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Fünfgabeliger Heuwender
Die Erfindung bezieht sich auf einen fünfgabeligen Heuwender mit angetriebener Kurbelwel- le und mittels Schwinglenkern in Bewegung ver- setzten Gabeln.
Die bisher bekannten Ausführungsformen solcher Heuwender mit Boden- oder Motorantrieb besitzen zur Erzeugung der Arbeitsbewegung der Gabeln eine in bezug auf die Längsmittelebene dis Gerätes unsymmetisch ausgebildete Kurbelwelle, , deren einzelne Kurbeln gegeneinander um einen von 1200 stark abweichenden Winkel versetzt sind ; in der Regel wird die Kurbelversetzung mit 720 ausgeführt. Bei einer derartigen Anordnung sind die Massenwirkungen der umlaufenden Kurbelwelle und der sich bewegenden Gabeln auch nicht annähernd ausgeglichen, so dass sich bei der Arbeit durch die Wirkung der freien Massenkräfte und Massenmoment störende Schwingungen und Erschütterungen ergeben. Das Gerät arbeitet daher unruhig und lässt sich nur schwer führen.
Dieser Nachteil ist dann besonders unangenehm, wenn ein solches Gerät durch einen von ihm getragenen Aufbaumotor angetrieben und von Hand mittels einer'Lenkdeichsel geführt wird. Infolge der Kleinheit des Gerätes würde zur Bedienung durch Handführung eine jugendliche Arbeitskraft genügen ; die Erschütterungen und Schwingungen infolge der nicht ausgeglichenen, umlaufenden Massen erfordern jedoch eine sehr kräftige, erwachsen Arbeitskraft, die imstande ist, das Gerät auch bei etwas schwierigeren Geländeverhältnissen einwandfrei zu lenken.
Es sind auch sechsgabelige Heuwender bekannt, die zur Erzeugung der Arbeitsbewegung der Gabeln neben Schwinglenkern eine in bezug auf die Längsmittelebene des Gerätes symmetrisch ausgebildete Kurbelwelle besitzen, deren einzelne Kur- beln gegeneinander um 1200 versetzt sind. Bei einer derartigen Ausbildung der Kurbelwelle eines sechsgabeligen Heuwenders sind die Massenkräfte und Massenmoment gut ausgeglichen, wodurch sich bei der Arbeit ein ruhiger Lauf des Gerätes ergibt. Sechsgabelige Heuwender können jedoch nur dort verwendet werden, wo die verhältnismä- ssig grosse Arbeitsbreite. und das dadurch bedingte grosse Gewicht noch eingesetzt werden kann. Für manche Verwendungszwecke, z. B. für das Arbeiten auf Hängen, ist diese Arbeitsbreite und das Gewicht bereits zu gross.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen fünfgabeligen Heuwender zu schaffen, der die gleiche Laufruhe hat wie ein sechsgabeliger Heuwender mit symmetrischer Kurbelwelle, deren einzelne Kurbeln unter 1200 versetzt sind. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Kurbeln der Kurbelwelle'unter 120"oder annähernd 1200 gegeneinander versetzt und dit beiden der mittleren Kurbel benachbarten äusseren Kurbelpaa-re jeweils paarweise symmetrisch in bezug auf Abstand und Kurbelstellung zu der zur Drehachse senkrechten, die mittlere Kurbel halbierenden Mittelebene angeordnet sind, wobei jede Kurbel für sich allein oder alle Kurbeln gemeinsam mit den von ihnen getragenen Gabeln bezüglich der Massenkräfte und-momente ausgeglichen sind,
vorzugsweise durch ein auf der Gabel der mittleren Kurbel festgelegtes Ausgleichsgewicht.
Die Ausbildung der Kurbelwelle bzw. die Bemessung. des Ausgleichsgewichtes ist dabei so getroffen, dass die Massenwirkung der mittleren Kurbel bzw. der mittleren Gabel mit aufgesetztem Ausgleichsgewicht gleich ist der Summe der Massenwirkungen der beiden der mittleren Gabel be- nachbarten Kurbeln bzw. Kurbeln und Gabeln und ferner gleich ist der Summe der Massenwirkungen der beiden aussenliegenden Kurbeln bzw. Kurbeln und Gabeln.
Nachdem die Kurbeln der Kurbelwelle paarweise symmetrisch zur, Längsmit- teldbene des Gerätes angeordnet und gegeneinander um 1200 versetzt sind, ergibt sich bei der erfindungsgemässen Ausbildung des fünfgabelig, en Heuwenders ein vollkommener oder nahezu vollkommener Ausgleich der Massenkräfte und Mas- senmomente und somit ein ruhiger, erschütterungfreier Gang des Gerätes bei der Arbeit.
Die Zeichnung zeigt in vereinfachter Darstellung ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemä- ssen fünfgbeligen Heuwenders, Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt, Fig. 2 ein Vertikalschnitt durch die
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Kurbelwelle entlang der Linie I-I der Fig. 3) und Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Gerät.
Der Rahmen 1 des fünfgabeligen Heuwenders trägt vier Lager 2, in denen die Kurbelwelle 3 gelagert ist. Die Kurbeln 4 der Kurbelwelle 3 sind unter 1206 oder annähernd 1200 gegeneinander versetzt und symmetrisch zu der zur Drehachse A-A der Kurbelwelle senkrechten, die mittlere Kurbel halbierenden Mittelebene/-7 angeordnet. Die auf der mittleren Kurbel in üblicher Weise gelagerte Gabel 5 trägt ein Ausgleichsgewicht 6, das mittels der Schrauben 7 mit dem Gabelstiel 8 verschraubt ist.
Am oberen Ende des Gabelstieles 8 greift ein Schwinglenker 9 an, dessen anderes Ende am Rahmen 1 schwenkbar gelagert Ist. Die Kurbelwelle 3 wird vom Boden aus oder durch einen Motor über Kette 10 und Kettenrad 11 angetrieben. Aus dem Zusammenwirken der Drehbewegung der Kurbelwelle 3 mit der Schwingbewegung der Schwinglenker 9 ergibt sich die bekannte Arbeitsbewegung der Gabeln.
Bei der dargestellten Ausführungsform erzeugt das richtig bemessene Ausgleichsgewicht 6 zusammen mit der mittleren Kurbel und der mittleren Gabel eine Massenwirkung, die ebenso gross ist wie die Summe der Massenwirkungen der beiden der mittleren Gabel benachbarten Kurbeln und Gabeln bzw. der Massenwirkung der beiden aussenliegenden Kurbeln und Gabeln. Da Kur- beln und Gabeln paarweise symmetrisch und um 1200 versetzt angeordnet sind, ergibt sich ein nahezu vollkommener Ausgleich der Massenkräfte und Massenmomente und demzufolge der erstrebte ruhige Lauf des Gerätes.
Der Massenausgleich der Kurbelwelle kann auch bloss durch verschiedene Dimensionierung der einzelnen Kurbeln erzielt werden, in welchem Falle das Ausgleichsgewicht nicht an der Gabel, sondern an der Kurbel angeordnet ist bzw. durch entsprechende Formgebung und Massenverteilung der Kurbeln selbst überhaupt entfallen kann.