AT17762B - Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen. - Google Patents
Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen.Info
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Description
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MAX EDLER VON LEBER IN WIEN.
Schutzvorrlchtung an Strassenbahnwagen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schutzvorrichtungen an StrassenbahnwEtgen, jener bekannten Art, bei welchen mittelst eines Auslösependels nächst der Stirnseite des ; Wagens im Momente des Anfahrens an ein Fahrthindernis der Vorderteil des üblichen, die Räder umhüllenden Schutzrahmens zum Herabfallen gebracht wird.
In der Zeichnung ist die gemäss vorliegender Erfindung durchkonstruierte Schutzvorrichtung in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 im Grundriss und in Fig. 3 in schematischer Weise dargestellt ; die Fig. 4,5 und 6 zeigen Einzelheiten der Schutzvorrichtung.
Der Vorderteil des Schutzrahmens 7 ist am fixen Schutzrahmen in bogenförmigen Schlitzen drehbar bei 8 eingehängt. Vorne befindet sich am Schutzrahmenvorderteil eine deichselartige Stange 9, welche mit ihrem vorderen Ende auf dem oberen Teil des Auslösependels 10 aufliegt. Durch Drehung des Pendels aus seiner Ruhelage verliert also die Stange 9 ihren vorderen Stützpunkt ; dieselbe fällt sohin und mit ihr der Schutzrahmcn- vorderteil soweit herab, bis sich die Unterkante des letzteren nur höchstens 2 cm oberhalb des Schienenkopfes befindet. Das Auslösependel 10 (Fig. 1 und 6) besteht aus einem unter der Wagenbrustwand befindlichen Netze, welches um eine gekröpfte, in bogenförmigen Schlitzen gelagerte Welle 1 (Fig. 1, 2 und G) drehbar ist.
Diese Welle 1 ist am Gestelle der Plattform des Wagens drehbar hei J eingehängt (Fig. 1, 2,3 und 6). Das Ende der doichselartigon Stange 9 (Fig. 1, 2, 3,5 und 6) ist gabelförmig ausgebildet und umgreift die gekröpfte Welle 1. In der Normalstellung, also solange die gekröpfte Welle nicht um ein bestimmtes Mass nach vorne gedreht und sonach aus der Gabelung der Stange 9 herausgetreten ist, kann sich die letztere weder nach aufwärts noch nach abwärts bewegen ; es ist daher der Schutzrahmenvorderteil wie bisher starr gehalten. Eine Rückwärtsbewegung der gekröpften Welle wird durch einen Anschlag 2 (Fig. 1 und 2) verhindert.
Die Vor- wärtsbewegung derselben wird nur nach Überwindung einer schwachen Feder 13 (Fig. 2) stattfinden können, welche die gekröpfte Welle an den Anschlag 2 andrückt und dieselbe
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wegung der gekröpften Welle nach vorwärts zu verhindern, also das Auslösependol in seiner Normallage zu sperren. Wenn man einen Tretstift 5 (Fig. l, 2 und 3) (Auslöse- stift) in eine über dem rückwärtigen, kurzen Arm des Sperrhebels 4 befindliche Hülse einschiebt und damit den kurzen Hebelarm niederdrückt, so wird der vordere, hakenförmig Arm gehoben und die gekröpfte Welle freigegeben.
In diesem Momente gleitet der Stift 5 am Ende des kurzen Hebelarmes vorbei und der Sporrhebel kann solange nicht wieder sinken, als der Stift 5 nicht herausgezogen wird. Der Auslösestift 5 wird ebenso wie der
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eingesteckt. Es ist daher die Bewegung der gekröpften Welle und sohin die Auslösung des Schutzrahmcavorderteiles auf der vorderen Plattform möglich, auf der hinteren Plattform jedoch gesperrt.
Die selbsttätige Auslösung der Schutzvorrichtung erfolgt nun in der Weise, dass durch eine Rückwärtsbewegung des Auslösependels 10 der gekröpfte Teil der Wolle 1 nach Überwindung der schwachen Feder 13 nach vorwärts aus der Gabelung der deiehselartigen Stange 9 herausgeschoben wird, wodurch die Stange 9 samt Schutzriihmen- vorderteil nach abwärts fällt, his die Rollen 11 (Fig. I. 2 und 3) auf das Strassonplanum gelangen, in welcher Lage der Vorderteil des Schutzrahmons vom Schienenkopfe 2 CM absteht.
