AT18579B - Vorrichtung an Schußwaffen zur Anzeige ihres Ladezustandes. - Google Patents

Vorrichtung an Schußwaffen zur Anzeige ihres Ladezustandes.

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Georg Luger
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Georg Luger
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   GEORG LUGWR IN CHARLOTTENBURG. 



  Vorrichtung an Schusswaffen zur Anzeige ihres ladezustandes. 



   Diese Erfindung betrifft Vorrichtungen, wodurch an   Schusswaffen äusserlich erkennbar   gemacht wird, ob sich eine Patrone im Patronenlager des Laufes vorfindet oder nicht. Der Mangel, dass sich bei den in anderer Beziehung   vervollkommneton Schusswaffen,   zum Beispiel Jagdgewehren, der Ladezustand derselben äusserlich nicht erkennen fasst, ist besonders bei den neuerdings auch für Jagdzwecke hergerichteten Gewehren mit selbsttätig wirkender Ladevorrichtung, den bekannten Rückstosslaldern,   unangenehm   fühlbar, weil dieselben nach jedesmaligem Abfeuern regelmässig ohne weiteres von neuem geladen sind und deshalb bei Unachtsamkeit die Gefahr des unbeabsichtigten Abfeuerns der Patrone besteht. 



   Im hauptsächlichen kennzeichnet sich die Erfindung durch eigenartige Anordnung von Hebeln oder gleichwertigen Organen, welche mit entsprechend gestalteter Keilanlaufendigung passend in die Seitenwand vom Patronenlager des Laufes einwärts reichen, so dass beim Vorhandensein einer Patrone im Laufe oder beim Einschieben einer Patrone in das Patronenlager bezw. beim Schliessen des Verschlusses, durch Anstreifen bezw. Anlaufen der Patrone an den   Keilflächen   eine   Auswärtsbewegung oder   sonst beliebigo zweckdienliche Verschiebung der Hebel oder Organe veranlasst wird, infolgedessen   genügend   lange oder breite, besonders markante Teile äusserlich an der Waffe den Ladezustand   zuvor) äss) ich   erkennbar machen.

   Wesentlich hiebei ist, dass der in das Patronenlager reichende Teil mit 
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 zuliegen kommt, wodurch   nunmehr die erfordernismässig markante,   die   Aufmerksamkeit   mittels sichtbaren und eventuell auch fühlbaren Zeichens herausfordernde Anzeige des Ladezustandes einer Waffe in weitem Masse hervorgebracht werden kann. 



   Vorzugsweise wird die Erfindung so   ausgeführt,   dass die Anzeigehebel oder deren äquivalente Organe zugleich als Patronenauszieher dienen können bezw. dass die Ausziehen eigenartig gestaltet und so angeordnet werden, dass sie zugleich die Anzeige des Ladezustandes bilden müssen. 



   Dem Zwecke der Erfindung, eine möglichst   auff1illige   anzeige des Ladezustandes zu erzielen, kann ferner durch Hebelübertragung entsprechen werden, vermittels deren eine kleine   Anzeigebewegung   der beim Patroneneinschub sich verstellenden Organe sich in der vergrösserten Bewegung besonderer   Anzoigetei1o   markiert. 



   Auf beifolgender Zeichnung ist   zunächst   in Fig. 1 und 2 das Prinzip der Neuerung veranschaulicht, indem jede dieser Figuren   ein Horizontalschnitt durch Patronenhtger   und angrenzende Teile einer Schusswaffe darstellt und die beispielsweise Anordnung nines seitlich schwingbaren   Anzeigehebels   zeigt bezw. für die   Leer-und Ladeanzeige   des Patronenlagers. Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen im Vertikalschnitt die Anordnung eines mit einem Auszieher kombinierten Anzeigehebels, ebenfalls bezw. in der Stellung für Ladeund Leeranzeige des Patronenlagers. Die Fig. 5 und 6 stellen in   Umrisslinien   die unter-   schiedliche   Seitenansicht dar, wie sie aus den Stellungen gemäss Fig. 3 und 4 hervorgeht. 



   Das Anzeigehilfsmittel, als welches ein Hebel oder gleichwertiges Organ, wie z. B. eine Klinke, ein Schieber u. dgl. mit Anzeigeschild-Vorsprung angewendet wird, kann sowohl am   Verschlussgehäuse   oder in Verbindung mit einem festgelegenen zugehörigen Beschlagteile, als auch an dem beweglichen Verschlussteil resp. dem Verschlusszylinder der Waffe angebracht werden. 



   Für die in Fig. 1   und 12 dargestellte Ausführungsform   ist der Anzeigehebel i in einem Schlitz des festen Gehäuses   10   hinter dem Patronenlager b gelagert angenommen ; sein Drehpunkt befindet sich am Zapfen c und die vorn gelegene   Keilanlatifnaso k   greift seitlich am Patronenlager ein, wo sie an dem Mantel oder der Krempe der Patrone, wenn 
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 einwärts zu bewegen. Wenn keine Patrone im Lager   b   ist, nimmt deswegen die Nase k die in Fig. 1 gezeichnete Stellung ein und befindet sich bei dieser   Einwärtsstellung   die als Anzeigemarke dienliche hervorragung j des Hebels i derart versenkt, dass sie keinen vorstehenden Teil an dem Gehäuse w bildet.

