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Automobil-und Fahrzeuguhr.
Automobile und Fahrzeuge sind bekanntlich mit Uhren, welche mit Handaufzug mechanisch betätigt werden, ausgerüstet und ebenso mit eigener elektrischen Beleuchtungsanlage, mit deren Stromquelle auch die anderen elektrischen Apparate betrieben werden.
Nachdem die elektrischen AusrÜstungen bei den modernen Fahrzeugen den mechanischen vorgezogen werden, so ist naheliegend, dass anstatt der mechanischen, eine elektrische Uhr Anwendung finden sollte.
Die durch Patente und sonst bekannten elektrischen für diese Zwecke bekannten Uhren weisen nicht jene Eigenschaften auf, eine mechanische stets funktionierende Fahrzeuguhr zu ersetzen oder gar gegen-
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verschieden sein müssen.
Die bereits bekannte Autouhr für elektrischen Antrieb, welche durch elektromagnetischen Schaltwerk betätigt wird, daher bei Entfernung, Aussetzen oder Versagen der Stromquelle stehen bleibt, kann nicht in Betracht kommen, ebenso welche durch elektrischen Schaltwerk auf- und nachgrzogeÏ1 wird, da man bekanntlich bei Automobilen und Fahrzeugen nicht mit einer konstanten Stromquelle rechnen kann, um eine elektrische Uhr ebenso dauernd, wie eine mechanische in Funktion zu haben.
Die Uhr gemäss der Erfindung weist alle jene erforderlichen Eigenschaften und Vorteile einer
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Uhr zuhaben, wie die bisher in Anwendung stehende mechanische Uhr, dabei aber die Vorzüge einer präziser und ohne Aufziehen auch länger gehenden elektrischen Fahrzeuguhr zu haben.
Das durch elektrischen Schaltwerk bei Stromanschluss voll aufgezogene Uhrwerk, bleibt während
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spannung in Gangundsobald die Stromquelle versagt, aussetzt oder entfernt wird, was bei Fahrzeugen, die auf Akkumulatoren angewiesen sind, oft vorkommen kann, das Uhrwerk, wie bei der mechanischen Fahr- zeuguhr durch eigene Kraftreserve, welche somit stets konstant ist, 24 Stunden oder länger weiterlauft, jedoch sobald innerhalb obiger Zeit wieder Strom einsetzt, sich sofort wieder voll anziehend mit obiger Kraftreserve bei voller Federspannung elektrisch auf die ganze Stromdauer arbeitet und präziser wie eine mechanische Uhr geht, da keine schwankende Federspannung gegeben ist.
Es kann aber auch der Fall eintreten, dass das elektrische Schaltwerk versagt oder wie in der Provinz oft möglich, besonders bei nur Tagfahrten im Sommer, das Fahrzeug tagelang ohne Stromquelle bleibt. wo dann eine elektrische Uhr gegenüber der mechanischen im Nachteil bleibt. Die elektrische Fahrzeuguhr gemäss der Erfindung weist eben auch jene Kombination auf, wodurch bei obigem Falle die Uhr dennoch in Gang gehalten werden kann, indem sich das Uhrwerk, wie jedes andere durch Handaufziehen auf beliebige Zeitdauer in Funktion halten lässt und bei Stromanschluss jederzeit automatisch das elektrische Gangwerk einschaltet und als elektrische Uhr läuft.
Die einfache Konstruktion ermöglicht auch, dass sich diese kombinierte Automobil-und Fahrzeuguhr nicht teurer herstellen lässt, wie die nur meehanischenFahrzeuguhren und kann auch trotz der kombinierten Anordnungzufolge günstiger Konstruktionin ebensolch dimensioniertem Gehäuseraum, wie die mechanischen Uhren im Durchmesser besitzen, einmontiert werden.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform, welche die vorbeschriebenen Vorteile aufweist und nachstehend angeführt ist :
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Das Federgehäuse N (Fig. 2 und 3) wird durch die vom elektromagnetischen Schaltwerk betätigten Ankerdrehungen durch Eingreifen des am Hebel H befestigten Sperrstiften K (Fig. 1) in das auf der Ankerachse S sitzende Sperrad R (Fig. 1 und 3) voll aufgezogen und betreibt das Uhrwerk mit konstanter Kraft, nachdem der Anker.. 1, (Fig. 1) in stets gleichmässigen Intervallen von einigen Minuten in seine Anfangsstelle zurückgekehrt, sofort wieder elektromagnetisch angezogen wird.
Der Hebel j ? macht die Drehung mit dem Anker mit und ist der Anker A1 um die Ankerachse < S' angeordnet, während das Sperrad R auf derselben Achse fix sitzt. Der um den Stift P (Fig. 1) schwenkbar angeordnete Stromschliesser und Stromunterbrecher greift mit beiden Gabelarmen Y und F (Fig. l) abwechselnd auf den Kontaktstift T an. Bei angehobener Ankerstellung A (Fig. 1) wird durch Anlegen des Gabelarmes Y am Kontaktstifte T der Strom unterbrochen, wogegen bei zurückgezogener Ankerlage mit dem Gabelarm X durch Anliegen am Kontaktstift der Stromschluss erfolgt.
Der Stromschliesser hält das Federhaus, somit die Uhrfeder stets konstant voll aufgezogen und bei Ausbleiben oder Versagen des Stromes verbleibt der Anker in Ruhestellung und es setzt das mechanische Uhrwerk ein. Das Aufziehen der mechanischen Uhr erfolgt mit Schlüssel oder Griff etz. bei1 ! (Fig, 3), kann aber auch von der Bodenseite des Gehäuses oder aus anderer Stelle erfolgen.
An der Aufzieh-oder Ankerachse ist ersichtlich ein kleiner Zeiger fixiert, wodurch jederzeit durch deren Stillstand o Bewegung kontrollierbar ist, oB die Uhr mit elektrischem oder mechanischem Antrieb arbeitet.
Der elektrische Schaltmechanismus ist samt der Platte 0 (Fig. 1 und 3), worauf derselbe ruht, zwischen den beiden Spulen versenkt hineinmontiert.
Die Uhr ist für Automobile, Luft- und Wasserfahrzeuge, Motorräder, Bahnwaggons und sonstige Fahrzeuge gegenüber den bloss mechanischen Uhren mit Vorteil ebenso anwendbar, wie an Stelle der bloss elektrischen Fahrzeuguhren.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Automobil- und Fahrzeuguhr dadurch gekennzeichnet, dass die durch elektrisches Schaltwerk sich voll aufziehende Uhr während der Dauer des Stromanschlusses konstant mit voll aufgezogenem Werk betätigt wird, bei Ausbleiben, Versagen des Stromes als mechanische Fahrzeuguhr mit eigener Kraftreserve 24 Stunden oder länger in Gang bleibt und durch Handaufziehen als solche weiter geht und bei Wieder-
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die Uhr kombiniert mit elektrischem oder mechanischem Antrieb auf beliebige Zeitdauer verwendet werden kann.