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Fallenschloß, insbesondere für die Türen von Kraftwagen Zusatz zum
Patent 840809 Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausbildung des durch das
Patent 8q.o Bog geschützten, insbesondere für die Türen von Kraftwagen bestimmten
Fallenschlosses mit einer der Stirnseite der Tür benachbarten Grundplatte, die an
ihrem der Innenseite der Tür benachbarten Rand einen winklig zu ihr stehenden Flansch
hat, mit einer an der Grundplatte gelagerten, um eine zur Türebene im wesentlichen
parallele Achse drehbaren, vorzugsweise zahnradartigen Falle, die beim Schließen
der Tür durch einen festen Schließkloben gedreht und dadurch mit diesem in Eingriff
gebracht wird, und mit einer ebenfalls an der Grundplatte gelagerten, zum Festhalten
der Falle in Schließstellung dienenden Sperrklinke, die sowohl von der Außenseite
als auch von der Innenseite der Tür ausgerückt werden kann, um die Falle zum öffnen
der Tür freizugeben. Gemäß dem Hauptpatent ist ein an der Grundplatte des Schlosses
gelagertes, vorzugsweise drehbares Glied, das mittels einer an der Außenseite der
Tür angebrachten Handhabe in Richtung auf den Flansch der Grundplatte beweglich
ist und bei dieser Bewegung die im übrigen unabhängig von ihm drehbare Sperrklinke
mitnimmt und ausrückt (Ausrückhebel), durch einen am Flansch der Grundplatte gelagerten,
mit Hilfe einer an der Innenseite der Tür angeordneten Handhabe drehbaren
Hebel
(Verblockungshebel) gegen Bewegen im Sinne des Ausrückens der Sperrklinke sperrbar.
Bei einigen Ausführungsformen ist der Verblockungshebel einem am Flansch der Grundplatte
gelagerten, zum Ausrücken der Sperrklinke von innen -dienenden Hebel, der mittels
einer an der Türinnenseite angeordneten Handhabe aus seiner gewöhnlichen Stellung
nach zwei Richtungen drehbar ist, derart zugeordnet, daß er beim Drehen des letztgenannten
Hebels in einer Richtung, die seiner Drehrichtung zum Ausrücken der Sperrklinke
entgegengesetzt ist, den Verblockungshebel mitnimmt und in seine den von außen her
bedienbaren Klinkenausrückhebel sperrende Stellung bewegt.
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Die Erfindung hat weitere Ausführungsformen des Fallenschlosses nach
dem Patent 840 809 zum Gegenstand und besteht im wesentlichen in der Erkenntnis,
daß der Verblockungshebel für den von der Außenseite der Tür zu bedienenden Ausrückhebel
der Sperrklinke auch an der Grundplatte selbst gelagert werden kann und daß man
dabei ebenfalls ein von der Innenseite her gegen Öffnen der Tür von außen zu sicherndes
Fallenschloß der im Hauptpatent behandelten Art erhält, das sich durch einfache,
übersichtliche und gedrungene Bauart sowie durch zuverlässige Arbeitsweise und einfache
Bedienung auszeichnet.
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Gemäß der Erfindung ist also der Verblockungshebel für den von außen
bedienbaren Ausrückhebel der Sperrklinke statt wie im Hauptpatent am Grundplattenflansch
an der Grundplatte selbst gelagert. Er kann ähnlich wie der im Hauptpatent gezeigte
Verblockungshebel unter dem Einfluß eines am Flansch der Grundplatte gelagerten,
zum Ausrücken der Sperrklinke der Falle durch den Innendrücker dienenden Hebels
stehen derart, daß er beim Drehen dieses Hebels bzw. des mit ihm verbundenen Innendrückers
in einer Richtung, die der zum Ausrücken der Sperrklinke dienenden Drehrichtung
entgegengesetzt ist, in seine den von außen bedienbaren Ausrückhebel der Sperrklinke
verblockende Stellung bewegt wird. Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform ergibt
sich dann, wenn die Sperrklinke und ihr von außen bedienbarer Ausrückhebel unterhalb
der Falle und der Verblockungshebel wiederum unterhalb von Sperrklinke und Ausrückhebel
gelagert sind. Der Verblockungshebel kann dabei mit einem abwärts gerichteten Arm
des von außen bedienbaren Ausrückhebels zusammenwirken. Der zum Zurückziehen der
Sperrklinke von innen und zum Verstellen des Verblockungshebels dienende Hebel am
Grundplattenflansch kann, wie im Patent 8!¢o 8o9 gezeigt, mit einem entfernt vom
Türschloß angeordneten Innendrücker verbunden sein. Erfindungsgemäß ist es aber
auch möglich, ihn auf einem im Flansch der Grundplatte gelagerten Drehdorn zu befestigen,
der nach der Innenseite der Tür vorsteht und den inneren Türdrücker trägt.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Dabei
zeigt Fig. i ein Fallenschloß im Schnitt nach der Linie i-1 in Fig. 2 in Richtung
der Pfeile gesehen, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. i in Richtung
der Pfeile gesehen, Fig. 3 eine Draufsicht, Fig. q. eine Wiederholung des unteren
Teiles der Fig. i in -einer anderen Stellung eines Verblockungshebels, Fig. 5 eine
ähnliche Ansicht wie Fig. i, wobei jedoch die an der Innenseite der Grundplatte
liegenden Teile entfernt sind, um das Zusammenwirken der Falle mit dem Schließkloben
veranschaulichen zu können, Fig. 6 eine etwas abgeänderte Ausführungsform in einer
der Fig. 2 entsprechenden Darstellung.
