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Österreichische PATENTSCHRIFT N"16939. ADELBERT OSWALD BENECKE iK VAILSBURG (V. ST. v. A.).
Dämpfungsvorrichtung für elektrische Messinstrumente u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an Dämpfungsvorrichtungen für die beweglichen Teile von elektrischen Messinstrumenten u. dgl., wodurch eine aperiodische Wirkung auf die Nadel oder den Zeiger ausgeübt wird, wenn das Instrument in den Kreis einer elektrischen Stromquelle eingeschaltet wird. Wenn elektrische Messinstrumente in einen Stromkreis eingeschaltet werden, um bestimmte Angaben über Stromstärke, Spannung oder Energie zu erhalten, ist es wesentlich, dass der Ausschlag des Zeigers periodisch ist, damit sofortige Angaben über die betreffenden Werte erhalten werden. Bisher wurden verschiedene Anordnungen zur Erreichung dieses Zieles angewendet.
Bei einigen derselben sind magnetische Einflusse zwischen der beweglichen magnetisierbaren Spule und den Feldmagneten benutzt, andere sind abhängig gemacht von dem Widerstand, den ein mit den beweglichen Teilen des Instrumentes verbundener Flügel fand, welcher entweder offen oder in einer Kammer
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Auf angeschlossener Zeichnung ist die Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. 1 ist ein lotrechter Schnitt durch das Gehäuse eines Messinstrumentes, mit dessen beweglichen Teilen die neue Vorrichtung verbunden ist. Fig. 2 ist eine Ansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 von unten nach oben gesehen, wobei ein Verschlussdeckel nicht mitgezeichnet ist, um die innere Anordnung zu veranschaulichen. Fig. 3 ist ein lotrechter Schnitt in grösserem Massstabe nach Linie x-x der Fig. 2 und stellt einen Teil dar, welcher in der Neuerung eingeschlossen ist, wobei jedoch die dämpfenden Fliigel und deren Verbindungsteile nicht mit dargestellt sind. Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht der Flügel in Verbindung mit den beweglichen Teilen des Instrumentes.
Fig. 5 ist ein Schnitt durch die neue Anordnung nach der gebrochenen Linie y--y der Fig. 2 von links nach rechts in der Pfeilrichtung gesehen, wobei auch ein Teil der beweglichen Spule gezeichnet ist. Fig. 6 ist ein Grundriss des zweiteiligen Deckels, welcher die Dämpfernügel in der zweifachen Luftkammer einschliesst.
In Fig. 1 stellt 1 den Teil des Gehäuses eines elektrischen Messinstrumentes dar, welcher das bewegliche Element, bestehend aus der Spule, dem Zeiger und den sonstigen Verbindungsteilen, trägt. Mit der beweglichen Spule 2 sind deren Drehzapfen 3 unmittelbar verbunden und dieselben ruhen in den üblichen Stein lagern 4, welche letztere von Brücken 5 getragen werden, die mit ihren beiden Enden an Ständern oder Stangen 6 befestigt sind. Die Spule ist mit einer oder mehreren in der üblichen Weise. gewundenen Federn elektrisch leitend verbunden. Die je nach der besonderen Ausführung angeordneten
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die neue Vorrichtung zur Erzielung einer aperiodischen Wirkung auf den mit dem'beweg- lichen Teil des Instrumentes verbundenen Zeiger erstreckt.
Die beiden Luftkammern
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werden zweckmässig von einem äusseren zylindriscben Motallteil 7 und einem hiezu kon- zentrische inneren Teil 8 gebildet, welcher letztere teils zylindrische, teils nahezu elliptische
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Kammern 10 gebildet werden. Die Gestalt der elliptischen Enden gestattet, die unteren freien Enden der Ständer 6 und die untere Brücke 5 in die innere konzentrische Kammer einzuführen und in der in Fig. l, 2 und. 5 veranschaulichten Stellung zu befestigen. An der Innennäche der elliptischen Enden sind kurze Traversen 11 festgelötet oder auf andere Weise befestigt und Schrauben 12 gehen durch diese Traversen und die untere Brücke 5 hindurch.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, gehen von einer Scheibe 20 Arme 19 aus, von welchen sich je ein Flügel 18 nach abwärts erstreckt. Diese Teile sind zweckmässig durch Stanzen in einem einzigen zusammenhängenden Stück aus dünnem Aluminiumblech hergestellt und die Ränder der beiden Flügel sind, wie dargestellt, nach entgegengesetzten Richtungen seitwärts abgebogen. Diese doppelte Flügelanordnung ist unmittelbar an dem unteren Zapfen 3, welcher die Spule 2 trägt, befestigt und die Gesamtanordnung ist derart, dass, wenn die Flügel sich in ihrer Stellung in den besonderen Luftkammern 10 befinden, die Scheibe 20, ohne Reibung zu verursachen, in eine schlitzförmige Öffnung 17 zwischen dem oberen Rand der inneren Wandung 8 der Kammer und den Deckel 14 passt (Fig. 3).
