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Knallsignalapparat für Eisenbahnen.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung dient zur Vervollständigung für die üblichen bei Eisenbahnen angebrachten, optischen Signale, wenn dieselben infolge von Nebel, starkem Schneefall, Rauch oder anderen Ursachen unsichtbar geworden sind, indem er beim Überfahren eines Zuges automatisch einen Schuss abgibt, um dem Maschinenführer das Vor- handensein bezw. die Stellung eines optischen Signales anzuzeigen.
Dieser Knallsignalapparat ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar
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nach/-L ans Fig. 7 ; Fig. 9 den Grundriss einer zweiten Ausführungsform des Knall- apparates : Fig. 10 einen Schnitt nach M-N aus Fig. 9; Fig. 11 den Grundriss einer
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Fig. 11, Fig. 13-10'sind
Der Knallapparat besteht im wesentlichen aus einer endlosen Transportkette, auf deren Gliedern kleine Metallplatten angeordnet sind, von denen jede zwei oder mehrere
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mit der äusseren Schiene.
Auf der Achse der Scheibe. ? ist ein Hebel 5 befestigt, der mit Sperklinken 6 versehen ist (Fig. 1 und 6), die dazu bestimmt sind, mit den auf der oberen Fläche der Scheibe angebrachten Vorsprüngen 7 in Eingriff zu kommen. Das Ende des Hebels 5 ist einerseits mit der Stange 8 gelenkig verbunden, die vermittelst der
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bunden ist ; andererseits ist am Ende des Hebels 5 eine Stange 11 befestigt, die im Lager J2 ruht und an ihrem Ende eine Sperrklinke 13 besitzt (Fig. 2 und 13), welche derart auf den Hebel 1 14 eines Hammers 15 einwirkt, dass, wenn sich die Stange 11 horizontal bewegt, der Hammer zuerst gehoben und nachher fallen gelassen wird. Die Aufwärtsbewegung des Hammers wird von einem Anschlag 70 begrenzt.
Der durch sein eigenes Gewicht herabfallende Hammer schlägt mit seinem, mit Schlagstiften versehenen
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tragenen Knallkapseln legen. Bei normaler Stellung des Apparates werden die Schlagspitzen des Hammers vermittelst eines kleinen aus Fig. 13 ersichtlichen Exzenters 17, der durch eine Gabel 18 von der Stange 11 eingestellt wird, einige Millimeter tuber un
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der Kolben das Pedal 20 und den Hebel 29 in der in den Zeichnungen dargestellten, gehobenen Stellung zu halten vermag. Der Druck in der Kammer 25 kann dadurch erzeugt werden, dass durch den Hahn 30 (Fig. 3) eine gewisse Menge der Flüssigkeit in dieselbe eingeführt wird, um die darin befindliche Luft auf das gewünschte Mass zusammenzupressen.
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Pumpe bezw. ein Manometer angebracht sind.
Auf dem Boden der Kammer 25 ist ein von oben nach unten sich schliessendes Ventil 31 angeordnet, das mit einer von einer siebartigen, metallischen Kappe geschützten Öffnung 32 versehen ist.
Wird nun von den überfahrenden Rädern eines Zuges das Pedal 20 herabgedrückt, so senkt sich der Kolben 23 und drängt die Flüssigkeit durch das Ventil 31 in die
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Hebel 29 unter der Einwirkung des Gewichtes frei nach unten bewegen und hiebei vermittelst der Stangen 10, 9, 8 und 11 eine teilweise Drehung der Rolle 3 und das Heben des Hammers 15 herbeiführen. Die Höhenlage des Pedales 20 über der Schiene und die davon abhängigen Verschiebungen sind derart bemessen, dass bei jedem Niederdrücken des Pedales die Transportkette 1 um ein Glied vorgerückt wird ; gleichzeitig bringt der Hammer bei seinem Niederfallen die neuen, von der Kette auf den Untersatz 16 vorgeschobenen Knallkapseln zum Platzen.
