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Elektrischer Zeitschalter.
Die Erfindung betrifft weitere Ausgestaltungen des elektrischen Zeitschalters mit durch eine Drosselvorrichtung verbundenen Gefässkammern für die Drosselflüssigkeit nach Patent Nr. 102904.
Die Erfindung bezweckt einerseits die Dauer der verzögerten Schaltung auf einfache und betriebssichere Weise regeln zu können, anderseits die Handhabung derartiger elektrischer Zeitschalter zu vereinfachen und ihren Verwendungsumfang zu erhöhen. Der Erfindung gemäss wird dies dadurch erreicht, dass der elektrische Zeitschalter mit Einrichtungen zum Regeln der Durchflussgeschwindigkeit durch die Drosselvorrichtung ausgestattet ist. Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist im Bereiche der die Kontakte aufweisenden Gefässkammer ein Aufnahmeraum für die Drosselflüssigkeit derart angeordnet, dass beim Kippen des Schalters in eine von der Ein-und Aussehaltstellung unterschiedliche dritte Schaltstellung die Drosselflüssigkeit rasch in den Aufnahmeraum fliesst und hiedurch die Kontakte rasch eröffnet werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. In den Fig. 1 und 2 ist ein Zeitsehalter für verzögertes Ausschalten mit regelbarer Verzögerung in zwei verschiedenen Einstelllagen dargestellt. In den Fig. 3 und 4 ist als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Stufenschalter im Längsschnitt in zwei besonderen Sehaltstellungen dargestellt. Die Fig. 5. 6 und 7 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel des Zeitschalters in drei besonderen Stellungen. Die Fig. 8 und 9 zeigen zwei besondere Ausgestaltungen und Anordnungen von Drosselvorrichtungen für Zeitschalter gemäss der Erfindung.
Bei sämtlichen Ausführungebeispielen stellt x die einschaltkammer, y die Ausschaltkammer,
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eines U-förmigen Rohres gebildet. In der Einschaltkammer x sind zwei zentrisch zueinander angeordnete Rohrstücke 110, 111 vorgesehen ; der Kontakt 1 ist in dem Rohr 111, der Kontakt 2 zwischen den
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dient zur Begrenzung der Grösse des Ausschaltwinkels und besteht aus einer Stellschraube 121. die mit einem Handrädchen 122 versehen ist. Durch die Stellschraube 121 kann die Winkelstellung des Zeitschalters beim Einschalten geregelt werden, zu dem Zwecke, nach Bedarf eine grössere oder geringere Menge von Leitflüssigkeit in die Einschaltkammer einfliessen zu lassen.
Der regelbare Anschlag 125 besteht gleichfalls aus einer Stellschraube, die mit einem Handrädchen 126 ausgestattet ist. Der regelbare Ansehlag 125 dient zum Regeln der Durchflussgeschwindigkeit der Drosselflüssigkeit durch die Drosselvorrichtung z. Die Regelung der Durchflussgeschwindigkeit der Drosselflüssigkeit wird durch Veränderung des auf der ausfliessenden Drosselflüssigkeit lastenden Gefälldruekes bewirkt. In der Winkelstellung
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der sieh aus den beiden Höhen h und h'zusammensetzt. Beide Höhen 71, h'ergeben jene Gesamthöhe, in welcher der Flüssigkeitsspiegel in der Einschaltkammer x über der Mündung 116 des Überleitungskanals liegt.
In der Winkelstellung gemäss Fig., 2 lastet auf der durch die Drosselvorrichtung z fliessenden
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dass in der Winkelstellung gemäss Fig. 2 die durch die Drosselvorrichtung fliessende Drosselflüssigkeit unter geringerem Gefälldruck steht, wie bei der Winkelstellung gemäss Fig. l. Bei der vorstehenden Betrachtung ist unter Höhe h der Höhenabstand des Niveaus der in der Einschaltkammer x befindlichen Drosselflüssigkeit von der Kante des Rohres 111 zu verstehen, also von jener Stelle, in welcher ein Abreissen der Flüssigkeitsverbindung zwischen den beiden Kontakten 1, 2 stattfindet.
Trotzdem bei dem Schalter praktisch die gleiche Flüssigkeitsmenge vom Augenblick des Einschaltens der Kontakte 1, 2 bis zum Moment des verzögerten Ausschaltens der Kontakte'1, 2 durch die Drosselvorrichtung z bindurchfliesst (vgl. Hohe/, ist in der Winkelstellung Fig. 1 die Dauer der verzogerten Ausschaltung eine wesentlich geringere, wie m der Winkelstellung gemäss Fig. 2, da in ersterer
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druck, also rascher von x nach y fliesst, als bei der Winkelstellung gemäss Fig. 2.
Beim vorstehend beschriebenen Schalter kann die Dauer der verzögerten Ausschaltung somit auf zweierlei Weise geregelt werden, u., zw. einerseits durch die Bemessung der beim Ausschalten von y nach z überfliessenden Drosselflüssigkeitsmenge mittels der Stellschraube 121 und anderseits durch Regelung der Durchflussgeschwindigkeit der Drosselflüssigkeit durch die Drosselvorrichtung mittels der Stellschraube 125. Selbstredend kann zum Regeln der verzögerten Aussehaltdauer auch nur eine der Regelungseinrichtungen, z. B. wie in den Fig. 10 und 11 des Hauptpatentes beschrieben, die Stellschraube 121 oder auch nur die Stellschraube 125 verwendet werden. Für beide Regelungsarten der Ausschaltdauer ist die Bauart des Zeitschalters belanglos.
