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Nach dem Sturzfassprinzip wirkende Buttermaschine
Gegenstand der Erfindung ist eine nach dem Sturzfassprinzip wirkende Buttermaschine, die sich gegenüber den bekannten Maschinen bei sehr einfachem Aufbau durch einige Vorteile auszeichnet.
Die bekannten Maschinen dieser Art besitzen ein meist tonnenförmiges oder zylindrisches Gefäss, in welches der Rahm durch eine verschliessbare Bodenöffnung eingefüllt wird. Das Gefäss selbst kann um eine zu seiner Längsachse ungefähr senkrecht verlaufende Achse in Drehung versetzt werden, wodurch der Rahm, richtige Drehungsgeschwindigkeit vorausgesetzt, dauernd von einem Gefässboden auf den gegenüberliegenden Boden stürzt. Diese Sturzbewegung soll mit einem gewissen Aufprall des Rahmes auf den betroffein Boden verbunden sein, weil dieser Aufprall die Butterung beschleunigt. Es verursacht aber gewisse Schwierigkeiten, den Einfülldeckel mit genügender, das Aussickern des Gefässinhaltes ausschliessender Dichtigkeit gegen das Fass zu drücken.
Ferner besteht ein Nachteil der bekannten Butterfässer darin, dass der Rahm das Bestreben hat, längs der Fasswandlmg abzufliessen, d. h. dass nur ein Teil des Fassinhaltes tatsächlich von einem Boden auf den gegenüberliegenden Boden stürzt und da dieser abfliessende Anteil meist ziemlich gross ist, wird die Butterungszeit dadurch merklich vergrössert. Es läge nahe, diesen Übelstand dadurch zu vermeiden, dass man das Butterfass mit entsprechend grösserer Länge ausführt, jedoch hat dies den Nachteil, dass dann die Reinigung des Fasses schwierig wird.
Erfindungsgemäss wird zwecks Beseitigung dieser Nachteile vorgeschlagen, den Behälter, welcher den Rahm aufnimmt, aus zwei sich zu einem dicht verschliessbaren Gefäss ergänzenden Hohlkörpern herzustellen, deren Stossstelle annähernd in die Achse fällt, um welche der Behälter zwecks Butterung seines Inhaltes gedreht wird. Auf diese Weise wird zunächst die Dichtungsstelle ungefähr in die Drehachse des Gefässes verlegt, in welchem Bereich die kinetische Energie der stürzenden Flüssigkeit noch gering ist und da überdies die Flüssigkeit nicht direkt gegen diese Dichtungsstelle geschleudert wird, ist ein Dicht- halten ohne Schwierigkeiten zu erzielen.
Durch die Zerlegung des Butterfasses in zwei gleiche Hälften wird aber auch die Reinigung sehr erleichtert, so dass es möglich ist, die Fasslänge beträchtlich zu vergrössern, ohne dass dadurch die Möglichkeit seiner Reinigung beeinträchtigt werden würde. Auf diese Weise wird ein Stürzen der Flüssigkeit mit Sicherheit unter allen Umständen gewährleistet und dies bedeutet eine Abkürzung der Butterungszeit. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, die beiden sich zu einem geschlossenen Gefäss ergänzenden Gefässteile je tonnenförmig auszuführen, wodurch das Sturzgefäss im Mittelbereich eine Einschnürung erhält.
Diese Einschnürung trägt dazu bei, um eine Ablösung der Flüssigkeit von der Gefässwandung bei Durchführung ihrer Sturzbewegung zu bewirken, wodurch die Beanspruchung der Stossstellen weiter herabgesetzt und die Tendenz eines Flüssigkeitscustrittes vermindert wird.
Die schematische Zeichnung zeigt in der Vorderund Seitenansicht eine erfindungsgemässe Buttermaschine, bei der das Sturzgefäss aus zwei tonnenförmigen Glasbebältern handelsüblicher Beschaffenheit zusammengesetzt ist.
Die beiden mit 1 und 2 bezeichneten Gefässe werden, unter Zwischenlegung einer geeigneten Gummidichtung 3 in einem Rahmen 4 mittels einer Handschraubenspindel 5, unter Zwischenschaltung von Tragplatten 6 zusammengepresst.
Der Rahmen 4 trägt Achsstummeln 7, 8 die in einfachen Traglager 9 eines Gestelles 10 ruhen.
Der Rahmen 4 kann mittels einer Handkurbel 11 oder auf sonstige geeignete Weise in Drehung versetzt werden.
Di : Füllung des Gerätes erfolgt in der Weise, dass nach Lockerung der Spindel 5 das obere Gefäss 2 abgenommen und der Rahm in das untere Gefäss eingefüllt wird, worauf man das obere Gefäss nach Einbringen der Dichtung aufsetzt und nach Einlegen der Tragplatte 6 durch Anziehen der Spindel 5 fixiert, wodurch auch gleichzeitig die Abdichtung der beiden Gefässe untereinander bewerkstelligt wird.
Wird die Maschine gedreht, so ist die Ausbildung einer für den Butterungsvorang wertlosen Abwälzung der Flüssigkeit längs der Gefässwandung dadurch ausgeschlossen, dass das gesamte Gefäss sehr langgestreckte Form aufweist. Durch
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die Verengung im Mittelbereich des Gefässes tritt während des Sturzvorganges eine weitgehende Ablösung ; ener Flüssigkeitsteilmengen auf, welche unvermeidlicherweise doch längs der Gefässwandung abzufliessen trachten, wodurch auch noch ein nicht unbeträchtlicher Anteil dieser Teilmengen einem Sturzvorgang unterworfen wird.
Die Dichtungseinlage 3 könnte zweckmässig auch als profilierter Gummiring ausgeführt sein, welcher den Gefässrand elastisch umspannt, so dass beim Aufsetzen des zweiten Gefässteiles die Gefahr des Herabstossens dieses Dichtungsringes beseitigt ist.
Es ist ersichtlich, dass die Achse des die Flüssigkeit aufnehmenden Gefässes nicht unbedingt, wie dies dargestellt ist, senkrecht zur Drehachse stehen muss ; eine Neigung beider Achsen zueinander ist ohne weiteres möglich und führt zu einer Ausführung, bei welcher das Gefäss eine Art Taumelbewegung ausführt. Diese Ausführung fällt gleichfalls in den Rahmen dieser Erfindung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Nach dem Sturzfassprinzip wirkende Butter- maschine, bei welcher der die Butterungsflüssigkeit aufnehmende Behälter um eine zu seiner Längsachse ungefähr senkrechte Achse drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter aus zwei sich zu einem dicht verschliessbaren Hohlraum ergänzenden Hohlkörpern besteht, deren Stossstelle annähernd in die Achse fällt, um welche der Behälter während des Butterungsvorganges gedreht wird.