DE574598C - Steuervorrichtung fuer Fahrpreisanzeiger - Google Patents

Steuervorrichtung fuer Fahrpreisanzeiger

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DE574598C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrpreisanzeiger, der dazu dient, die von einem Taxameter oder einem anderen Fahrzeug zurückgelegte Strecke sowie die Fahrtdauer oder die Wartezeit zu registrieren, und im besonderen auf eine selbsttätige Steuervorrichtung für einen solchen Fahrpreisanzeiger, um letzteren selbsttätig ohne Zutun des Fahrers in Wirkung zu
ίο versetzen.
Es ist bereits eine derartige selbsttätige Steuervorrichtung vorgeschlagen, bei der durch die Gewichtswirkung des Fahrgastes der Schalter eines Stromkreises geschlossen und hierbei eine Sperre ausgelöst wird, wodurch der Arm der Fahnenwelle unter der Wirkung einer Feder zur Ingangsetzung des Fahrpreisanzeigers ausgeschwungen wird.
Bei der bekannten Anordnung bleibt jedoch,
ao solange der Fahrgast im Wagen sitzt, der Stromkreis geschlossen, so daß die den Strom liefernde Batterie bald erschöpft sein wird. Außerdem besteht keine Möglichkeit, solange der Wagen besetzt ist, den Fahrpreisanzeiger abzuschalten, was z. B. infolge eines Unfalles oder bei Reparaturen erforderlich werden könnte.
Um diese Nachteile zu beseitigen, steuert gemäß der Erfindung der beim Schließen des Stromkreises freigegebene Arm der Fahnenwelle selbst einen Kontakt des Stromkreises, so daß bei der Bewegung des Armes aus der »Frei«-Stellung heraus der Stromkreis unterbrochen wird. Ferner ist eine von Hand freigebbare Anhaltevorrichtung angeordnet, die bei der Einschaltung des Fahrpreisanzeigers die Ausschwingung des Fahnenwellenarmes begrenzt und die bei ihrer Auslösung ermöglicht, daß sich der Arm noch weiter in eine solche Lage dreht, in der der Fahrpreisanzeiger außer Tätigkeit ist.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι schematisch eine Seitenansicht eines Motorfahrzeuges mit der Fahrpreisanzeiger-Steuervorrichtung gemäß der Erfindung.
Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt durch den Fahrpreisanzeiger und veranschaulicht die wesentlichen Teile der selbsttätigen Steuervorrichtung.
Fig. 3 ist ein Schnitt durch den Fahrpreisanzeiger nach der Linie 3-3, der Fig. 2 in der Richtung der angegebenen Pfeile gesehen.
Fig. 4 ist eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht und veranschaulicht die selbsttätige Steuervorrichtung in einer anderen Lage.
574 SOS
Fig. 5 veranschaulicht in Draufsicht eine Einzelheit der den Steuerarm wiedereinstellenden Einrichtung.
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf den elektromagnetisch freigebbaren Anschlag für den Steuerarm.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht der mit der Wiedereinstellvorrichtung vereinigten Anhalteeinrichtung für den Steuerarm. ίο Fig. 8 ist eine Seitenansicht des von Hand freigebbaren Anschlags für den Steuerarm. Fig. 9 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der in Fig. 8 dargestellten Anhaltevorrichtung.
Fig. 10 ist eine schematische Ansicht der selbsttätigen elektrischen Vorrichtung, mittels deren der Fahrpreisanzeiger in Wirkung versetzt wird.
Beim Ausführungsbeispiel ist die selbsttätige Steuervorrichtung an einem Fahrpreisanzeiger 10 einer Motortaxe 11 angebracht. Dieser Fahrpreisanzeiger besitzt ein äußeres Gehäuse 12, das den üblichen nicht dargestellten Zählwerksmechanismus sowie die Steuervorrichtung einschließt, die den Gegenstand der Erfindung bildet.
