AT166243B - Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Glieder von Reißverschlußstreifen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Glieder von Reißverschlußstreifen

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AT166243B
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Description


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    Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Glieder von Reissverschlussstreifen   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Glieder von Reissverschlussstreifen. Die einwandfreie Durchführung einer solchen Behandlung bereitet ziemliche Schwierigkeit, denn einerseits muss die Stromdichte hoch sein und anderseits kann der Strom, wenn er einmal unterbrochen ist, nicht wieder hergestellt werden, da sich an der
Unterbrechungsstelle eine Oxydschichte bildet.
Es muss ferner gefordert werden, dass der Elektro- lyt, der praktisch alle Metalle bis auf Blei, angreift, nicht durch andere Metalle verunreinigt wird. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, den Wulst, an dem die Streifenglieder befestigt sind, mit einem oder mehreren längslaufenden Drähten zu versehen, mittels welcher der Strom an einem oder beiden Enden des Streifens zugeführt werden kann, jedoch ist man dabei wegen der erforderlichen hohen Stromdichte in der Länge des so behandelten Streifens sehr beschränkt. 



   Um auch längere Streifen behandeln zu können, hat man auch daran gedacht, den aus Textilstoff bestehenden Wulst mit einer zwischen diesen und die Glieder geschalteten Drahtgaze zu umhüllen, wodurch jedoch die Biegsamkeit des
Streifens in unerwünschter Weise herabgesetzt wird. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass zumindest ein Teil der Glieder auf ein oder mehrere metallische Führungsorgane aufgebracht wird, die den Anodenstrom den Gliedern zuführen, wobei die Streifen unter regelbarer Spannung gehalten werden, so dass die Glieder auf den
Führungsorganen mit einstellbarem Druck auf- liegen. Diese Spannung bzw. dieser Druck wird derart gewählt, dass ein einwandfreier Strom- übergang von den Führungsorganen auf die
Streifenglieder gesichert wird, ohne dass die anodische Oxydation an den   Kontaktstellen   zwischen den Gliedern und den Führungs- organen verhindert wird. 



   Wenn, wie an sich bekannt, der Wulst der 
 EMI1.1 
 in Abständen liegenden Punkten auf die Führungsorgane aufgebracht werden. Der Quer- schnitt eines solchen Drahtes wird hiebei derart gewählt, dass er genügend schwach ist, um die Biegsamkeit des Streifens nicht zu beeinträchtigen, anderseits jedoch in der Lage ist, den Anodenstrom von den Kontaktstellen zwischen den Gliedern und Führungsorganen sämtlichen, zwischen diesen Stellen befindlichen Gliedern zuzuführen. 



   Zur Durchführung eines solchen Verfahrens dient vorzugsweise eine an die Stromquelle angeschlossene, im Elektrolyten drehbare M, talltrommel, die zweckmässig als   Drehkäfig   ausgebildet ist, dessen am Umfang verlaufende Stäbe die   Führungsorgane   für die Streifen bilden, die auf der Trommel bzw. dem Käfig aufgewickelt werden. Durch eine solche Vorrichtung ist gewährleistet, dass die Streifenglieder an ihrer gesamten Oberfläche vom Elektrolyten umspült werden. 



   Bei einer abgeänderten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden einerseits ein oder zwei an den einen Pol der Stromquelle angeschlossene Metalldrähte und anderseits die
Verschlussstreifen um eine nichtleitende, in der
Wanne für den Elektrolyten drehbare Trommel herumgeführt, wobei die Streifen in Anlage an diesen Drähten gehalten werden. Zweckmässig ist für die durch angetriebene Rollenpaare od. dgl.   in s Bewegung   gesetzten Streifen eine Brems- vorrichtung vorgesehen, die den Streifen die nötige Spannung verleiht. 



   In der Zeichnung ist die Ereindung beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt im Schaubild eine Vorrichtung zur Behandlung der Verschlussstreifen, Fig. 2 zeigt in Vorderansicht in vergrössertem Massstab ein Streifenglied, Fig. 3 ist ein Teilquerschnitt in vergrössertem Massstab zu Fig. 1, Fig. 4 ist ein   Teillängsschnitt   zu Fig. 1, Fig. 5 ist eine Draufsicht zu Fig. 4, Fig. 6 ist ein schematischer Querschnitt einer abgeänderten Vorrichtung, Fig. 7 ist ein Teillängsschnitt zu Fig. 6, Fig. 8 ist eine Draufsicht zu Fig. 7, Fig. 9 zeigt in einem ähnlichen Schnitt wie Fig. 7 eine Abänderung und Fig. 10 ist eine Draufsicht zu Fig. 9. 



   Gemäss Fig. 1 besteht die Vorrichtung aus zwei Aluminiumrädern, deren Naben 1,   1   a 

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 auf einer Welle 2 gelagert sind, die sich in (nicht dargestellten) Lagern dreht. Die Kränze 3,   3 a   sind durch Arme 4,4 a mit den Naben und miteinander durch Stäbe   5   zur Bildung eines Drehkäfigs verbunden. Auf diesem Käfig werden die zu behandelnden, aus den Einzelgliedern 10 bestehenden Verschlussstreifen aufgewickelt. Zu diesem Zweck wird das Streifenende 7 an einem der Stäbe 5 befestigt, der Streifen schrauben-   förmig   aufgewickelt und sodann das andere Streifenende an einem der Käfigstäbe festgelegt.

   Die Fig. 3-5 zeigen deutlicher, wie der Streifen auf den Stäben   5   gelagert ist, und gemäss den Fig. 4 und 5 können die freien Bandteile 6 je zweier benachbarter Streifenwindungen einander überlappen. 



