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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 18647.
VICTOR JETLEY IN LONDON.
Aufzug, der auch als Rettung8vorrichtung bei Feuersgefahr dienen kann.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die in ihrer einfachsten Form als Aufzug benutzt werden kann und mit geringer Abänderung auch als Rettungsapparat bei Feuersgefahr zu gebrauchen ist.
Sie besteht aus einem festen Rahmen oder einer Plattform, oberhalb welcher eine oder mehrere Plattformen angeordnet sind, die mittels einer Anzahl senkrechter Schrauben gehoben bezw. gesenkt werden können, deren jede, vielleicht mit Ausnahme der obersten, hohl tind derart mit Aussengewinde versehen ist, dass jede Schraube in die nächste hineingleiten kann. Hiebei trägt jede Schraube an ihrem oberen Ende eine Plattform. Die Schrauben bilden in ihrer Gesamtheit eine Teleskopschraube und werden unter Einschaltung entsprechender Getriebe von Hand betätigt ; jedoch kann mit Vorteil auch ein Motor von passender Konstruktion verwendet werden.
Die obere Plattform kann durch mehrere zusammengesetzte Schrauben, vielleicht durch drei oder vier, getragen, gehoben und gesenkt werden oder sie kann auch nur eine einzige derartige Schraube besitzen und an ihren vier Ecken in entsprechenden Führungen geführt werden. Die obere Plattform kann den Boden eines Korbes bilden, wie er bei Aufzügen gebräuchlich ist, oder mit Geländer versehen sein. Neben der oberen Plattform können noch andere bewegliche Plattformen vorhanden sein, deren jede mit einer der Schrauben verbunden ist.
Fig. 1 der Zeichnung stellt teils im Aufriss, teils im Schnitt einen solchen Aufzug, u. zw. in hochgeschraubter Stellung dar ; Fig. 2 veranschaulicht denselben Aufzug, jedoch in niedergeschraubter Stellung ; Fig. 3 zeigt die Verwendung eines derartigen Aufzuges bei einem Hause, Fig. 4 die perspektivische Darstellung einer Rettungsvorrichtung, u. zw. in Höchststelung, Fig. 5 dieselbe Vorrichtung in niedergeschraubtem Zustande. Fig. 6 ist ein Detail.
Mit Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 besteht der Aufzug aus einem Rahmen oder einer Plattform a, die mit Rädern b ausgestattet ist, wenn er fahrbar sein soll.
Handelt es sich dagegen um stationäre Aufzüge, so sind Räder nicht nötig. Oberhalb des Rah'ions a sitzt eine feste Plattform c, über welcher bewegliche Rahmen d und e vor- gesehen sind, von denen der letztere mit einem Korbe sowie auch mit Seitenwänden und einem Dache f ausgestattet sein kann. Die Rahmen können von rechteckiger, ovaler, runder oder sonst passender Gestalt sein. Der Rahmen d und die Plattform e werden nun auf beliebige Höhe durch die Schrauben 1, m gehoben, deren erstere sich in einem Rohre 8 führt. Die Schraube M kann in der Schraube l gleiten und letztere im Rohre s. Das
Rohr s ist in passender Weise an den Rahmen a und c befestigt. Die Schraube m ist an der Plattform e befestigt, so dass sie letztere trägt, und die Schraube l am Rahmen d.
Die Plattform e wird gehoben oder gesenkt, je nachdem die Muttern 62, 62 in Drehung versetzt werden. Diese Drehung erhalten die Muttern 62 beispielsweise von einem Motor x aus unter Einschaltung der Stirnräder y, y, der Teleskopwelle z sowie der Stirnräder 61, 61.
Letztere sind auf der Teleskopwolle z aufgekeilt, u. zw. jedes Zahnrad auf seinem zu- gehörigen Wellenteil. Die beiden Teile der Welle drehen sich miteinander, können sich eher in der Längsrichtung ineinander verschieben. Die Verbindung stellt man in bekannter
Weise durch Feder und Nut her. Die Welle z kann unter Einschaltung passender Getriebe
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in beiden Richtungen gedreht werden. Ebenso sind Kupplungen für das Ein-und Aus- kuppeln dssr Woilo. s vorgesehen. Sott der Aufzug fahrbar sein, so kann der Motor auch zur Fortbewegung des Aufzuges benutzt werden oder es kann ein Motor zur Fortbewegung und ein anderer als Hubmotor Verwendung finden.
