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Verfahren zum Unlöslichmachen von Fasern aus Milch-oder Sojabohneneasein mit
Chromsalzen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Unlöslichmachen von Fasern aus Milch-oder Sojabohnencasein mit Chromsalzen, bei dem die Chromsalze, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Formaldehyd, zusammen mit mindestens einem weiteren Salz, wie Natriumchlorid, verwendet werden.
Es ist vorgeschlagen worden, künstliche Proteinfasern dadurch in Wasser unlöslich zu machen, dass sie der Wirkung von Chromsalzen in wässerigen Lösungen ausgesetzt werden. Da aber frisch koagulierte, noch nicht unlöslich gemachte Proteinfasern in den wässerigen Chrom- salzlösungen stark quellen, wenn diesen keine weiteren Salze zugesetzt werden, so erhält man Fasern von so geringer Festigkeit, dass eine textile Verarbeitung nicht möglich ist.
Auch die Behandlung von Proteinfasem mit wässerigen Lösungen, die nur Formaldehyd ent- halten, führt nicht zum Ziele, da auch in diesem
Fall die Fasern zerfallen bevor sie unlöslich werden.
Gemäss der Erfindung werden nun nicht nur
Chromsalze als Mittel zum Unlöslichmachen der
Proteinfasern verwendet, sondern Bäder, die neben den zu diesem Zweck bereits benutzten Chrom- salzen noch ein anderes nicht gerbendes Salz enthalten.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass, wenn man einer
Formaldehydlösung Natriumchlorid oder ein anderes Natriumsalz zufügt, ein vollkommen un- löslicher Proteinfaden erhalten wird, wenn man dagegen der Formaldehydlösung anstatt der ge- nannten Salze nur Chromsalze zufügt, wie dies bereits von anderer Seite empfohlen wurde, werden keine brauchbaren Fäden erhalten, ob- gleich das Chromsalz gerbende Wirkung besitzt.
Behandelt man bereits mit Formaldehyd ge- härtete, aho unlöslich gemachte Caseüfäden mit einer Chromsalzlösung, die frei von nicht gerbenden
Salzen ist, so entstehen durchaus einwandfreie
Fäden ; bringt man dagegen die gleiche Chrom- salzlösung auf frisch koagulierte, jedoch noch nicht unlöslich gemachte Caseinfäden zur Einwirkung, so werden für textile Zwecke unbrauchbare Fäden erhalten.
Nicht ratsam ist es, die Chromsalze dem
Koagulationsbad beizufügen, wenn dieses
Schwefelsäure enthält, da bei der folgenden
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und hierauf sechs bis neun Stunden zwischen 60 und 70 C gehalten.
Wenn man die Chromsalzbehandlung zusammen mit der Formaldehydbehandlung vornehmen will, so kann der Formaldehyd, vorzugsweise in einer Menge von 40 100% igem Formaldehyd pro Liter, den obigen Fäden zugesetzt werden.
Die gemeinsame Behandlung mit Chromsalzen und Formaldehyd gewährleistet die besten Ergebnisse für die Proteinfasern. Sie erfolgt im geschlossenen Kessel oberhalb 25 und dauert sechs bis neun Stunden. Das Bad hat dabei die folgende Zusammensetzung :
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<tb> 40-50g <SEP> Aluminiumsulfat,
<tb> 50-60g <SEP> Chromsulfat,
<tb> 180-200 <SEP> g <SEP> Natriumchlorid <SEP> und
<tb> 35-40g <SEP> 100% <SEP> iger <SEP> Formaldehyd <SEP> im <SEP> Liter.
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Die mit Chromsalzen behandelten Fäden bzw.
Fasern werden nachhaltig gewaschen und zwecks Entfernung noch anhaftender Säurespuren neu- tralisiert. Zu diesem Zweck verwendet man vorzugsweise Natriumborat, Natriumbicarbonat oder Ammoniak.
Chromsulfat ist nur als Beispiel angegeben, an seiner Stelle können auch andere Chromsalze, z. B. Chromalaun, verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Unlöslichmachen von Fasern aus Milch-oder Sojabohnencasein mit Chromsalzen, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass die Chromsalze zusammen mit mindestens einem anderen, nicht gerbenden Salz, wie Natriumchlorid, verwendet werden.