AT18762B - Zeitstrommesser. - Google Patents

Zeitstrommesser.

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AT18762B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische PATENTSCHRIFT   Nu 18762.   FIRMA LOUIS WILLE IN LEIPZIG. 



   Zeitstrommesser. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an sogenannten Zeitstrommessern, d. s. Vorrichtungen, bei welchen der zum Antrieb des Elektromotors odor dgl. erforderliche Stromverbrauch durch ein Uhrwerk registriert wird, welch letzteres mit dem Umschalter, Kontroller oder dgl. in   solcher Verbindung steht, dass bei Einschaltung des   Betriebsstromes das Uhrwerk   freigegeben, bei Ausschaltung   des Stromes dagegen stillgesetzt wird, so dass letzteres sich nur so lange in Bewegung befindet, als elektrischer Strom nach dem Motor geleitet wird und infolgedessen die Uhr die   Stromvorbrauchsxeit   anzeigt. 



  Mit der Verbesserung wird bezweckt, die Sicherheit der Kontrolle insofern zu   fi-hobcn,   als verhütet wird, dass das Uhrwerk infolge Federablaufes gänzlich stehen bleibt, so dass auch mit völliger Sicherheit darauf gerechnet werden kann, dass die vom   Uhrwerk an-   gegebene Zeit der Zeit genau entspricht, während welcher elektrischer Strom zum Antriebe des Motors verbraucht wurde. Zur Erreichung des   erwähnten   Zieles ist bei vorliegender Erfindung die Einrichtung getroffen, dass gleichzeitig mit   dem Einschalten des Betriebs-   stromes, u. zw. lediglich durch die zur   Stromeinschattung erforderliche Bewegung des   Controllers oder Schalthebels das Federtriebwerk aufgezogen wird. 



   Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform der für Strassenbahnfahrzeuge bestimmten Einrichtung. 



   Es zeigt : Fig. 1 den Grundriss der   Kontrolleinrichtung   bei unterbrochenem Strom ; Fig. 2 denselben während des   Stromdurchlasses   ; Fig. 3 den   Grundriss   der zur Bestimmung der Zahl der Rückwärtsschaltungen dienenden Einrichtung ; Fig. 4 die   Gesamtanordnung   des   Kontrollfrs   mit Kontrolleinrichtung an der vorderen Spritzwand des Fahrzeuges.

   Neben dem üblichen Kontroller, der zum Anlassen des Elektromotors dient, ist eine Uhr a an- geordnet, die mit dem Kontroller in solcher Verbindung steht, dass sie bei   unterbrochenem   Strom, d. i. bei stromlos fahrendem Wagen, stillgesetzt und umgekehrt bei Einschaltung des   Arbeitsstromes zum Weitergange freigegeben   wird und   mithin   nach beendeter Fahrt diejenige Zeitdauer genau vom Zifferblatt abgelesen werden kann, während welcher der   Motor   sich unter Strom befand. 



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Achse b des Kontrollers mit emem
Daumen d besetzt, der so angeordnet ist, dass er beim Einschalten des Stromes den zwei- armigen Hebel h um seinen Haltebolzen tt schwingt. Dem Hebel h gegenüber ist ein
Hebel   A : um Achse ;'beweglich gelagert,   der durch die Feder f gegen den   Hebel h gedriiekt   
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 für   gewöhnlich,   d. i. bei unterbrochenem Strom, gegen die   Unruho i des Uhrwerkes   a legt und dadurch letzteres stillsetzt.

   Wird nun durch entsprechende Drehung der Welle b Strom eingeschaltet, so drängt der hiebei vom   Daumen     d   um   is   geschwungene Hebel h den   Hebe)   k so weit zurück (Fig. 2), dass die Feder   9   die Unruhe i   vorlast   und somit die Uhr a sich ungehindert weiter bewegen kann.

   An diesem Apparat wird nun zur   Verhütung   des vollständigen Federablaufes der Hebel   k gleichzeitig   dazu benutzt, beim Freigeben des Uhrwerkes dessen Antriebsfeder   aufzuziehen,   zu welchem Zwecke der   Hebel k auf der Achse o des aus   der Zeichnung nicht ersichtlichen   Federgebäuses   lose 

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 beweglich abgeordnet ist und eine Schaltklinke   m   erhalten hat, die sich in die Zähne des mit der Achse v fest verbundenen Schaltrades n einlegt. Letzteres wird durch die Sperrklinke o am   Rückwärtsdrehen   gehindert. Somit hat das Einschalten des Betriebsstromes gleichzeitig das Aufziehen der Uhrfeder im Gefolge, so dass   gänzlicher   Stillstand der Uhr durch Foderablauf nicht eintreten kann. 



   Weiter ist der neben dem Kontroller befindliche   Rückwärtbschaltor   p bezw. dessen Achse mit einem Schalthebel besetzt, dessen Klinke r (Fig. 3) das Sperrad   q   und mit diesem die   Zahlen scheibe 8   dann um eine Teilung vorwärtsschaltet, wenn der Hebel p zwecks Umschaltens der Stromrichtung entsprechend bewegt wird. Die Zahl der Fälle, in welchen letzteres geschieht, wird durch die Zahlenscheibe s angezeigt, indem die betreffende Ziffer unter der Schauöffnung t sichtbar wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Vorrichtung zur Bestimmung des Stromverbrauches bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen, bestehend aus einem durch den Kontroller freizugebenden oder zu sperrenden Uhrwerk, dadurch gekennzeichnet, dass der die   Hemmfeder (g) für das Uhrwerk tragende     Hebel   mit einer Schaltklinke   (WJ)   versehen ist, die beim Freigeben der Unruhe (i) das Aufzugsrad (n) des Uhrwerkes dreht.

Claims (1)

  1. 2. In Verbindung mit der nach Anspruch 1 bezeichneten Einrichtung ein Zählwerk, gekennzeichnet durch die Anordnung des Klinkhebels ), Schaltrades (q) mit Zahlscheibe (s) auf der Achse des Umstellers (p), zum Zwecke, die Zahl der vorkommenden Schaltungen für Rückfahrt sichtbar zu machen.
AT18762D 1903-08-31 1903-08-31 Zeitstrommesser. AT18762B (de)

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