<Desc/Clms Page number 1>
Anlage für grobkeramische Massenerzeugnisse, insbesondere Ziegelei
Es sind Anlagen für grobkeramische Massenerzeugnisse, insbesondere Ziegeleien, bekannt, bei welchen die frischen Formlinge von der Formmaschine weg mechanisch auf Transportmitteln verladen und samt den Transportmitteln durch die Trocknerei dem Brennofen zugeführt werden.
Die Förderung der Formlinge erfolgt hiebei auf prinzipiell voneinander verschiedenen Wegen.
So ist es bekannt, zur vollautomatischen Förderung die Formlinge reihenweise in der Formmaschine herzustellen und jede Reihe Formlinge auf einen eigenen an der Formmaschine vorbeigeführten kleinen Plattformwagen abzusetzen. Diese Plattformwagen werden auf Schienen in geschlossenen Zügen mittels Förderbänder geführt und bringen auf diese Weise die Formlinge reihenweise in die Trocknerei und anschliessend auch zum Brennofen. Solche Anlagen benötigen somit für jede Formlingsreihe einen Plattformwagen und in der Trocknerei viele über-und nebeneinander angeordnete Bahnen und endlose Förderseile zu ihrer Förderung. Die Plattformwagen beanspruchen dadurch auch verhältnismässig viel Raum zu ihrer Stapelung im Trockenkanal, sie sind wärmetechnisch unwirtschaftlich und in Europa nirgends im praktischen Gebrauch.
Es sind noch Anlagen bekannt, bei welchen die Formlinge reihenweise direkt auf Unterlags- platten getormt und samt diesen Unterlagsplatten mechanisch in ein Hängegerüst lagenweise übereinander abgesetzt werden, wobei das Hängegerüst von Lage zu Lage bis zu seiner vollständigen Füllung höher rückt. Die vollen Hängegerüste werden jedoch nicht mehr automatisch, sondern von Hand aus mit auf Schienen laufenden Rollen aufgehängt, vom Aufzug gelöst und in frei schwebender Lage direkt in die Trocknerei abgeschoben. Solche, händischen Betrieb mitbenützende Anlagen können den derzeitigen Anforderungen moderner Technik nicht gerecht werden, da sie nicht nur einen beträchtlichen Mehraufwand an Arbeitskräften erfordern, sondern auch noch infolge des hiebei auftretenden Zeitverlustes in der Leistung nicht nachkommen können.
Die Erfindung benutzt nun die aus Tragplatten oder aus paarweise angeordneten Traglatten bestehenden, an sich bekannten Tragelemente zu einer gegenüber den bekannten Anlagen wesent- lich vereinfachten, besonders rationellen För- derung der mittels eines Elevators von einer Form- lingspresse weg hochgeführten Formlingsreihen, welche bisher durch händischen Betrieb weiter- befördert wurden.
Gemäss der Erfindung besteht diese rationelle
Förderung der auf den Tragelementen stehenden
Formlinge darin,
1. die im Elevator in Abständen übereinander lagernden, mit je einer Formlingsreihe voll beladenen Tragelemente mittels eines Hubrechens aus dem Elevator stapelweise auszuheben und auf mehrere neben dem Elevator angeordnete Rollenbahnen gleichzeitig abzusetzen,
2. mittels dieser Rollenbahnen auf einen auf einem Förderband bereitstehenden Trockenwagen in mehreren nebeneinanderstehenden Stapeln zu verladen,
3. die beladenen Trockenwagen mittels des Förderbandes vor die Mündungen von in bekannter Weise nebeneinander angeordneten Trockenkanälen zu führen und durch mechanische Mittel in diese Trockenkanäle gleichzeitig einzustossen,
4.