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Das in den Fig. i bis 5 dargestellte Fallenschloß hat eine Gehäuse-
oder Grundplatte io, die an der Innenseite der Stulp- oder Stirnwand einer hohlen
Fahrzeugtür befestigt wird.' Die Grundplatte io endigt an ihrem inneren Rand in
einem winklig zu ihr stehenden Flansch i i, der an der inneren Blechverkleidung
der Tür zu liegen kommt. Das Schloß weist eine drehbare, zahnartige Falle 12 auf,
die an der Außenseite der Grundplatte 1o angeordnet ist und einen mit ihr einstückigen
Wellenstumpf 13 hat, der durch ein als Lager dienendes Loch der Platte io hindurchgreift.
Das innere Ende des Wellenstumpfes 13 ist abgeflacht und in ein entsprechendes Loch
einer Sperrscheibe 14 gesteckt und damit vernietet. Die Zahnradfalle 12 ragt durch
eine Öffnung in der Stulpwand der Tür heraus und wirkt beim Schließen der letzteren
mit einem am festen Türfutter oder -pfosten befestigten Schließkloben 61 zusammen,
der an seiner Unter-"Seite mit auf die Falle 12 passenden Zähnen versehen ist. Der
Schließkloben 61 dient gleichzeitig durch Zusammenwirken seiner ebenen Oberfläche
mit einer Rolle 63 dazu, die geschlossene Tür in senkrechter Richtung abzustützen.
Die Rolle 63 ist auf einem außen an der Grundplatte io angeordneten Zapfen drehbar
gelagert und ragt durch eine Öffnung in der Türstirnwand heraus.
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An der Innenseite der Grundplatte ist unterhalb der Sperrscheibe 14
auf einem Stehbolzen 15 eine Klinke 16 drehbar gelagert, die einen schräg nach oben
und innen gerichteten Sperrarm 17 mit einer Nase 17d und einer gegen den Grundplattenflansch
ii gerichteten Verlängerung i9 hat. Die Klinke 16 wird durch eine schraubenförmige
Zugfeder 23, die mit einem Ende an einem Stehstift 2,4 der Grundplatte i (y und
mit dem anderen Ende am Arm 17 befestigt ist, im Uhrzeigersinne (Fig. i) gedreht,
so daß ihre Nase 17a gewöhnlich in die Verzahnung der Sperrscheibe 14 eingreift.
Dadurch werden die Scheibe und mit ihr die Zahnradfalle 12 gegen Drehen im tSinne
ihres Lösens vom Schließkloben 61 gesperrt.
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Auf dem die Klinke 16 tragenden Stehbolzen 15 ist zugleich ein zweiarmiger
Hebel 2o drehbar gelagert, der dazu dient, die Klinke von der Außenseite der Tür
her auszurücken. Der Ausrückhebel2o hat einen längeren, aufwärts gerichteten Arm
21 mit einem seitlichen Flansch 2id. Auf diesen Flansch wirkt ein Stößel, Schiebebolzen
od.
dgl. ein, der mittels einer an der Außenseite der Tür vorgesehenen Handhabe, z.
