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Österreichische
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GAETANO VILLANI IN MAILAND.
Vorrichtung zur Erzeugung wechseinder farbiger Lichteffekte.
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zeugung verschiedener, wechselnder, farbiger Lichteffekte und besteht darin, dass eine Anzahl von getrennten Gefässen, welche nicht mengbare Flüssigkeiten verschiedener Farbe enthalten, mit einer gemeinsamen transparenten Kammer kommunizieren und mit Einrichtungen versehen sind, um die Flüssigkeiten aus den respektiven Gefässen in die transparente Kammer und zurück zu transportieren.
Der Gebrauchswert des Erfindungsgegenstandes ist ein äusserst mannigfaltiger, da bei Benützung durchsichtiger oder gefärbter Flüssigkeiten, nicht nur die Lichtstärke, sondern auch die Farbe nach Belieben plötzlich oder allmählich variiert werden kann.
Es wird zufolge dieser Wirkungsweise der vorliegende Erfindungsgegenstand für
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In der angeschlossenen Zeichnung ist eine speziell für Eisenbahnsignalisierung gebaute Ausführungsform zur Darstellung gebracht, wobei Fig. 1 einen partiellen Längsschnitt des Apparates veranschaulicht, während Fig. 2 einen Querschnitt des Apparates nach der Symmetrieachse der Fig. 1 zur Darstellung bringt.
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An diese doppelwandige hohle Signalschoibo schliessen sich die von der Verwendungsart des Apparates abhängigen Flüssigkeitsbehälter V, welche mit der doppelwandigen Signalscheibe zu einem hermetisch abgeschlossenen Gefässsystem vereinigt werden, dessen einzelne Räume durch zweckgemäss angebrachte Kanäle miteinander in Verbindung stehen, um die in diesem Gefässsystem befindlichen in der Dichte und Farbe verschiedenen Flüssigkeiten in später zu erläuternder Weise zum Wechsel der Signalisierung zu benützen
Im vorliegenden Falle sind die zylindrisch gestalteten Flüssigkeitsbehälter F mit dichtenden Kolben P versehen, welche die miteinander kommunizierenden Räume des Gefässsystems derart in zwei gesonderte Behälter scheiden,
dass je nach der relativen Lage der Kolben P in den korrespondierenden Zylindern entweder eine totale oder partielle Färbung der doppelwandigen hohlen Signalscheibe erfolgen kann.
Die Sichtbarkeit des Signales kann dadurch erhöht werden, dass die ans einer Doppelwand mit einem Ilohlraum versehene Signalscheibe mit der für optische Fernwirkung günstigsten Form versehen wird.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist die dem Beobachter zugekehrte Fläche der Signalscheibe glatt, während die demselben abgekehrte Fläche der rückwärtigen Wand zur Erhöhung der Lichtstärke grobe, prismatische Riffelung aufweist.
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kann dieselbe von Hand aus hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch erfolgen.
Bei der in vorliegendem Falle dargestellten Ausführungsform werden die glocke- förmig gestalteten Kolben dadurch betätigt, dass die an dem Kolbendcckel befestigten Kolbenstangen den Eisenkern einer Induktionsspule bilden, welcher bei Stromschluss von
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Die oberhalb der Dichtnngsflchc) des Kolbens befindliche Flüssigkeit kommuniziert mit der doppelwandigen Signalscheibe durch Öffnung v, während die unterhalb der Dichtungfläche befindliche Flüssigkeit durch die Öffnung ?'mit derselben in Verbindung steht.
Bei der vorliegenden Ausführungsform befindet sich aus später zu erläuternden Rücksichten der durch GLyzerin in seinem spezifischem Gewichte erhöhte, rotgefärbte Alkohol unter der Dichtungsflllche des Kolbens, während oberhalb derselben grün gefärbtes Petroleum angeordnet ist.
Es ist sohin an und für sich schon durch die Verschiedenheit der spezifischen Gewichte eine Verengung beider Flüssigkeiten ausgeschlossen.
Im Ruhezustand befindet sich die Dichtungsfläche des Kolbens in unmittelbarer Nähe des Bodens des Apparates, in welcher Lage der zufolge des Auftriebes nach aufwärts strebende Glockenkolben durch die auf dem Kolbendeckel angeordneten Gegengewichte c niedergehalten werden kann.
