AT93188B - Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung. - Google Patents

Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung.

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  Selbsttätige   Feuerlöscheinrichtung.   
 EMI1.1 
 

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 des oberen   Endes der inneren Saugheberröhre 117 angeordneten Wehrring 112 unterstützt,   indem er-den Raum der Saugkammer an dieser Stelle'erheblich verengt und eine verhältnismässig   kIeine'Flussigkeiis-   menge ein unverhältnismässig hohes Ansteigen in dieser Kammer und in der Saugheberglocke und dadurch ein rasches Inbetriebsetzen des Saughebers 117 bewirkt. 



   Um eine relativ plötzliche Förderung dieser kombinierten Ladungen von Schwefelsäure oder anderen zweckentsprechenden chemischen Stoff in den eine wässerige Lösung von   doppelkohlensaurem   Natron oder eine andere Karbonatlösung 51 enthaltenden Behälter 50 zu bewirken, ist es wünschenswert, die Wirkung des Saughebers 117 zu verzögern, bis die Anlassladung zum grössten Teil in die Saugkammer gefördert worden ist. Diese Wirkung wird durch die Saugleitung   97, 116 hervorgebracht, welche durch   Erzeugung einer Druckverminderung in der Saugkammer 105 den Anlasssaugheber 110 in Tätigkeit setzt und gleichzeitig die Wirkung des automatisch ablassenden Saughebers 117, in welchem die Flüssigkeit das Bestreben hat, aus dem Ringraum innerhalb der Saugheberglocke 113 abgesaugt zu werden, verzögert. 



  Zu diesem Zwecke ist ein Saugunterbrechungssiphon 107 angeordnet, welcher mit der Saugkammer 105 und dessen Eintrittsende in der Anlasskammer 108 etwas über dem unteren Ende der Saugheberglocke 109 liegt. Wenn nun in der Saugkammer 105 ein Saugimpuls herrseht, so wird auch durch den Heber 107
Säure in die Kammer 105 abgesaugt, u. zw. so lange, bis das Säureniveau in der Kammer 108 unter das Eintrittsende des Unterbreehersiphons 107 fällt. In diesem Moment tritt in den Kammern 105 und 108
Druckausgleich ein und wird die   Heberwirkung unterbrochen.

   Dies   gestattet dem Ablasssauger 117 rasch in Tätigkeit zu treten und'eine rasche Entleerung der praktisch ganzen chemischen Ladungen in den
Behälter 50 zu bewirken,   so. dass   ein hoher Anfangsdruck von unter gewöhnlichen TemperaturverhältnissenvorbestimmterHöhefürdenAustrittderFlüssigkeitausdemBehälter50entwickeltwird. 



   Um den anfänglichen Austrittsdruck im Behälter 50 mehr oder weniger auf gleicher Höhe zu erhalten, ist in einer Kammer. 102 mit Saugheberentleerung eine Zusatzladung 119 von Schwefelsäure oder einem anderen zweckenstprechenden chemischen Stoff enthalten. Die genannte Kammer besitzt einen 
 EMI2.1 
 zentrale Versenkung 121 der genannten Säurekammer eintretende   Hebergloeke j ! M   aufweisenden Auslass-   saugheber,   Der hohe, durch-chemische Wechselwirkung erzeugte Diuck pflanzt sich durch diesen Heber aufwärts fort, so dass der   über-der   Säureladung 119 befindliche Luftraum annähernd mit dem anfänglich entwickelten Druck belastet wird.

   Wenn dann infolge Austritt von Flüssigkeit aus dem Behälter 50 der Druck in ihm abnimmt, tritt eine entsprechende Menge der Zusatzsäureladung   dui eh   den Druck aufrechterhaltenden Saugheber 120 selbsttätig in den   Behälter   50 über und es wird durch ihre Reaktionwechselwirkung mit der im Behälter 50 enthaltenen   Karbonatflüssigkeit   ein zusätzlicher Gasdruck von annähernd   gewünschter   Stärke entwickelt, bis die ganze Ladung erschöpft ist, was zweckmässig vor dem vollständigen Austritt der Karbonatflüssigkeit aus   dem, Behälter 50 stattfindet.   



