AT167651B - Verfahren zur Gelatinierung von Kunststoffschichten - Google Patents
Verfahren zur Gelatinierung von KunststoffschichtenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gelatinierung von Kunststoffschichten Die Erfindung bezieht sich auf die Gelatinierung von Schichten, bestehend aus einer Mischung von Kunststoff wie Polyvinylchlorid oder dessen Mischpolymeren, Weichmachungsmittel (n) und Verdünnungsmittel (n) - wobei das Verdünnungs- mittel auch Wasser sein kann-welche Schichten mit einem Lösungsmittel für den Kunststoff, oder mit einer Mischung von solchen Lösungsmitteln, benetzt und darauf erhitzt werden, bis Gelatinierung stattgefunden hat. Diese Schichten können sich dabei auf einer beliebigen Trägerschicht wie Gewebe, Papier oder einem ähnlichen Material befinden. Ein viel angewandtes Verfahren zur Erzeugung solcher Schichten aus gelatinierten Kunstharzen ist folgendes : Es wird eine Mischung aus Kunstharzpulver, Weichmachungsmittel (n), Verdünnungsmittel (n), Pigment (en) usw. hergestellt ; (unter einem Verdünnungsmittel wird hier eine Flüssigkeit, welche sich mit dem Weichmachungsmittel mischen lässt und dieses dann also verdünnt, aber nicht das Kunstharz zu lösen vermag, verstanden). Die so erhaltene Paste, das sogenannte Organosol, wird mittels eines Ausstreichmessers oder einer ähnlichen Vorrichtung in der gewünschten Dicke auf die Tragschicht ausgestrichen oder in anderer Weise darauf angebracht ; hienach wird die Schicht zur Entfernung des Verdünnungsmittels getrocknet und schliesslich auf 160-180 C erhitzt, wodurch die Gelatinierung stattfindet. Diese Erhitzung auf eine verhältnismässig hohe Temperatur ist, besonders für den Grossbetrieb, eine sehr unerwünschte Notwendigkeit, welche nicht nur das Endprodukt verteuert, sondern auch Gefahren, wie Feuersgefahr, mit sich bringt. Ausserdem werden durch diese Erhitzung die Chemikalien, z. B. die Farbstoffe oder auch Chemikalien, die ein Vergilben des Kunststoffes im Licht verhindern sollen, auf jene, welche die genannten Temperaturen vertragen können, beschränkt. Es ist nun zwar möglich, die Gelatinierungstemperaturen etwas zu erniedrigen durch Zusatz von Lösungsmitteln für das Harz, vorzugsweise Ketone, wie Methyläthylketon oder Cyklohexanon, zum Organosol, welche Lösungsmittel beim Trocknen und Gelatinieren wieder aus der Pasteschicht verdampfen. Dieses Verfahren weist jedoch den grossen Nachteil auf, dass die mit Lösungsmittel (n) gemischte Paste sich nicht bei Zimmertemperatur aufbewahren lässt. Die Lösungsmittel verursachen nämlich auch bei Zimmertemperatur ein allmähliches Lösen des Harzes, wodurch die Masse ihren pastösen Charakter verliert und sich nicht mehr ver- arbeiten lässt. Besonders wird durch diese Ver- änderung der Paste die Verwendung für das Drucken von Dessins gemäss einem noch un- veröffentlichten Vorschlage der Erfinderin un- möglich gemacht. Das zu verarbeitende Material soll in jenem Falle ja einen Lack-Charakter besitzen und darf sich in seiner Konsistenz nicht ändern. Im übrigen wird die Gelatinierungstemperatur durch das Hinzufügen von Lösungsmitteln zum Organosol nicht wesentlich erniedrigt (ungefähr 10-20 C). Es wurde als Variante dieses Verfahrens empfohlen, das Organosol nach dem Aufbringen auf die Tragschicht mit dem Harz-Lösungsmittel zu benetzen, aber auch in diesem Falle wird die Gelatinierungstemperatur nur um 10-20 C erniedrigt. Für die Praxis hat ein solcher geringer Temperaturunterschied wenig oder keine Bedeutung, sodass ein Mittel gesucht wurde, wodurch dieser Unterschied wesentlich vergrössert werden könnte. Der Erfindung gemäss wird dies in der Weise erreicht, dass das Organosol z. B. durch Ausstreichung in der üblichen Weise auf eine Tragschicht aufgebracht wird, oder in neuer Weise durch Aufdruck nach dem bereits genannten noch unveröffentlichten Vorschlag der Erfinderin. Das Kennzeichen der Erfindung ist nun, dass darauf erst bei normaler oder mässig