AT17466B - Verfahren zur Herstellung von Pech. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pech.

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Coloman Georg Von Dr Wirkner
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 17466. DR. COLOMAN GEORG VON   WIRKNER iN GELSENKIRCHEN-  
SCHALKE   I.   W. 



   Verfahren zur Herstellung von Pech. 



     Hs ist bekannt, dass die Schwefeläuro   vielen Substanzen Wasserstoff und Sauerstoff unter Bildung von Wasser entzieht. Nach vorliegender Erfindung worden nun diese Eigenschaften der Schwefelsäure benutzt zur Umwandlung von Teer, Teerölen und ähnlichen Stoffen in Pech. 



   Die Ausftihrung des Verfahrens geschieht im allgemeinen wie folgt : Der in Pech   überzuführende   Rohstoff wird in einem geeigneten   Gefäss   mit einer jeweils durch einen Vorversuch leicht zu ermittelnden Menge Schwefelsäure, welche man dem Rohstoff in der Kälte zusetzt oder zu dem bereits erhitzten Rohstoff auf einmal oder allmählich   zufliessen   lässt, erhitzt, bis die Schwefelsäure zersetzt ist und bis alle etwa unzersetzt gebliebenen oder im Verlaufe der Reaktion sich abspaltenden flüchtigen Stoffe soweit abdestilliert sind, dass die gewünschte Konsistenz der rückständigen Masse erreicht ist. Selbstverständlich können alle bekannten Operationen, wie sie beispielsweise bei der Steinkohlenteerdestillation beim Destillieren bis auf Pech gebräuchlich sind, auch hier zweckentsprechend Anwendung finden.

   Da während der Reaktion u. a. auch   schweflige   Säure auftritt, kann man die Gase aus dem   Destillationsgefäss   absaugen um sie auf diese Weise bequem einer anderweitigen nutzbringenden Verwendung zuzuführen. 



   Die Konzentration der zur Anwendung gelangenden Schwefelsäure ist für den Verlauf der Reaktion unwesentlich, da ja bei Benutzung von verdünnter Säure während des Erhitzens das überschüssige Wasser verdampft und die Säure konzentriert wird. Man wird aber in der Regel aus praktischen Gründen konzentrierte Säure oder unter Umständen auch dampfförmige wählen, oder auch Anhydrid. 



   Die Aufstellung einer ganz bestimmten Norm in Bezug auf die jeweils erforderliche Menge der Schwefelsäure, sowie die erforderliche Wärmemenge bezw. die inne zu haltenden Temperaturen, ist wegen der Verschiedenheit des zur Verarbeitung nach vorliegendem Verfahren geeigneten Rohstoffes nicht angängig ; jedenfalls arbeitet man bei etwa 1800 C und   darübp. und   wendet durchweg nicht mehr als etwa 10 bis höchstens 100 Prozent Schwefelsäure an. Nimmt man mehr Schwefelsäure, so tritt entweder zu weitgehende Verkohlung ein oder es bilden sich Körper, welche nicht mehr als pechartige Massen bezeichnet werden können. Im übrigen müssen, wie schon gesagt, diese Verhältnisse jeweils für jedes zur Anwendung kommende Rohmaterial durch einen Vorversuch ermittelt werden.

   Ausschlaggebend für die Bemessung der Mengenverhältnisse und der Temperaturen ist auch, in welcher Beschaffenheit man das Endprodukt zu erhalten wünscht, ob als weiches, mittelweiches oder 
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    Nach vorliegendem Verfahren lassen sich Teer, Teeröle und ähnliche Stoffe (Masut u. dgl. )   leicht auf   pechartige   Stoffe verarbeiten. 



   Beispiele :   I. 300   Teile Teeröl   (Authracenöl)   vom spez. Gewicht 1, 120-1, 125 werden mit 102-108 Teilen Schwefelsäure von 60  Bé versetzt und allmählich bis gegen 300 c erhitzt. Das abgespaltene bezw. durch die Säure eingebrachte Wasser entweicht zunächst unter starkem Sieden. Gleichzeitig ist auch die Entwickelung von schwefliger Säure bemerkbar, die sich dann bis zum Ende des Prozesses fortsetzt ; letzteres macht 

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 sich in der Regel durch ein Aufschäumen des Rückstandes bemerkbar. Am sicherste erkennt man das Ende des Prozesses durch Probenahme aus dem Rückstand, indem man einen Tropfen desselben in kaltes Wasser einbringt und an dem erkalteten Produkt die Härte (Konsistenz) prüft.   Die ungefähre Zeitdauer   des Prozesses ist etwa 11/2-2 Stunden. 



   11. 800 Teile Steinkohlenteer werden auf etwa    180-OOC erhitzt, wobei   das in dem Teer enthaltene Wasser und die entsprechenden leichten Öle entweichen ; sodann lässt man etwa 80 Teile Schwefelsäure von   600     Be zuniessen   und erhitzt weiter, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. 



   Mit vorliegendem Verfahren ist ein Mittel gegeben, an Stelle der Destillation in einfacher und billiger Weise aus Teer,   Teerprodukten   u. dgl. höher   bewertetes   Pech zu erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Pech aus Teer, Teerölen und ähnlichen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Stoffe mit Schwefelsäure in der Menge von etwa 10-100 Prozent vom Gewicht des Rohstoffes auf Temperaturen von etwa 180OC und darüber erhitzt, bis die Schwefelsäure zersetzt ist und die flüchtigen Stoffe soweit abdestilliert sind, dass das sich hiebei bildende Pech die gewünschte Konsistenz hat.
AT17466D 1903-09-05 1903-09-05 Verfahren zur Herstellung von Pech. AT17466B (de)

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