Das Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 3 und 4 zeigt einen Stufenschalter, bei welchen in der Einschaltkammer x mehrere Kontaktpaare 1, 2 derart angeordnet sind, dass beim verzögerten Ausschalten die Kontaktpaare nacheinander ausgeschaltet werden. Die Drosselvorrichtung z besteht aus einem dünnen Kanal 180, der mit seinem einen Ende 131 in eine an die Einschaltkammer x angeschlossenen Hilfskammer 1.'34 mündet, und mit seinem andern Ende 132 an die Ausschaltkammer y angeschlossen ist.
Der Erfindung gemäss ist bei diesem Zeitschalter die Drosselvorrichtung in der Weise angeordnet, dass
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'hiedurch die Kontaktpaare 1, 2. Beim Kippen des Schalters in die Ausschaltstellung (Fig. 3) fliesst die Drosselflüssigkeit von der Einschaltkammer x über die Hilfskammer 134 durch den Drosselkanal 130
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(Drusselflüssigkeit sowohl vor wie am Anfang des Drosselkanals 130. Die Anordnung der Drosselvorrichtung z in der Weise, dass in sämtlichen Schaltstellungen vor und am Anfang der Drosselvorrichtung Drosselflüssigkeit sich befindet, ist sehr wichtig, da hiedurch ein Flüssigkeitsfaden erhalten wird, der sich von der Einschaltkammer in die Drosselvorrichtung erstreckt.
Beim jedesmaligen Einschalten ist daher bereits eine Flüssigkeitsverbindung'zwischen der Einschaltkammer x und der Drosselvorrichtung z vorhanden, so dass unter allen Umständen ein klagloses Überfliessen der Flüssigkeit von a ; nach y statt- finden muss. Die Hilfskammer verhindert beim raschen Schwenken in die Einschaltstellung das Abrinnen
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und x ganz erfüllt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 5-7 besteht der Zeitschalter aus einem U-förmigen Gefäss, dessen einer Schenkel die Einschaltkammer x und dessen anderer Schenkel die Ausschaltkammer y bildet. Die Drosselvorrichtung z besteht aus einem Haarloch 140 in der Wandung der Gefässkammer x.
Das Haarloeh 140 mündet in einen Überleitungskanal. MZ, der die beiden Kammern a @, y miteinander verbindet. Im Bereiche der Einschaltkammer x ist ein Aufnahmeraum 143 vorgesehen, der eine solche Grösse besitzt, dass er die Flüssigkeitsmenge aufnehmen kann. Der Aufnahmeraum 143 verfolgt den Zweck. beim Kippen des Schalters in eine von der Ein-und verzögerten Ausschaltung (Fig. 5 und 6) unterschiedliche dritte Schaltstellung die Leitflüssigkeit aufzunehmen, wodurch die Kontakte 1, 2 rasch geöffnet werden. Der Aufnahmeraum 148 wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von einem Teil der Gefässkammer x gebildet.
Sollen die Kontakte geschlossen werden, so ist es nur erforderlich, den Schalter um seine Dreh-
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ein Schliessen der Kontakte 1, 2. Aus der Stellung gemäss Fig. 6 kann der Schalter entweder in die Stellung gemäss Fig. 5 oder in die Schaltstellung gemäss Fig. 7 gekippt werden. In der Schaltstellung gemäss Fig. 5
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werden die Kontakte 1, 2 verzögert geöffnet. Beim Kippen des Schalters in die Schaltstellung gemäss Fig. 7 fliesst die Drosselflüssigkeit w in dem Aufnahmeraum 143 und öffnet plötzlich die Kontakte.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel erfolgt das Kippen des Schalters in die Moment- ausschaltsteljung (Fig. 7), um die Kippachse 145. also um jene Kippachse, die zum Kippen des Schalters in die Einschaltstellung (Fig. 6) und in die verzögerte Ausschaltung (Fig. 5) dient. Der Schalter kann jedoch auch eine besondere Kippachse, z. B. eine im rechten Winkel zur Kippachse 145 stehende Kippachse B-B besitzen, die zum Kippen des Schalters in die Momentaussehaltstellung dient. Diese besondere Kippachse kann selbstredend in den verschiedensten Relativlagen zur Kippachse 145 verlaufen ; wesentlich ist nur, dass sie das Kippen des Schalters in eine dritte Schaltstellung ermöglicht, in welcher die Kontakte 1, 2 rasch geöffnet werden.
In den Fig. 8 und 9 sind zwei weitere Ausgestaltungen von Drosselvorrichtungen dargestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 8 stellt x die Einschaltkammer und 150 den Überleitungskanal dar. 1, 2 sind die in der Einschaltkammer angeordneten Kontakte. Die Drosselvorriehtung z besteht
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angeschlossen. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 9 besteht die Drosselvorrichtung z aus einer düsenförmigen Verengung 153 des einen Endes des Überleitungskanals 154. Der Kanal 154 ist in der Kammer x derart angeordnet, dass die düsenförmige Verengung 153 in die Kammer x hineinragt.
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