AT17777B - Heurechen mit umlaufenden Armen. - Google Patents

Heurechen mit umlaufenden Armen.

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Paul Von Del Negro
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Paul Von Del Negro
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   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.   17777. PAUL VON   DEY NEGRO   IN   SALZBURG.   



   Heurechen mit umlaufenden Armen. 



   Die üblichen Pferderechen, welche durch Kippen des   Rerhenkorbes   einen schmalen Schwaden erzielen, können nur unter ständiger Aufmerksamkeit des   Führers   ununterbrochen Schwaden ablegen, weil diese Bewegung stets von Hand oder Fuss eingeleitet werden muss, wobei die Schwaden senkrecht zur Fahrtrichtung zu liegen kommen. Bei den ebenfalls bekannten Rechen, bei welchen mehrere Rechenarme, nach Art der Rechen bei Getreidemähmaschinen, bewogt werden und bei welchen der Schwaden in der Zugrichtung liegt, ist der Nachteil vorhanden, dass das Heu beim Heben von den nicht beweglichen Zinken weiter mitgenommen wird, als es beabsichtigt ist, so dass also der Schwaden verzogen wird. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein Heurechen, der die Vorteile dieser erwähnten beiden Rechen vereinigt, ohne gleichzeitig deren Nachteile zu besitzen, u. zw. geschieht dies dadurch, dass zur Zeit der Schwadenbildung bezw. zur Zeit des Hebens der Rechen dem   Rechenkorbe   eine Kippbewegung erteilt wird. 



   Um ferner diesen Rechen auch zum Wenden zu benützen, wird die die Kippbewegung einleitende Weiche oder das   Führungsstück   nicht fest angebracht, sondern verstellbar derart angeordnet, dass das Kippen nach dem Niederbewegen der   If'chcn erfolgt,   so dass jeder Rechen nur eine geringe Menge Heu erfasst und sofort durch Umlegen derart wendet, dass das unten gelegene Heu nach oben kommt und so abgelegt   wird.

   Um   nun ein un- 
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 Führung mit einer oberen Führung, die an sich bekannt ist. derart ausgebildet, dass ein Heben der Rechen zur Ausserbetriebsetzung oder zum Nehmen von Hindernissen ermöglicht ist ; dies geschieht vom Kutschersitze aus durch eine Seilleitung, welche durch   Benützung   eines langen Hebelarmes am Rechen vorne angreift und infolgedessen das Herausgleiten aus der   beschränkten   Führung ermöglicht. 



   In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 die Seitenansicht der Gesamtanordnung, Fig. 2 und   3   den eigentlichen   Mechanismus   in Seitenansicht bezw. Draufsicht, Fig. 4 die schematische Darstellung des Verstellklobens (oder des verstellbaren   Führungsstückes)   bei Verwendung   (h-r 1\Iaschinn   als   Heurechen,   Fig. 5 die Darstellung desselben bei Verwendung der Maschine als lleuwender und Fig.   (Î   einen Schnitt nach x-x der Fig. 5 (in den Fig. 2 und 3 ist das   Führungsstück   w z nicht eingezeichnet), während Fig. 7 die Verbindung des Hebelarmes mit dem Rechonarme, einen Abstreifstab und Rechenzinken darstellt.

   Fig. 8 ist die Draufsicht auf   Fig, 7.   Fig. 9 zeigt die neue Maschine al   s Hourechen   in der Draufsicht, Fig. 10 einen jetzt gebräuchlichen Heurechen, arbeitend, Fig. 11 in der Seitenansicht die neue   Maschine,   Heu wendend, Fig.   12   dieselbe in der Draufsicht und wie das gewendet ? Heu zu liegen kommt und Fig. 13 einen jetzt gebräuchlichen Heuwender in der Seitenansicht und wie das Heu aufgewirbelt wird. 



   Auf der Achse a eines Fahrgestelles sitzt seitlich ein Kegelzahnrad b, das in ein zweites   Kegelzahnrad   c eingreift. Auf die Achse s des letzteren ist ausserdem ein stern-   förmiges   Kopfstück d gekeilt. Wird nun die Achse a mittelst eines Hebels 6, der eine 
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 an welchen die gleichfalls gleichen und leicht gebauten   Rechenkörbe   angeordnet sind,   u.   zw. sind an den Hebelarmen   e, j, < y, A Ansätze i gekeilt, in welche Stangen j   derart gelagert sind, dass sie sich in den Bohrungen der Ansätze i drehen   können.   An diesen Stangen   ?   sind die Rechenzinken k befestigt, u. zw.

   in einer beliebigen, sich durch die Erfahrung am besten erweisenden Entfernung, doch sollen dieselben am äussersten Ende der Stange dichter gesetzt sein, um an der Peripherie der Rechenbewegung ein gründlicheres Rechen zu erzielen, damit ein Nachrechen unnötig wird. Die Zinken selbst sind aus gutem Federstahl angefertigt, um infolge ihrer Elastizität etwaigen Hindernissen, wie Steinen, Maulwurfshaufen etc. ausweichen und in ihre frühere Lage und Form zurückkehren 
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 Rechenstange j liegen (Fig. 7 und 6) und bei der Drehung der Rechen zwischen die Zinken hindurchgreifen und so von denselben das aufgenommene Heu abstreifen. Jeder der "Hebelarme e,    < y, A   besitzt eine Laufrolle m, welche auf einer gemeinsamen, ringförmig um die Achse s angeordneten, an der Seite gegen den Wagen aufsteigenden Laufbahn   1J   geführt wird.

