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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18257.
VICTOR FORTI IN PARIS.
Elektrische Gasfernzünd- und Löschvorrichtung.
Vorliegende Erfindung hat eine elektrische Gasfernzünd-und Löschvorrichtung zum Gegenstande. In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt der Vorrichtung in der Zünd- und Brennstellung, Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie Af-N der Fig. 1 ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 1 ?-S der Fig. 2.
Der Apparat enthält zwei Spulen A, B, unter deren ersterer sich ein Anker d befindet, der nach oben angezogen werden kann und der in der Mitte zwei Ansätze p trägt, die zur Unterstützung der Führungsstangen C eines durchlöcherten, in der Kammer angeordneten Ventilkolbens D dienen. Der Anker d trägt an einer Seite einen Ansatz p1 und auf der anderen Seite eine Spitze vl.
Der Anzündestrom wird in die Spule A gesendet und geht dann durch die Zünddrahtstangen a und b und die Platinspirale e, welche die Leitung schliesst. Die Leitung kann also bloss dann geschlossen werden, wenn die Volt'richtung im betriebsfähigen Zustand ist. Wenn Strom durch die Spule A hindurchgeht, wird der Anker d emporgehoben, wodurch die Führungsstangen C, welche den Ventilkolben D in der Kammer T ? betätigen, empor-
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Ansatz p1 des Ankers d ruhende Stange e betätigt den Zündkolbenventilkörper.
Der Anker d hebt beim Emporgehen die Spitze v1, die sich vorher unter dem Ansatz v des Ankers t der Spule B befunden hat, über diesen Ansatz empor ; es strömt daher Gas aus dem Leitungsrohr jF in die Kammer E und durch die Löcher des Ventilkolbens hindurch, um den Brenner zu speisen. Gleichzeitig wird der Stutzen h durch das auf der
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Teil j des Zündrohres o sich bewegende Absperrorgan k besteht aus einem kleinen Metallzylinder, der unten mit einem zur Dichtung dienenden Scheibchou aus Blei oder anderem weichen Motall ausgestattet ist.
Dieses Scheibchen legt sich auf das konische Ende des Stutzens (, um diesen abzusperren und den Austritt des Gases in den Zilndbrenner zu verhindern.
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diese sich gegen den Ansatz v des Ankers t logt. Der Anker d ist dann soweit herabgegangen, dass die gleichfalls hcrabgogangeno Stange e dem Zylinder k gestattet, sich gegen den Stutzen h zu legen, dass aber der Kolben D sich noch nicht auf den Stutzen g legen kann, so dass das Gas durch Kammer E ungehindert zum Hauptbronner, dagegen nicht in den Zundbrenner o gelangen kann. Wird dann Strom durch die Löschspulo B gesendet, so
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aber für das Verständnis des Folgenden nötig.
Damit jeder Punkt der Dichtungsscheibe stets an einer und derselben Stelle am Stutzen h anliege, wird eine Drehung der Scheibe verhindert, indem man den Ventilzylinder k durch eine kleine Rippe I in der Hülse j (Fig. 3) senkrecht führt, wobei diese Rippe in die eine oder andere von zwei einander diametral gegenüberliegenden Nuten n im Ventilzylinder k eintritt. Jene Nut n, in weiche
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zündet ; sitzt aber der Ventilzylinder k auf den oberen Rand des Stutzens auf, so ist der Gasdurchgang trotz der Nuten n vollkommen abgesperrt.
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führt und verstellbar angeordnet. Von diesen Rohren ist das erstere an der Klemme f befestigt, während das letztere mittelst der Mutter 8 festgemacht und mit der Spule A leitend verbunden ist.
Auf diese Weise kann man die Stangen a und b je nach der Höhe des Brenners mehr oder weniger verlängern. Das Zündrohr ist teleskopartig verschiebbar ausgestaltet, um es nach Erfordernis verlängern und das Gas stets in der Nähe der Zünd- spirale austreten lassen zu können. Die Klemme it ist mit der Löschspule B verbunden. Die Leitung führt dann ebenso wie bei der Spule A in die Metallmasse der Vorrichtung. Dio gleichzeitiga Verstellbarkeit der Stangen a, b und des Zündrohres gestattet, die Vorrichtung bei Brennern von verschiedener Höhe anzubringen.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Gasfernzünd- und Löschvorrichtung, bei welcher beim Durchgang des Stromes durch die Zündspule der Gaszutritt zum Zündbrenner und zum Hauptbrenner ge-
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können.