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Vorrichtung zum Verschliessen von Konservendosen
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum selbsttätigen Verschliessen der Deckel von Rundblechkonservendosen und betrifft die Anordnung sowie die Betätigung der Schliessrollen solcher Vorrichtungen. Diese haben, wenn sie für Handantrieb eingerichtet sind, meistens zwei nacheinander arbeitende Schliessrollen, welche den überstehenden Rand eines neuen Dosendeckels zuerst umbördeln, dann vollständig niederdrücken und dadurch die Dose luftdicht schliessen.
Hiebei steht die Dose mit lotrechter Achse auf einem drehbaren Teller, durch welchen sie nach oben gegen einen über Kegelräder von Hand angetriebenen Schliesskopf gedrückt wird, welcher mit einem aufgerauhten Rand in einen Wulst des Dosendeckels eingreift und dadurch Deckel und Dose mit dem Antrieb kuppelt. Die beiden Schliessrollen sind ent- sprechend profiliert und müssen sich während der Drehung der Dose dieser nur langsam nähern, damit ein faltenfreie Umbördeln und Schliessen zustande kommt. Für einen Verschlussvorgang sind daher viele, meist etwa 25 volle Umdrehungen der Dose erforderlich.
Für diese langsame Anstellbewegung der beiden
Schliessrollen wird meistens eine entsprechende
Kurvenscheibe, schiefe Ebene oder dergleichen verwendet und die Rotationskörper, an denen diese Elemente befestigt sind, werden vom
Dosenantrieb aus über ein Getriebe mit ent- sprechend grossem Übersetzungsverhältnis an- getrieben. Die bisher bekannten Maschinen besitzen für diesen Zweck eingängige Schneckengetriebe, bei welchen das Schneckenrad etwa 25 Zähne aufweist. Diese Schneckengetriebe haben beiderüblichenprinitivenAusführungundmangel- haften Schmierung sehr geringen Wirkungsgrad und erhöhen den Kraftbedarf so stark, dass die Bedienung der Maschine durch längere Zeit eine grosse Anstrengung bedeutet.
Wenn eine Dose fertig verschlossen ist, also nach etwa 25 Umdrehungen der Dose, muss die Rollenbewegung selbsttätig aufhören und die Rolle in ihre abgeschwenkte Ausgangsstellung zurückkehren, damit die fertig verschlossene Dose ohne Zwang aus der Vorrichtung genommen werden kann. Für diesen Zweck ist bei den bekannten Maschinen die Verzahnung des Schneckenrades auf einem Teil des Umfanges weggelassen, so dass eine sehr grosse Zahnlücke
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kann, ohne das Schneckenrad samt dem Rotations- körper mit den Kurven mitdrehen. Soll wieder eine Dose verschlossen werden, so muss durch
Eingriff von Hand das Schneckenrad so weit ge- dreht werden, dass der erste Zahn nach der
Lücke wieder zum Eingriff mit der Schnecke gelangt.
Hiebei kann es sehr leicht vorkommen, dass der eingreifende erste Schneckengang nicht in die nächste schmale Zahnlücke, sondern auf den Kopf des ersten Zahnes nach der grossen
Lücke auftrifft. Wird dann etwas Gewalt angewendet, so kann leicht der Zahn brechen oder ein anderer Teil der Maschine Schaden leiden.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und beinhaltet eine Vorrichtung, bei welcher das
Verschliessen von Konservendosen in bekannter
Weise mittels zweier nacheinander arbeitender, an Hebeln gelagerter Schliessrollen erfolgt, deren
Anstellbewegung mit Hilfe von Kurvenscheiben od. dgl. gesteuert wird, die vom Dosenantrieb aus ihre Bewegung ableiten und welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die die Schliessrollenbewegung steuernde Kurvenscheibe durch ein innenverzahntes Rad angetrieben ist, welches im Kreise um die Dosenachse schwingt und mit einem aussenverzahnten Rad der Kurvenscheibe in Eingriff steht.
Nach Fertigstellung eines Dosenverschlusses, d. i. nach einer vollen Umdrehung der Kurvenscheibe erfolgt selbsttätig die Lösung des Eingriffes, u. zw. erfindungsgemäss dadurch, dass sich die Kurvenscheibe samt dem aussenverzahnten Rad selbsttätig so weit axial verschiebt, dass die Verzahnung ausser Eingriff kommt, die Rollenbewegung aufhört und die Rollen in ihre ausgeschwenkte Anfangstellung zurückkehren. Das innen verzahnte Rad hat hiebei beispielsweise 26 Zähne, während das aussen verzahnte Rad nur 25 Zähne hat. Es kommt hiedurch eine solche Übersetzung zustande, dass auf eine einzige Umdrehung der Kurvenscheibe 25 Umdrehungen der Dose entfallen.