   Sobald dagegen eine Patrone in das Lager b eingeschoben wird,   muss   sich infolge der   Seitwärtspressung   der nach hinten mit Keilanlauf gestalteten Nase k der Hebel i entgegen der   Federwirkung nach aussen   bewegen und 
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 Gehäuse vorsteht (Fig. 2). Dies gilt mithin als   untrügliche   Anzeige dafür, dass im Patronen-   lager eine Patrone sich befindet ; es ist ersichtlich, dass hiebei die Patronenhülse mit ihrem Mantel oder Krempenrand den Stützpunkt für die Nase k bildet. Letztere besitzt eine   

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 flache Auflagefläche und die an ihrer Rückseite angeordnete   Kei1abschrägung   ermöglicht das unbehinderte Einschieben der Patrone.

   Ein   Anzoigehebel,   wie in seiner Anordnung am Verschlussgehäuse soeben beschrieben, kann auch mit dem beweglichen Verschluss reap. dem Verschlusszylinder in Verbindung gebracht sein ; in diesem Falle musste der Keilanlauf (statt hinten) vorn an dem Kopfteil des Hebels die   Schrägfläche   bilden, wodurch vermöge Angriffs an die in das Patronenlager vorangeschobene Patrone die auswärts gerichtete Anzeigebewegung des Anzeigehebels beim   Schliessungsvorschub   des Verschlusszylinders stattfindet. 



   Die Verlegung des Anzeigehebels oder gleichwertigen Organs an den bewegbaren Verschluss resp. Verschlusszylinder ergibt sich von selbst für diejenige Ausführungsform der Vorrichtung, bei welcher der Anzeigehebel zugleich als Auszieher nutzbar gemacht wird.. Diese Ausführungsform ist in Fig. 3-6 dargestellt. Der Hebel ist hier, unter Ein- wirkung der Feder v um den Zapfen u einwärtsschwingend im   Verschlusszylinder   r an- gebracht und hat eine dem Anzeigezwecke entsprechende Form, wie mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben ; nur besitzt er anstatt der flachen Auflagerfläche eine hakenförmige
Endigung bei n.

   Lagert die Patrone (Fig. 3) in dem Patronenlager b und befindet sich folglich die   Hakennase 1J   in Eingriff an der   Patronenkrempe,   so wird die als Anzeige- marke vorgesehene Hervorragung z des Hebels a genügend weit nach oben hin bezw. auswärts vorstehen, um   hiedurch   kenntlich zu machen, dass sich eine Patrone im Lager b befindet. Die   Veränderung, welche   so gewissermassen der Auszieher, um als Anzeige- vorrichtung gemäss der Erfindung wirksam zu sein, erleidet, besteht wesentlich darin, dass der   Eingriffhub   angemessen gross-weit grösser, als sich für die Auszieherfunktion be- stimmt-eingerichtet wird.

   Sobald die Patrone aus dem Laufe entfernt ist und beim   Schliessen   des Verschlusses die Nase n nicht   mehr auswärts   gehoben wird, nimmt der   Auszieherhebel   a die Einwärtsstellung nach Fig. 4 ein, so dass sich der   Teil     derart in den   Verschluss einsenkt   oder zurückstellt, dass dadurch die Anzeige für die Leerstellung des   Putroncniagers   gegeben ist. Die beiden unterscheidenden Stellungen sind in Fig. 5 
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 Aufschrift versehen sein. 



   Am Anzeigehebel können. um dem Auge möglichst auffällig die Anzeigestellung kenntlich zu machen,   Verbreiterungsstücke angeordnet   werden, wie z. B. seitliche Leisten, die in Nuten des Gehäuses bezw. Verschlusses geführt sind. 



   Eine   Ausführung   der Erfindung ergibt sich ferner darin, dass eine Hebelübertragung zur Vergrösserung des Bewegungsunterschiedes hergerichtet wird. Diese Einrichtung ist in   einer boispiolsweisen   Anordnung durch Fig. 7 der Zeichnung veranschaulicht. Der wie in Fig. 1 und 2 angebrachte, aber in engeren Grenzen schwingbare Hebel i beeinflusst hier mit einem auswärts gerichteten schneidenartigen Vorsprung   9   am kurzen Hebelarm den eigentlichen   Anzeigehebel t,   der um den festen Drehpunkt s schwingt und am freien Hebelende einen beliebig gestalteten Anzeigekörper (mit Aufschrift oder anderweitig markiert) trägt. Unter der Wirkung einer Feder o strebt der Hebel h in die punktiert gezeichnete 
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   Hebel i   an der Gehäusewange eingesenkt steht.

   Beim Eintritt einer Patrone in den Lauf   \ : rd   der   llebel i um ein gewisses   Stück seitlich aus dem Wege geschwungen und bewirkt   dersclhn   durch den Hebelangriff eine verhältnismässig vergrösserte Auswärtsbewegung des 
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 wie mit vollgezeichneton Linien in Fig. 7 dargestellt, ergibt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Vorrichtung an Schusswaffen zur   Anzeige ihres Ladezustandes, gekennzeichnet durch die Anordnung von mit   Keilanlauf   über die   Mantelfläche   bezw. über den seitlichen Umfang ler Patronen in das Patronenlager hineintretenden, mit Anzeigeteilen verbundenen Hebeln oder äquivalenten Organen als patronenfühlern, die bei Vorhandensein einer Patrone im Laufe eine nach aussen   übertragene   Anzeigobewegung verursachen, derart, dass sich alsdann durch eine auffällige   Ilervorragung   bezw. Wechselstellung des zukommenden Anzeigeteiles der Ladezustand der Waffe erkennbar macht.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auszieher derart gestaitet und angeordnet werden, um dieselben an Stelle besonderer Patronenfühler als Anzeiger des Ladezustandes wirken zu lassen.
    3.. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Bewegung der Patrononfübier vergrössert an besonderen Anzeigeteilen übertragen wird.
AT18579D 1904-05-30 1904-05-30 Vorrichtung an Schußwaffen zur Anzeige ihres Ladezustandes. AT18579B (de)

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