AT164663B - Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln - Google Patents

Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln

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AT164663B
AT164663B AT164663DA AT164663B AT 164663 B AT164663 B AT 164663B AT 164663D A AT164663D A AT 164663DA AT 164663 B AT164663 B AT 164663B
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AT
Austria
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bulbous crops
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Josef Schwarzboeck
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Josef Schwarzboeck
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  • Harvesting Machines For Root Crops (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln 
Die Erfindung bezweckt das mechanische
Ernten von knollenförmigen Feldfrüchten, ins- besondere Kartoffeln, so zu vervollkommnen, dass das Ergebnis einer sorgfältigen Ernte von Hand aus im besten Sinne möglichst gleichkommt, also vor allem das gesamte im Boden befindliche Erntegut ohne Rückstand und Beschädigung erfasst und dass dieses Erntegut durch die Maschine dann von Erdreich, anhaftendem Kraut und
Steinen völlig befreit wird. 



   Zur Erreichung dieses Zieles ist die Maschine erfindungsgemäss mit einer vorschaltbaren Lenkvorrichtung versehen, welche sie in Richtung der Ackerfurchen selbsttätig lenkt und so die genaue   Parallelführung   der Erntemaschine bei den Hinund Rückwegen und dadurch wieder die vollständige Aberntung bei Vermeidung von Zerquetschung etwa noch nicht gehobener Knollenfrüchte gewährleistet. Dies, zusammen mit der erfindungsgemässen Bauart der Erntemaschine, welche die mit einem Hebeschar aus dem Boden gehobenen, mit anhaftendem Erdreich, kleinen und grösseren Steinen vermengten und noch mit dem Kraut zusammenhängenden Früchte einem dreifachen Reinigungs-und Sortiervorgang unterwirft, lässt einen bisher unerreicht hohen, das mechanische Ernten erst richtig zur Auswirkung gelangen lassenden Wirkungsgrad erzielen.

   Gerade in landwirtschaftlichen Grossbetrieben, für welche die gegenständliche Erntemaschine bestimmt ist, und bei Maschinenarbeit machen sonst die Erntegutrückstände auf den Feldern nicht unbeträchtliche Perzentsätze aus, worunter die Vernachlässigung und Beschädigung von Feldfrüchten bekanntlich erheblich grösser ist als bei Handarbeit. Dabei entsteint die vorliegende Maschine auch noch selbständig den Acker und räumt ihn gewissermassen gleichzeitig auf. 



   Die Feldfrüchte gelangen erfindungsgemäss zunächst in eine nach ihrem Ausgangsende zu geneigte Siebtrommel mit Hebeleisten, in der das anhaftende Erdreich abgelöst und samt den kleineren Steinen entfernt und das Kraut losgetrennt wird, dann auf ein Rüttelsieb, auf dem noch ein weiteres Ablösen und Entfernen von Verunreinigungen und insbesondere das Entfernen des Krautes stattfindet, und schliesslich werden 
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   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus- führungsform einer Kartoffelerntemaschine in
Fig. 1 in Seitenansicht dargestellt. Fig. 2 zeigt den vorderen Teil der Maschine, insbesondere deren Lenkeinrichtung in Draufsicht. 



   Die erfindungsgemässe Erntemaschine ist in erster Linie mit Antrieb durch Verbrennungs- kraftmaschine gedacht und hat daher den für landwirtschaftliche Traktoren üblichen Aufbau des Fahrteiles. Die übliche Lenkung derartiger
Maschinen mittels Lenkrad, Lenkschnecke usw. ist durch eine erfindungsgemäss ausgebildete, selbsttätige, dem Fahrzeug vorgeschaltete Lenkung ergänzt. Diese zusätzliche Lenkeinrichtung be- steht aus einem Rahmen 1 aus Profileisen, der an seiner Vorderseite (Fig. 2) zwei, wenn nötig drei drehbar gelagerte schwere Kugeln 2 trägt, die in den Ackerfurchen laufen und je nach Verlauf der
Furchen eine Ablenkung erfahren, welche sie vermittels des Gestänges 3 und der Schnecke 4 auf das Schneckenrad 5 der Handradlenkung des
Fahrzeuges übertragen.

   Diese Zusatzlenkung führt auch zwischen dem Rahmen 1 den Bagger 6 für das Aufnehmen der Feldfrüchte, welcher mit den Rädern 7 hinter den Kugeln 2 in der Furche läuft. Für die Fahrt vom und zum Acker ist die zusätzliche Lenkvorrichtung samt dem Bagger 6 nach aufwärts schwenkbar bzw. ausrückbar. 



   Der Bagger 6 trägt an seiner Vorderseite in den Acker eingreifende, pflugartige Teile   8,   die die Feldfrüchte während der Fahrt samt Erde, Steinen, Kraut u. dgl. aus dem Acker ausheben und vermittels des Transportbandes 9 in eine schräg nach abwärts bzw. rückwärts geneigte Siebtrommel 10 befördern. Die Lochung der Siebtrommel ist so gewählt, dass sie kleiner ist als der kleinste Durchmesser der zu erntenden Feldfrüchte, dass also Erde, Sand und kleine Steine durchfallen können und damit die Feldfrüchte hievon gereinigt werden. 



