DE670461C - Verfahren zur Herstellung oelartiger chlorierter Fettsaeureglyceride - Google Patents

Verfahren zur Herstellung oelartiger chlorierter Fettsaeureglyceride

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DE670461C
DE670461C DEC47662D DEC0047662D DE670461C DE 670461 C DE670461 C DE 670461C DE C47662 D DEC47662 D DE C47662D DE C0047662 D DEC0047662 D DE C0047662D DE 670461 C DE670461 C DE 670461C
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fatty acid
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Stockhausen GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

  • Verfahren zur Herstellung ölartiger chlorierter Fettsäureglyceride Fettsäureglyceride, wie z. B. Olivenöl, Ricinusöl oder Leinöl, verdanken ihre so wertvolle ölartige Konsistenz den im Molekül befindlichen Doppelbindungen. Wird die Anzahl der Doppelbindungen, z. B. durch Hydrierung mehr und mehr verringert, so ändert sich damit auch das Aussehen, der Erstarrungspunkt steigt und aus den Ölen werden schließlich feste Fette.
  • Die in den flüssigen Fettsäureglyceriden enthaltenen Doppelbindungen bedingen einerseits den ölartigen, anderseits den ungesättigten Charakter, der aber unter Umständen sehr unerwünscht ist, da Oxydations-, Additions- und Polymerisationsreaktionen an den Doppelbindungen stattfinden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß man feste Fettsäureglyceride, deren Erstarrungspunkt für manchen Verwendungszweck zu hoch liegt, unter Vermeidung der durch die Anwesenheit der Doppelbindungen im Molekül bedingten Nachteile in ölartige überführen kann, dadurch, daß man auf die geschmolzenen oder in indifferenten Lösungsmitteln gelösten Fette Chlor einwirken läßt.
  • Als Ausgan gsmateriail,i@en eignen sieh n atürliche oder künstlich hergestellte Fettsäureglyceride der obengenannten Art.
  • Wesentlich für das Gelingen des Verfahrens ist, daß nicht nur die eventuell vorhandenen Doppelbindungen abgesättigt werden, sondern darüber hinaus direkte Substitution von Wasserstoff durch Chlor stattfindet. Das Kennzeichen für diese Substitution ist die Bildung von Chlorwasserstoff und die Beobachtung, daß mehr Chlor aufgenommen wird als sich aus der Jodzahl des Ausgangsmaterials berechnet. Bemerkenswert ist, daß erst dann, wenn die Addition beendigt ist und die Substitution von Wasserstoff durch Chlor beginnt, der erstrebte Effekt der Verflüssigung einsetzt, wobei unter Umständen schon relativ geringe Mengen Chlor genügen, um den* Erstarrungspunkt wesentlich herabzusetzeri. So hat z. B. ein chloriertes Kokosfett mit etwa 8°jo Chlorgehalt einen Erstarrungspunkt, der bereits bei etwa -I- z° liegt.
  • Es ist also nach dem vorliegenden Verfahren möglich, hocherstarrende Fettsäureglyceride in Produkte gesättigten Charakters überzuführen, welche die Konsistenz viscoser Öle besitzen. Dadurch eröffnen sich für diese Fettsäureglyceride neue Anwendungsgebiete in den verschiedensten Industrien. Sie eignen sich beispielsweise in hervorragender Weise als Aviviermittel für die Textilindustrie, als Weichmacher für die Lackindustrie usw.
  • Es ist zwar schon bekannt, Chlor auf ungesättigte Fettsäureglyceride einwirken zu lassen. So wird beispielsweise in der Schweizer Patentschrift 144 300 ein Verfahren beschrieben, nach welchem Chlor auf Tran, also ein an sich schon flüssiges Fettsäureglycerid, zur Einwirkung gebracht wird, wobei durch Addition eine Absattigung der Doppelbindungen erfolgt. Dieses Verfahren hat jedoch mit dein vorliegenden nichts zu tun, dessen technischer Effekt darin besteht, daß man auf geschmolzene Glvceride höhermolekularer Fettsäuren, die unter normalen Bedingungen fest sind, so lange Chlor einwirken läßt, bis unter Substitution von Wasserstoff durch Chlor Stoffe entstanden. sind, die auch bei gewöhnlicher Temperatur ölartig sind.