B. eines Druckknopfes, einwärts verschoben werden kann und dadurch den Hebel 2o
in Fig. i entgegen dem .Uhrzeiger dreht. Bei dieser Drehung nimmt der Ausrückhebel
mittels eines an seinem Arm 21 vorgesehenen Mitnehmers 2oa die Sperrklinke 16 mit,
die auf diese Weise ausgerückt wird. Der Ausrückhebel 2o hat ferner einen kurzen,
abwärts gerichteten Arm 25, der bestimmt ist, mit einem Verblockungshebel
44 zusammenzuwirken. Dieser Hebel ist unterhalb von Klinke 16 und Ausrückhebel
2o auf einem Stehbolzen i io der Grundplatte io drehbar gelagert. Er hat einen auswärts
gerichteten Arm 45 und einen einwärts, d. h. gegen den Flansch i i der Grundplatte
gerichteten Arm i i i. Der erste Arm 45 weist an seiner Oberseite eine Nase 45a
auf, die sich in. der in Fig. 4 gezeigten Stellung des Verblockungshebels 44 vor
den Arm 25 des Ausrückhebels 2o legt und somit dessen Drehen im Sinne des Ausrückens
der Klinke 16 verhindert. In der in Fig. i gezeigten Stellung gibt die Nase 45a
dagegen den Ausrückhebel frei, so daß dieser zum Ausrücken der Klinke 16 gedreht
werden kann. Der andere Arm i i i des Hebels 44 dient zum Angriff eines Getriebeteiles,
mit dem der Verblockungshebel in seine Verblockungsstellung gedreht werden kann.
Eine Spreizfeder 51, die mit einem Ende an der Grundplatte io und mit dem anderen
Ende am Hebelarm 45 befestigt ist, dreht den Verblockungshebel 44 gewöhnlich in
seine in Fig. i wiedergegebene Stellung, in der er den Ausrückhebel 2o zur Bewegung
freigibt..
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In übereinstimmenden Löchern des Flansches i i der Grundplatte und
einer an diesem befestigten Blechbrücke 112 ist eine Welle oder ein Drehdorn 113
gelagert, der senkrecht zum Grundplattenflansch steht und durch ein Loch in der
inneren Türverkleidung hindurchtritt. Der Dorn 113 trägt einerseits einen an der
Innenseite der Tür liegenden Drehgriff oder Drücker, der in der Zeichnung nicht
mit dargestellt ist. Anderseits ist auf seinem zwischen Flansch i i und Brücke 112
liegenden Teil ein Winkelhebel 43 befestigt, der dazu dient, die Klinke 16 von der
Innenseite der Tür her auszurücken sowie außerdem auch noch dazu, den Verblockungshebel
LI:4 in seine Verblockungsstellung zu drehen. Der Winkelhebel 43 hat einen gegen
die Grundplatte io gerichteten Arm 43b, der die Verlängerung i9 des Klinkenarmes
17 übergreift, sowie einen abwärts gerichteten Arm :1.3a. Der letztere weist eine
exzentrisch zum Hebeldrehpunkt verlaufende Hubkante 114 auf, die bestimmt ist, mit
dem Arm i i i des Verblockungshebels 44 zusammenzuwirken. An einem seiner Drehachse
benachbarten Teil ist der Winkelhebel mit zwei Rasten 38, 38a zum Eingriff des dachförmig
gebogenen Endes einer am Grundplattenflansch i i befestigten Blattfeder 37 versehen.
Die Feder 37 hält gewöhnlich durch Eingriff ihres Endes in die Rast 38 den Winkelhebel
43 in seiner in Fig. 2 gezeigten Mittel- oder Ruhestellung fest. Wird der Hebel
43 mittels des Innendrückers in Fig. 2 im Uhrzeigersinne gedreht, dann nimmt sein
Arm 43b die Verlängerung igf der Sperrklinke 16 nach unten mit, wodurch die Klinke
ausgerückt und die Falle 12 zum Öffnen der Tür freigegeben wird. Läßt man den Innendrücker
los, dann kehrt der Hebel 43 zusammen mit dem Innen-, drücker durch den Druck der
Feder 37 auf die die Rast 3.8 begrenzende Nase 38b in die Ruhestellung zurück. Dreht
man dagegen den Winkelhebel 43 in Fig. 2 entgegen dem Uhrzeiger, dann wird durch
den Druck der Exzenterkante 114 auf den Hebelarm i i i der Verblockungshebel 44
in der Stellung nach Fig. 4 gedreht. Der von außen bedienbare Ausrückhebel 20 für
die Sperrklinke 16 ist dann verblockt, und die Tür -kann von außen nicht geöffnet
werden. In derjenigen Stellung, welche der Winkelhebel 43 beim Einstellen des Verblockungshebels
44 erreicht, wird er durch den Eingriff der Feder 37 in die Rast 38a festgehalten.
