AT208307B - Zumeßvorrichtung zur proportionalen Einbringung von Chemikalienlösungen in periodisch beschickte Behälter - Google Patents

Zumeßvorrichtung zur proportionalen Einbringung von Chemikalienlösungen in periodisch beschickte Behälter

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AT208307B
AT208307B AT98859A AT98859A AT208307B AT 208307 B AT208307 B AT 208307B AT 98859 A AT98859 A AT 98859A AT 98859 A AT98859 A AT 98859A AT 208307 B AT208307 B AT 208307B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zumessvorrichtung zur proportionalen Einbringung von Chemikalienlösungen in periodisch beschickte Behälter 
Chemikalien-Zumesseinrichtungen für periodisch beschickte Behälter werden insbesondere bei Lokomotivtendern bzw. bei diskontinuierlicher Wasseraufbereitung verwendet, wenn es sich darum handelt, für eine beliebige Wassermenge, mit welcher ein Tender oder sonstiger Behälter aufgefüllt wurde, eine proportionale Menge einer Chemikalienlösung zuzusetzen. 



   Es gibt für diesen Zweck schon einige Zumesseinrichtungen, welche entweder mit Luft oder Wasserverdrängung arbeiten. Diese Vorrichtungen haben jedoch alle den Nachteil, eines starr angebrachten Überlaufrohres ohne Luftzutritt von aussen. Dadurch muss einerseits der für die Verdrängung erforderliche Überdruck bei Sinken des Flüssigkeitsspiegels im Chemikalienbehälter immer grösser werden und ausserdem tritt bei Verwendung von Überlaufrohren ohne Luftzutritt immer eine Heberwirkung auf, welche Fehler in der Zumesssung verursacht. 



   Auch für die in der deutschen Patentschrift Nr. 566522 beschriebene Zumessvorrichtung für ein geschlossenes System, bei welcher die durch Wasser verdrängte Chemikalienlösung mit Hilfe eines permanenten Luftvolumens vom Verdrängungswasser getrennt wird, ergibt sich dieselbe Fehlerquelle, da auch in diesem Falle die Chemikalienlösung durch ein feststehendes Überlaufrohr ausläuft, so dass bei Absinken der Chemikalienlösung die notwendige Steighöhe bis zur Überlaufgrenze dauernd zunimmt. Ferner ist der im Überlaufrohr angebrachte Luftsack gegen die Aussenluft abgeschlossen und kann daher lediglich zur Trennung zwischen Chemikalienlösung und eventuell zurücksteigendem Wasser aus der Druckleitung dienen. 



   Andere Zumessvorrichtungen arbeiten wieder mit Ventilen oder viel bewegten Teilen, wobei insbesondere im Lokomotivbetrieb Störungen auftreten können. 



   Vorliegende Erfindung ermöglicht eine einfache Zumessung, proportional einer beliebig in einen Tender oder sonstigen Flüssigkeitsbehälter nachgefüllten Flüssigkeitsmenge durch Luftverdrängung, wobei erfindungsgemäss das Ausflussrohr für die Chemikalienlösung an einem Schwimmer angebracht ist, welcher sich im Inneren eines luftdichten Chemikalienbehälters befindet und mit einem flexiblen Schlauch an ein aus dem Behälter führendes Ausflussrohr ange- schlossen ist.

   Weiters wird erfindungsgemäss zur Vermeidung einer Heberwirkung, vom höch- sten Punkt der Überlaufleitung am Schwimmer eine Belüftungsleitung, bestehend aus einem flexiblen Schlauch vorgesehen, welcher durch die
Decke des Chemikalienbehälters führt und den
Luftzutritt von aussen ermöglicht. Über diese
Belüftungsleitung wird jeweils beim Absinken des Tenderwassers in den Chemikalienbehälter und von diesem in die Luftverdrängungsglocke Luft eingesaugt, um beim Ansteigen des Tenderwassers wieder in den Chemikalienbehälter zurückgedrückt zu werden, wo dann eine entsprechende Menge an Chemikalienlösung durch das Überlaufrohr am Schwimmer hochgedrückt wird und über einen flexiblen Schlauch aus dem Chemikalienbehälter ausfliesst. 



