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Rechenrad
Die Erfindung bezieht sich auf ein am Umfang mit Zinken versehenes Rechenrad für ein Gerät zum seitlichen Versetzen von am Boden liegendem Erntegut, bei dem die nachgiebigen Speichen an einem Na-
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Aussenseite einer Stützplatte befestigt, so dass sich das Erntegut, an den Befestigungsstellen festsetzen kann.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu vermeiden.
Zu diesem Zweck werden gemäss der Erfindung die Speichen zwischen zwei Platten der Nabe gehalten. Nach Entfernen einer Platte können die Speichen aus ihrer Halterung entfernt werden.
Gemäss einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung hat jene Nabenplatte, gegen die hin sich die Speichen im Betrieb durchbiegen, einen Durchmesser von wenigstens 1/5 des grössten Rechenraddurchmessers.
In gewissen Fällen, beispielsweise zur Begrenzung der Nachgiebigkeit des Rechenrades, kann der Durchmesser der Halteplatte bis etwa die Hälfte des grösstenRechenraddurchmessers betragen.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine der Platten derart gekrümmt, dass sich die Speichen bei grösser werdender Durchbiegung mit zunehmender Berührungslänge gegen die Platte legen, wobei der Nabenplattenquerschnitt vorzugsweise annähernd der Form der elastischen Linie der beanspruchten Speichen nachgebildet ist.
Das grösste Mass der Durchbiegung der Speichen wird dabei von der Halteplatte bestimmt, und die Krümmung der Platte kann derart sein, dass die durch die Platte begrenzte grösstmögliche Durchbiegung der Speichen dicht unterhalb jener Grenze liegt, bei der eine dauernde Verformung der Speichen eintritt.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein axialer Schnitt durch einen TeileinesRechenrades, wobeieine Spei- che in der Normallage mit vollen Linien und jene in der abweichenden Lage strichliert gezeichnet ist, Fig. 2 eine Vorderansicht zu Fig. 1, Fig. 3 im senkrechten Schnitt eine andere Bauart eines Rechenrades, bei dem die Halteplatte aus mehreren Segmenten besteht, Fig. 4 eine Vorderansicht zu Fig. 3, wobei ein Segment weggelassen ist.
Nach Fig. 1 und 2. ist die Radbüchse 1 mittels Lagerschalen 2,3 auf einer Achse 4 drehbar gelagert.
Mit der Büchse 1 sind eine kleine gelochte Scheibe 5 und eine grosse gelochte Scheibe 6 verschweisst.
Der äussere Teil der Scheibe 6 ist auf der der Scheibe 5 zugewendeten Seite 7 konkav und auf der andern Seite 8 konvex. Die Büchse 1 mit den Lagerschalen 2,3 und den Scheiben 5,6 bildet die Nabe eines Rechenrades.
Die Scheibe 5 und die Scheibe 6 haben im dargestellten Beispiel sechs Bohrungen. Mittels sechs durch die Scheiben 5, 6 gesteckter Bolzen 9 bzw. 10 kann in verschiedenen Lagen ein Ring 11 gegen die Scheibe 6 angezogen werden. Weiters sind in der Nähe des Umfangs der Scheiben 5, 6 Bohrungen 12 bzw. 13 bzw. 14 und 15, im dargestellten Beispiel vierundzwanzig, vorgesehen. Durch je eine Bohrung der Scheibe 5 und der Scheibe 6 ist das rechtwinklig abgebogene Ende eines Stahldrahtes 17 geführt. Die Stahldrähte 17, 18, 19 usw. werden beim Zusammenbau des Rechenrades bei abgenommenem Ring 11 mit ihren Enden durch die Scheiben 5,6 geführt. Danach werden die Enden der Stahldrähte mittels des Ringes 11 eingespannt.
Der Stahldraht 17 erstreckt sich von der Nabe her. zunächst über eine grössere Strecke in radialer Rich tung, ist dann bei 20 scharf umgebogen und geht darauf in einen sich annähernd tangential zu einem durch
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bei 22 wieder scharf um etwa 1400 umgebogen. Dieser umgebogene gerade verlaufende Teil 23 ist am Ende 24 abgestumpft. Die Teile 16,17, 21,23 können gemeinsam als eine eine Zinke 23 bildende Speiche desRechenrades betrachtet werden. Der die Speiche 17 bildende Teil ist, insbesondere senkrecht zur Radebene, nachgiebig.