die Trockenwagen mittels mechanischer Mittel mit den getrockneten Formlingen am anderen Ende der Trockenkanäle wieder auf ein Förderband herauszuziehen und von diesem einer weiteren Rollenbahn zuzuführen,
5. mit Hilfe dieser Rollenbahn stapelweise von den Trockenwagen weg einem Niederlass zuzuleiten, welcher die Traglatten samt den getrockneten Formlingen auf Rollwagen absetzt und
6. von welchen Rollwagen, die Formlinge allein mittels einer besonderen Absetzvorrichtung unter gleichzeitiger Verschränkung auf das Setzmass zusammengefasst, abgehoben und in den Brennofen von oben eingebracht werden, aus welchen sie mit gleichen Mitteln wieder herausgeholt und zur Lagerung abgestellt werden.
Der Vorzug, den eine solche Anlage gegenüber den bekannten Anlagen aufweist, liegt vor allem darin, dass die Formlinge mit den geringstmöglichen beweglichen Transportmitteln, nämlich den Traglatten, befördert und mit denkbar einfachen Mitteln in grossen Stapeln durch die Trocknerei geführt werden. Es entfallen dadurch die für jede Form-
<Desc/Clms Page number 2>
lingsreihe bisher aufgewendeten Transportwägelchen, die stockwerkweise Anlage von
Geleisen und endlosen Förderseilen und vor allem der Wärmeverlust, der durch den dauernden Wechsel vieler kleiner Wägelchen in der Trocknerei hervorgerufen wird.
Die Erfindung ist an Hand der Fig. 1-28 nachstehend näher erläutert.
Von der Tongrube, aus der der Ton mittels mechanischer Fördereinrichtungen dem Tonkeller zugebracht wird, über die Pressen bis zum Elevator, der die auf Traglatten stehenden Formlinge vom Kellerautomaten hochbringt, wird mit den üblichen, eine hohe Leistung aufweisenden Einrichtungen gearbeitet. Das erfindungsgemäss Neue des Verfahrens und der dazu dienenden Anordnungen und Vorrichtungen, die in Fig. 1 schematisch dargestellt sind, beginnt mit dem Abheben der Traglatten t samt den darauf stehenden Formlingen f vom Elevator e und dem Umsetzen der Traglatten samt Formlingen auf festgelagerte Rollenbahnen r durch Greifer g, die neben einer vor-und zurückgehenden auch eine hebende und senkende Bewegung ausführen.
Mittels dieser Rollenbahnen werden die Traglatten samt den Formlingen seitlich auf anschlie- ssende Rollenbahnen r 1 geführt, die in einem Rahmen gelagert sind, der eine taktweise aufund abgehende Bewegung ausführt und die Traglatten auf Tragleisten der Trockenwagen w absetzt, die während dieses Vorganges auf einem Rollband b stehen und durch dieses nach jedem Absetzen einer Schar von Formlingen um eine Schar weitergeschaltet werden. Es werden beispielsweise je 12 übereinanderliegende Traglatten vom Elevator auf 12 übereinanderliegende Rollenbahnen abgesetzt, eine solche Schar seitlich auf 12 in einen gemeinsamen Rahmen gefasste Rollenbahnen übergeführt und auf die zwölf übereinanderliegenden Tragleisten des Trockenwagens abgesetzt.
Die Trockenwagen sind hiebei so ausgebildet, dass der heb-und senkbare Rollenrahmen quer durch die Wagen durchtreten kann ; es sind demnach die Tragleisten an den Stirnseiten des Wagens quer zur Längsrichtung (Richtung des Rollbandes) angeordnet. An den bereits beladenen Wagen wird unmittelbar an- schliessend von der Rückführungsbahn kr ein nächster Wagen durch eine Greifereinrichtung z auf das Rollband b gezogen, während die beladenen Wagen an entsprechenden Stellen durch Stossstangen s in die Trockenkanäle A eingestossen werden.