Der Deckel 14 ist in zwei Teilen ausgeführt (Fig. 6) und besitzt in der
Trennnngsfuge 3 Öffnungen 15, 15, 16 für die Ständer 6 und den Zapfen 3. Die beiden
Kammern sind im unteren Teile durch eine Bodenkappe 13 verschtossen, welche zweck- mässig aus nichtleitendem Material, wie Hartgummi, hergestellt ist, um die ungünstige
Einwirkung der Foucault-Ströme zu vermeiden.
Die Vorrichtung wird wie folgt zusammengesetzt : Die Scheibe 20, welche an ihren beiden Armen 19 die Flügel 18 trägt, wird unmittelbar an dem unteren Zapfen 3 befestigt und die Spule nel) st den mit ihr verbundenen Teilen in die Stellung nach Fig. 1 gebracht, worauf die untere Brüc1\e 5 in der entsprechenden Lage gesichert wird, so dass der untere Zapfen 3 auf dem entsprechenden Steinlager 4 ruht. Das Gehäuse mit den beiden Luftkammern wird dann in so ! cher Stellung angefügt, dass die elliptischen Enden der inneren Wandung 8 die untere Brücke 5 umfassen, worauf vermittels der Schrauben 12, welche durch die Traversen 11 hindurch in die Brücke 5 eingeschraubt werden, die feste Verbindung hergestellt wird.
Die beiden Hälften'des Deckels 14 werden in einen Falz am oberen Rande des äusseren zylindrischen Teiles 7 eingedrückt, worin sie in derselben Weise festgehalten werden, wie ein Uhrglas im Deckel. Wenn dann auch die untere Kappe 13 in die entsprechende Stellung gebracht ist, wird die Vorrichtung in das Gehäuse des Instrumentes eingesetzt, wobei die Spule sich in dem Feld der feststehenden Spulen oder Magnete, die aber hier nicht gezeichnet sind, befinden muss.
Wie aus den Fig. 1. 3, 4, 5 hervorgeht, wird in Anbetracht, dass die Scheibe 20 ? den Schlitz 17 zwischen dem oberen Rande des zylindrischen Teiles der inneren Wandung 8 und dem Deckel 14 tatschlich in seiner ganzen Ausdehnung verschliesst, die Luft in den beiden Luftkammern 10 wirksam zl1rückgehaJMn. Infolge dieser Anordnung und weil die Seitenkanten der Flügel auswärts nach entgegengesetzten Richtungen gebogen sind und Kästen bilden, wird, wenn die Flügel in der Pfeilrichtung (Fig.
2) bewegt werden, jederzeit die günstigste Wirkung in Bezug auf Zusammendrücken der eingeschlossenen Luft und auf Dämpfung erzielt, weshalb, gleichgiltig wie gross die auf die bewegliche Spule 2 wirkende magnetisierende
Kraft ist, der Zeiger des Instrumentes sofort zur Ruhe kommt, sobald er die äusserste
Grenze des entsprechenden Ausschlages erreicht hat.
Die Anordnung kann in mehrfacher Hinsicht abgeändert werden, ohne dass das Wesen der Erfindung geändert wird. Wesentlich ist, dass die beiden Flügel in Bezug auf den
Drehzapfen des beweglichen Elementes derart angeordnet sind, dass Gegengewichte nicht erforderlich sind, wobei die Flügel in einer Luftkammer schwingen, ohne dass eine Reibung zwischen den feststehenden und den beweglichen Teilen des Instrumentes stattfindet, trotz- dem aber die zusammengedrückte Luft nur in ganz geringem Masse entweichen kann. Die neue Anordnung ist gemäss vorliegendem Ausführungsbeispiel in Verbindung mit einem elektrischen Messinstrument beschrieben.
Es ist jedoch ersichtlich, dass dieselbe in allen
Fällen Anwendung finden kann, in welchen eine Dämpfungsvorrichtung zur Erzielung einer aperiodischen Wirkung erforderlich ist.
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