Die selbsttätige Steuervorrichtung besitzt beim Ausführungsbeispiel eine Hauptwelle oder Fahnenwelle 13, die mit dem Zählwerksmechanismus irgendeiner bekannten Bauart verbunden ist; eine Teil drehung dieser Welle 13 versetzt den Zählwerksmechanismus in Wirkung, wie dies weiter unten noch näher erläutert wird. Auf der Hauptwelle 13 sitzt ein Steuerarm 14, der in einer lotrechten Ebene ausschwingbar ist, um den Fahrpreisanzeiger in Wirkung zu versetzen. Es ist nun eine Einrichtung vorhanden, um diesen Steuerarm 14 gewöhnlich in unwirksamer Lage zu halten und zu ermöglichen, daß dieser Arm 14 selbsttätig freigegeben wird, um das Arbeiten des Fahrpreisanzeigers herbeizuführen, sobald ein Fahrgast in den Wagen steigt. Zu diesem Zweck wird das obere oder freie Ende des Armes 14 gewöhnlich in der durch die ausgezogenen Linien in Fig. 2 dargestellten Lage durch einen Sperriegel 15 gehalten, der sich mittels einer Schraubenfeder 16 (Fig. 6) an die Seite des Armes 14 anlegt; diese Feder 16 ist in einem Gehäuse 17 untergebracht, das in die Wand 18 eingeschraubt ist, welche das Zählwerk von der Steuervorrichtung trennt. Die Vorrichtung, die dazu dient, den Arm 14 selbsttätig freizugeben und die Hauptwelle 13 teilweise zu drehen, um den Fahrpreisanzeiger in Wirkung zu versetzen, weist beim Ausführungsbeispiel einen Elektromagneten 19 auf, der einen Teil eines -elektrischen Stromkreises bildet, welcher die Leitungen 20, 21, eine geeignete Energiequelle, wie beispielsweise eine Batterie 22, und ein Paar von Kontaktplatten 23, 24 aufweist, die gewöhnlich durch isoliert gelagerte Federn getrennt gehalten werden. Diese Kontaktplatten 23 und 24 sind beim Ausführungsbeispiel in bekannter Weise mit dem Sitzpolster 26 des Wagens verbunden, so daß der Stromkreis geschlossen wird, wenn ein Fahrgast seinen Sitz einnimmt; der Stromkreis kann aber auch so angeordnet sein, daß er geschlossen wird, sobald der Fahrgast auf den Fußboden des Fahrzeuges tritt, oder in anderer beliebiger Weise.
Die Leitung 20 führt zu einem Pol 19" des Elektromagneten 19. Die Leitung 21 endet an einer geeigneten freien Verbindung mit der Hauptwelle 13, die ebenso wie der Arm 14 aus Metall besteht und zur Folge hat, daß der Arm 14 einen beweglichen Teil in dem Stromkreis in Gestalt eines Schalters darstellt. An den anderen Pol 19* des Elektromagneten ist ein Leitungsdraht 27 angeschlossen, der an einem Kontaktklotz 28 endet, der in Berührung mit dem Arm 14 steht, wenn sich letzterer in seiner normalen aufrechten Stellung (Fig. 2) befindet.
Wenn der beschriebene Stromkreis geschlossen wird, wie beispielsweise dann, wenn ein Fahrgast den Sitz 26 einnimmt, so wird der Elektromagnet 19 den Anker 29 anziehen, der an dem Lagerbock 30 verschiebbar angebracht ist, welcher an der Scheidewand 18 befestigt ist. Dieser Anker ist mit dem einen Arm eines Winkelhebels 30' verbunden, dessen anderer Arm mit dem Sperriegel 15 verbunden ist, der als eine elektrisch freigebbare Sperre bezeichnet werden kartn. Wenn also der Stromkreis geschlossen wird, so wird der Sperriegel 15 entgegen der Wirkung der Feder 16 nach innen und von dem Arm 14 hinweg bewegt, wodurch dieser Arm freigegeben wird, der alsdann in die durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 angedeutete Lage infolge der Wirkung der Schraubenfeder 31 schwingt, deren eines Ende an der Scheidewand 18 bei 32 angreift, während ihr anderes Ende bei 33 an dem Arm 14 befestigt ist. Die Feder 31 verläuft beim Ausführungsbeispiel um eine Rolle 34 herum, die auf dem Ende der Hauptwelle 13 befestigt ist, wodurch ein ausreichend kräftiger Zug auf den Arm 14 ausgeübt^ wird, ohne auf den Anschlag 15 einen zu großen Widerstand auszuüben.