Am Ende der Trockenkanäle ist wieder ein, quer zu diesem laufendes Rollband b1 vorgesehen, auf das die Wagen aus den Trockenkanälen mittels Greifereinrichtungen gezogen und taktweise seitlich einer, der Beladeeinrichtung sinngleichen nur im entgegengesetzten Sinne wirkenden Entladeeinrichtung zugeführt und nach dem Entladen vom Rollband b1 auf die Rückführungsbahn kr gestossen werden. Die Anlage der Trockenkanäle k ist so getroffen, dass der vom Rollband b in dieselben eingestossene Wagen mit geringem Gefälle auf die bereits im Trockenkanal befindlichen, durch Kettenantrieb weitergeführten Wagen aufläuft und beim Anstossen an den vorhergehenden Wagen sich selbsttätig mit der Förderkette kuppelt.
Auf der Strecke der Förderkette ist der Trockenkanal waagrecht, während an das Ende der Förderkette wieder eine geringe Gefällsstrecke angeschlossen ist, die der Wagen w durchläuft, bis er sich mit dem vorausgehenden Ende an einer Fangvorrichtung kuppelt und so in der Stellung steht, in der ihn ein Zuggreifer z erfassen und auf das Rollband b1 ziehen kann.
Auf der Rückführungsbahn kr laufen die entleerten Wagen wesentlich schneller und in grösseren Abständen mittels Ketten, die so seitlich gegen die Zugketten der Trockenkanäle verlegt sind, dass die Anbringung gesonderter Kupplungseinrichtungen zwischen Wagen und Kette an den Wagen möglich ist. Auch hier schliesst am Ende der Kette eine Gefällsstrecke an, die der Wagen frei bis zum Auflaufen auf eine Arretiereinrichtung gleich jener in den Trockenkanälen durchläuft und so in die Stellung kommt, in der er durch eine Greifereinrichtung z wieder auf das Rollband b im knappen Anschluss an den eben beladenen vorhergehenden Wagen gezogen wird. Auch einer grösseren Zahl von Trockenkanälen kann eine einzige Rückführungsbahn kr zugeordnet sein, da dieselbe von den Wagen wesentlich rascher durchfahren wird.
Der dem Hubelevator e entsprechende, sinngleich gebaute Niederlass el, auf den die getrockneten Formlinge samt den Traglatten abgesetzt werden, senkt dieselben auf untergestellte Karren, insbesondere Elektrokarren zu Stapeln von je z. B. sechs Lagen, worauf der, auf einer Art Schiebebühne stehende Karren um die Stapelbreite weitergeschaltet und zur Aufnahme des nächsten Stapels bereitgestellt wird usw. bis der Karren vollbeladen ist und über eine an die Schiebebühne anschliessende, mit der Schiebebühne verbundene Rampe auf Karrenstrassen zum Ofen abfahren kann.
Vom Karren wird jeweils eine gesamte Lage des ganzen Formlingsstapels mittels an Kranen hängenden, später beschriebenen Greifereinrichtungen erfasst, gleichzeitig während des Zusammenschiebens auf das Setzmass verschränkt und von oben in den mit Platten abgedeckten Ofen Schicht um Schicht eingesetzt.
Nachstehend sind nun die einzelnen Einrichtungen zu den in den Grundzügen angegebenen Verfahren näher beschrieben. Hiebei sind für die allgemeinen, bei den einzelnen Vorrichtungen wieder auftretenden Bestandteile bzw. Anordnungen, die bereits gebrauchten Bezugsbuchstaben verwendet, während die weiteren Einzelteile mit Ziffern bezeichnet sind. In den Fig. 2 bis 6 ist die Einrichtung zum Umsetzen der Formlinge vom Elevator e auf die Rollbahnen r, u. zw. in Fig. 2 in Seitenansicht, in Fig. 3 in Stirnansicht, in Fig. 4 im Schnitt nach 1-1 der Fig. 2 und in Fig. 5 in Draufsicht, im Schnitt nach II-II der Fig. 2 dargestellt, während Fig. 6
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
einanderstehenden Reihen durch dieselbe Kette, die im Rechteck geführt ist.
