AT163213B - Verfahren zur Gewinnung von Eiweißkörpern - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Eiweißkörpern

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George Dr Gorbach
Hans Dipl Kfm Tagger
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George Dr Gorbach
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung von Eiweisskörpern 
 EMI1.1 
 wässernden Wirkung der alkoholischen Lösungsmittelkomponente teilweise denaturiert ist und in bezug auf Schlagfähigkeit den Anforderungen nicht entspricht. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Gewinnung von Eiweisskörpern, die insbesondere als schlagfähige Eiaustauschstoffe dienen können, aus eiweisshaltigen Pflanzenteilen besteht im Wesen darin, dass man Getreidekeime in der Kälte, d. h. bei Temperaturen unterhalb der   Koagulations-oder Denaturierungstemperatur der Eiweisskörper, mit Hilfe von Lösungsmitteln,   die Eiweiss weder lösen noch denaturieren, bis zur praktisch vollkommenen Freiheit an Ölen extrahiert. 



   Als Extraktionsmittel, welche weder Eiweiss lösen noch denaturieren, kommen vor allem aliphatische, hydroxylgruppenfreie Fettlösungs- mittel, wie Äther und insbesondere die Chlor- äthylene, z. B. Trichloräthylen, in Betracht, da sowohl die aromatischen Fettlösungsmittel, wie Benzol, als auch die Alkohole, welche freie
Hydroxylgruppen enthalten, einen Teil der in
Getreidekeimlingen enthaltenen Eiweisskörper, insbesondere die Prolamine, welche etwa   50%   des Gesamteiweisses der Keimlinge ausmachen und für die Backfähigkeit von ausschlaggebender
Bedeutung sind, lösen bzw. die Schlagfähigkeit des entölten Eiweisses beeinträchtigen. Das
Verfahren gemäss der Erfindung führt zu einen
Eiaustauschstoff, welcher in der gleichen Weise, wie Eiklar des Hühnereies, behandelt, einen backfähigen Schaum ergibt, der z.

   B. zur Herstellung von spanischer Windbäckerei geeignet ist und ferner, ohne zu vergehen, im Kuchenteige u. dgl. eingerührt werden kann. Das Keimlingseiweiss ist für die angegebenen Zwecke auch deshalb besonders geeignet, weil es neben Albuminen und Prolaminen Globuline (Edestin) und insbesondere auch zusammengesetzte Proteide (Nukleoproteide) enthält und daher einen besonders hohen biologischen Wert besitzt. 



   Zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung kann man beispielsweise wie folgt vorgehen :
Von der Kleie möglichst befreite Keimlinge werden im unzerkleinerten Zustande nach dem Gegenstromprinzip bei Temperaturen unter 70  , am besten bei Zimmertemperatur, bis zur praktischen Fettfreiheit mit gereinigtem Trichlor- äthylen extrahiert. Eine praktisch vollkommene Entfernung des Öles lässt sich durch Anordnung einer grösseren Zahl von Extraktionsbatterien, d. h. Intensivierung des Extraktionsverfahrens, und durch Verwendung der Chloräthylene als Extraktionsmittel, die Fette ausserordentlich leicht lösen, verhältnismässig einfach erreichen.

   Die extrahierten Keimlinge werden durch Schleudern vom Lösungsmittel befreit und die letzten Reste des Lösungsmittels durch warme Luft, deren 

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 Temperatur   700 nicht   übersteigen darf, entfernt. Die so erhaltenen fettfreien Keimlinge werden dann auf der Tenne drei Tage bis eine Woche unter guter Lüftung gelagert, um die geschmacklich bemerkbaren letzten Spuren des Trichlor- äthylens zu beseitigen, Die Keimlinge werden sodann gemahlen und nach bekannten Verfahren von den restlichen Kleiebestandteilen befreit, was zufolge der Fettfreiheit des Produktes keine Schwierigkeiten verursacht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von Eiweisskörpern, die insbesondere als schlagfähige Eiaustauschstoffe dienen können, aus eiweisshaltigen Pflanzenteilen, dadurch gekennzeichnet, dass man Getreidekeime in der Kälte mit Hilfe von Lösungsmitteln, die Eiweiss weder lösen noch denaturieren, wie beispielsweise Trichloräthylen oder Äther, bis zur praktisch vollkommenen Freiheit von Öl extrahiert.
AT163213D 1946-01-31 1946-01-31 Verfahren zur Gewinnung von Eiweißkörpern AT163213B (de)

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