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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 16423.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine selbsttätige Fangvorrichtung für Feuerwehrdrehleitern, deren Anwendung eine rasche und einfache Aufstellung der Leitern gestattet, sowie die Möglichkeit bietet, einerseits die Leitern in jeder Neigung sofort festzu- stellen, andererseits die durch die elastischen Ausschwingungen der ausgezogenen Schuhleiter entstehenden geringen Abweichungen von der beabsichtigten Neigung auszugleichen, und ist eine Fangvorrichtung dieser Art in den Fig. I bis III der Zeichnung dargestellt.
An dem Drehturmgerüst a ist oben eine Tragstütze angeordnet, aufwelcher die wagerechte Drehachse b der Schubleiter gelagert ist. Eine zweite Tragstütze c befindet sich etwas tiefer auf derselben Seite des Drehturmes ungefähr in der Mitte der Gerüsthöhe und dient zur Lagerung der selbsttätigen Fangvorrichtung. Diese besitzt als fangendes und das Festhalten vermittelndes plied an beiden Seiten dos Drehturmes je eine Gelenkkette d, d.
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gespannt.
Wird nun die Leiter durch einen kräftigen Druck auf den Leiterfuss um die Achse b herabgedreht, so wird durch die Spiralfedern jede Kette d auf die zugehörige Tromme ! < y aufgespult. 11m nun ein Festhalten der Leiter in jeder Stellung zu bewirken. ist folgende Sperrkonstruktion angeordnet. Auf der Welle j sitzt eine weitere, ebenfalls festgekeilte Scheibe i mit einer um die Nabe eines Sperrades l lose drehbaren Gegen-
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geordnete Sperrklinken o fest verbunden, die durch Federn ; ; an den Umfang des Sperr- rades l angedrückt werden.
Auf der verlängerten Nabe des Sperrades l@ ist ein Schneckenrad q allfgekeilt, das seinerseits in eine gegen seitliche Verschiebung gesicherte, selbstsperrende Schnecke r eingreift. Dieses Schneckengetriehe dient zur späteren genauen Einstellung der ausgezogenen Leiter auf die gewünschte Neigung und betätigt das Festhalten des Sperrades 1, während die in dieses Sperrad eingreifenden Sperrklinken den Halt der Leiter in jeder Neigung bewirken. Die Kraft der Federn h tritt a ! so, sobald der Leitcrfuss e niedergedrückt wird, in Wirkung, spilt die Gelenkketten d auf, bringt die Welle j
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Soll nun die Leiter wieder in die horizontale Lage zurückgebracht werden, so ist es nötig, die Sperrklinken zum Auslösen zu bringen und ausgelöst zu erhalten, bis die Leiter zurückgedreht ist. Zu diesem Zwecke sitzen auf den Zapfen n dor Sperrklinken vorspringende
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förmiges Zwischenstück t < , an dessen konischem Mantel nach dem Andrücken des Zwischenstückes durch die Stange t die Daumen sich hebend emporgleiten und die Sperrklinken ausser Eingriff bringen, sobald durch einen geringen, abwärts gerichteten Druck auf den Leiterfuss e das Sperrad E etwas zurückgedreht wird, worauf die Leiter in die horizontale Lage zurückgebracht werden kann.
Ist dieses geschehen, so wird die Stange t losgelassen, das kegelförmige Zwischenstück u'wird durch eine Schraubenfeder w zurückgedrückt und die Sperrklinken fallen wieder ein. Das in Fig. I gezeichnete Schneckengetriebe x, y dient als Vorgelege für die genaue Einstellung der Leiter.
Die vorstehend beschriebene Fangvorrichtung hat den Vorteil, dass bei ihr der Leiterfuss und der Drehturm jederzeit in fester Verbindung miteinander sind, und dass ein selbsttätiges Fangen und Festhalten der Leiter in jeder Neigung eintritt. Selbstverständlich konnten an Stelle der Gelenkketten d auch Drahtgurte oder dgl. verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Fangvorrichtung für Feuerwehrdrehleitorn mit einer oder mehreren, das Festhalten der Leiter vermittelnden, am Leiterfuss (e) befestigten Ketten (oder Drahtgurten) (d), dadurch gekennzeichnet, dass diese Ketten beim Niederdrücken des Leiterfusses durch Federn (h) auf Kettentrommeln (') aufgewickelt werden, die am feststehenden Leiterdrehturm (a) gelagert sind.