DE347745C - Anstrichmasse fuer Stahlgussformen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Anstrichmasse fuer Stahlgussformen und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE347745C
DE347745C DE1916347745D DE347745DD DE347745C DE 347745 C DE347745 C DE 347745C DE 1916347745 D DE1916347745 D DE 1916347745D DE 347745D D DE347745D D DE 347745DD DE 347745 C DE347745 C DE 347745C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C3/00Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

  • Anstrichmasse für Stahlgußformen und Verfahren zu ihrer Herstellung. Gegenstand der Erfindung ist eine Anstrichmasse für Stahlgußformen, durch welche diesen eine höhere Haltbarkeit, also längere Lebensdauer gegeben imd der Zustand des Stahlgusses günstig beeinflußt wird.
  • Die Grundlage der neuen Masse besteht aus Kaolin, Graphit und Wasserglas, zusammen gemahlen. Diese Stoffe werden gegebenenfalls mit Salmiak innigst gemischt. Zur Erhöhung der Bindigkeit der Masse in der Kälte kann auch noch Teer zugesetzt werden. Das Kaolin wird feinst geschlämmt benutzt, der Graphit in feingemahlenem, Zustande, das Wasserglas als gesättigte Kali- oder Natronwasserglaslösung. Das Gemisch ist mit so viel Wasser zuä versetzen, daß es gut streichfähig ist. Die Herstellung geschieht durch Zusammenmahlen der Stoffe oder Zusammenreiben, um zu einer ganz innigen Schlichte zu kommen.
  • Kaolin und Graphit bilden die bindende und feuerfeste Grundlage der Anstrichmasse, während das Wasserglas sie geschmeidig macht und das Auftragen in dünner Schicht gestattet.
  • Der Teerzusatz dient zur Förderung des Haftvermögens. Kaolin, Graphit. Wasserglas und Teer sind als Bestandteile von Anstrichmassen bereits bekannt, und weiterhin wurde auch schon die Verwendung von Salmiak in älteren Mischungsvorschriften vorgeschlagen.
  • Die genannten Stoffe Kaolin, Wasserglas, Graphit, Teer und Salmiak kommen zwar nicht alle zusammen in ein und derselben Anstrichmasse, wohl aber einzelne oder auch mehrere von ihnen neben anderen Stoffen in verschiedenen älteren Anstrichmassen vor.
  • Nach der vorliegenden Erfindung nun gibt man zu einer Grundmasse der beschriebenen Zusammensetzung Kaolin oder Ton zu, der mit Kohle gemischt in reduzierendem Feuer gebrannt wird. In dieses Gemiscb'kann"nach einer Sonderform der ' Erfindung :`Bauch der Graphit miteinverleibt werden.
  • Die einzelnen Bestandteile der Anstrichmasse werden gemahlen, das Mahlprodukt zu beliebigen Formlingen verarbeitet und diese dann, wie angedeutet, in Kohle eingepackt bzw. mit Kohle gemischt reduzierend gebrannt. Falls es möglich ist, auch ohne Kohleeinpackung genügend starke Reduktionswirkung beim. Brennen zu schaffen, kann vom genannten Hilfsmittel auch abgesehen werden.
  • Der reduzierende Brand von Ton-Kohlenstoff-Mischungen liefert eine eigenartige, besonders harte, zähe, feuerbeständige und temperaturbeständige Schamotte, die nach feinster Mahlung der gekennzeichneten Anstrichmasse zugeführt wird und deren -ganzes Verhalten wesentlich verbessert. Die Härte und Indifferenz dieser Art Schamotte hat insofern für die Eigenschaften der Formanstrichmasse Bedeutung, als mit diesem unangreifbaren Zusatz auch die Schlichte selbst viel beständiger wird. Da jedes Mittel, das zu einer höheren Beständigkeit der Schlichte führt, die Form schont und auch einen, besseren Guß herbeiführt, bedingt die Anwendung des reduzierend gebrannten Tones einen technischen Fortschritt.