Die Länge der Stange 9 ist derart gewählt, dass selbst beim Vorbeifahren der Schnellzüge der Schuss vom Maschinenführer wahrgenommen werden kann. Die Stange 9 ist mit den Stangen 8 und 10 durch Schraubensclllösser verbunden, um die Stellung des Pedales in gewissen Grenzen ändern zu können. Das Ventil 31 ist derart eingerichtet, dass es den schnellen Übergang der Flüssigkeit vom Zylinder 24 in die Kammer 25, jedoch kein Zurücktreten derselben gestattet. Die Flüssigkeit kann zwar von der Kammer wieder in den Zylinder zurückfliessen, aber durch die kleine Öffnung des Ventiles nur sehr langsam, so dass der Kolben gleichzeitig auch als Bremse wirkt und das Pedal für einige Zeit nach dem Vorbeifahren der Räder herabgedrückt hält.
Der Drehzapfen des Pedals 20 wird von einem beweglichen Lager 34 getragen. das auf einer Platte 85 gleitet, die mit einer Leitstange 36 verbunden ist, welche vermittelst eines Hebels 37 an der horizontalen Welle 38 befestigt ist. Auf letzterer ist fix ein Gewicht 39 und lose ein zweites grösseres Gewicht 4C angebracht (Fig. 3,4, 5). Wird das Gegengewicht 40 gehoben, so bewirkt das Gewicht 39 die Drehung der Welle 38 und zieht vermittelst des Hebels 37 und der Stange 36 das Lager 34 unter dem Stützzapfen des Pedales wog, so dass sich letzteres, indem es sich um den Verbindungsbolzen der Kolbenstange 22 dreht, bis unter die Schienenoberkante senken und dadurch den Apparat ans der Funktionslage bringen kann.
Diese Bewegung kann auch vermittelst eines an einem Arm des Hebels 40 befestigten Transmissionsdrahtes 41 direkt von der Station aus bewirkt werden Wenn hingegen der Apparat von der Stellung des optischen Signales abhängig sein soll, so wird der Draht 41 mit dem Signal derart verbunden, dass sich das Pedal in erhöhter Stellung befindet, wenn das optische Signal auf gesperrte Linie zeigt. Um die Stellung des Apparates sowohl von der Station als auch vom optischen Signal aus regu- lieren zu können, werden, wie in den Fig. 3,4 und 5 angegeben ist, zwei Drähte 41 und 42 verwendet, von denen jeder mit einem Anschlag 43 vorsehen ist, der auf den Hebel 40 einwirkt. Diese Drähte werden durch geeignete Gegengewichte 44 gespannt gehalten.
Bei eingleisigen Linien ist die für die Betätigung des Knallapparates bestimmte Vor- richtung (Fig. 7 und 8 und Fig. 15 und 16) mit einem HUfspedal 45 versehen, das neben dem Pedal 20 auf der der Station zugekehrten Seite angebracht und vermittelst einer
Stange 46 mit einem zweiten Kolben 47 verbunden ist, dessen Zylinder 48 mit der für beide Kolben gemeinschaftlichen Druckkammer 25 in Verbindung steht. Letztere ist mit
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den beiden Kolbenstangen ist pendelartig eine Stange 49 angeordnet, die mit einem Keil 5V versehen ist, auf welchen beiderseits zwei von den Kolbenstangen 22 und 46 getragene Arme 51 und 52 (siehe Fig. 15 und 16) einwirken, sobald sich die Kolbenstangen infolge Niederdrückens des betreffenden Pedals senken.
Die Stange 49 ist ferner mit einem Zahn 53 versehen, der dazu bestimmt ist, beim
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festhält. Wenn somit ein Zug "Von der Station ausfährt, wird zuerst das Hilfspedal 45 herabgedrückt und die Welle 28 festgehalten, so dass-das Herabdrücken des Pedals 20 keine Wirkung auf den Knallapparat ausüben kann.
Wenn hingegen ein Zug sich der Station nähert, so wird zuerst das Pedal 20 und dann das Gegenpedal herangedrückt und während das erstere auf den Knal1apparat einwirkt, bleiben das Hilfspedal und die dazu gehörigen Organe wirkungslos. Das Hilfspedal ist mit dem Zapfen 55 gelenkig verbunden, der auf einem auf der Platte 57 gleitenden Lager 56 sitzt und von einer Stange 58 betätigt wird, welche, wie die Stange 36 des Lagers 34 mit dem Hebel 37 verbunden ist.
