AT205981B - Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide

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AT205981B AT507458A AT507458A AT205981B AT 205981 B AT205981 B AT 205981B AT 507458 A AT507458 A AT 507458A AT 507458 A AT507458 A AT 507458A AT 205981 B AT205981 B AT 205981B
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Ciba Geigy
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide 
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 3- (p-Amino- 
 EMI1.1 
 zinen der Formel I : 
 EMI1.2 
 worin "alk" einen niederen Alkylrest bedeutet, sowie ihrer Salze, wie z. B. der Alkali- und Erdalkalimetalle, besonders des Natriums, Magnesiums und Aluminiums. Als niedere Alkylreste kommen dabei in Betracht : Äthyl-, Propyl-, Butyl- oder Amylreste, die geradkettig oder verzweigt sein können, besonders aber Methyl. 



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle therapeutische Eigenschaften. Sie sind chemotherapeutisch wirksam, z. B. bei der experimen- tellen Kokken- oder E. coli-Infektion von Tieren, z. B. der Maus, und können als Heilmittel, z. B. bei Kokkeninfektionen oder bei Darminfektionen Verwendung finden. Die neuen Sulfonamide zeichnen sich besonders durch eine gute Urindesinfizierende Wirkung aus. 



   Die neuen Verbindungen lassen sich in an sich bekannter Weise gewinnen. So kann man in Verbindungen der Formel II : 
 EMI1.3 
 worin X für die Aminogruppe steht oder ein in diese umwandelbarer Rest ist, und Y einen in eine Niederalkylsulfonylgruppe überführbaren Rest, oder, wenn X ein in die Aminogruppe überführbarer Rest ist, auch eine Niederalkylsulfonyl- gruppe selbst bedeutet, die in freie Aminogruppen bzw. die Niederalkylsulfonylgruppe überführbaren Reste so überführen. Man kann z. B. in einer Verbindung der Formel III : 
 EMI1.4 
 worin Y ein in eine Niederalkylsulfonylgruppe überführbarer Rest ist, diesen so überführen, oder in einer Verbindung der Formel IV : 
 EMI1.5 
 worin X ein in die Aminogruppe umwandelbarer Rest ist, und "alk" eine niedere Alkylgruppe darstellt, X in die Aminogruppe umwandeln. 



   Ein in die Aminogruppe überführbarer Rest ist dabei insbesondere ein solcher, der durch Reduktion oder Hydrolyse in die Aminogruppe verwandelt wird, wie eine Nitro-, Azo- oder Acylaminogruppe, besonders die Acetyl- oder Carbäthoxyaminogruppe. 



   Die Reduktion bzw. Hydrolyse wird in an sich bekannter Weise durchgeführt, die Reduktion z. B. mit katalytisch erregtem oder mit naszierendem Wasserstoff, wie er z. B. durch die Einwirkung von Metallen auf Säuren erhalten wird, die Hydrolyse mit sauren, vorzugsweise jedoch alkalischen hydrolysierenden Mitteln, wie wässerigen Alkali- oder Erdalkalihydroxyden. 



   Ein in eine Niederalkylsulfonylgruppe überführbarer Rest ist z. B. eine reaktionsfähig veresterte Oxygruppe, besonders ein Halogenatom, namentlich Chlor oder Brom, die durch Reaktion mit niederen Alkansulfinsäuren, besonders Me- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 thansulfinsäure, in die Niederalkylsulfonylgruppe übergeführt werden kann. Für diese Reaktion wird die Alkansulfinsäure mit Vorteil in der Form eines Metall-, wie Alkali- oder Erdalkalisalzes verwendet. 



   Von den neuen Sulfonamiden lassen sich in üblicher Weise Salze gewinnen, so z. B. durch Umsetzung mit Basen, wie Alkali- oder Erdalkalihydroxyden oder organischen Basen. 



   Die Erfindung umfasst auch jene Abänderungen des Verfahrens, in denen man auf irgendeiner Stufe des Verfahrens erhältliche Zwischenprodukte als Ausgangsstoffe verwendet und die fehlenden Verfahrensschritte durchführt, oder das Verfahren auf irgendeiner Stufe abbricht. 



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden. 



   Die verfahrensgemäss erhaltenen Sulfonamide können als Heilmittel z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden. Diese enthalten den neuen Stoff, gegebenenfalls in Form seiner Salze, in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder lokale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi, Polyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragées, Pulver, Salben, Cremen, Suppositorien oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen.

   Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 



   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben, ohne dass damit eine Einschränkung des Erfindungsgegenstandes beabsichtigt ist. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel 1 : 25, 5 g 3- (p-Amino-benzolsulfon- 
 EMI2.1 
 saures Natrium und 340 cm3 Methanol werden im verschlossenen Rohr während 6 Stunden auf   135-140 0 erhitzt.   Man filtriert dann von ungelösten Anteilen ab und verdampft das Methanol im Wasserstrahlvakuum. Der Rückstand wird in   300 cm3 l-n.   Natronlauge aufgenommen, die Lösung über Tierkohle filtriert, das Filtrat mit 240 cm3 2-11. Essigsäure angesäuert und der Niederschlag abgenutscht. Er wird aus 500   cm 3   2-n. Essigsäure kristallisiert. 
 EMI2.2 
   (p-Amino-benzolsulfon-196-199 ".    



   Beispiel   2 : 29, 7 g 3- (p-Acetylamino-benzol-   sulfonamido)-6-chlorpyridazin, 10, 8 g methansulfinsaures Natrium und 340 cm3 Methanol werden im verschlossenen Rohr während 6 Stunden auf   135-140 0 erhitzt.   Man filtriert dann vom ungelösten Anteil ab und verdampft das Methanol im Wasserstrahlvakuum. Der Rückstand wird in 250 cm3 2-n. Natronlauge aufgenommen, die Lösung über Tierkohle filtriert, das Filtrat während 2 Stunden gekocht und dann mit Salzsäure auf pH = 6-7 gestellt, wonach das in Beispiel   I   beschriebene   3- (p-Amino-benzolsulfonamido) -6-   methylsulfonylpyridazin ausfällt. Es kann, wie 
 EMI2.3 
 im verschlossenen Rohr während 6 Stunden auf   135-1400 erhitzt.   Man dampft dann das Methanol im Vakuum ab, nimmt den Rückstand in 1-n.

   Natronlauge auf, filtriert die Lösung über Tierkohle und säuert mit 2-n. Essigsäure an. 
 EMI2.4 
 essig gelöst und mit Palladium-Kohle als Katalysator bei Zimmertemperatur mit Wasserstoff reduziert. Innerhalb 5 Stunden wird die berechnete Menge aufgenommen. Man filtriert dann vom Katalysator ab, dampft im Vakuum den Eisessig ab und kristallisiert den Rückstand aus 2-n. 
 EMI2.5 
 vom F.   196-1990 erhalten.   



   Das als Ausgangsstoff verwendete 3- (p-Nitro- 
 EMI2.6 
 pyridazin durch Umsetzung von p-Nitro-benzolsulfochlorid mit 3-Amino-6-chlor-pyridazin erhalten ; F. =   1800   (Zers. ). 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide der Formel I : EMI2.7 worin "alk" einen niederen Alkylrest darstellt, und ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man in Verbindungen der Formel II : EMI2.8 <Desc/Clms Page number 3> worin X für die Aminogruppe steht oder ein in diese umwandelbarer Rest ist, und Y einen in eine Niederalkylsulfonylgruppe überführbaren Rest, oder, wenn X ein in die Aminogruppe überführbarer Rest ist, auch eine Niederalkylsulfonylgruppe selbst bedeutet, die in die freie Aminogruppe bzw. eine Niederalkylsulfonylgruppe überführbaren Reste in diese überführt und, wenn erwünscht, erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze oder erhaltene Salze in die freien Verbindungen überführt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der Formel III : EMI3.1 worin Y ein in eine Niederalkylsulfonylgruppe überführbarer Rest, vorzugsweise eine reaktionsfähig veresterte Oxygruppe, besonders ein Halogenatom ist, diesen in eine Niederalkylsulfonylgruppe überführt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der Formel IV : EMI3.2 worin X ein in die Aminogruppe umwandelbarer EMI3.3 rest darstellt, X in die Aminogruppe umwandelt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man von solchen Ausgangsstoffen der Formeln II oder III ausgeht, in denen X die in Anspruch 1 gegebene Bedeutung hat und Y einen in die Methylsulfonylgruppe überführbaren Rest, oder, wenn X ein in die Aminogruppe überführbarer Rest ist, auch die Methylsulfonylgruppe selbst bedeutet, und gemäss den Ansprüchen 1-3 die in die freie Aminogruppe bzw. die Methylsulfonylgruppe überführbaren Reste in diese überführt, und, wenn erwünscht, erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze oder erhaltene Salze in die freien Verbindungen überführt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 3- (p-Amino- benzolsulfonamido) -6-chlorpyridazin mit einem Salz der Methansulfinsäure umsetzt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen l und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man 3- (p-Nitrobenzolsulfonamido) - 6 - methylsulfonylpyridazin mit reduzierenden Mitteln behandelt.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man 3- (p-Acetyl- amino-benzolsulfonamido) -6-methy lsulfonyl-pyri- dazin mit hydrolysierenden Mitteln behandelt.
AT507458A 1958-04-29 1958-07-17 Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide AT205981B (de)

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