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PATENTSCHRIFT ? 19829. RAILWAYJOURNALLUBRICATINGCOMPANYINMILWAUKEE (V. ST. A. ).
Selbsttätige Lagerschmiervorrichtung.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Schmiervorrichtung für Zapfenlager und ermöglicht eine einfache und wirksame Schmierung, die bei jeder der gebräuchlichen Lagcrkonstruktionen durchgeführt werden kann. Die Schmierung geschieht mittels Rädchen oder Rollen, die sich entsprechend den relativen Verschiebungen des zu schmierenden Zapfens gegenüber dem Lager selbsttätig einstellen. Vorzüglich kann die
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Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Wagenachsenlager mit der Schmiervorrichtnng nach vorliegender Erfindung. Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Schmiervorrichtung, Fig. 4 eine Vorderansicht derselben und Fig. 5 einen achsialen Schnitt durch eine Schmierrolle nach der Linie 5 der Fig. 4.
A bezeichnet ein Lagergehäuse von herkömmlicher Gestalt mit einem Ölraum a, B ist der Achszapfen. B1 die Lagerschale, B2 ein Keil zur Verhinderung des mitdrehen der Lagersehale ; C zeigt die Schmiervorrichtung, die in dem Ölraum unterhalb des Zapfens angeordnet ist. Diese Schmiervorrichtung besteht vorzugsweise aus einem rechtwinkeligen Grundrahmen b, ans den Ständern bl, die an den vier Ecken des Rahmens angebrulht sind, den Federn , die um die Ständer gewunden sind, den hochkantig gelegten Stäben , die in die oben geschlitzten Ständer bl eingesetzt und durch die Federn b2 nachgiebig unterstützt sind, und den quergelegten Rollenrahmen b4, in denen mit möglichst wenig Reibung die Rollen b5 gelagert sind.
Der Grundrahmen b besteht aus horizontal in der Längsrichtung angeordneten, nach gelegten und aus querverlaufenden Stäben, welch let/tere an ihren Enden über den Enden der Längsstäbe Hegen nnd mit ihnen fest verbunden sind. Die Ständer b I sind an den til) erlappten Ecken des Grundrahmens befestigt. Die Stäbe besitzen Stifte b10, die zur Führung auf den Ständern bl dienen und eine Längsverschiebung der Stäbe in den Schlitzen der Ständer bl verhindern. Die Enden dieser Stäbe b3 ragen über die äusseren Ständer etwas vor, wodurch Handhaben zu einer allfälligen Entfernung der ganzen Vorrichtung gegeben sind.
Jeder dieser Längsstäbe b3 ist an seiner oberen Kante vorzugsweise mit drei Lagerungsausschnitten b6 versehen, von welchen auf den beiden gegenüberliegenden Stäben je zwei genau in eine Querebene fallen
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deren Enden gegeneinander gebogen und durch Stifte b8 aneinander befestigt sind, welche gleichzeitig als Zapfen dienen und in den Lagern b6 der Längsstälre b3 ruhen. Um die beiden Seitenteile b7 in unveränderlicher Entfernung voneinander zu halten, sind Distanzbolzen b9 zwischen ihnen angebracht.
Die Schmierrollen können aus zwei aneinander genieteten gestanzten Blechteilen bestehen, in deren Xabe c jederseits ein Kugel- oder Rollenlagergebäuse cl eingesetzt ist.
Die Rolle wird von einer kurzen Achse c2 getragen, deren vierkantige Zapfen in entsprechende Einschnitte der oberen Kanten der Rahmenseitenteilo b7 hineinpassen, so dass
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die Rollenachsen, ohne sich verdrehen zu können, in ihren Rahmen fest eingesetzt sind. Auf einer Seite sind die Achsen (bei c) konisch ausgebildet und besitzen auf der anderen Seite Gewinde, auf die ein Konus c aufgeschraubt und durch eine Gegenmutter c5 festgestellt werden kann. Die Konen sind derart ausgebildet, dass sie die Kugelgehäuse offen lassen, so dass das Öl frei zu den Kugeln c6 gelangen kann.
Dies ist bei der überaus grossen Geschwindigkeit, mit der jetzt gefahren wird, unbedingt erforderlich, da nur gut geschmierte Rollen in Anwendung gebracht werden können. Selbstverständlich ist die Grösse der Schmierrollen durch den ihnen zur Verfügung stehenden Platz in dem Ölraum bedingt. Die Krümmung der Rahmenseitenteile b4 muss immer so geartet sein, dass die Schmierrollen unterhalb des Zapfens Platz finden. Die beweglich gelagerten Rollenrahmen gestatten jedwede Anpassung der Rollen an den Zapfen, während die Federn für ein ständiges und gleichmässiges Andrücken sorgen, ganz unabhängig von dem Grade der Abnützung der Lagerschale B'. Es können entweder zwei Schmierrollen, wie in den Zeichnungen dargestellt, oder auch nur eine in dem mittleren Lagerungsausschnitte b6 angeordnet werden.
Jede Rollo besitzt vorzugsweise am Umfange eine Nut zur besseren Mitnahme des Öles.
Die beschriebene Vorrichtung stellt selbstverständlich nur eine Ausführungsform dar und es ist klar, dass ihre einzelnen Bestandteile eine Änderung der konstruktiven Ausbildung erfahren können, ohne dass an dem Wesen der Erfindung etwas verändert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Lagerschmiervorrichtung mit teilweise in das Öl eintauchenden, an dem Zapfen anliegenden Schmierrollen, gekennzeichnet durch einen Grundrahmen, welcher vertikale, oben geschlitzte Ständer trägt, in deren Schlitzen Längsstangen geführt und durch um die Ständer gewundene Federn unterstützt sind, welche Längsstangen die Zapfen der Rollenrahmen tragen, wodurch die Rollenrahmen und infolgedessen auch die Schmier- rollen nach allen Richtungen frei beweglich sind, so dass sie den relativen Verschiebungen des zu schmierenden Zapfens zu folgen vermögen.