Er kehrt also in diesem Falle nicht von selbst in die Ruhestellung zurück, vielmehr
kann er aus seiner der Verblockungsstellung des Hebels 44 entsprechenden Stellung
nur durch Drehen des Innendrückers wieder entfernt werden. Geschieht dies, dann
gibt der Verblockungshebe144 den von außen bedienbaren Ausrückhebel 2o wieder frei.
Es versteht sich, daß die von der Feder 37 auf den Hebel 43 ausgeübte Festhaltekraft
größer ist als der Druck der auf den Verblockungshebel44 im Sinne seines Drehens
in die Freigabestellung wirkenden Feder 51.
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Da der Ausrückhebel2o einen von der Sperrklinke 16 getrennten Teil
bildet, bleibt die Klinke bei verblocktem Ausrückhebel 2o beweglich, so daß sie
das beim Schließen der Tür stattfindende Drehen der Falle 12 durch den Schließkloben
61 nicht behindert. Infolgedessen ist es möglich, den von außen bedienbaren Ausrückhebel2o
bei geöffneter Tür durch entsprechendes Drehen des Innendrückers zu v erblocken
und dann die Tür zuzuschlagen.
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Die abgeänderte Ausführungsform gemäß Fig. 6 unterscheidet sich von
dem beschriebenen Beispiel nach Fig. i bis 5 dadurch, daß der- Drücker zum Bedienen
des Schlosses von der Türinnenseite nicht gleichachsig zum Winkelhebel 43, sondern
entfernt vom Türschloß angeordnet ist. Der Winkelhebel lagert dabei auf einem in
den Flansch ii der Schloßgrundplatte io eingenieteten Stehbolzen 26, und sein abwärts
gerichteter Arm 43a ist durch eine Zug- und Druckstange 32 mit einem Hebelarm verbunden,
der auf dem Drehdorn des vom Türschloß entfernten Innendrückers sitzt, wie dies
in Fig.2 und 3 des Hauptpatentes schon gezeigt worden war. Die zum Zurückführen
des Winkelhebels in die Ruhestellung und zu seinem Verrasten dienende Feder wirkt
bei Vorhandensein eines vom Schloß entfernten Innendrückers in der Regel mit Rasten
zusammen, die an dem mit dem Innendrücker verbundenen Hebelarm vorgesehen sind,
wie dies ebenfalls in Fig: 2 und 3 des Hauptpatentes gezeigt ist. Natürlich steht
nichts entgegen,
'die Verrastungsfeder und die Rasten auch entsprechend
dem oben beschriebenen Beispiel nach Fig. i bis 5 unmittelbar beim bzw. am Winkelhebel
anzuordnen. Im übrigen entspricht die abgeänderte Ausführungsform in Einrichtung
und Wirkungsweise dem ersten Beispiel, weshalb eine weitere zeichnerische Darstellung
und Beschreibung derselben sich erübrigt.
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Während das in den Fig.i bis 5 gezeigte Schloß vornehmlich für die
hinteren Türen eines Personenkraftwagens bestimmt ist, eignet sich die abgeänderte
Ausführung nach Fig. 6 insbesondere für die dem Fahrersitz abgekehrte vordere Tür.
Die dem Fahrersitz benachbarte Vordertür wird in der Regel von außen mittels eines
Zylinderschlosses gesichert, und ihr Schloß bedarf deshalb keiner von innen einzustellenden
Verblockungsvorrichtung.
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Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die beschriebenen
Ausführungsformen, vielmehr sind mancherlei Abänderungen derselben sowie andere
Ausführungen möglich. So könnte der Verblockungshebel44 gegebenenfalls oberhalb
von Falle 12, und Sperrscheibe i4- gelagert sein und mit dem aufwärts gerichteten
Arm 2,1 des Ausrückhebels 2o zusammenwirken, indem er sich zum Verblocken des Hebels
2o hinter diesen Arm legt. Der von der Türinnenseite bedienbare Ausrückhebel 43
für die Sperrklinke 16 erhält dann zur Beeinflussung des Verblockungshebels 44 einen
aufwärts gerichteten Arm mit einer exzentrischen Hubkante, die auf einen dem Flansch
i i der Grundplatte io zugekehrten Arm des Verblockungshebels drückt. Im Rahmen
der Erfindung ist es endlich möglich, den Verblockungshebel statt durch den zum
Ausrücken der Sperrklinke 16 von der Türinnenseite dienenden HelJel43 auch durch
eine gesonderte, an der Türinnenseite vorgesehene Handhabe zu verstellen. Beispielsweise
könnte der Verblockungshebel 44 durch eine Stange mit einem an der unteren Leiste
der Fensterverkleidung vorgesehenen knaufförmigen Handgriff gekuppelt sein.