Auf diese Weise werden das Pedal 20 und das Hilfspedal 45 gleichzeitig von den Zugdrähten 41 und 42 aus-oder eingerückt.
Die ganze Einrichtung ist in zwei Kasten 59 und 60 angeordnet, die auf von den Schienen unabhängigen Querbalken befestigt sind. Der Kasten 59 enthält nebst dem Untersatze 16 (Fig. 1 und 3) eine Explosionskammer 61, deren senkrechte Wände mit Schlitzen versehen sind, durch welche die Knallkapseln nacheinander auf den Untersatz gelangen. Der Kasten 59 ist mit einem Deckel versehen, der an der Stelle der Rolle 3 abgehoben werden kann, um unter Drehung dieser Rolle die Erneuerungen der Knallkapseln vornehmen zu können.
Der Knallapparat ist mit drei elektrischen Vorrichtungen versehen, die dazu bestimmt sind, vermittelst eines Läutewerkes auf der Station anzuzeigen, dass a) bei der Überfahrt des Zuges die Explosion erfolgt ist, b) dass nach der Überfahrt sämtliche Teile in ihre frühere Lage zurückgetreten sind und c) dass die Knallkapsein beinahe aufgebraucht sind.
Die erste dieser Vorrichtungen besteht aus einer dünnen Metallscheibe 62, die vor einer kleinen Öffnung in einer der senkrechten Wände der Explosionskammer aufgehängt ist, und dazu dient, durch die ihr von der Explosion beigebrachte Bewegung auf kurze
Zeit einen elektrischen Kontakt 68 zu schliessen. Die zweite Vorrichtung besteht aus einem
Kontakte 64 (Fig. 6), der an einem Träger 65 befestigt ist und von der Sperrklinke 6 geschlossen wird, wenn dieselbe während ihres Rücklaufes in die Normalstellung sich erhebt, um einen der Ansätze 7 zu überschreiten. Die dritte Vorrichtung schliesslich be-
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zwei aufeinander folgende Petardengruppen heraus erstreckt, so dass sie stets von letzteren getragen wird.
Sobald nun unter die Metallplatte 66 Kettenglieder ohne Petarden be ? w. mit bereits geplatzten Petarden zu stehen kommen, so senkt sich die Platte 66 und schliesst einen elektrischen Kontakt 67. Ein weiterer Kontakt 6S ist auf dem Träger 65 des Kontaktes 64 befestigt und wird von dem Hebel {j geschlossen, wenn derselbe in seine Normalstellung zurückgekehrt t. Die Kontakte 63,64 und die Kontakte 67 und 68 sind in drei besondere Stromkreise eingeschaltet, welche in den Hauptstromkreis eingeschaltet werden, der dazu bestimmt ist, das sich auf der Station befindliche Läutewerk zu betätigen.
Der Kontaktschluss 63 verursacht ein kurzes Klingeln, während der Schluss des Kontaktes 64 ein längeres Klingen bewirkt, das erst dann unterbrochen wird, wenn sämtliche bewegliche Teile des Apparates in ihre Norrnalstellung zurückgekehrt sind. Das durch den Schluss des Kontaktes 67 verursachte Lauten hä ! t solange an, bis die verbrauchten Kapseln erneuert wurden, ausgenommen den Fall, wenn gleichzeitig ein Zug vorbeifährt, da hiebei infolge Verschiebung des Hebels 5 das Klingen des Läutewerkes durch den Kontakt 6S unterbrochen wird. Dadurch werden die von den Kontakten 63 und 64 gegebenen Signale klar verstanden und der Kontakt 68 tritt erst dann wieder in Tätigkeit, wenn der Hebel 5 in seine Normalstellung zurücktritt.
Auf diese Weise genügt ein einziges Läutewerk und ein einziger Stromkreis für drei verschiedene Signale, ohne befurchten zn müssen, dass eine Verwechslung derselben stattfindet.