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schwachen Person eine grosse Anzahl von Dosen verschlossen werden, ohne dass eine übermässige Ermüdung eintritt.
Die Vorrichtung ist in der Zeichnung in Fig. 1 in Ansicht und in Fig. 2 in einem Querschnitt dargestellt.
Sie enthält die beiden Schliessrollen 1 und 2 an den unteren Enden von zwei doppelarmigen Hebeln 3 und 4, welche in den waagrechten
Schwenkachsen 5 und 6 gelagert sind. Die zwei doppelarmigen Hebel tragen an ihren oberen Enden Rollen 10 und 11, welche mittels der Federn 12 und 13 an eine Kurvenscheibe 7 gedrückt werden. Das Schaltgetriebe dieser Scheibe besteht aus dem mit ihr verbundenen, aussen verzahnten Rad 9, der Kurbel 14, der zentralen Schliesskopfwelle 24, sowie dem innen verzahnten Rad 8, welch letzteres durch einen Hebel 15 und das auf der Welle eines Handrades 20 sitzende Exzenter 16 betätigt wird. Zur Einschaltung dieser Antriebseinrichtung dient der Hebel 17 mit dem Exzenter 18.
Diese Einschaltvorrichtung löst sich bei Betätigung des Handrades 20 durch Herabfallen des Hebels 17 mit dem Exzenter 18 selbsttätig aus, sobald der Schliessvorgang beginnt.
Beim Schliessen einer Dose arbeitet die Vorrichtung wie folgt :
Die Rollen 10 und 11 berühren unter dem Druck der Federn 12 und 13 die Kurvenscheibe 7, welche an ihrem oberen Rande das aussen verzahnte Rad 9 trägt. Die Einschaltung der Kurvenscheibe 7 geschieht durch Aufwärtsstellen des Hebels 17, wodurch das aussen verzahnte Rad 9 von unten in das innen verzahnte Rad 8 zum Eingriff kommt, wie in Fig. 2 dargestellt. Im Inneren zwischen Kurvenscheibe 7 und innen verzahntem Rad 8 ist eine Feder 19 eingesetzt, welche die Kurvenscheibe 7 immer nach unten zu drücken sucht.
Bei Drehung des Handrades 20 wird das innen verzahnte Rad 8 durch die Kurbel 14, den Hebel 15 und das Exzenter 16 in eine Schwingbewegung versetzt, wodurch die Kurvenscheibe 7 gemäss dem eingangs angenommenen Beispiel während 25 Umdrehungen des Handrades 20 und der Dose 23 sich einmal voll herumdreht und die
Schliessrollen 1 und 2 den Dosendeckel schliessen.
Während dieser Arbeitsperiode kann die Feder 19 die Verzahnung von 8 und 9 nicht ausser Eingriff bringen, weil der Stift 22 auf der oberen Fläche des Gehäuses 21 gleitet. Nach dieser Arbeitsperiode fällt die Kurvenscheibe 7 auf das Gehäuse 21 herab, weil nach einer vollen Umdrehung der Stift 22 in ein dafür vorgesehenes Bohrloch im Gehäuse 21 einfällt. Hiedurch wird die Verzahnung zwischen den Rädern 8 und 9 ausgekuppelt und die Rollen 1 und 2 haben sich unter der Wirkung der Federn 12, 13 in ihre ausgeschwenkte Ruhelage begeben, so dass die fertig verschlossene Dose 23 aus der Vorrichtung genommen werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verschliessen von Konservendosen mittels zweier nacheinander arbeitender, an Hebeln gelagerter Schliessrollen, deren Anstellbewegung mit Hilfe von Kurvenscheiben od. dgl. gesteuert wird, die vom Dosenantrieb aus ihre Bewegung ableiten, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schliessrollenbewegung steuernde Kurvenscheibe (7) durch ein innen verzahntes Rad (8) angetrieben ist, welches im Kreis um die Dosenachse schwingt und mit einem aussen verzahnten Rad (9) der Kurvenscheibe (7) in Eingriff steht.