AT19176B - Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern für Zwecke der Elektrotechnik. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern für Zwecke der Elektrotechnik.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern für Zwecke der Elektrotechnik.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, ans gepulvertem Gestein und einer bituminösen Substanz elektrische Isolatoren herzustellen, die sich hei vorzüglicher Isolierfähigkeit und Widerstandsfähigkeit sowohl infolge des geringen Wertes der Ausgangsmaterialien als infolge des äusserst einfachen Herstellungsverfahrens zur Herstellung elektrischer Isolierkörper, insbesondere zum Ersatz der gebräuchlichen Porzellanisolatoren grosser Abmessungen eignen. Die vorzügliche IsoiiOffähigkeit der bituminösen Substanzen wurde schon längst erkannt ; sie sind z. H. als isolierende Anstriche, zur Durchtränkung der faserigen Umspinnung von Leitungsdrähten vielfach angewendet worden, jedoch hat man aus ihnen bisher nicht selbständige Isolatoren angefertigt.
Andererseits sind schon verschiedene Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern aus harzigen Stoffen, z. B. das sogenannte #Ambroin", bekannt, aber die physikalischen Eigenschaften dieser Stoffe weichen trotz einer gewissen Verwandtschaft in wesentlichen gerade hier in Betracht kommenden Punkten von denen der bituminösen Stoffe ab ; ferner eignen sich jene mit Lösungsmitteln arbeitenden und demnach umständlichen Verfahren nicht zur Erzeugung verwickelter. um- fangsreicher Stücke, am allerwenigsten zur Ersetzung der Porzellanglocken von grossen Abmessungen.
Auch weicht der Erfindungsgegenstand von der Herstellung des Stalllpfasphaltes ab, und zwar ergeben sich die Abweichungen des vorliegenden Verfahrens gegen- über den bekannten aus den ganz besonderenAnforderungen, welche an das Material, welchen zur Herstellung von Isolierglocken geeignet sein soll, gestellt werden müssen.
Hiese Anforderungen sind :
1. die grosse Mechanische Festigkeit und 2. die Isolierfähigkeit auch bei nasser
Witterung. Diesen beiden Anforderungen kann nur eine den Eigenschaften der benutzten
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entsprechen. Der Zweck des vorliegenden Verfahrens besteht nun in erster Reihe darin, die Erzielung dieser genan voraus bestimmbaren Zusammensetzung des fertigen Erzeugnisses zu ermöglichen. Diese Anforderung wurde nun bisher weder gestellt, noch wurde derselben Genüge geleistet.
Es handelt sich nämlich darum, dass ein Überschuss an Bitumen die mechanische Festigkeit derart beeinträchtigt, dass das Produkt zu weich wird, während ein Minus an Bitumen dio Festigkeit dadurch herabsetzt, dass die Teilchen nicht genügend zu- sammengekittet werden und keine genügende Isolierfähigkeit vorhanden ist bezw. die Masse hygroskopisch wird.
Durch vorliegendes Verfahren wird aber nicht nur erreicht, dass man die als günstig festgestellte Zusammensetzung genau treffen kann, sondern es wird auch eine mechanische Festigkeit erzielt, die bei Asphaltprodukten bisher nicht erreicht wurde. Die mechanische Festigkeit ist nämlich umso grösser, mit je weniger Bitumeagehait die gleiche Bindewirkung erreicht worden kann, und vorliegendes Verfahren ermöglicht es eben, den gewüuschtet) BindeeSekt mit einem bei absolut giochmässiger Verteilung des Bitumens bisher nicht erreichten geringen Bitumenzusatz zu erzielen.
Die Möglichkeit der Herabminderung des Bitumenzusatzes, ohne die Bindefähigkeit zu beeinträchtigen, wird durch die eigenartige Weise, wie das Erhitzen und Mischen der
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auf etwa 700 C erhitzt und das Bitumen in. festem Zustande binzugefügt. Hiedurch wird das Bitumen in dem Masse, in dem es durch den warmen Füllstoff geschmolzen wird, sofort auch aufgesaugt, so dass die Leichtflüssigkeit und Aufsaugbarkeit des Bitumens durch Verlust der leichter flüchtigen Teile, wie z. B. beim besonderen Erhitzen desselben, nicht beeinträchtigt wird.
Das Bitumen wird hiedurch von den Füllstoffteilchen aufgenommen, und da ein fortwährendes tüchtiges Mischen stattfindet, ist das zugesetzte Bitumen bereits gut durchgemischt und verteilt, bis es vollständig geschmolzen wird, so dass es in dieser Weise gelingt, den geringen Bitumenzusatz mit der grössten Gleichmässigkeit zu verteilen und jedes Teilchen des Füllstoffes mit der geringen Bitumenmenge, die darauf entfällt, gehörig zu tränken, ohne dass das Bitumen an seinen ursprünglichen Eigenschaften etwas eingebüsst hätte.