   Nach Durchlaufen der Schrägtrommel 10 gelangen die Feldfrüchte, die noch zum Teil zusammenhängen und noch mit Kraut behaftet sowie mit Steinen gemischt sind, auf ein senkrecht zur Fahrtrichtung angeordnetes Rüttelsieb 11, vor dem ein Ventilator 12 angeordnet ist. Durch das mit Längsrippen 13 versehene Rüttelsieb werden die Früchte vollends von noch anhaftendem Kraut befreit. Der Ventilator 12 bläst hiebei das Kraut in einen längsseits angebauten Behälter, wo es als Rohstoff für weitere Verwertung gesammelt wird. 



   Die Kartoffeln od. dgl. gelangen nun nur mehr mit grösseren Steinen gemengt auf das Transportband 14 und vermittels dieses auf ein das Fahrzeug überdachendes, schwach nach abwärts bzw. nach rückwärts geneigtes Band aus einem Stoff von grosser Haftfähigkeit (z. B. mit Gummi imprägniertes Gewebe). 



   Infolge der verschiedenen spezifischen Gewichte von Feldfrucht und Stein werden die schweren Steine auf dem Transportband 15 haften, bis zur Endrolle 16 mitgenommen werden und sodann durch die Spalte 17 auf den Acker herabfallen. Falls erwünscht, werden die Steine nicht wieder auf den Acker fallengelassen, sondern in einem Vorratsbehälter gesammelt, um für Wegbauten Verwendung zu finden. Hiebei wird der weitere Vorteil erreicht, dass der Acker bei öfterem Abernten vollkommen entsteint wird. Die Feldfrüchte werden infolge ihres geringeren spezifischen Gewichtes auf dem schwach geneigten Band 15 ins Kollern geraten und, über die Spalte   17   hüpfend, zu einer Schüttrinne 18 gelangen, vermittels welcher sie entweder in einen Anhängewagen oder in untergehaltene Säcke fallen. 



   Die sämtlichen Transportbänder, Siebe, Ventilatoren usw. erhalten natürlich ihren Antrieb vom Fahrzeugmotor aus über entsprechende 
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PATENTANSPRÜCHE : 
1. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Hebeschar kommenden Kartoffeln zunächst einer nach ihrem Ausgangsende hin geneigten Siebtrommel mit Hebeleisten zum Entfernen von Erde und kleineren Steinen und zum Lösen von Kraut, hierauf einem Rüttelsieb zugeführt werden, auf dem noch ein weiteres Ablösen und Entfernen von Verunreinigungen und insbesondere dem Entfernen des Krautes stattfindet, und schliesslich auf ein geneigtes Transportband gelangen, auf dem das Abscheiden von noch vorhandenen grossen Steinen erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, nach Anspruch l ; dadurch gekennzeichnet, dass das Rüttelsieb mit stegartigen Rippen zur Bildung von Kanälen für die Kartoffeln versehen ist und von dem kräftigen Luftstrom eines Bläsers überstrichen wird, der das Kraut in einen Behälter fegt.
    3. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rüttelsieb quer zur Längsachse der Maschine angeordnet ist, während die Siebtrommel und das Transportband in der Längsachse der Maschine, u. zw. letzteres über der Maschine liegen.
    4. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband aus einem Stoff von grosser Haftfähigkeit (z. B. aus gummierten Gewebe- bahnen u. dgl. ) hergestellt ist und eine solche Neigung besitzt, dass die Knollen auf ein nächstes Transportband oder in einen Behälter abrollen, während die Steine an der Wendekante des haftenden Transporttuches in einen darunter befindlichen Sammelbehälter fallen.
    5. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Erntemaschine <Desc/Clms Page number 3> eine Lenkvorrichtung vorgeschaltet ist, die die Maschine in Richtung der Ackerfurchen selbsttätig lenkt.
    6. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkvorrichtung aus in den Furchen rollenden Kugeln (2) besteht, die mittels Gabelgestänges fühlerartig das Fahrzeug lenken.
    7. Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln, nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gabelgestänge mit der Handradlenkung des Fahrzeuges gekuppelt ist.
AT164663D 1945-12-21 1945-12-21 Erntemaschine für knollenförmige Feldfrüchte, insbesondere Kartoffeln AT164663B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074906B (de) * 1960-02-04 Stevens Gebroedcrs Vcnnoot schap in gemeenschappehjke naam une Societe de droits beiges Ypres (Belgien) In die Remigungs trommel einer Kartoffelerntemaschine hm cmragende Vorrichtung zum Trennen von Kartoffelkraut unrunden Steinen und Erde von den Kartoffeln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074906B (de) * 1960-02-04 Stevens Gebroedcrs Vcnnoot schap in gemeenschappehjke naam une Societe de droits beiges Ypres (Belgien) In die Remigungs trommel einer Kartoffelerntemaschine hm cmragende Vorrichtung zum Trennen von Kartoffelkraut unrunden Steinen und Erde von den Kartoffeln

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