In Fällen, wo eine geringere Anzahl von Knallsignalen erforderlich ist, kann der eigentliche Knallapparat dadurch vereinfacht werden, dass anstatt der die Petarden tragenden endlosen Transportkette 1 eine sternartige Scheibe 3 angeordnet ist, auf deren radialen Armen die Petarden 2 in Gruppen von zwei oder drei liegen (siehe Fig. 9 und 10). Auf
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dazu bestimmt ist, auf eine Reihe von Ansätzen 7, die auf der oberen Fläche der Scheibe vorgesehen sind, einzuwirken. Am Ende des Hebels 5 ist eine Stange 73 gelenkig befestigt, die mit der Stange 11 verbunden ist, welche in einem Lager 12 ruht und mit einer auf den Hebel 14 des Hammers 15 einwirkenden Sperrklinke versehen ist. Die Stange 11 ist vermittelst der Stange 8 mit der den Knallapparat betätigenden Vorrichtung verbunden.
Der Weg des Hammers wird durch einen Anschlag 70 und jener des Hebels 5 von einer Sperrknagge 74, die auf der Verlängerung der Stange 73 befestigt ist, begrenzt, indem die letztere beim Verschieben. der Stange 8 mit einem der Anschläge 7 der St'hpib. ? in
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worden. Dieselbe besteht darin, dass die Kammer 25 im Kolben 23 angeordnet ist und wie früher durch ein sich von oben nach unten schliessendes Ventil 31 abgeschlossen ist, welches beständig von 1er Flüssigkeit bedeckt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Knallsignalapparat für Eisenbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Pedale 20
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dass bei der Verschiebung der Stange 11 der Hammer mit den Petarden in Berührung kommt, während er in der Ruhestellung der Stange 11 über denselben stehen bleibt, so dass behufs Erneuerung der verbrauchten Knallkapseln die Scheibe 3 von Hand gedreht werden kann.
2. Knallsignalapparat für Eisenbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Hebel des Hammers wirkende Stange 11 mit einer eine Sperrklinke 74 tragenden Stange 73 verbunden ist, welch erstere (74) mit Hilfe der Anschläge 7 die Drehung der Scheibe 3 begrenzt und mit einem Keile 72 versehen ist, der in Verbindung mit dem auf dem Hebel des Hammers 15 angebrachten Arme 71 den Hammer in der Ruhestellung des Apparates einige Millimeter über den Knallkapseln festhält, so dass durch Drehung der Scheibe von Hand die verbrauchten Kapseln erneuert werden können.
3. Knallsignalapparat für Eisenbahnen mit Kolbenbremse, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenbremse zum unmittelbaton Stützen des Pedals 20 und des Antriebhebels 29 dient, derart, dass sich beim Niederdrücken des Pedals und Senken des Kolbens der Hebel 29 senken kann, um die Knallvorrichtung in Tätigkeit zu setzen, während durch den langsamen Rückgang des Kolbens das Heben des Hebels 29 in seine Ruhestellung nur allmählich erfolgen kann.
4. Eine Ausführungsform der Bremsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben 23 eine Aushöhlung 25 besitzt, welche die Druckkammer für die komprimierte Luft bildet.
5. Knallsignalapparat für Eisenbahnen mit einem neben der Schiene angeordneten Pedal, welches in erhöhter Lage von den Rädern eines vorüberfahrenden Zuges herabgedrückt wird, gekennzeichnet durch ein auf der Platte 35 gleitendes Lager 34, in welchem der Zapfen 21 drehbar ist, welches Lager von der Station aus mittelst Stangen und Gegengewichten verschoben werden kann, zum Zwecke, das Pedal 20 aus dem Bereich der Räder zu rücken.
6. Eine Ausführungsform des beanspruchien Knallsignalapparates für Eisenbahnen, gekennzeichnet durch ein Hilfspedal 45, dessen Kolbenbremso 47 die Druckkammer 35 mit der Bremse 23 des Hauptpedales gemein hat und mit einer schwingenden Stange 49 verbunden ist, welche einen Keil 50 besitzt, auf den in der einen oder anderen Richtung zwei von den Kolbenstangen 23 und 47 getragene Arme 51 und 52 einwirken, um die Knallvorrichtung vermittelst eines Zahnes 53 in oder ausser Tätigkeit zu setzen, indem im letzteren Falle der Zahn 53 in einen auf der Welle 28 befestigten Ansatz 54 eingreift und denselben am Drehen hindert.
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