Da also das Bitumen keine Zeit hat einen Teig zu bilden, sondern in dem Masse, wie es schmilzt, mit immer frischen Füllstoffteilchen in Berührung gelangt, gelingt es ein loses trockenes schUttbares Pulver herzustellen, dessen einzelne Körnchen mit einer so geringen Menge Bitumen getränkt sind, dass sie diese Bitumenmenge äusserst fest gebunden halten können Durch dieses Mischverfahren kann aber auch das erwünschte Mischungsverhältnis des fertigen Produktes mit der grössten Genauigkeit getroffen werden, da das Bitumen während der Behandlung keine Veränderung erfährt und im fertigen Produkt in der gleichen Menge vorhanden ist, in der es beim Mischen hinzugefügt wurde.
Der zweite Teil des Verfahrens besteht darin, dass die Masse erst nach vollkommener Vermischung und gleichmässiger Verteilung des Bitumens auf die höhere, zur Pressung erforderliche Temperatur erhitzt wird. Diese Erhitzung auf die Temperatur von etwa 1600 kann aber nunmehr ohne Gefahr für die Zusammensetzung und die Eigenschaften des hergestellten Zwischenproduktes erfolgen. Denn jedes Teilchen des Füllstoffes bat nur so viel Bitumen erhalten, als es selbst bei der Erhitzung auf die höhere Temperatur sicher festhaken kann, zumal die Erhitzung in geschlossenen Gefässen erfolgt.
Das im ersten Teile des Verfahrens hergestellte Pulver enthält das Bitumen in so geringer Menge, so glnichmlissig, vertoilt und so fest gebunden, dass das Pulver selbst hei Erhitzung auf die zur Pressung erforderliche hohe Temperatur von zirka 1600 seine trockene Beschaffenheit beibehält, lose und sclüttbar bleibt und nicht klebrig wird.
Das neue Verfahren wird wie folgt ausgeübt : Das an und für sich gut isolierende, spröde Material soll den äusseren Einflüssen gehörig Widerstand leisten und sind hiefür
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Kinhftttung der Temperatur in doppelwandigen Gefässen, vorzugsweise in drehbaren ge- schlossenen Zylindern, die mit zwischen die Doppelwände geleitetem heissen Wasser, Dampf oder Luft geheizt werden. Ist das Mehl genügend erhitzt, so wird bei Aufrochterhaltung
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hinzugefügt, und zwar rechnet man auf 89-93 Gewichtsteile des Mehles 11-7 Gewichtsteile
Bitumen. Hat die Mischung gehörig stattgefunden, so bildet das Gemisch ein trockenes und lose zerfallendes homogenes Pulver, welches nur wenige Knollen enthält, die aber leicht zer- rieben worden können.
Das derart gewonnene pulverförmige Material kann gleich weiter zur Herstellung der Isolierkörper verarbeitet worden ; vorteilhafter lässt man es jedoch aus- kühlen, um etwa vorhandene Knollen zerteilen und/erreiben zu können. In jedem Fall erhitzt man das Pulver vor dem Formen in den vorbeschriebenen geschlossenen Gefässen je nach seiner Beschaffenheit auf 140-180 C, wobei das Entweichen der sich bei der
Erhitzung bildenden Gase tunlichst zu vermeiden ist. Die noch immer pulverförmige Masse wird dann in beliebige, den herzustellenden Isolierkörpern entsprechende Formen gefüllt und unter hohem Druck auf etwa die Hälfte ihres Volumens zusammengepresst. Es ist vorteilhafter, die aus den Formen entfernten Gegenstände nur langsam auskühlen zu lassen.
Zur erhöhung der Festigkeit kann man die Masse nach der erfolgten Mischung der Bestand- teile durch Zusatz von Schwefel bis zu 10/0 auf bekannte Weise vulkanisieren.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern für Zwecke der Elektrotechnik durch Pressen eines erhitzten Gemenges von gepulvertem Isoliermaterial (Kalk, Gips, Magnesit, Quarz u. s. w. ) und Bitumen, dadurch gekennzeichnet, dass (bei gewöhnlicher Temperatur festes und bei 37-50 C flüssiges) Bitumen in festem Zustande mit dem fein gemahlenen <Desc/Clms Page number 3> und über die Schmelztemperatur des Bitumens, jedoch nicht über 100 C erhitzten'Minoral pulver unter Luftabschluss bei konstanter Erhaltung dieser Temperatur innig gemischt wird, bis ein trockenes, mehlförmiges und homogenes, selbst bei Erhitzung auf die zum Pressen erforderliche Temperatur von 140-180 nicht zusammenbackendes Pulver"entsteht,welches unter hohem Drucke in die Formen gepresst wird.
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