   Der Wulst 8 eines solchen Streifens ist an seiner Oberfläche mit einem Leitungsdraht 9 versehen, der in elektrischem Kontakt mit den Gliedern 10 steht. 



   Der in dieser Weise mit den Verschlussstreifen versehene Käfig wird sodann im Elektrolyt gedreht, wobei der der Welle 2 mittels einer Bürste 11 zugeführte Strom durch die Arme 4 zu den Kränzen 3, sodann zu den Stäben   5   gelangt, von wo er auf die in Kontakt mit diesen befindlichen Glieder 10 und über den Leitungsdraht 9 auf sämtliche anderen Glieder zwischen den Stäben   5   übergeht.

   Bei passender Wahl der Spannung des Streifens und damit auch des von diesem auf die Stäbe   5   ausgeübten Druckes wird eine einwandfreie Stromzufuhr zu sämtlichen Gliedern 10 gewährleistet, ohne dass eine anodische Oxydation an den Berührungsstellen zwischen den Stäben und den Gliedern 10 verhindert wird : Überdies werden durch eine solche Vorrichtung alle Massnahmen, die zu einer solchen Behandlung gehören, insbesondere das Spülen der Streifen und ihre Vorbereitung zum Färben erleichtert. 



   Der Querschnitt der Käfigstäbe 5 kann anstatt kreisrund auch oval, rechteckig, quadratisch, dreieckig oder sonstwie geformt sein. Die nicht mit den Gliedern 10 in Berührung stehenden Stabteile, ebenso die Kränze, Arme und Welle des Käfigs, können gegenüber dem Elektrolyten isoliert sein, um ihre Abnutzung herabzu- setzen. 



   Die Vorrichtung nach Fig. 6 besitzt eine zylindrische Trommel 12 aus nichtleitendem
Material, die in einer den Elektrolyten ent- haltenden Wanne 13 drehbar gelagert ist. Diese vorzugsweise hohle Trommel ist mit Umfangs- nuten versehen, die in zur Trommelachse senk- rechten Ebenen liegen. In diesen Nuten sind
Aluminiumdrähte 14 verlegt, die von einer gebremsten Spule 15 ablaufen und zu einer angetriebenen Spule 16 führen, auf der sie aufgewickeit werden. Die vereinigten Verschluss- streifen 17 kommen von einem Spülbad   18,   laufen über Führungsrollen 79, 20, sodann um die Trommel 12 und eine Rolle 21 und werden von einem angetriebenen Rollenpaar 22 vor- geschoben. Eine vor der Rolle 20 liegende Bremsvorrichtung 23 setzt die Streifen unter die erforderliche Spannung. 



   Nach den Fig. 7,8 ist für jeden Verschlussstreifen 17 ein Paar von Drähten 14 vorgesehen und die dem Streifen erteilte Spannung bewirkt, dass der hintere Teil der Streifenglieder zwischen beiden Drähten 14 festgeklemmt wird. Der Strom wird den Metalldrähten 14 entweder durch eine Bürste oder mittels der Achse einer der Rollen zugeführt. 



   Bei der abgeänderten Ausführungsform nach den Fig. 9 und 10 ist für jeden Streifen 17 nur ein Draht 14 vorgesehen, wobei die Streifenglieder an ihren mittleren Teil an diesem Draht anliegen. 



   Es ist ersichtlich, dass eine Mehrzahl von Streifen 17 auf der Trommel angeordnet werden kann, wobei jedem Streifen ein oder zwei Drähte 14 entsprechen. Gewünschtenfalls kann der Wulst des Verschlussstreifens mit einem Leitungsdraht versehen werden, dessen Querschnitt zufolge der grossen Zahl der Stromzufuhrstellen zu den einzelnen Gliedern klein sein kann. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur elektrolytischen Behandlung der Glieder von Reissverschlussstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Glieder auf ein oder mehrere metallische Führungsorgane aufgebracht wird, die den Anodenstrom den Gliedern zuführen, wobei die Streifen unter regelbarer Spannung gehalten werden, so dass die Glieder auf den Führungsorganen mit einstellbarem Druck aufliegen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, bei dem der Wulst der Verschlussstreifen einen längslaufenden, die Glieder berührenden Draht aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussstreifen bloss an in Abständen liegenden Punkten auf die Führungsorgane aufgebracht werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits ein oder zwei an den einen Pol der Stromquelle angeschlossene EMI2.1 für den Elektrolyten drehbare Trommel (12) herumgeführt werden, wobei die Verschlussstreifen in Anlage an dem bzw. den Metalldrähten gehalten werden.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Elektrolyten eine an die Stromquelle angeschlossene, vorzugsweise mit Öffnungen versehene Metalltrommel angeordnet ist, die zum Aufwickeln der Verschlussstreifen dient.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel aus einem Drehkäfig besteht, dessen Umfang aus zur Drehachse parallelen, in Abständen angeordneten Stäben (5) besteht.
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, <Desc/Clms Page number 3> dass in der den Elektrolyten aufnehmenden Wanne eine Trommel (12) aus nichtleitendem Material drehbar ist, um welche ein oder zwei, auf Spulen (15, 16) ab-bzw. auf laufende Metalldrähte (14) herumgeführt werden, und dass Führungsrollen (20, 21) für die Verschlussstreifen derart angeordnet sind, dass letztere in Anlage an dem bzw. den Drähten um die Trommel laufen.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel mit umlaufenden Führungsnuten für die Drähte 4 versehen ist.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die durch angetriebene Rollen (22) od. dgl. in Bewegung gesetzten Verschlussstreifen (17) durch eine Bremsvorrichtung (23) in Spannung gehalten werden.
AT166243D 1946-06-26 1947-08-14 Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Glieder von Reißverschlußstreifen AT166243B (de)

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