Die Plattform e und die Rahmen c und (1 werden in passender Weise durch vier Teloskopführungen an jeder Ecke geführt, von denen die unteren zwischen dem Rahmen a und der Plattform c befestigt sind, während die folgenden oben am Rahmen d und die obersten oben an der Plattform e festgemacht sind.
Die Ausführung, welche Fig. 3 darstellt, ist der in Fig. 1 und 2 dargestellten ähnlich. Jedoch fehlen die Räder und, statt teleskopartige Führungen zu verwenden, sind an den Ecken feste Führungen 120 vorgesehen. Das Rohr s ist dasselbe, wie es bei den Fig. 1 und 2 oben beschrieben wurde, ebenso die Teleskopschrauben l, m, n und o. Die Teleskopwello z ist mit Stirnrädern 61 versehen, für jede Abteilung eines ; die unterste Abteilung dagegen ist unten mit einem Kegelrade 53 ausgestattet, in das ein anderes Kegelrad 52 eingreift, das auf die Welle des Motors x aufgekeilt ist. Der Rahmen c ist fest gelagert, u. zw. etwas unter dem Erdgeschoss. Die Rahmen d, e, fund 9 dagegen können zwischen den Führungen 120 auf und ab gleiten.
Der in den Fig. 4 und 5 dargestellte fahrbare Aufzug bezw. die dargestellte Wagenleiter ist mit einer Reihe von Plattformen c, d, e, f, g, b, i und k ausgestattet, von denen die Plattform c fest ist, während die Plattformen d bis k z. B. durch eine Reihe hohler Schrauben en m, M, o, p, q und r gehoben werden können. Diese haben Aussengewinde und die unterste Schraube l wird vom Rohre s aufgenommen, das fest mit dem Rahmen a und der Plattform c verbunden ist. Jede Schraube fügt sich leicht in die untere und jede Schraube trägt eine Plattform, u. zw. die Schraube 1 die Plattform d, die Schraube m die Plattform e u. s. w.
Die Schraube l'schliesslich ist fest mit der Plattform k verbunden.
Jede Schraube ist mit einer Mutter 62 vorsehen, die durch Stirnrad 61 auf dem Teleskopschafte z bewegt wird. Die Plattformen können demgemäss gehoben und gesenkt werden und es ist klar, dass alle Plattformen sich gegenüber der unmittelbar unter ihr befindlichen mit gleicher Geschwindigkeit bewegen. Sind z. B. acht Plattformen vorhanden, deren jede sich um 21/2 m heben kann, so kann die oberste Plattform um 20 m gehoben werden, obwohl sie selbst gegenüber der nächst unteren sich nur um 21/2 m hebt. Durch feste Treppen t oder dgl. kann man von der Plattform oder dem Rahmen a zur Plattform c gelangen.
An jeder der beweglichen Plattformen sind um einen horizontalen Drehzapfen v schwingende Leitern oder Treppen u angeordnet, die sich nach unten auf eine Anschlagstange w, die an der nächst unteren Plattform sitzt, auflegen. In der Zeichnung ist nur eine derartige Treppe dargestellt. Da nun jede Leiter nur an einer Plattform angelenkt ist, so werden mit dem Heben der Plattformen auch die Leitern in Gebrauchslage gebracht, ohne dass sie besonders befestigt zu werden brauchen. Natürlich können auch andere Leiterkonstruktionen unter Umständen Verwendung finden. Die Bewegung der Schrauben wird von Hand oder durch Motorantrieb unter Einschaltung eines Schneckengetriebes herbeigeführt.
In dem Atisführtingsl) eispiel wird die Bewegung von dem Motor r aus durch Stirnradübertragung y auf die Welle z und die Stirnräder 61 und von diesen auf die Muttern 62 der Schrauben übertragen.
Alle oder nur einige der Plattformen sind mit nach der Seite zu verschiebenden Hilfs- plattformen ausgestattet, u. zw. kann die Verschiebung dieser Zusatzplattformon von Hand aus oder durch Alotorkraft geschehen, in der Weise, dass dieser Ausleger an ein brennendes
Gebände herangeschoben werden kann. Im Ausführungsbeispiel trägt nur die Plattform k, die mit einem Sonderboden 2 auf Stützen 3 versehen ist, solche Plattformen 4,5, 6, 7, die auf einer Seite vorgeschoben worden können. Aber es ist klar, dass auch noch ein anderer
Satz derartiger Plattformen zum Verschieben nach einer anderen Seite hin vorgesehen werden kann.
Die Plattform 2 hat L-förmige Führungen 8 (Fig. 6) an ihren Enden und die Platt- formen 4, 5, 6 besitzen Führungen 9 mit zwei horizontalen und einem vertikalen Teile.