Die Schutzvorrichtung kann aber auch durch den Wagenführer selbst im Falle der Gefahr ausgelöst werden. Zu diesem Zwecke ist folgende Einrichtung vorgesehen : Auf der
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lösung herabfällt, gelangt die Hebestange 16 in ihre unterste Lage und wird dann unter gleichzeitigem Niedertreten des Auslösestiftes 5 in die durch den Ring markierte Normallage hinaufgezogen, in welcher die gekröpfte Welle in die Gabelung der Stange 9 ein. schnappen kann.
Ein Verunglückter wird das Auslösependel nach rückwärts drücken und dadurch den Schutzrahmenvorderteil auslösen. Dieser ist in genügender Entfernung von den Rädern angebracht, um ein Hineinziehen von Kleidungsstücken zu verhindern. Gelangt jemand von seitwärts zu dem Wagen, so kann der Wagenführer die Schutzvorrichtung mit dem Fusse auslösen. Wenn nun ein Verunglückter unter dem Wagen liegt, wird der Wagenführer nach Anhalten des Wagens unter gleichzeitigem Niedertreten des Auslösestiftes 5 die Hebe- stange- durch den Ring 17 oder neben demselben in ihre Höchstlage bringen, daselbst an einem Haken befestigen und auf diese Weise den Verunglückten von dem Schutzrahmenvorderteil frei machen.
Hierauf kann der Schutzrahmenvorderteil infolge der bogen- förmigen Schlitzlager 8 sowie des länglichen Ringes am unteren Ende der Hebestange 16 durch eine geringe Bewegung nach vorne und oben aus dem festen Schutzrahmen aus- gehängt und nach rückwärts in dazu vorgesehene beiderseitige Nuten 18 (Fig. 1) ein- gehängt werden, so dass man ohne Lösung von Schrauben oder Zersägen von Holzteilen die Hettungsaktion vollziehen kann.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : Bei einer Schutzvorrichtung an Strassenbahnwagen, bei welcher in bekannter Weise mittelst eines Auslösependels nächst der Stirnseite des Wagens im Momente des Anfahrens an ein Fahrthindernis der Vorderteil des üblichon, die Räder umhüllenden Schutzrahmens zum Herabfallen gebracht wird : 1.Die Anordnung einer eisernen deichselartigen Stange (9), deren hinteres Ende an EMI2.2 Ende in der Normallage auf der gekröpften Welle (1) des am gefederten Wagenkasten befestigten Auslösependels (10) unmittelbar gestützt ist und bei der Auslösung frei herunter fällt ; 2. die Lagerung der Drehachsen (1 und 8) des Auslösependels (10) und des Schutz- rahmenvorderteiles in bogenförmigen Schlitzen, so dass bei einem Unglücksfalle die sofortige Aushebung dieser Achsen möglich ist ;3. die Ausbildung des vorderen Endes der deichselartigen Stange in Form einer (iabel, welche von dem gekröpften Teile der Welle (1) des Auslösependels (10) derart gehalten wird, dass eine Bewegung der Stange (9) nicht nur nach unten, sondern auch nach oben verhindert bleibt, solange keine Auslösung stattfindet ; 4. die Kombination der bekannten Vorrichtung zur Auslösung der Schutzvorrichtung seitens des Wagenführers durch Niedertreten eines Stiftes (5) mit einem durch letzteren EMI2.3 vertikal unterhalb seiner Drehachse (3) hat ;5. die Kombination der bekannten Hobestange (16) zur Hebung des Schutzrahmen- vorderteiles durch den Wagenführer mit dem an der Plattformwand angebrachten Fassungs- EMI2.4 Ringes mit dem am vorderen Ende der deichselartigen Stange (9) angebrachten Stifte, welche ein Vorschieben des Schutzrahmenvorderteiles (7) gestattet (Fig. 3) ; 7. die Anordnung eines Sperrhebels (1), dessen vorderer, schwerer, hakenförmiger Arm die Drehung des Auslösependels (10) solange hemmt, als nicht der kurze hintere Arm desselben infolge Einsteckens des Tretstiftes (5) niedergedrückt wird, wodurch der vordere hakenförmige Arm gehoben wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT17762T | 1901-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT17762B true AT17762B (de) | 1904-09-26 |
Family
ID=3520731
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT17762D AT17762B (de) | 1901-12-21 | 1901-12-21 | Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT17762B (de) |
-
1901
- 1901-12-21 AT AT17762D patent/AT17762B/de active
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