   Um die Hebel ausser dieser durch die Laufbahn n bedingten Bewegung heben oder senken zu können, sind an denselben Seile q befestigt, welche über Rollen r durch die zu diesem Zwecke hohle Welle s geführt sind. In derselben sind die Seile zu einem gemeinsamen Seile t vereinigt und wird dieses Seil über Rollen zu einem langen Hebel 5 beim Führungssitze 8 geführt-statt des langen Hebels 5 lässt sich hier auch eine   Zugkurbel,   wie solche zu   Wagenbremsen   gebräuchlich sind, anwenden-, wodurch es dem Führer ermöglicht ist, nach Bedarf die Rechen heben oder senken zu können. Der Führer selbst wird durch ein geeignetes Schutzgitter 7 gehindert, zwischen die Rechen zu geraten. Auch jeder Rechenarm j besitzt an seinem der Mitte zu gelegenen Ende eine Laufrolle o. 



   Um nun die Maschine als Heurechen oder als Heuwender gebrauchen zu können, ist ausserhalb der Laufbahn n an deren tiefster Stelle seitlich und zu derselben konzentrisch eine aus drei Teilen bestehende Laufbahn angeordnet. Der erste Teil bildet die feste Bahn   p,   an deren abgerundeter Unterseite die Rollen o der Rechenarme j gleiten, um ein nicht gewolltos Heben der   Rechenkörbe   zu verhindern und ein ununterbrochenes Arbeiten zu ermöglichen. An diese Bahn p schliesst sich der zweite Teil an, welcher verstellbar ist und aus einem   eigentümlich   geformten Führungsstück   (Kloben) w z   besteht.

   Dieser kann so befestigt werden (Fig. 4), dass der Teil z als Verlängerung der Bahn p die Rolle o an der Unterseite weiterleiten lässt, wobei die Rechenzinken (oder Körbe) das Zusammenrechen fortsetzen werden. Die Rolle o gelangt nun bei der Weiterbewegung auf den dritten aufsteigenden   Teil o   der Bahn, welcher in der Mitte rückwärts in der Richtung der Fahrt endet und welcher Teil ebenfalls (wie p) fest angeordnet ist, wodurch die Rolle und mit ihr die Stange j mit den Rechenzinken k - also der   Rechenkorb-gehoben, gekippt   und das Heu in Schwaden, die in der Richtung der Fahrt liegen, abgelegt wird. 



   Soll die Maschine aber als Heuwender benützt werden, so wird das Führungsstück (der Kloben)   w z   so eingestellt, dass dessen Teil   ! f   aufwärts zu liegen kommt. Dieser Teil 1   ('   
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 bereits nach Verlassen der Bahn p gezwungen wird, die aufsteigende Bahn   w   zu passieren, wodurch allmählich die Drehung-das Kippen-des Rechenkorbes bewirkt und das von diesem aufgenommene Heu gewendet und abgeworfen wird. Die steigende Bahn    'ist   länger als die steigende Bahn   p,   daher im ersteren Falle beim Wenden das Heu auf eine grössere Fläche-senkrecht zur Fahrtrichtung-wieder ausgestreut wird, als im letzteren Falle, wo es hinter der Maschine in der Fahrtrichtung abgelegt wird.

   An die Bahn   M'   schliesst sich dann unmittelbar die feste Bahn v an. Sobald die Rolle o die konzentrische dreiteilig Bahn verlässt, kehrt der Rechen infolge seines Eigengewichtes in die normale Lage zurück. Das Führungsstück (der Kloben)   w z wird   durch eine in demselben befindliche Öffnung auf einen in dem die Bahnteile p und v tragenden   Verlängerungsstücke 2   der Bahn   n   befindlichen Zapfen 3 aufgesteckt und mit einem Splint 4 versichert. 