   Die die verschiedenen Säureladungen enthaltenden Kammern sind in   einem Gehäuse ?   untergebracht, welches auf dem Behälter 50 mittels Stutzen 125 und Flanschen 124 befestigt ist. Ein wegnehmbarer Deckel 99 ist luftdicht auf dem Gehäuse 98 befestigt und kann zwecks Ladung des Hauptverteilers mit Säure und Zutritt zu den Kammern leicht entfernt werden : Die   Anlassvorrichtung   ist in eine Versenkung 128 der zweiteiligen als Zusatzdruckbehälter dienenden Kammer   102,   103 wegnehmbar eingesetzt und bildet die Säureladung in der Saugkammer einen   Flüssigkeitsabschluss   dieser Kammer. 



   Nach Lösung der Kupplung am   Verbindungsstück 100   kann die Anlassvorrichtung samt dem Saugrohr 116 durch Erfassen an   den'Griffen 106   ausgehoben werden. Die Heberglocke 113 ist durch Speichen mit der   wegnehmbaren- Anlassvorrichtung   verbunden und wird bei Entfernung der letzteren mit ausgehoben, so dass das offene Ende des   selbsttätig ablassenden   Saughebers 117 zur Besichtigung, Reinigung oder Wiederfüllung frei wird. In ähnlicher Weise ist der Kammerteil 102 mittels Handgriffe 104 aus dem   unteren Kammerteil. M5   aushebbar, wobei der Ablasssaugheber 117 und die   Heberglocke   118 des untersten
Siphons, weil mit dem Gehäuse 102 verbunden, mit aushebbar sind.

   Auf diese Weise sind alle Teile der
Saugheber wegnehmbar und sind alle Teile zugänglich, was von erheblichem Vorteil ist, besonders weil es erwünscht ist, die Säurebehälter aus Bleiplatten mit   verschweissten   Fugen herzustellen. 



   In der Gebrauchsstellung ruht der untere Rand des wegnehmbaren Kammerteiles   ? ? in   einer leichten Versenkung 122 des unteren Kammerteiles 103, welcher von Flanschen oder Rippen des. Gehäuses   M'getragen'wird.   Die   Säureladung   119 bildet einen Flüssigkeitsabschluss zwischen den Kammerteilen 102 und 103.

   In den Heberglocken   113 und-118   angebrachte kleine   Ausgleichsöffnungen JfssJ   und 166 sind bestimmt, in den verschiedenen Kammern auftretende Temperaturunterschiede auszugleichen, lassen aber   möglichst wenig Säure durchtreten.   Die der atmosphärischen Einwirkung ausgesetzten Oberflächen der Säureladungen sind zweckmässig mit einer die Säure vor Einsaugung von Feuchtigkeit oder Verdünnung schützender Schicht, z, B. Öl,   überdeckt.   



   Um das Eintreten von Gas oder anderen unerwünschten, in der Saugröhre 97 aufsteigenden Stoffen in den oberen Teil des Hauptverteilers möglichst zu vermeiden, ist in die Saugleitung   ?   ein selbsttätiges   Saugunterbrechungsventil   (Fig. 2) eingesetzt. Ein abnehmbar am Ventilgehäuse befestigter Deckel 19 hält den Rand einer biegsamen Membran 20 am   Gehäuse'fest.   Ein Ventil 87 ist mit einem Gewindering 86 in   einen zentral durchbrochenen Ventilkörper M   gepresst, welcher Körper-durch ein mit   Flansch   

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   versehenes Joch24 mit'der Membran J80 verbünden   ist.