Ebenso wie der Stahldraht 17 hat auch der Stahldraht 18, und die folgenden Stahldrähte, einen tangentialen Teil 25 und eine Zinke 26. Die Drähte 17,18, 19 usw. liegen mit ihren Zinken 23, 26 in einer Ebene. Auch die tangentialen Teile 21,25 liegen im wesentlichen in dieser Ebene, abgesehen von der über diese Ebene hinausragendenDicke der Stahldrähte. Je zwei benachbarte Stahldraht, z. B. der Stahldraht 17,21, 23 und der Stacheldraht 18,25, 26 werden, wie in Fig. 2 dargestellt, ineinandergehakt. Die Speiche 18 liegt in der Drehrichtung des Rades gesehen von dem tangentialen Teil 21 und die Zinke 23 vor dem tangentialen Teil 25. Auf diese Weise sind alle Zinken nahe ihrem inneren Ende, z. B. bei 22, be-
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zweckdienliches und nachgiebiges Rechenrad.
Die einzelnen Zinken können in axialer Richtung ausweichen, ohne dass der Abstand zwischen den inneren Enden der Zinken einen bestimmten Wert überschreiten kann, wobei dies ohne Verwendung einer Felge erreicht wird, die den Nachteil hat, dass die inneren Enden aller Zinken in der gleichen Ebene festgehalten werden.
Ist im Betrieb diejenige Seite des Rechenrades vorne, auf der der Ring 11 lie, t, so biegen sich die Drähte bei erheblichem Widerstand nach rückwärts in die in Fig. 1 strichliert eingezeichnete Lage 17A, 23A. In dieser Lage legt sich der innere Teil 27 des Drahtes 17A annähernd nach der elastischen Linie an die konvexe Fläche 8 der Scheibe 6 an.
In Fig. 2 ist die Drehrichtung des Rechenrades mit dem Pfeil A angegeben. Zweckmässig sind die Drähte derart ineinandergehakt, dass jeder Draht sich nur in der Drehrichtung gegenüber dem vor ihm liegenden Draht frei bewegen kann.
Um eine grosse Nachgiebigkeit des Rechenrades zu erreichen, und dass das Efeut möglichst nur die nachgiebigenDrähte berührt, soll die Nabe des Rechenrades, an den die Drähte bEfcsajt sind, einen kleinen Durchmesser haben vorzugsweise einen Radius 29, der kleiner ist als der halbe grösste Radius 28 des Rechenrades, aber grösser als ein Fünftel dieses Radiuses.
Die Scheibe 6 ist 1m wesentlichen ein Drehkörper, dessen Meridian der pela, kuchen Linie der bean- spruchtenSpeichen nachgebildet ist und in erster Annäherung aus einem ge'adenTeil und zwei sich aussen anschliessenden Kreisbogen besteht. Der Radius der Kreisbögen ist so gewählt, ! 3. ss bei vollem Anliegen der Speiche der Aussenfläche der Kreisbögen die Verformung der Speiche gerade noch unterhalb dem Be-
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reicht, ohne dass die Speicher besonders schlaff ausgefüHrt sein müssen. Die Konstruktion ist nicht nur einfach, sondern auch sehr widerstandsfähig, wie es bei einer Anwendung in Seitenrechen, Schwadenwendern, Wendern und ähnlichen Geräten notwendig ist.
Bei der Bauart nach den Fig. 3 und 4 trägt die Nabe 30 eine Halteplatte 31, mit der eine zweite aus einerAnzahl vonSegmemen 32 zusammengesetzte Halteplatte durch die Bolzen 33 verbunden sind. Zwischen denHalteplatten 31,32 sind die Speichen 34 eingesetzt, die an ihren Enden 35 umgebogen sind. Die umgebogenenEnden können gegeneinander anliegen, wobei jedoch ein Abstand zwischen derInnenbiegung des einen Speichenendes und der Aussenbiegung des andern Speichenendes verbleibt. Durch diesen Zwischenraum 36 können die Bolzen 33 hindurchgefühit werden. Die Halteplatten 31,32 haben einen solchen gegenseitigen Abstand, dass sich die Speichen 34 nicht übereinanderschieben konnen.
Statt des dargestellter. EinsetzensderSpeichenenden in die Nabe des Rechenrades können auch haarnadelförmig ausgebildete Speichen mit ihrer Umbiegung in die Nabe des Rechenrades eingesetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rechenrad für ein Gerät zum seitlichen Versetzen am Boden liegenden Erntegutes mit nachgiebigen, an einem Nabenteil des Rechenrades befestigten Speichen aus Stahldraht od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Speichen (17 - 19, 34) zwischen zwei Platten (6,11 bzw. 31, 32) des Nabenteiles gehalten werden, wobei die Platte (6,31), die an der Seite des Rechenrades liegt, zu der hin sich die Speichen im Betrieb durchbiegen, einen Durchmesser von wenigstens 1/5 des Rechenraddurchmessers hat.