   Die Wirkungsweise der vorgeschilderten Maschine ist nun folgende : Nach Einrückung der Kupplung, z. B. Klauenkupplung mittelst des Hebels 6, werden die Rechenarme durch Drehung der Achse a und der Zahnräder b, c bewegt, drehen sich im Kreise mit der senkrechten Welle s und raffen, sobald sie mittelst des Hebels 5 herabgelassen wurden, in ihrer Tieflage (Fig. 1 rechts) das Heu, den Klee oder dgl. auf, welchen die Rechenkörbe je nach Stellung des Führungsstückes (des Klobens)   tu   z für das Wenden oder für das Rechen entweder in einer grossen Vollkommenheit gewendet, seitlich oder rückwärts in der Richtung der Fahrt einen nicht verzogenen Schwaden bildend, ablegen. 



   Die Vorteile, sowie die neue technische Wirkung dieser Erfindung ergibt sich aus folgendem : Wegen der Möglichkeit, die Rechenkörbe und Anspannungsgabel aufklappen zu können, erfordert die Maschine wenig Aufbewahrungsraum und lässt sich, da sie mit   al1f-   

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 geklappten Rechenkörben nicht breiter als ein   zweispänniger   Wirtschaftswagen ist, leicht auf schmalen Wegen und Brücken transportieren. Der Sitz des Führers ist bequem zu besteigen und der Führer selbst nicht der Gefahr ausgesetzt, durch die Maschine beschädigt zu werden.

   Durch die Vereinigung ist das Umspannen der Zugtiere vermieden, so dass Zeit erspart wird ; ferner sind keine doppelten Reparaturen und kein doppelter Ankauf er-   forderlkh.   Die Bedienung der Maschine ist für den Führer viel leichter als namentlich bei den gebräuchlichen Pferdeheurechen, wo er stets mit dem Fusse oder mit der Hand das Entleeren des Rechenkorbes einleiten muss. Der Gang der Maschine ist ein ruhiger mit gleichmässigem   Krafterfordernis.   Da man mit Maschinen meist nach der Länge des Arbeitsfeldes zu fahren pflegt, so legt diese, als Heurechen eingestellt, das Heu in Schwaden ab. die in der   Längenrichtung   zu liegen kommen (Fig. 9), welche Richtung auch mit den Erntewagen gewählt wird.

   Das Heu kann nun von den unmittelbar neben dem Wagen liegenden Schwaden aufgeladen werden, während die bisherigen Hourechen (Fig. 10) das Heu senkrecht zur Fahrt ablegen, was einen weiteren Transport des Heues zum Wagen erforderlich macht und überdies häufig in unregelmässigen Schwaden erfolgt, wie in der Zeichnung dargestellt. 



  Es wird hiedurch nicht nur ein bequemeres, Zeit und Arbeit ersparendes, sondern auch billigeres Ernten erzielt. Als Heuwender eingestellt (Fig. 11 und 12) arbeitet die Maschine derart, dass das von den Zinken untergriffene Heu allmählich gehoben und förmlich umgerollt, daher gründlich gewendet seitlich von der Maschine zu liegen kommt, wobei das Heu oder der   Klee   sehr geschont bleibt, während bei den bisherigen Heuwendern (Fig. 13) das Material in die Luft geschleudert wird und infolge des Gesetzes der Schwere der feuchte, also schwerere Teil früher wieder zu Boden gelangt, als der trockene, daher das Heu nur zum geringen Teile gewendet und meist nur gelockert wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 1.   Heurechen   mit umlaufenden Armen, dadurch gekennzeichnet, dass den an diesen 
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 durch ein besonderes Führungsstück   C ? z) für   die Führungsrolle   (o)   der Rechenstangen (j) eingeleitete Kippbewegung erteilt wird, zum Zwecke, eine rasche Entleerung des Rechenkorbes zu erzielen und ein Verziehen der Schwaden zu verhindern.

Claims (1)

  1. 2. Bei dem Heurechen nach Anspruch 1 ein Führungsstück, dadurch gekennzeichnet, dass dessen eine Hälfte (z) die Rolle (o) zwingt, an dessen unterer Lauffläche bis zur aufsteigenden Bahn (1)) ZU gleiten, wodurch ein ununterbrochenes Zusammenrechen bewirkt wird, während beim umgekehrten Aufstecken dieses Führungsstückes (its) die Rolle (o) gezwungen wird, sich auf der aufsteigenden Bahn des Führungsstückes zu bewegen. wodurch eine frühere Drehung der mit der Rollo fix verbundenen Rechenstangen (j) bewirkt wird, was das Auswerfen des von den Rechenzinken erfassten und durch die Drehung gewendeten Heues zur Folge hat.
    3. Bei einem Ileurechen nach Anspruch 1 die Verbindung der umlaufenden Arme (,/', g, 11), dadurch gekennzeichnet, dass das Hochheben der Rechen durch Seile vom Führersitz aus erfolgt, wobei die Seile in der hohlen Spindel zu einem einzigen Seil vereint werden, welches an einem langen Hebelarme angreift.
AT17777D 1903-06-03 1903-06-03 Heurechen mit umlaufenden Armen. AT17777B (de)

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