  • Insbesondere hat sich bei der praktischen Erprobung gezeigt, daß der Guß auffallend leicht von in solcher Weise bereiteter Anstrichmasse losläßt. Dazu kommt, daß das Einarbeiten von Kohle in den Ton, das auf die beschriebene Weise vor sich geht, gewissermaßen einen Graphitersatz schafft. Der Mangel an Graphit zwingt zur Zeit dazu, zur Herstellung von Anstrichni,assen. möglichst Ersatzstoffe zu verwenden, von denen -für diesen Zweck aber nur wenige gute vorhanden sind. Man nimmt meist Koks; derartige Kohlenstoffsubstanz brennt indessen, leicht aus. Durch das beschriebene Verfahren wird die Kohle aber graphitiert, so daß sie nunmehr in bezug auf Feuerbeständigkeit dem natürlichen Graphit nahekommt und das Ausbrennen unterbleibt. Es empfiehlt sich, dieses für sich gemahlene Zusatzprodukt dann auch noch zwecks vollständiger Homogenisierung in die Anstrichmasse einzumahlen.
  • Wird an Stelle des Kaolins zur Herstellung des letztgenannten Zusatzmittels Ton verwendet, so empfiehlt es sich, hierzu nicht allzu fetten Ton zu nehmen.
  • Die neue Austrichmasse für Stahlgußformen möge durch folgendes Beispiel erläutert werden
    qo bis 5o Gewichtsteile geschlämmter
    Kaolin,
    io - 2o Gewichtsteile Graphit,
    20 - 30 -- in reduzierendem
    Feuer gebranntes und gemahle-
    nes Gemisch von Ton und
    Kohlenstoffsubstanz,
    2 - 8 Gewichtsteile Teer,
    2 - 1o - Salmiak,
    5 - 15 - Wasserglas.
    Die Masse nach der Erfindung haftet nicht nur an rauhen Flächen, sondern auch an den glatten der Kokillen anstandslos.
  • Es sei noch darauf verwiesen, daß es bekannt ist, in die Anstrichmassen gemahlene alte Graphittiegel einzuarbeiten. Hiermit hat die vorliegende Erfindung aber nichts zu tun. Nach ihr wird vielmehr gerade ein erheblicher Teil des der Anstrichrnasse einzuverleibenden Graphits durch andere Kohlenstoffsubstanzen ersetzt, die nach dem besonderen neuenVerfahren, nämlich dem Brennen mit Ton in reduzierendem Feuer, gewissermaßen graphitiert werden.
  • Die Graphittiegelscherben werden mit Vorliebe wieder zur Herstellung neuer Tiegel benutzt und sind als Zusatz zu Anstrichmassen zu kostbar. Letztere bedürfen aber eines gewissen Graphitgehaltes.
  • Der Vorteil der Erfindung besteht nun darin, daß sie einen Weg zum teilweisen Ersatz dieses Stoffes unter Umgehung der kostspieligen Neubeschaffung weist und dabei zu einer Anstrichmasse führt, die die StahlguB°ormen ganz außerordentlich schont, haltbar macht und einen fehlerfreien Guß ermöglicht.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHL£: i. Anstrichmasse für Stahlgußformen aus Kaolin, Wasserglas, Graphit, Teer und Sal-- miak, gekennzeichnet durch einen Gehalt von in Mischung mit Kohle in reduzierendem Feuer gebranntem, feiest gemahlenem Ton.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung des der Anstrichmasse nach Anspruch i zuzufügenden Tonmasse, dadurch gekennzeichnet, daß unter Kohlezusatz vermahlener Kaolin oder Ton in Kohle eingepackt, in reduzierendem Feuer stark gebrannt und das Erzeugnis aufs feinste gemahlen wird.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung des der Anstrichmasse nach Anspruch i zuzufügenden Tonmasse, dadurch gekennzeichnet, daß Kaolin oder Ton mit Graphit zusammen gemahlen, in Kohle eingepackt, in reduzierendem, Feuer stark gebrannt und das Erzeugnis aufs feinste gemahlen wird.
DE1916347745D 1916-10-15 1916-10-15 Anstrichmasse fuer Stahlgussformen und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE347745C (de)

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