Der Antrieb des Kurbeltriebes erfolgt durch den Elektromotor Ei, der des Kettentriebes für die Rollen durch E2.
An die Rollenbahnen der beschriebenen Umsetzeinrichtung schliessen, wie in Fig. 4 und 5 links dargestellt, weitere Rollenbahnen an, die ebenfalls mittels Ketten angetrieben sind. Die umgesetzten Formlinge laufen auf diesen anschliessenden Rollenbahnen seitwärts zur Verladeeinrichtung, welche die Formlinge in die Trockenwagen absetzt. Diese Einrichtung ist in den Fig. 7 bis 12 dargestellt. Die Trockenwagen w, die auf dem Rollband b stehen, werden mittels diesem quer zu ihrer eigenen Fahrtrichtung jeweils um die Formlingsbreite weitergeschaltet. Das Rollband : md b besteht aus Platten, die zu einer endlosen Kette zusammengeschlossen sind und über besondere Rollen in sich geschlossen läuft. Die Wagen selbst bestehen aus einem Grundrahmen und zwei Stirnrahmen, die innen Leisten 21 besitzen, auf die die Traglatten t der Formlinge f aufgesetzt werden.
Die Einrichtung zum Aufsetzen der Formlinge besteht aus Rollenbahnen rl, welche auf einem senkrecht hängenden Rahmen 22 gelagert sind, der eine taktweise Senk-und Hubbewegung ausführt. Zu diesem Zweck hängt der Rollenrahmen 22 auf dem heb-und senkbar gelagerten Querbalken 23 und ist an ausserhalb des Lichtraumprofiles des Trockenwagens liegenden lotrechten Ständern 24 mittels Führungsrollen 25 geführt, deren Lagerschienen 26 vom
Querbalken 23 abwärts reichen. Der Querbalken 23 ist mittels Knickhebeln 27 an der Decke aufgehängt, welche Hebel mittels eines im Gelenkpunkt 28 angreifenden Exzentertriebes 29 abwechselnd gestreckt und eingeknickt werden, so dass der Rahmen 22 taktweise gehoben und gesenkt wird.
Der Rollenrahmen 22 lässt unten und an den Seiten das Innenprofil des Wagens w zwischen dessen Grundrahmen und Stirnrahmen derart frei, dass der Wagen w der Quere nach den Rollenrahmen ohne Hindernis passieren kann.
Die auf den Latten sitzenden Formlinge laufen über die in den Fig. 4 und 5 links dargestellten Verbindungsrollenbahnen r auf die hängenden Rollenbahnen rl bis zu Anschlägen 30. Nach dem Auflaufen auf diese hängenden Rollenbahnen senken sich diese so weit, dass sich die Latten auf die Tragleisten 21 des Wagens w absetzen. Die Anschläge 30 können nach oben nachgeben, so dass sie das Aufsetzen der Traglatten auf die Leisten 21 nicht hindern.
In Fig. 1 ist in Draufsicht eine Gesamtzusammenstellung gezeigt, die zur Erläuterung des weiteren Weges der beladenen Trockenwagen w durch die Trockenkanäle k zur Entladeeinrichtung und die Rückführung der entladenen Wagen zur Beladeeinrichtung dient. Es sind hiebei eine grössere Zahl von Trocken- kanälen k und nur eine Rückführungsbahn kr angenommen. Es sei angenommen, dass auf dem Rollband b eine Reihe von bereits beladenen Wagen steht. Gegenüber den Mündungen der Trockenkanäle sind Stosseinrichtungen s angeordnet, deren Stossstangen durch einen später zu beschreibenden Mechanismus eine Hubbewegung ausführen, die der Breite des Rollbandes b entspricht. Durch elektrische Schaltkontakte werden die Stosseinrichtungen in Tätigkeit gesetzt und stossen die Wagen in die Kanalmündungen.