   Eine Feder 18 unterstützt das Bestreben der Membran   20,   das Ventil 87 von seinem mit dem Saugkanal 12 kommunizierenden Ventilsitz 11 weg zu halten. 
 EMI3.1 
 und der weitere   Durchfluss   durch die mit dem oberen Teil des Hauptverteilers veibundene Sauglöhre 96 verhindert   wird : Ein an-der Membran   20 befestigter Zeiger 26 ist gewöhnlich bündig mit der Hülse 17 des Deckels   19,   tritt aber beim   Schliessen   des Ventils 87 merklich über die Hülse 17 heraus, so dass der Zustand des Ventils von aussen sichtbar ist. 



   Ein in das Ventilgehäuse 21   eingeschraubtem     Versehlussbloek   89 besitzt einen zentralen Ventilationskanal   90,   welcher von einem an dem Block 89 geschraubten, mit zentraler Öffnung 93 versehenem Deckel 94 überdeckt ist. Um den Kanal 90 Von der Membran 20 aus abschliessen zu können, ist an einer den Kanal 90 passierenden Stange 91 ein Ventil 92 angeordnet. Zur elastischen Verbindung der Ventilstange   91   mit der Membran   drückt   das eine Ende einer Feder 85 einen Flansch 95 der Stange 91 gegen das Ventil 87,   während sich das andere Ende der   Feder 85 auf einen auf   den'Ventilkörper 10 geschraubten Deckel 84   stützt.

   Zum Ventilieren des Behälters 161 und seinem Druckausgleich mit der Atmosphäre ist im Oberteil des   Behälters 161   ein regelbares Nadelventil 163 mit feiner, nach   aussen führender Öffnung 264, angebracht.   



   An das untere Ende der mit dem Behälter 50 in Verbindung stehenden Zufuhrröhre 3 ist ein Ventil-   gehäuse   129 mit Rückschlagventil 131 und diesem gegenüberliegendem Verschlusszapfen 130 geschraubt. Das Gehäuse 129 ist mit dem Flansch 137 eines auf eine Öffnung 139 des Behälters 50 aufgesetzten Stutzens 138 verbunden. Eine im Stutzen 138 konzentrisch angeordnete   Röhre   140 reicht bis nahe an den Boden des Behälters 50 und trägt am unteren Ende einen Saugkorb49. Über dem Flüssigkeitsspiegel im Behälter 50 besitzt die Röhre 140 eine kleine Ventilationsöffnung 141. Das Ventil 131 trägt eine in Führungen 136 geführte Stange 152 und wird, wenn der Hauptverteiler zur Notbetätigung kommt, selbsttätig angehoben, um den Austritt der Flüssigkeit unter hohem Druck aus dem Behälter 50 in den Hauptverteiler zu gestatten.

   Eine nahe am Boden des unter dem Ventil 131 befindlichen Teiles 134 des Ventilgehäuses 129 angebrachtes Abzugsrohr mit Kugelventil 135 ist   gewöhnlich   offen und gestattet der unter das Ventil 131 gelangenden Flüssigkeit den Austritt sowie die Lüftung der Kammer 134. Durch die unter Druck aus dem Behälter 50 aufsteigende Flüssigkeit wird das Kugelventil 135 dicht auf seinen Sitz gepresst und das Abzugsrohr geschlossen. 



   Um nach Löschung des Brandes das Ventil 131 von Hand   schliessen   und so die weitere Zufuhr von   Löschflüssigkeit   aus dem Behälter 50 abstellen zu können, ist folgende Einrichtung vorgesehen : Ein um den Zapfen 157 drehbarer Winkelhebel 156 greift mit dem einen Arm in einen Schlitz 133 der Ventilstange 132 und umfasst mit dem andern Arm einen Stift 155 einer eine Stopfbüchse 153 des Gehäuses 134 durchziehenden, am äusseren Teil mit Gewinde versehenen Ventilstange 151. Auf deren Gewindeteil sitzt eine Mutter 158 mit Handrad 152. Durch entsprechende Drehung des Handrades 152 kann der Winkelhebel156 gedreht, das Ventil   J31   geschlossen und in dieser Stellung erhalten werden. Auf der Mutter 158 ist ein Sperrad 149 befestigt, in welches eine Klinke 148 eingreift.