Die beschriebene Wirkung hat zur Folge, daß das Werk des Fahrpreisanzeigers in Wirkung versetzt und nunmehr die Fahrzeit und die Strecke in üblicher Weise registriert wird; der Arm kommt an einem geeigneten Zwischenanschlag 35'. zum Stillstand, der in
einem Zylinder 35 gelagert und durch eine Schraubenfeder 36 in der normalen Arbeitslage gehalten wird (Fig. 8 und 9). Der Fahrer braucht also nicht mehr die Fahne des Fahrpreisanzeigers umzulegen oder irgendeinen Hebel zu bedienen, um den Fahrpreisanzeiger in Wirkung zu versetzen. Diese Wirkung erfolgt nunmehr .selbsttätig und ist der Kontrolle des Fahrers entzogen. Es kann nun vorkommen, daß während der Fahrt der Fahrer den Wagen anhalten muß, wofür der Fahrgast nicht verantwortlich gemacht werden kann, wie beispielsweise infolge eines Unfalls oder infolge von Reparaturen oder aus anderen Gründen. Es ist nun eine Einrichtung vorhanden, um in diesem Fall den Fahrpreisanzeiger unwirksam zu machen. Diese Einrichtung sieht beim Ausführungsbeispiel eine Vorkehrung vor, um den Anhaltezapfen 35' freizugeben, so daß der Arm 14 selbsttätig abwärts auf die Welle 43 zu schwingt, in welcher Stellung des Armes die Registriervorrichtung sich in der nicht registrierenden Lage befindet.
Diese zusätzliche Armbewegung wird dadurch herbeigeführt, daß der Hebel 48 von Hand aus nach außen gezogen wird; der Hebel 48 ist hierzu an dem Haltezapfen 35' mittels einer Lenkstange 49 (Fig. 8) verbunden, die bei 5° an einem Lagerarm 51 schwingbar gelagert ist, welcher an der Scheidewand 18 befestigt ist.
Es ist ferner eine Einrichtung vorhanden, um den Fahrpreisanzeiger durch Zurückführung der Welle 13 und des Armes in die durch die ausgezogenen Linien in Fig. 2 dargestellte normale aufrechte Lage am Ende einer Fahrt wieder in die Nullstellung zurückzustellen. Zu diesem Zweck ist auf der Hauptwelle 13 ein Sperrad 37 (Fig. 5) angebracht. Unterhalb des Sperrades ist ein Zahnrad 38 vorgesehen, das lose auf der Welle 13 sitzt. Dieses Zahnrad 38 (Fig. 5) trägt eine Klinke 39, die einen Stift 40 hat, der seinerseits mit einem Anhaltezapfen 41 zum Anschlag kommen kann, wodurch die Klinke 39 an einem Eingriff mit dem Sperrad 37 verhindert wird, wenn der Arm 14 seine aufrechte Lage einnimmt. Wenn der Elektromagnet 19 in der beschriebenen Weise erregt wird, so wird der Arm 14 freigegeben und kommt mit dem Zwischenanschlag 35' in Berührung. Diese Bewegung des Armes 14 wird durch die Klinke 39 nicht verhindert.
Um den Fahrpreisanzeiger wieder auf Null zurückzustellen, sitzt beim Ausführungsbeispiel ein gezahnter Sektor 42 (Fig. 2 und 4) fest auf der Welle 43, die in der Scheidewand 18 ruht. Diese Welle 43 besitzt einen Handgriff 44, der an der Außenseite des Gehäuses 12 liegt. Der Sektor 42 steht in Eingriff mit dem Zahnrad 38. Der Handgriff 44 wird gewöhnlich gegen Bewegung durch eine Klinke 50' verriegelt, die an einem Lagerbock 51' sitzt, welcher an der Scheidewand 18 befestigt ist. Die Verriegelungsklinke 50' ist mit einem Freigabearm 52 verbunden, der an dem Lagerbock 51' schwingbar bei 53 gelagert ist. Die Verriegelungsvorrichtung 50' weist einen Zahn 54 auf, der gewöhnlich in einer Nut 55 liegt, welche in der Welle 43 vorgesehen ist und in dieser Lage mittels einer Feder 56 gehalten wird, die zwischen dem Ende der Klinkehvorrichtung 50' und dem Lagerbock 51' wirksam ist. Der Freigabearm 52 erstreckt sich durch den offenen Teil des Sektors 42 hindurch in der Richtung nach außen.
