AT20039B - Fahrbarer Schubrechen. - Google Patents

Fahrbarer Schubrechen.

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AT20039B
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Mathias Reis
Reinhold Kirsch
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Mathias Reis
Reinhold Kirsch
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fahrbarer Schubrechen. 



   Die bisher in der Landwirtschaft gebräuchlichen fahrbaren Rechen vermochte die ihnen zugewiesene Aufgabe, Heu, Klee, Stroh u. dgl. zu sammeln, nur sehr mangelhaft zu verrichten, indem sie einen grossen Teil davon liegen liessen, so dass das Feld noch ein zweites Mal mit dem Rechen   Übergängen   werden musste, um diese nicht unbeträchtlichen Reste zu sammeln. 



   Vorliegende Erfindung betrifft nun ein Rechengerät, welches mit der Grobarbeit des   Zusammeurechens   gleichzeitig auch das Nachrechen bezw. Nachlesen allenfalls liegen gebliebener Heu-etc. Reste besorgt, so dass durch die Verwendung dieses Gerätes bedeutend an Arbeit und Zeit gespart wird. 



   Der Gegenstand der Erfindung besteht aus zwei hintereinander wirkenden Zinkensystemen, welche beweglich hintereinander angeordnet sind und unabhängig voneinander gehandhabt und in Gebrauch genommen werden können. Ebenso gestattet die spezielle Anordnung derselben mit den beiden   Rechensystemen auch   auf unebenem Boden arbeiten zu können, da jeder der   bei den Teile unabhängig   von dem anderen zum Boden verstellt   werden kann. Dadurch   ist man in der Lage, mit der hinteren Zinkenreihe die Arbeit der   vorhergehenden ergänzen   und, einer Bodenunebenheit entsprechend, die eine   Zinkenreihe     senken oder heben zu können, ohne   die Wirksamkeit der anderen zu beeinträchtigen. 



   In der beiliegenden Zeichnung ist der neue Rechen in einem Schnitt (Fig. 1) und einer   Draufsicht (Fig. 2) dargestellt. Die Rechongabel,   deren Zinken e in Holzleisten   c   befestigt sind, besitzt ein auf zwei Rädern f ruhendes Rahmengestell a mit Griffleiste b. 
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   Teile dos Gerätes unabhängig   voneinander zum Boden verstellt werden können. Diese Ver-   bindung kann   verschiedener Art sein. Bei der in der Zeichnung dargestellten   Ausführungs-   form ist der Rahmen g, i des Nachrechens, um Bolzen h schwingend, in dem   Rahmen a, h   der Gabel e gelagert. 



   Beim Arbeiten wird das Gerät vom Arbeiter am Griff b nach Art eines Karrens nach vorwärts geschoben, so zwar, dass die Rechengabel mit ihren Zinken auf dem Boden gleitet, damit das zu sammelnde Material sich auf derselben ansammelt. Des Nachrechens bedient er sich nur, wenn von der Gabel nicht alles erfasst wurde. Hiezu senkt er, ohne die letztere in ihrer Arbeit, zu beeinflussen, durch Zug an dem Handgriff i den Nachrechen, bis dessen Zinken das liegen gebliebene Material erfassen und vor sich herschiebend anhäufen.

   Hiebei kann der Arbeiter nach Bedarf die Rechengabel sowohl wie den Nach-   recben jeden für sich   vom Boden abheben und wieder senken, so dass er auf jede Un-   ebenheit   des Bodens Rücksicht nehmen und auch wie   bei einem gewöhnlichen Handrechen,   eventuell Fremdkörper, wie Steine,   Wurzelwerk, Holzstücke etc. schon bei   dem Zusammenrechen aus dem Rechengut ausscheiden kann. 

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   Hat sich auf der   Rechengabel   genügend Material gesammelt, so wird das Vorschieben des Gerätes unterbrochen und das gesammelte Gut auf einen Haufen abgelegt, indem die Rechengabel unter   demselben zurückgezogen wird. Dies erfolgt   durch Rechts-und Links-   schwenken   der Rechengabel und Zurückziehen des ganzen Gerätes. Das von dem Nachrechen gesammelte Material kann nun mit diesem oder mit der   Rechengabel   zu dem von der letzteren abgelegten Haufen geführt werden. 



   Da nnn zum Sammeln gewisser Materialien, z. B. von Langheu, die Anwendung der   Rechengabel   allein genügt, also ein Nachrechon unnötig ist, ist die Einrichtung getroffen, dass der letztere ausgeschaltet werden kann. Zu diesem Zweck ist, wie in der Zeichnung punktiert dargestellt, an dem Rechengabelrahmen a eine   Kreisbogenftihrting   t vorgesehen, auf weicher der Nachrechen alsdann in seiner ausgeschalteten Stellung durch eine   Klemm-   schraube etc. festgestellt worden kann. 



   Bei vollkommen ebenem Boden und stetiger Benötigung des Nachrechens kann eine solche Feststellung des Rechens eventuell auch in dessen Arbeitsstellung erfolgen. Auch kann die bewegliche Verbindung der   Rechengabel mit dem Nachrechen   leicht lösbar gemacht werden, so dass für die Fälle, wo die Rechengabel allein genügt, der Nachrechen abgenommen werden kann, um die Gabel nicht unnötig zu beschweren. 



   Auch kann der Rechenrahmen   9   durch verstellbare und durch Klemmschrauben p feststellbare   Radlager q, r für sich   allein fahrbar gemacht werden, indem die Räder f von der Rechengabel abgenommen und in die Lageraugen r eingesetzt werden (Fig. 3). 



   Speziell eignen dürfte er sich in dieser Form zum Zusammenrechen von Heu etc. an
Abhängen ; doch bildet diese Alleinverwendung des Nachrechens kein Merkmal der vor- 'liegenden Erfindung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Fahrbarer   Schnbrechen,   gekennzeichnet durch die Anordnung eines Nachrechens (1), zum Zwecke, die Arbeit des Rechens und Nachrechens in einem Arbeitsgang verrichten zu können.

Claims (1)

  1. 2. Ein Schubrechen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nachrechen (Z) um einen Bolzen (h) drehbar und einstellbar mit dem ersten Rechen (e) verbunden ist, zum Zwecke, während der Arbeit den Bodenunebenheiten Rechnung tragen bezw. den Nach- reehon ausschalten und das angesammelte Gut ablegen zu können.
    3. Ein Schubrechen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Hauptrechen und Nachrechen leicht lösbar miteinander verbunden sind, so dass jeder dieser Teile auch < 'inzeln für sich benutzt werden kann.
AT20039D 1903-02-24 1903-02-24 Fahrbarer Schubrechen. AT20039B (de)

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AT20039B true AT20039B (de) 1905-05-10

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