Die Wagen laufen vorerst eine entsprechende Strecke mit kleinem Gefälle, bis sie auf den letzten bereits im Trockenkanal an der Kette 51 hängenden Wagen anlaufen und sich durch eine besondere Kupplungseinrichtung, die beim Anlaufen an den vorhergehenden Wagen frei wird, mit der Kette kuppeln und von dieser weitergezogen werden. Die Kupplungseinrichtung sowie sonstige weitere Einrichtungen werden ebenfalls später im Einzelnen beschrieben.
Die Kette, die also erst ein bestimmtes Stück hinter der Kanalmündung beginnt und hier um die Kettenrolle 52 läuft, endet ebenfalls, in dem sie um die letzte Kettenrolle 53 läuft, ein bestimmtes Stück vor dem Kanalende, so dass der Wagen hier wieder von selbst frei wird und eine anschliessende, entsprechende Gefällsstrecke frei weiterläuft, bis er durch eine Fangvorrichtung 61 abgefangen und am Kanalende in einer Stellung gehalten wird, in der er durch einen Zuggreifer z, der die
<Desc/Clms Page number 4>
gleiche Bewegung wie die Stosseinrichtung s ausführt und sich von dieser nur durch eine Kupplungseinrichtung zum Erfassen der Wagenkupplung unterscheidet, auf das Rollband b1 gezogen wird.
Die auf dem Rollband b1 stehenden Wagen werden einer Entladevorrichtung (in Fig. 1 rechts unten) zugeführt, die der Beladeeinrichtung nach den Fig. 2-12 fast vollkommen gleicht, nur insofern andere Bewegungstakte ausführt, als die Formlinge durch eine freihängende Rollenbahn r1 von den Tragleisten der Wagen abgehoben, seitlich über anschliessende feste Rollenbahnen r der Greifereinrichtung zugeführt, und durch die Greifer g, die sich in der entgegengesetzten Richtung, wie bei der Beladeeinrichtung, in ovalen Bahnen bewegen, auf einen Niederlass e1 abgesetzt werden, der in seinem Bau dem Elevator e des Kellerautomaten entspricht, jedoch die Latten t mit den Form- lingen f niederlässt und auf untergestellte Karren, insbesondere Elektrokarren, aufsetzt.
Der einzige bauliche Unterschied besteht nur darin, dass die Tragpratzen der den Elevatorketten sinngleichen Niederlassketten, wie Fig. 24 zeigt, aufklappbar sind, so dass sie an den Enden der Leisten der bereits abgesetzten Formlinge abgleiten können.
Die Stosseinrichtung s sowie die Einrichtung des Zuggreifers z sind im wesentlichen in den Fig. 13-18 dargestellt.
Die Stosseinrichtungen s, die die Trockenwagen vom Rollband b in die Kanäle k hineinbringen, bestehen im wesentlichen aus einer längeren, waagrecht gleitbar gelagerten Stange 41 (Fig. 15), die durch den seitlichen Bolzen 42 einer über zwei Rollen 43 umlaufenden Kette 44, der in einer Art Kurbelschleife 45 eingreift, hin-und zurückgezogen wird. Der Antrieb erfolgt durch einen Elektromotor E3, der durch eine später beschriebene Steuerung in Gang gesetzt und beim Erreichen der äusseren Endstellen der Stoss- stange 41 durch einen Schalter abgestellt wird, u. zw. derart, dass der Bolzen seine äusserste End- stellung beim Stillstand der Stange erreicht.
Beim Wiederanlaufen des Elektromotors wird daher die
Stossstange vorerst beschleunigt, bis der Bolzen beim Vorwärtsgehen der Stange über das erste Viertel der Rolle gelaufen ist, während sodann die Stange gleichförmig weitergeht, bis der Bolzen die zweite Rolle erreicht und um diese läuft, wobei die Bewegung der Stange bis auf Null verzögert und dann umgekehrt wird. Für die Stosskraft ist lediglich das Mass dieser Beschleunigung für das Beschleunigen des Wagens massgebend.
