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Anzeigevorrichtung zur Druckdifferenzmessung. Die Forderung der Technik
geht neuerdings dahin, ' neben direkten Druckmessungen auch Differenzmessungen mit
möglichst großer Genauigkeit vornehmen zu können. Dies ist bisher nur möglich, indem
zwei Federn benutzt werden, die mit einem sogenannten Wechsel verbunden sind. Der
Nachteil der bisherigen Differenzmesser besteht aber darin, daß einerseits infolge
der Hebelanordnung nur die Hälfte des: Hubes einer Feder zur Wirksamkeit kommt.
\'or allem aber ist es mit dieser Anordnung nicht möglich, genaue Differenzmessungen
.bei verschiedenen absoluten Druckgrößen vorzunehmen.
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Der Zweck der Erfindung ist der, bei höchster Genauigkeit an sich
für jeden absoluten Druck genau gleiche Werte bei gleichen Differenzdruckgrößen
zu erhalten. Dies geschieht der Erfindung gemäß in erster Linie dadurch, daß die
durch die Belastung hervorgerufenen ungleichmäßigen Bewegungen unter Verwendung
von entsprechend abgestimmten Zwischenhebeln symmetrisch auf eine mit Zeiger versehene
Traverse übertragen werden, die schwingbar um ihren in @derBewegungsrichtung der
Zwischenhebel beweglichen Mittelpunkt aufgehängt ist und sich normalerweise parallel
zu sich selbst bewegt, während sie bei etwaigen infolge ungleicher Belastung zueinander
unproportionalen,Bewegungsgrößen nachder einen oder anderen Richtung v erschwenkt
wird, so daß der Zeiger ausschlägt. Hierbei kann der Zeiger als Übersetzungshebel
ausgebildet sein, .der die ihm erteilte Bewegung ins große übersetzt auf ein oder
mehrere weitere Zeigerwerke überträgt.
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Vorzugsweise handelt es sich bei derartigen Apparaten um die Bewegung
zweier Federn, deren Hub proportional der Belastung ist. Hierbei erfolgt die Bewegung
des Endpunktes
in einer geraden Linie. und es kann der Hub der Federn
verschieden groß sein. Eine derartige Ausfiihrun-sforin des Erfindungsgegenstandes
ist schematisch in der Zeichnung dargestellt, ohne aber die Erfindung hierauf zu
beschränken. Da in gleicher Weise an Stelle der Federn mit verschiedenem Hub solche
mit gleichem Hub treten können oder aber auch Röhrenfedern, deren Endpunkte nicht
auf einer geraden Linie, sondern auch einer Kurve sich bewegen.
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Auf der Zeichnung stellt H' und H die Bewegung der Endpunkte
der beiden Federn dar; die Punkte .a B und C sind fest im Raum gelagert.
--1 und B sind als Lagerstellen für zwei Hebel ausgebildet, die von den beiden
Geradführtingen Fund G bewegt werden. Die Hebelarme .°Ia = r' und Hb
- r2 können in ihrer Länge verändert werden und müssen so eingestellt sein,
claß die beklen Punkte c und d genalt deiche Webe machen, wenn einerseits der Punkt
F den Weg Hl und der Punkt G den Weg H zurückgelegt hat. Die Endpunkte der Hebel
_a c und Bd stehen durch Zugstangen e, f
gelenkig mit einer Traverse
g in Verbindung, die beweglich bei h an einem beim Punkte C gelagerten Arm -i hängt.
Die Traverse g besitzt einen rechtwinklig zu ihr gerichteten Arm k, der in einem
mit einer kreisförmigen Skala 1 zusammenarbeitenden Zeiger k' endet.
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Solange die Bewegung der Punkte F und G eine normale ist, wird sich
die Traverse parallel zu sich selbst verschieben und der Zeiger k' keinen Ausschlag
gehen. Tritt dagegen eine gegeneinander unproportionale Bewegeng der beiden Punkte
F und G auf, dann wird die Traverse - um den Drehpunkt 1i versc:hwenkt, und der
Zeiger 1,1 schlägt in der einen oder anderen Richtung aus.
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Anstelle clerAtifllängtin`.;mittels der Stangen kann natürlich auch
eine geradlinige Kulissenführung für den Drehpunkt 1i der Traverse verwendet werden,
wodurch die Resultate nozli genauere werden, cla - sobald die Stange i nicht sehr
lang gemacht wird - bei der Bewegttng der Traverse g deren Drehpunkt einen Kreisbogen
beschreibt und sich infolgedessen in den äußeren Stellungen etwas von der Tangente
von dieseln Kreisbogen °ntfernt. Für diese Zwecke würde aber die einfachere Aufhängung
geneigen.
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Um eine genauere --1#lilestixigsinögliclikeit zu erreichen, kann der
Zeiger kl in Wegfall kcin-. inen und dafür an den Arm k eine in ihrer Länge und
Richtung der Stange i entsprechende Stange ni angelenkt sein, die bei N am kürzeren
Arm n' eines bei 1) gelagerten Zeigers n. angreift. Genügt auch diese Übersetzung
nicht, so kann am Zeiger it eine weitere Stange o ari--elenkt sein, die am kurzen
Hebelarm p1 eines Zeigers p angreift, der bei E gelagert ist. Beide Zeiger ii und
P arbeiten mit entsprechenden Skalen zusammen.
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Solange die Bewegung der Punkte F und G normal ist, bewegt sich die
Traverse- parallel zti sich selbst, und infolgedessen führt das Gelenkviereck i,
k, in eine beringe Schwingung um die Punkte C und 1" aus, ohne daß eine Bewegung
der Zeiger ii, oder auch p erfolgt. Wenn dagegen der eine Punkt F oder G im Verhältnis
zum andern voreilt, stellt sich dementsprechend die Traverse - schräg ein. Der Endpunkt
cles Arines k bewegt sich in der einen oder anderen Richtung und verschiebt damit
den Punkt N. Infolgedessen wird der Zeiger 3a und von diesem aus der Zeiger
p verschwenkt der Bestalt, daß beide Zeiger einen entsprechenden Ausschlag auf den
Skalen 1 anzeigen.
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Die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen sollen nur als
Beispiel dafür gelten, wie derErfindungsgedankeindiePraxis inngesetzt werden kann,
ohne aber hierauf Leschränkt zu sein. Es wird sich im einzelnen die Konstruktion
einesteils nach dem Instruinent richten, in Verbindung mit welchem sie verwendet
werden soll, andererseits nach den, Grade der Genauigkeit der zu erzielenden Messungen.
Alle derartigen Konstruktionen fallen innerhalb des Erfindungsbereichs, so weit
sie denselben erfinderischen Gedanken benutzen.