Um den Handgriff 44 freizugeben, ist es zunächst notwendig, den Teil 50' zu entriegeln, und dies erfolgt durch Herausziehen des Knopfes 48, so daß der Arm 14 von dem Zwischenanschlag 34 freigegeben wird, worauf der Arm 14 mittels der Feder 31 nach unten schwingt und in Eingriff mit dem Freigabearm 52 kommt. Der Handgriff
44 wird alsdann von der in Fig. 2 durch die gestrichelten Linien angedeuteten Lage in eine im wesentlichen senkrecht nach unten zeigende Stellung geführt, wie dies durch die Lage des Sektors 42 in Fig. 4 angedeutet ist. Diese Bewegung des Sektors dreht das lose gelagerte Zahnrad 38 und führt die Klinke 39 in eine Stellung, in der sie mit dem Sperrad 37 im wesentlichen an der bei
45 in Fig. 4 angegebenen Stelle in Eingriff tritt. Die Sperrklinkenfeder wirkt alsdann dahin, die Klinke 39 gegen die Zähne des Sperrades 37 während dieser Bewegung zu halten, da die Sperrklinke von dem Anhaltezapfen 41 freigegeben ist. Der Handgriff 44 wird nunmehr in die in Fig. 2 durch die gestrichelten Linien angedeutete Lage zurückgeschwungen, und dies hat zur Folge, daß die Sperrklinke 39 mit den Zähnen des Sperrades 37 in Eingriff tritt, das fest mit der Hauptwelle 13 verbunden ist und demzufolge den Arm 14 entgegen der Wirkung der Feder 31 aufwärts schwingt, bis das freie Ende des Armes über die schräge Fläche 46 (Fig. 6) des Sperriegels 15 gleitet und in der durch die ausgezogenen Linien in Fig. 2 dargestellten Lage verriegelt wird.
Sobald der Arm 44 die durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 angedeutete Lage wieder einnimmt, wird der Sperrzahn 54 wieder in die Nut 55 eintreten und den Arm 44 gegen Beeinflussung in verriegelter Stellung halten.
Der Arm 14 ruht in der »Frei «-Stellung auf einem r Begrenzungsanschlag 57 auf, der
an dem oberen Teil der Scheidewand 18 vorgesehen ist; dieser Anschlag 57 dient dazu, eine weitere Bewegung des Armes 14 aufzuhalten, sowie der Arm an dem Anhaltezapfen 15 vorbeigegangen ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Steuervorrichtung für Fahrpreisanzeiger, bei der durch die Gewichtswirkung des Fahrgastes der Schalter eines Stromkreises geschlossen und hierbei eine Sperre ausgelöst wird, wodurch der Arm der Fahnenwelle unter der Einwirkung einer Feder zur Ingangsetzung des Fahrpreisanzeigers ausgeschwungen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Schließen des Stromkreises freigegebene Arm (14) selbst einen Kontakt (14, 28) des Stromkreises steuert, so daß bei der Bewegung des Armes aus der »Freie-Stellung heraus der Stromkreis unterbrochen wird.
  2. 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer von Hand freigebbaren Anhaltevorrichtung (35'), die bei der Einschaltung des Fahrpreisanzeigers die Ausschwingung des Armes (14) begrenzt und die bei ihrer Auslösung ermöglicht, daß sich der Arm (14) und die Fahnenwelle (13) noch weiter in eine solche Lage drehen, in der der Fahrpreisanzeiger außer Tätigkeit ist.
    -
  3. 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 mit einer Rückstellwelle und einem zu deren Betätigung dienenden Handgriff, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellwelle (43) mittels eines Riegels (50', 52) verriegelt wird, dessen einer Arm (52) in den Bereich des Fahnenwellenarmes (14) ragt, so daß dieser Riegel ausgerückt wird, wenn die Anhaltevorrichtung (48) ausgelöst und der Arm (14) durch die Wirkung der Feder (31) eine Weiterdrehung ausführt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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