Bei den Einrichtungen z, die das Herausziehen der Wagen aus den Kanälen bewirken und die bis auf eine Kupplungseinrichtung am Ende der Stossstange, die mit der Wagenkupplung zu- sammenwirkt, die gleiche ist, ist die Beschleunigung beim Zurückgehen der Stange massgebend. Da für das Abstossen über die Breite des Rollbandes b sowie das entsprechende Herausziehen aus dem Kanal auf das Rollband b1 genügend Zeit zur Verfügung steht, demnach die Geschwindigkeit und damit auch die Anfangsbeschleunigung und Endverzögerung der Wagen nur klein zu sein brauchen, so sind für diese Wagenbewegungen keine erheblichen Kräfte erforderlich.
Für die Kupplung der Wagen mit den Transportketten 51 ist folgende, in Fig. 13 in drei Hauptansichten dargestellte Kupplungseinrichtung an jedem Wagen vorne und hinten vorgesehen, die ausser zum Kuppeln mit der Transportkette auch zum Kuppeln mit der Zugstange z 41 sowie schon vorher am Ende des Kanals zum Kuppeln mit der Fangvorrichtung 61 dient. Um einen Bolzen 52, der an einer entsprechenden Stelle des Wagenrahmens vorgesehen ist, ist ein gabelförmiges Kupplungsglied 53 schwenkbar, das im herabgeschwenkten Zustand zwischen die Kettenglieder der Transportkette 51 eingreift und damit den Wagen mit der Kette kuppelt.
Mit dem gabelförmigen
Kupplungsglied 53 ist ein Hebel mit einem Übergewicht 54 verbunden, der bei herabgeklapptem Kupplungsglied so schräg einwärts steht, dass das Übergewicht ein Moment ergibt, das das Kupplungsglied 53 in der herabgeschwenkten Stellung sichert. Am Ende der Zugstange 41 ist eine gelenkig aufschwenkbare Nase 55 vorgesehen, die durch ihr Gewicht für gewöhnlich herabgeklappt ist und das Übergewicht so auswärts schwenkt, dass es in die in Fig. 13 voll ausgezogen dargestellte Stellung kommt, damit das Kupplungsglied 53 ausklinkt und in dieser Stellung sichert. Das Kupplungsende der Stange 41 gleitet mittels einer Schrägfläche 57 über den seitlich angeordneten Fortsatz des Gabelstückes 53 und fällt hinter demselben infolge hakenförmiger Ausbildung ein, so dass mit] der Stange 41 der ausgeklinkte Wagen herausgezogen werden kann.
Das gelenkige Zugstangenende besitzt einen nach unten reichenden
Anschlagarm 59, der am Ende des Rückwärts- ganges der Zugstange 41 gegen einen Anschlag trifft, und durch denselben aufgeschwenkt wird, so dass nicht nur die Kupplung ausgeklinkt, sondern auch das freie Vorübergehen der Kupplung der anderen Wagen gestattet wird, die aus anderen Trockenkanälen kommend, auf dem Rollband vorüberwandern. Die so frei gemachte Kupplung bleibt in dieser Stellung während des Entladens, Rückführens, Wiederbeladens und Seitentransportes des Wagens bis zum Einlaufen desselben in den Trockenkanal.
Wenn nun der Wagen auf einen bereits im Kanal wandernden Wagen aufläuft, so trifft das Kupplungsglied eine schräg abwärts laufende Fläche eines Ansatzes 58 des hinteren Endes des vorhergehenden Wagens, wodurch das Kupplungglied 53 samt dem Übergewichtshebel wieder abwärts bzw. einwärts geschwenkt wird und wieder in die Kette einfällt. Am anderen Ende des Wagens, das beim Rückführen auf der Bahn kr vorausgeht, ist ein gleiches Kupplungglied vorgesehen, das beim Einlaufen des Wagens in die Rückführungsbahn kr beim Erreichen der Kette 51 in diese einfällt und am Ende der Kette
<Desc/Clms Page number 5>
frei wird.
