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VINCENZ PITHART UND STEFAN VON GÖTZ & SÖHNE,
BEIDE IN WIEN.
Geleiselehre.
Die bisher zur Kontrolle der richtigen Spurweite verwendeten oder in Vorschlag gebuchten Geleiselehren haben den Übelstand, dass sie keine Gewähr für die richtige Messung bieten, da eine solche nur bei richtiger Stellung der Lehre, d. i. senkrecht zu den Schienen, vorgenommen werden kann, diese Stellung sich aber nie mit völliger Sicherheit festlegen lässt.
Vorliegende Erfindung hat eine Geleiselehre zum Gegenstande, bei welcher dieser Nachteil vermieden ist, indem ein an der Lehrenstange verschiebbar angebrachtes Bogenstück, dessen Halbmesser gleich der normalen Spurweite ist, bei Drehung der an der einen Schiene sich stützenden Lehre zur Anlage an die andere Schiene gelangt, nach. einwärts geschoben wird und durch Übertragung seiner Bewegung auf einen Zeiger solange die wirklich vorhandene Spurweite anzeigt, als es an der Schiene anliegt, so dass also die Lehre nicht genau senkrecht zu dem Geleise zu stehen braucht und dennoch die Messung der Spurweite in richtiger Weise erfolgt.
Die Zeichnung veranschaulicht eine solche Geleiselehre, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 einen Querschnitt derselben.
Die Geleiselehre besteht aus einer mit einem festen und einem beweglichen An-
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strick gebildet, welches quer zur Lamelle steht und dessen Halbmesser gleich der normalen Spurweite ist. Die Enden des Bogenstückes sind stärker und nach einwärts gekrümmt. Üas Bogcnstuck ist mit zwei Führungsstangen d verbunden, die unter dem Druck von beiderseits der Lamelle angeordneten, in Gehäusen eingeschlossenen Federn stehen. Durch diese Federn wird das Dogenstück beständig nach aussen geschoben und ein an letzterem befestigter Zeiger g, welcher auf einer Skala it spielt, die an der Oberseite der Lamelle angebracht ist, steht für gewöhnlich auf einem Punkte, der weiter ab von dem festen Anschlag a steht, als der normalen bezw. richtigen Spurweite entspricht.
Wird nun die Geleiselehre aufgesetzt und um den festen Anschlag als Stützpunkt gedreht, bis das Bogenstück b zur Anlage an die Schiene kommt, so wird das Bodenstück und der Zeiger nach einwärts geschoben und beide bleiben in dieser Stellung, bis das I ! uge.) stück bei einer über die zu den Schienen senkrechte Stellung hinausgehenden Drehung der Lehre wieder aus dem Bereich der Schiene gebracht worden ist, an der es Anlage
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dieser Anordnung zeigt die Lehre innerhalb eines gewissen, von der Länge des Bogen- stückes abhängigen Winkels stets die gleiche gemessene Spurweite an, was den Vorteil bietet, dass der die Spurweite Messende die Lehre nicht unbedingt in eine genau senkrechte Stellung zu den Schienen zu bringen braucht,
um eine genaue Messung zu erzielen. isis gilet streng genommen nur bei normaler Spurweite des Geleises, in welchem Falle das Hogenstück den richtigen Radius besitzt. Bei allen Verengungen oder Erweiterungen ist das Bogenstück wohl nach einem unrichtigen Radius gekrümmt, doch ist der Fehler ein relativ kleiner und nicht ins Gewicht fallender, namentlich gegenüber der bisherigen Messmethode.
Hat das Geleise an der betreffenden Stelle die richtige Spurweite, so stellt sich der Zeiger auf den Nullpunkt der Skala ein ; in allen anderen Fällen bleibt er, wenn eine Schienenerweiterung stattgefunden hat, vor Erreichung des Nullpunktes auf einem entsprechenden Skalenpunkte stehen, während er bei Spurweiten, die kleiner sind als die normale, über den Nullpunkt nach einwärts rückt. Die Zeigerstellung kann von dem die
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daher in richtige Stellung über die Skala gebracht und so eine fehlerhafte Ablesung gefunden werden.
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