Der obere, horizontale Teil gleitet auf dem unteren, zur Führung der oberen Plattform
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Die letzte Plattform ist an jeder Seite und unten mit Führungen 10 versehen, rechtwinklig zu den anderen, in welchen Führungen Hilfsplattformen 11 gleiten. Obwohl in der gegcbenen Darstellung die seitlich gleitenden Hilfsplattformen mit der Mittelplattform durch L-förmige Führungen verbunden sind, so können natürlich auch unter Umständen andere Vorbindungsmittol Verwendung finden, wie auch die Form dieser Plattform Umänderungen unterworfen sein kann.
Bei rechteckiger Ausführung der Plattform werden die Schrauben in der Mitte an- geordnet. Die Führung geschieht durch Teleskope 12. Jede Plattform kann auch durch mehrere Schrauben mit den zugehörigen Getrieben bewegt werden. Dann können die
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Führungen-fortfallen. Um die Plattform nach dem Heben festzustellen, kann jede Schraube oder Führung oder auch beide mit Klinkeneinrichtungen versehen sein, so dass ein automatisches Feststellen der Plattformen eintritt.
Di ? * Plattformen 3, 4, 5, 6 und 7 sind mit Geländer 13 versehen ; ebenso besitzt die Plattform 11 ein Geländer 14, welches sich flach auf die Plattform 11 auflegen kann.
Auch sonstige Sicherheitsmassregeln, um ein Herabfallen von Personen zu verhindern, können vorgesehen sein.
Finden mehrere derartige seitliche Auslader Verwendung, so wird die Vorrichtung mit einem Gegengewicht versehen. Dieses Gegengewicht kann aus einer Anzahl von Plattformen bestehen, die denen in der Zeichnung angegebenen entgegengesetzt angeordnet sind, oder ein
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hängt, die sich an den Enden der Rohre 100 befinden. Diese sind bei 101 an die obere Plattform k angelenkt. Diese Rohre enthalten jedes einen Satz von Teleskoprohren, die sich ineinander schieben und deren andere Enden z. B. mit der Plattform 7 verbunden sind.
Wenn gleitende Plattformen angeordnet werden, so finden zwei Sätze von Teleskoprohren 100 Anwendung, ebenso zwei Gefässe 18. Diese letzteren sind für'gewöhnlich leer und werden nur gefüllt, wenn sie als Gegengewicht verwendet werden. Sie können auch als Behälter für Batterien dienen, wenn ein Elektromotor zur Anwendung kommt, oder auch ganz wegfallen, wenn die Vorrichtung mit seitlichen Streben versehen ist, um sie festzustellen.
Mehrere der Plattformen oder auch nur die obere Je tragen Hydranten 21, die mit der unteren Plattform verbunden sind und an einen Strassenhydranten angeschlossen worden können, z. B. unter Vermittlung der Führungsrohre 12. Werden diese Rohre dazu benutzt, so müssen die Verbindungen natürlich durch Lederstoffbüchsen oder dgl. wasserdicht hergestellt sein. In ähnlicher Weise können auch Sprachrohre die obere Plattform mit der unteren verbinden.
Damit ein derartiger Turmwagen auch möglichst senkrecht steht, so können Wasserwagen oder dgl. angeordnet sein ; überdies Windeanordnungen 22.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aufzug, der auch als Rettungsvorrichtung bei Feuersgefahr dienen kann, dadurch gekennzeichnet, dass Plattformen in einer Reihe übereinander angeordnet sind, von denen jede mit Ausnahme der untersten von dem oberen Ende einer mit derselben fest verbundenen Schraube getragen wird, welche Schrauben derart angeordnet sind, dass sie sich teleskopartig ineinander verschieben, wobei auf jeder Schraube eine gegen achsiale Verschiebung gesicherte, jedoch um die Schraube drehbare Mutter (62) sitzt, welche an ihrem Umfange mit einer Verzahnung versehen ist, die mit einem zugehörigen Zahnrade (61) auf dem oberen Ende einer der teleskopartig ineinander verschiebbaren Wellen in Eingriff steht, die in bekannter Weise durch Feder und Nut derart miteinander verbunden sind, dass eine gegenseitige Verdrehung der einzelnen Teile verhindert ist,
wobei diese Wellen von der unteren Plattform von Hand oder durch einen Motor angetrieben werden können, wodurch die Schrauben in Drehung vorsetzt und die Plattformen bewegt werden.