Das Kupplungsglied 53 fällt sodann in eine der Fangvorrichtung 61 gleiche Einrichtung am Ende der Rückführungsbahn, so dass der
Wagen hier auch von einer dem Zuggreifer z gleichen Einrichtung auf das Rollband b bei gleichzeitigem Lösen der Kupplung heraus- gezogen werden kann. Es ist noch zu bemerken, dass am Ende jedes Trockenkanales k sowie am
Ende der Rückführbahn kr je eine Fangvor- richtung 61 vorgesehen ist, deren Einrichtung aus Fig. 16 entnommen werden kann. Diese besteht aus einer beispielsweise in einer oben geschlitzten Rohrhülse 62 geführten Büchse 63, die oben ein Kupplungsglied 64 trägt, das durch den Schlitz herausgreift und so gegen den anrollenden Wagen abgeschrägt ist, dass das
Kupplungsglied 53 des anlaufenden Trockenwagens auf dieser Schrägfläche aufsteigen und in die anschliessende Rast 65 einfallen kann.
Durch eine Feder 66, die die Büchse abfedert, wird der langsam anrollende Wagen abgefangen.
Zum Einstossen der auf dem Rollband b stehenden beladenen Trockenwagen in die entsprechenden Trockenkanäle mittels der Stossvorrichtung s ist für dieselbe eine elektrische Steuerung vorgesehen, die in den Fig. 25-28 dargestellt ist.
Sie besteht aus einem drehbaren Drehkreuz 71, dessen Flügel beim Vorbeigehen der Trockenwagen durch einen an diesen vorgesehenen Anschlag 72 um jeweils eine Winkeldrehung z. B.
900 weitergedreht werden. An diesem drehbaren Glied sind Kontakte 73 vorgesehen, u. zw. können im Kreis bei dem gegebenen Beispiel um eine Winkelverdrehung um 900 vier solche Kontakte
EMI5.1
EMI5.2
Kontakte, so dass bei jeder Teildrehung um 90 ein Wagen in den zugehörigen Kanal abgestossen wird.
Die beschriebene Aufteilung der Schaltstellen bei den vier Steuereinrichtungen bewirkt, dass immer die gleiche Anzahl von Wagen in alle vier Kanäle abgelassen wird (Steuerung siehe
Schema Fig. 28, a-d). Die Kontakte sind vorteilhaft als Doppelkontakte ausgebildet, auf denen
Schleifbürsten gleiten.
Das Herausziehen der Wagen aus den Trockenkanälen, der Antrieb des Rollbandes, das Abnehmen der Traglatten von den Trockenwagen, der Antrieb der Rollenbahnen und der Niederlass erfolgen durch eine gemeinsame elektrische Steuerung.
Zum Absetzen der getrockneten Formlinge auf einen Elektrokarren ist, wie die Fig. 23 und 24 zeigen, eine Art Schiebebühne 81 vorgesehen, die mittels Rampen 82 auf die anschliessende Fahrbahn für den Karren 83 ausmündet. Die Schiebebühne läuft zwischen den beiden Ketten e1 des Niederlasses und kann elektrisch so angetrieben werden, dass sie eine absatzweise Bewegung nach der einen Richtung und sodann wieder eine absatzweise Bewegung nach der anderen Richtung um jeweils die Breite der Formlinge ausführen kann. Durch die Senkbewegung des Niederlasses werden z. B. sechs Reihen von Formlingen übereinander am vorderen Ende des
Karrens gestapelt, sodann macht die Schiebebühne einen Schritt und der nächste Stapel von sechs Formlingsreihen wird dahinter gestellt, bis die Plattform des Elektrokarrens, z.
