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Österreichische
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GIOVANNI BATTARA IN ZARA.
Flüssigkeits-Zerstäuber.
Bekanntlich wendet man zum Austreiben von Flüssigkeiten aus Behältern häufig Gas an, welches im Innern des Flüssigkeitsbehälters sich entwickelt und sind die zu diesem Zwecke, namentlich für das Feuerlöschwesen geschaffenen Einrichtungen von der mannigfachsten Bauart. Die meisten dieser Vorrichtungen besitzen einen mit dem Behälterboden verbundenen, die gaserzeugonde Masse aufnehmenden röhrenförmigen Behälter mit Wandungs- öffnungen, durch welche dir'Behä1tersstissigkeit entweder sofort heim Einsetzen des Bodenrohres in den Behälter oder erst nach Aufrechtstehen des für gewöhnlich auf den Kopf gestellten Behälters zu der gaserzeugenden Masse gelangen kann (vergl. Patentschrift Nr. 13602).
Bei allen derartigen Einrichtungen hört nach dem völligen Austreiben der Behälterflüssigkeit die (gasentwicklung auf, obwohl eine solche für gewisse Zwecke auch nach dem Austreiben der Behälterflüssigkeit erwünscht ist.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Vorrichtung zum Austreiben von Flüssigkeiten aus Behältern z. B. mittelst Azetylengas, welches an sich zum Töten von Pflanzenschädlingen bereits mehrfach vorgeschlagen wurde, u. zw. unter Anwendung eines ebenfalls mit dem BebiUterhoden verbundenen, die gasentwickelnde Masse aufnehmenden
Rohres ; doch hört bei dieser Vorrichtung die Gaserzeugung nach dem Austreiben der Flüssigkeiten nicht auf, sondern es wird auch nachher noch weiter Gas entwickelt, das /. u demselbcn Zwecke wie die Behältcrnüssigkeit, z. H. zum Vertilgen von Schädlingen verwendet werden kann.
Dies wird ernndungsgcmäss dadurch erreicht, dass die gasentwickelnde Masse hei auf den Kopf gestelltem Behälter in dem im Gegensatze zu den hekannten
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entwickelnden Masse gelangen kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein derart eingerichteter Flüssigkeitsbehälter, welcher sich zur Rebenhespritzung gegen Peronospora-Erkrankung eignet, in Fig. 1 in einem lotrechten achsialen Schnitt, in Fig. 2 in Oberansicht und in Fig. 3 in Unteransicht dargestellt.
Die Vorrichtung besteht aus dem auf dem Rücken tragbaren Behälter a mit Fuss b, der zweckmässig einen trichterförmigen Einbau c erhält, um den umgestürzten Behälter a, welcher in dieser Lage auf einem an seiner Decke angeordneten Ringwulst d aufruht, durch die Bodenöffnung e in leichter Weise mit der Lösungsflüssigkeit bis zu einer durch den Eichhahn f angezeigten Höhe füllen zu können.
Durch die Bodenöffnung e reicht in den Behälter a bis nahe zur Decke ein mit Flansche \ersehenes Rohr g, welches gegen den Behälter a mittelst des Dichtungsringes h abgedichtet und unter Zwischenlage der Dichtung ! von einer durch drei Flügelmutterschrauben j gehaltenen Platte k geschlossen wird. Das ohere Röhrende ist mit einem Siebe 1 versehen, um in der Lösungsflüssigkeit enthaltene Verunreinigungen vom Rohrinnern ahzuhalten.
Der untere zur Aufnahme des Karbids o dienende Teil des Rohres 9 ist von dem übrigen Rohrinnern durch einen Sieb- boden'M getrennt, und zwar ist der Karbidraum so bemessen, dass bei ungestürztem Behälter a das Karbid oberhalb des bis zur Bohrung des Eichhahnes f reichenden Flüssig-
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keitsstandes liegt. Der Gasraum des Behälters a ist mit einem Sicherheitsventil n be- kannter Bauart versehen, durch dessen Einstellung-der Druck im Behälter beliebig ge- regelt werden kann.
Der Austritt der Flüssigkeit ans dem Behälter erfolgt durch einen mit Holländerverschraubung p versehenen Rohransatz, an welchen mittelst des Schlauches r ein Zerstäuber s, zweckmässig. ein mit auswechselbarem engem oder weiterem Mundstück zu versehender Zerstäuber, welcher die Flüssigkeit zu kegelförmiger Zerteilung bringt, angeschlossen ist. Die Einrichtung des Zerstäubers gehört nicht zur Erfindung.
Die Handhabung der beschriebenen Vorrichtung ist kurz folgende : Der Behälter a wird in umgestürzter Lage und bei herausgehobenem Rohre g bis zum Eichhahn f mit Lösungsnüssigkeit gefüllt. Hierauf wird das vorher mit Karbid versehene Rohr g in den Behälter a eingesetzt und mittelst der Platte k abgedichtet, wobei das Karbid sich noch ausserhalb der im Rohr g sich gleich hoch wie im Behälter a stehenden'Flüssigkeit befindet. Nach Schliessen de Eichhahnes. f wird der Behälter a in seine aufrechte Gebrauchs- stellung gebrÅacht, wobei die im Rohre g verbleibende Flüssigkeit durch den Siebboden m zum Karbid gelangt.
Das sich nun entwickelnde Azetylen steigt im Rohre g, dessen Flüssigkeitsstand vom Stande der Flüssigkeit im Behälter a nunmehr unabhängig ist, auf und drückt auf die. Oberfläche der Behälterflüssigkeit, wodurch diese ansgetrieben und mittelst des Zerstäubers s in gleichmässiger und feiner Verteilung auf die erkrankten Pflanzen gebracht wird. Ist alle Flüssigkeit aus dem Behälter a ausgetrieben, so kann das sich trotzdem weiter entwickelnde Gas selbst in bekannter Weise zum Töten der Schäd- linge auf die Pflanzen geblasen werden.