  • Ferner hat man auch schon auf höhermolekulare Fettsäuren und deren Derivate mit Ausnahme der Glyceride (französischePatentschrift 678 856) Chlor derart einwirken lassen, daß eine Substitution von Wasserstoff durch Chlor erfolgt mit dem Ziel, nachher (las Chlor durch geeignete Reaktionen gegen andere Gruppen wieder auszutauschen. Auch hier handelt es sich nicht um die Herstellung ölartiger Fettsäureglyceride. Die in der erwähnten Patentschrift gemachten Angaben berechtigen keineswegs zu der Erwartung, daß sich auch Fettsäureglyceride unter Substitution von Wasserstoff chlorieren lassen; es mußte vielmehr befürchtet werden, daß durch die unvermeidliche Bildung von Chlorwasserstoff eine nicht unerhebliche Aufspaltung des Glycerids erfolgt. Überraschenderweise findet diese Reaktion bei Beobachtung der gegebenen Arbeitsvorschriften nur in ganz geringem Umfange statt.
  • Endlich ist durch die deutschen Patentschriften 256856, 258 156, 275 165 und 275 166 bekanntgeworden, Fette, Öle, Harze, Erdöl, Paraffin usw. so zu chlorieren, daß unter Aufnahme von etwa 3o bis 70°j, Chlor harzartige oder harte Produkte entstehen. Demgegenüber unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß weniger als 30"/, Chlor aufgenommen werden, wobei aus unter normalen Bedingungen festen Glyceriden flüssige, ölartige entstehen. Beispiel i In ioo kg geschmolzenes Kokosfett von der Säurezahl 0,4 wird bei etwa 6o° so lange Chlor eingeleitet, bis die Gewichtszunahme etwa 2o kg beträgt. Die Hauptmenge der sich bildenden Salzsäure entweicht während des Chlorierens. Die in dem Reaktionsprodukt noch vorhandene Salzsäure wird zweckmäßig durch Durchleiten eines inerten Gases entfernt. Man erhält ein klares, fast farbloses, etwa 1411, Chlor enthaltendes Öl, das auch bei -io° noch nicht erstarrt. Die Säurezahl ist durch das Chlorieren nur unwesentlich auf etwa 4,5 gestiegen.
  • Beispiel 2 ioo kg Talg, gelöst in derselben Menge Tetrachlorkohlenstoff, werden bei etwa 30° mit Chlorgas behandelt, bis die Gewichtszunahme etwa 2& kg beträgt. Nach Entfernung der gelösten Salzsäure wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Man erhält ein fast farbloses, auch bei Zimmertemperatur noch flüssiges 01.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung ölartiger chlorierter Fettsäureglyceride, dadurch gekennzeichnet, daß man auf geschmolzene Glyceri.de höhermolekularer Fettsäuren, die unter normalen Bedingungen fest sind, nur so lange Chlor einwirken läßt, bis unter Substitution von Wasserstoff durch Chlor Stoffe entstanden sind, die auch bei gewöhnlicher Temperatur ölartig sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorierung in Gegenwart vdn indifferenten Lösungsinitteln durchgeführt wird.
DEC47662D 1933-03-18 1933-03-18 Verfahren zur Herstellung oelartiger chlorierter Fettsaeureglyceride Expired DE670461C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4230736A (en) 1978-12-18 1980-10-28 Ralston Purina Company Intake limiting liquid feed supplement for ruminants
US4234604A (en) 1978-12-18 1980-11-18 Ralston Purina Company Feed intake limiting fat for ruminants

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4230736A (en) 1978-12-18 1980-10-28 Ralston Purina Company Intake limiting liquid feed supplement for ruminants
US4234604A (en) 1978-12-18 1980-11-18 Ralston Purina Company Feed intake limiting fat for ruminants

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