Von dem Momente aber, wo, wie in vorliegendem Falle durch Stromschluss der Hub der Kolben in den Flüssigkeitsbehältern bewirkt wird, findet eine Verdrängung der im Hohlraume der doppelwandigen Signalscheibe befindlichen Flüssigkeit statt, welche je nach der Zahl der arbeitenden Kolben mit der Grösse des eventuell steuerbaren Hubes derselben entweder eine partielle oder totale Füllung, resp. Färbung der Signalscheibe bewirkt.
Andererseits kann auch durch zweckentsprechende Wahl der Volumverhältnisse der Flüssigkeitsbohälter F und M und des Hohlraumes der doppelwandigen Signalscheibe bewirkt werden, dass bei einem Hube der Kolben P der Hohlraum der Signalscheibe von einer homogenen Flüssigkeit erfüllt wird, d. h., dass die früher"Verbot der Fahrt" anzeigende rote Signalflüssigkeit vollständig durch die 11 Freie Fahrt" anzeigende grüne Signalftüssigkeit ersetzt wird.
Zur gleichmässigen Verteilung der Farbflüssigkeiten wird nach der in Fig. 1 ver- anschaulichten Konstruktion zu beiden Seiten der Signalscheibe je ein gleichgebauter Flüssigkeitsbehälter V resp. M angeordnet. Bei dieser Anordnung können überdies doppel- färbige Signale auch dadurch erreicht werden, dass nur einer der in den Flüssigkeits- behältern angeordneten Kolben derart arbeiten gelassen wird, dass der untere Teil der
Signalscheibe rot verbleibt, während der obere Teil grün gefärbt wird.
Form und Grösse der Signalscheibe, sowie die Art und Färbung der angewendeten Signalflrissigkeiten, schliesslich auch die in den Flüssigkeitsbehältern arbeitenden Umstenerungsorgane selbst und deren Betätigungsmechanismen von der Zentrale können, ohne das Prinzip der Erfindung zu tangieren, in variierenden Ausführungsformen dem jeweilig besonderen Verwendungszwecke angepasst werden.
Bei sämtlichen Anordnungen aber macht sich der grosse Vorteil geltend, dass stets durch einfache Übertragungsmechanismen, mit äusserst geringen Kraftäusserungen eine sichere Funktion des Signalapparates erzielt werden kann.
Der in den Zeichnungen dargestellte Signalapparat ist insbesondere für optische Signalisiernngen auf grosse Distanz mit Erfolg zu verwenden, da die bisher verwendeten leicht beschädigbaren Übertragungsmechanismen, welche häufig zu Betriebsstörungen Ver- anlassung geben, wegfallen und durch einfaches Schliessen des elektrischen Stromes auf der Zentrale, ein wie immer gearteter auf vorliegendem Prinzipe beruhender Signalapparat zur Wirkung gelangen muss.
Ausserdem sind nachstehende, für den Betrieb, die Anlage und Wartekosten massgebende Faktoren zu erwähnen :
Wenn der auf "Freie Fahrt" eingestellte Signalapparat durch irgendwelche Be- schädigungen der Leitungen ausser Betrieb gesetzt wird, kann bei der im vorliegendem Falle angegebenen Anordnung der Signalisierungsflüssigkeiten die selbsttätige Einstellung des Alarmsignales erfolgen.
Die aus Glas mit gefärbter Flüssigkeit versehene Signalscheibe, welche durch ge- nügend starkes Material und zweckentsprechende Umfassung vor Bruch gesichert werden kann, besitzt den Vorteil, dass die Farbe der Signalscheibe durch Zeit-und Witterungs- oinflüsse sich nicht verändert, da die einmal gefärbten Signalnüssigkeiten in ein allseits geschlossenes Gefäss eingefüllt worden sind.
Die Signalisierung erfolgt durch einfachen Wechsel in der Farbe, wobei überdies ein und derselbe Apparat zur Signalisierung während des Tages und der Nacht benützbar ist, was zur Folge hat, dass die Signalisierung erleichtert und die Gefahr von Irrtümern verringert werden.
Die Beseitigung sämtlicher Bewegungsmechanismen, welche bei längerem Gebrauche sich rasch abnützen, vereinfacht die Bauart und Wirkungsweise derartiger Signalvorrichtungen derart, dass bei geringeren Anlage-und Wartekosten eine sichere Signalisierung zu ge- wärtigenist.