erhöhter Temperatur getrocknet wird, z. B. indem man die Schicht durch eine Trockenkammer führt. Dadurch wird das Verdünnungsmittel entfernt, sodass es nicht imstande ist, das später angewandte Kunstharzlösungsmittel zu verdünnen und dadurch dessen Aktivität zu verringern. Erst dann wird die Pasteschicht mit einem Lösungsmittel für das Harz benetzt, z. B. wenn mit Polyvinylchlorid gearbeitet wird, mit einem Keton oder einer Mischung von Ketonen. Diese Benetzung kann mittels eines Ausstreichmessers, einer Düse, einer Walze oder auf eine andere bekannte Weise erfolgen. Die Benetzung kann auch wiederholt <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 bilden, damit diese in dicker Schicht aufgebracht werden können. Das oben beschriebene Verfahren für die Gelatinierung von aus Organosole gebildeten Schichten kann in ähnlicher Weise bei der Gelatinierung von unter Benutzung einer feinen Dispersion von Kunstharz und Weichmacher (n) in Wasser (eines sogenannten Kunstharz-Latex) erhaltenen Schichten Verwendung finden. Die durch Mischung des Kunstharz-Latex, einer Emulsion eines Weichmachungsmittels, und, wenn erwünscht, einer Pigmentsuspension erhaltene viskose Flüssigkeit wird in bekannter Weise auf die Tragschicht aufgebracht, das Wasser wird durch Trocknen bei normaler oder wenig erhöhter Temperatur entfernt, worauf Gelatinierung mit Hilfe von Lösungsmitteln erfolgt, auf dieselbe Weise wie oben beschrieben. Dieses Verfahren kann auch mit Erfolg beim Drucken von Dessins mit Hilfe von KunstharzLatex Verwendung finden, gemäss einem weiteren, gleichfalls noch nicht bekannt gewordenen Vorschlage der Erfinderin. Beispiel : Man bereitete eine Mischung von EMI2.2 45 Gew.-Teilen White Spirit" (eine Erdölfraktion mit einem Siedebereich von 150 bis 1800 C) und druckte von dieser Mischung, wie in dem ersterwähnten, noch unveröffentlichten Vorschlage der Erfinderin beschrieben wurde, eine plastische Schicht auf zuvor mit Bitumen imprägniertes Filzpapier. Man erhitzte EMI2.3 Darauf wurde mittels einer Walze eine 3% ige Polyvinylchloridlösung in Cyclohexanon aufgebracht und nachdem letzteres Lösungsmittel in die Pasteschicht eingedrungen war, was in zirka 15 Minuten stattfand, wurde die Benetzung mit der Lösung wiederholt. Sodann wurde die Schicht in eine Trockenkammer gebracht, wo eine Temperatur von 60 C herrschte und wo die Gelatinierung unter Verdunstung des Cyclohexanons innerhalb zwei Stunden vor sich ging, wodurch das Endprodukt erhalten wurde. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gelatinierung von Kunststoffschichten, bestehend aus einer Mischung von Kunststoff wie Polyvinylchlorid oder dessen Mischpolymeren, Weichmachungsmittel (n) und Verdünnungsmittel (n) - wobei das Verdünnungsmittel auch Wasser sein kannwelche Schicht mit einem Lösungsmittel für den Kunststoff, oder mit einer Mischung von solchen Lösungsmitteln, benetzt und darauf erhitzt wird, bis Gelatinierung stattgefunden hat, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdünnungsmittel oder das Wasser durch Trocknen bei normaler oder mässig erhöhter Temperatur vor der Benetzung mit dem Lösungsmittel für den Kunststoff ent- <Desc/Clms Page number 3> fernt wird, worauf zur Gelatinierung der Schicht auf höchstens 100 C, vorzugsweise auf 60#80 C erhitzt wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Massnahmen, nämlich das Aufbringen der zusammengestellten Kunststoffschicht, die Entfernung des Verdünnungsmittels und die Benetzung der Schicht mit dem Kunststofflösungsmittel einige Male wiederholt werden, wobei die Erhitzung für die Gelatinierung entweder einzeln für jede Schicht oder am Ende für alle Schichten zu gleicher Zeit stattfindet.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Kunststofflösungsmittel gearbeitet wird, worin zuvor 2-5% eines solchen Kunststoffes gelöst worden sind, der eine erkennbare Viskositätserhöhung gibt.
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