   Diese Klinke befindet sich in einem Gehäuse 150 und steht mittels einer Stange 147 mit einer in einem Gehäuse 145 eingeschlossenen Membran 146 in Verbindung. Röhren 142 und 144 verbinden das Membrangehäuse 145 mit dem die Steigröhre 140 umgebenden Ringraum, so dass sich der beim Notaustritt der Flüssigkeit aus dem Behälter darin herrschende hohe   DLuck   der Kammer 145 mitteilt, wodurch die Klinke 148 aus dem Sperrad 149 ausgerückt und erst dann das Handrad 152 zur Drehung und Schliessung des Ventils 131 frei wird. Ein an die Röhre 142 angeschlossenes Manometer 143 zeigt den im Behälter 50 herrschenden Druck an. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige   Feuerlöscheinrichtung,   bei der ein Druckabfall in der Verteilleitung infolge Öffnens einer Sprengbrause eine Druckerzeugung durch Vermengen flüssiger chemischer Stoffe herbeiführt, dadurch gekennzeichnet, dass der mit   Löschflüssigkeit   gefüllte Hauptverteiler   (161),   der mit der die Sprengbrausen tragenden Verteilleitung   (2)   verbunden ist, durch eine Leitung   (97)   mit einer Kammer (105) einer   Hebereinriehtung   (106 bis   122)   derart in Verbindung steht, dass bei einem Saugimpuls im Hauptverteiler (161) die Hebeeinrichtung in Wirkung tritt und eine Abgabe chemischer Stoffe in den mit der   Verteilleitung (2)   verbundenen,

     Löschflüssigkeit   liefernden   Druckbehälter     (50)   stattfindet.

Claims (1)

  1. 2. Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Anlasskammer (108) des Anlasshebers (110) angeordnete Heber tao7) derart eingerichtet ist, dass er die Saugwirkung in der Kammer unterbricht, wenn die Anlassfüllung zum grössten Teil in die Saugkammer übergetreten ist.
    3. Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Eintrittsende des die Saugwirkung unterbrechenden Hebers (107) sich höher als die Mündung der Saugheberglocke (109) befindet.
    4. Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebereinrichtung zum Anlassen der druckerzeugenden Flüssigkeiten aus einer Reihe hintereinander geschalteter <Desc/Clms Page number 4> Heber besteht, die aus Heberrohren (110, 117, 120) und Heberglocken (109, 113, 118) gebildet sind und miteinander in Verbindung stehen.
    5. Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine kleinere Kammer (108) mit zwei Heberglocken (109, 113) mittels einer Tauchglocke (105) in einer grösseren Kammer untergebracht ist, so dass verschiedene Druckräume für die Erzielung der sicheren Anlasswirkung gebildet werden. EMI4.1 neben der selbsttätigen Wirkung eine zwangläufige Beeinflussung gestattet.
    7. Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Rückschlagventil (131) verbundene zwangläufige Vorrichtung aus einer Mutter (158) mit Sperrad (149) besteht, dessen Auslösung mittels einer Klinke (148) erst bei Eintritt des Notdruekes im Hauptverteiler erfolgt.
    8. Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung nach Anspruch 1, mit einer in der Saugleitung des Hauptverteilers angeordneten selbsttätigen Abschlussvorrichtung, gekennzeichnet durch eine das Abschluss- ventil (87) betätigende Membran (20), die mit einem Lüftungsventil (92) verbunden ist, das beim Schliessen des Abschlussventils infolge des Hochdruckes den Lüftungskanal (30) abschliesst.
AT93188D 1914-01-21 1920-11-25 Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung. AT93188B (de)

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