   Die Zumesseinrichtung besteht demnach wie aus beigeschlossener Zeichnung (Fig.   l)   hervorgeht, aus einem geschlossenen Chemikalienbehälter 1, welcher über dem Tender oder sonstigem Flüssigkeitsbehälter 2 angebracht ist, aus der Luftverdrängungsglocke   3,   welche unten offen und an der höchsten Stelle durch ein Verbindungsrohr 4 dicht mit dem Chemikalienbehälter verbunden ist. Im Inneren des Chemikalienbehälters ist ein Schwimmer 5 (Fig. 2 zeigt den Schwimmer von oben gesehen, vergrössert) angeordnet, welcher ein Überlaufrohr 6 trägt. 



  Dieses Rohr ist so am Schwimmer befestigt, dass seine freie Öffnung 7 mit dem unteren Rand des Schwimmers abschneidet. Das andere Ende des Rohres ist mit einem flexiblen Schlauch 8 mit dem nach aussen führenden Ausflussrohr 9 verbunden. Um eine Heberwirkung zu vermeiden, ist am Knie des Überlaufrohres ein Abzweigrohr 10 angebracht, welches über einen Belüftungsschlauch 11 eine Verbindung mit dem Belüftungsrohr 12 herstellt. 



  Zur Fixierung des Schwimmers sind am Flanschdeckel 13 zwei Führungsstäbe 14 angebracht, welche durch die Führungsrohre 15 am Schwimmer führen und ein stärkeres Hin- und Herschwanken desselben verhindern. 



   Zum Nachfüllen der Chemikalienlösung ist an der Decke des Chemikalienbehälters ein dicht verschraubbarer Füllstutzen 16 vorgesehen. 



    Die Wirkungsweise der Zumessvorrichtung geht erfindungsgemäss wie folgt vor sich :]   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Bei ganz-oder teilweiser Füllung des Tenders 2 wird aus der Glocke 3 eine aliquote Menge Luft in den Chemikalienbehälter 1 gedrängt. Dort wird durch einen geringfügigen Überdruck die Chemikalienlösung durch die Öffnung 7 in das Überlaufrohr 6 gedrückt, von wo die Flüssigkeit über 8 und 9 in den Tender 2 ausfliesst. Bei Verschwinden des Überdruckes kann die aus-   fliessende   Flüssigkeit in 8 keine Saugwirkung hervorrufen, da durch 12, 11 und 10 Aussenluft zutritt und den Flüssigkeitsstrom unterbricht. 



  Bei Wasserentnahme aus dem Tender 2 sinkt das Niveau im Tender und in der Luftverdrängungsglocke 3, wodurch Luft aus dem Chemikalienbehälter 1 angesaugt wird. Dadurch entsteht dort ein kleiner Unterdruck, welcher durch die 
 EMI2.1 
 einsaugt, bis der Unterdruck wieder ausgeglichen ist. Beim Nachfüllen des Tenders 2 wiederholt sich der ganze Vorgang von neuem. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Zumessvorrichtung zur proportionalen Einbringung von Chemikalienlösungen in periodisch beschickte Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch Luft verdrängte Chemikalienlösung aus einem luftdichten Chemikalienbehälter über ein nach aussen belüftetes Überlaufrohr aus-   fliesst.  

Claims (1)

  1. 2. Zumessvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Überlaufrohr an einem beweglichen Schwimmer angebracht ist, und mit einem flexiblen Schlauch mit einem nach aussen führenden Ausflussrohr am Chemikalienbehälter verbunden ist, wobei das freie Ende des Überlaufrohres in die Chemikalienlösung taucht, so dass zwischen der Überlaufgrenze des Überlaufrohres und dem Niveau der Chemikalienlösung eine konstante Niveaudifferenz besteht.
    3. Zumessvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Überlaufrohr an seiner höchsten Stelle einen Abzweigstutzen trägt, welcher durch einen flexiblen Schlauch mit einem aus dem Chemikalienbehälter führenden Belüftungsrohr verbunden ist, wodurch die freie Bewegung des Schwimmers gesichert bleibt und dabei eine Heberwirkung im Überlaufrohr verhindert, sowie ein Einsaugen von Aussenluft ermöglicht wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19517573A1 (de) * 1995-05-12 1996-11-14 Steag Micro Tech Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Naßbehandlung von Substraten in einem Behälter

Cited By (3)

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DE19517573A1 (de) * 1995-05-12 1996-11-14 Steag Micro Tech Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Naßbehandlung von Substraten in einem Behälter
WO1996036068A1 (de) * 1995-05-12 1996-11-14 Steag Microtech Gmbh Verfahren und vorrichtung zur nassbehandlung von substraten in einem behälter
DE19517573C2 (de) * 1995-05-12 2000-11-02 Steag Micro Tech Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Naßbehandlung von Substraten in einem Behälter

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