druck zur Kaffeebereitung entnommen werden kann.
Eine allfällige Temperaturerhöhung des Heisswassers durch den einwirkenden Dampf bzw. durch Wärmeübertragung über die Verbindungsleitung wird dadurch verhindert, dass einerseits das Verhältnis des Rauminhaltes des Zusatzkessels zu dem des Druckboilers entsprechend klein, beispielsweise 1 : 3. gewählt. anderseits in die Verbindungsleitung ein wärmeisolierendes Rohr, z. B. ein Glasrohr, eingesetzt wird. Ausserdem kann die Abwärme der Verbindungleitung z. B. zurTassenvorwärmung verwendet werden, indem die Verbindungsleitung in Form einer Rohrschlange durch einen Tassenvorwärmer geführt wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch dargestellt.
Die Espressomaschine weist einen Heisswasserkessel (Druckboiler) A und einen zusätzlichen Dampfkessel B auf, die elektrisch beheizt sind und an die Wasserleitung über je ein Absperrventil l, 2 und gemeinsam über ein Sicherheitsventil 3, ein Rückschlagventil 4, ein Reduzierventil 5 und ein gemeinsames Absperrventil 6 angeschlossen sind. Zwei Manometer 7, 8 dienen zur Messung des Wasserdruckes der Leitung und des reduzierten Druckes.
Die Beheizung des Kessels A erfolgt mittels eines Heizkörpers 9, der durch einen Thermostat 10 abgeschaltet wird, wenn das Heisswasser die für die Herstellung von sogenannten Creme-Kaffee notwendige Temperatur von etwa 900 C erreicht hat.
Die Beheizung des Kessels B erfolgt durch einen Heizkörper 11, durch den Dampf von z. B. 1300 C erzeugt wird, was einem Dampfdruck von etwa 3 at Überdruck entspricht. Zur Kontrolle des Druckes dient ein Manometer 12, zur Druckbegrenzung ein Sicherheitsventil 13. Ein vom Dampfdruck betätigter Queck-
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silberschalter 14 öffnet bei Übersteigen des vorgesehenen Druckes den Schalter 15 und schaltet dadurch den Heizkörper 11 ab
An Stelle des Dampfkessel B kann auch ein Heissluftkessel vorgesehen sein.
Jeder der beiden Kessel besitzt einen Wasserstandsanzeiger 16. 17 sowie ein Entnahmerohr'18, für
Heisswasser bzw. Dampf, welche Rohre zu einem Dreiweghahn 20 führen, an dem eine Griffschale 21 an- gebracht ist. Je nach der Stellung des Dreiweghahnes wird zuerst Heisswasser aus dem Kessel A von etwa 90 C unter einem Druck von etwa'3 at Überdruck durch das Kaffeepulver in die untergestellten Tassen gepresst. Daran anschliessend wird das Kaffeepulver durch Dampf bzw.-Heissluft vom Kessel B getrocknet.
Für besondere Zwecke (Bereitung von Tee oder Erhitzen von Milch) ist sowohl die Heisswasserentnahme- leitung 18 als auch die Dampfentnahmeleitung 19 über je ein Absperrventil 22, 23 angezapft, so dass
Heisswasser oder Dampf über Rohrdüsen 24, 25 unmittelbar entnommen werden können.
Der Kessel A ist mit dem Kessel B durch eine Verbindungsleitung 26 über ein Sicherheitsventil 27, ein Rückschlagventil 28 und ein Absperrventil 29 verbunden. Zur Unterbindung der Wärmeleitung vom
Kessel B zum Kessel A ist in die Verbindungsleitung 26 ein Glasrohr 30 eingebaut. Sinkt nun der Wasser- druck in der Wasserleitung unter den für die Kaffeebereitung notwendigen Druck, dann wird das Ventil 1 geschlossen und das Ventil 29 geöffnet. Der nun in den Druckboiler einströmende Dampf bzw. die Heissluft ersetzt den Druck der Wasserzuleitung und drückt bei Betätigung des Dreiweghahnes 20 oder des Ventiles 22 das Heisswasser durch das Kaffeepulver bzw. durch die Rohrdüse 24 in eine untergestellte Tee-oder Milchtasse.
Diese Anordnung zum Ersatz des Wasserleitungsdruckes funktioniert jedoch auch dann, wenn die Ventile 1 und 29 ständig geöffnet bzw. nicht vorhanden sind. In diesem Falle ist es bloss notwendig. denDruck im Kessel B um zirka 0, 5 at niedriger als im Kessel A einzustellen, also z. B. im KesselA 4 at Überdruck und im Kessel B 3, 5 at Überdruck. Solange im Kessel A ein Überdruck von 4 at besteht, wird das Rück- schlagventil 28 denDruck des Kessels A gegen den Kessel B abriegeln. Sinkt jedoch im Kessel A der Druck unter 3, 5 at Überdruck, dann wird der höhere Druck vom Kessel B das Rückschlagventil 28 öffnen und es wird Dampf in den Kessel A einströmen, um dort den Druck an jenen des Kessels B anzugleichen.
Es findet demnach automatisch ein ständiger Druckausgleich zwischen den beiden Kesseln für den Fall des Absinkens des Wasserleitungsdruckes unter 3. 5 at Überdruck statt bzw. es wird das Rückschlagventil 28 wieder automatisch geschlossen, wenn der Druck in der Wasserzuführungsleitung den normalen Wert erreicht hat, d. h. die übermässige Wasserentnahme an in der Nähe befindlichen Zapfstelle aufgehört hat. In diesem Falle ist die Verbindungsleitung 26 nicht von Hand aus, sondern durch das Rückschlagventil 28 absperrbar.
In gleicher Weise verhindert das in die Wasserzuleitung eingebaute Rückschlagventil 4 das Eindringen des Dampfdruckes in die Wasserleitung bei Absinken des Wasserleitungsdruckes.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Espressomaschine mit einem als Druckboiler ausgebildeten Heisswasserkessel und einemzusätzlichen Dampf-oder Heissluftkessel, dessen zur Entnahme des Dampfes bzw. der Heissluft dienende absperrbar Leitung an den Kaffeepulverbehälter angeschlossen ist. nach Patent Nr. 188457. dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Heisswassserkessel (A) und dem Zusatzkessel (B) eine von der Anschluss leitung an das Wasserleitungsnetz unabhängige absperrbare Verbindungsleitung (26) vorgesehen ist.