B. mit fünf solcher Reihen, das ist mit 5 x 6 x 8 = 240 Formlingen beladen ist ; sodann fährt der Elektrokarren zu den Laufkranen beim Ofen und ein entleerter Karren auf die Schiebebühne.
Zum Setzen der Formlinge in den Ofen sowie zum Austragen der gebrannten Steine dient die in den Fig. 19 bis 22 dargestellte Einrichtung.
Diese besteht aus einer gemeinsamen Tragplatte 91, die an einem Hebegeschirr hängt und durch einen Laufkran gehoben und gesenkt sowie nach allen Richtungen verschoben und verfahren werden kann. Diese Tragplatte besitzt beispielsweise für einen Formlingsstapel von fünf Formlingsreihen hintereinander und acht Formlingen in jeder Reihe, fünf Schlitzreihen von je acht Schlitzen 92, die von der Mitte aus nach beiden Rändern immer länger werden. In diesen Schlitzen laufen Bolzen 93 mit federnden Klemmbacken 94. Die Bolzen sind oben mit Lenkern 95, die einer Nürnberger Schere entsprechend angeordnet sind, verbunden.
Auf der Platte sind auf einer gemeinsamen Welle Kettentrommeln 96 vorgesehen, deren Ketten 97 an äusseren Gelenkbolzen angreifen, die entweder an der Platte 91 selbst oder an diese umgreifenden : Führungsgliedern 98 angebracht sind. Mittels eines Handhebels 99, der in einem Quadranten festgeklinkt werden kann, werden die Backen 94,
<Desc/Clms Page number 6>
nachdem die Platte in die obere Schicht des Formlingsstapels eingeführt wurde, zusammengespannt.
Infolge der Wirkung der Nürnberger Schere ver- ändern die Backen ihren gegenseitigen Abstand um dasselbe Mass, so dass sie die Formlinge gleichmässig zusammenschieben und zwischen die Backen klemmen. Die Backen selbst bestehen aus an den Bolzen 93 befestigten Blattfedern, die vorerst U-förmig abwärts und dann wieder aufwärts gekrümmt sind, so dass eine gleichmässige. Federung über die ganze Backenlänge erzielt wird. Aussen sind die Backen mit Filz od. dgl. belegt.
Um gleichzeitig mit dem Zusammenschieben der Formlinge auf das Setzmass, diese so zu verschränken, wie sie in dem Ofen gesetzt werden müssen, also derart, dass jede folgende Reihe im entgegengesetzten Sinne wie die vorhergehende verschränkt ist, dient folgende Einrichtung :
An jedem Bolzen 93 sind zwei kurze Kurbelarme 100 befestigt, die mittels kleiner Pleuelstangen 101 mit den benachbarten Bolzen der
EMI6.1
Zum Austragen der gebrannten Formlinge dient eine der beschriebenen, zum Setzen der Formlinge dienende Greifereinrichtung ähnliche Einrichtung, bei der jedoch die Backen nicht verschwenkbar sind, sondern in der fischgrätenartigen Anordnung stehen, wie die Formlinge gesetzt wurden. Die Backen sind parallel zu sich bleibend geführt und besitzen nur die Nürnberger Schere, nicht aber die Lenkereinrichtung 100, 101.
Mittels dieser Einrichtung werden die gebrannten Formlinge erfasst und auf eine glatte Platte abgesetzt. Ferner ist eine, an einem Laufkran hängende Greifereinrichtung vorgesehen, die mittels seitlicher, über die ganze Stapelbreite reichender Backen die Formlinge vollkommen zusammenschiebt und auf Plattformwagen überstellt, die zusammen mit Lastkraftwagen so bemessen und eingerichtet sind, dass sie auf diesen verladen und der Verbrauchsstelle zugeführt werden können.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.