AT160912B - Verfahren zur Herstellung von Schmieröllen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schmieröllen

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AT160912B
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Ruhrchemie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Schmierölen   Es ist bekannt. bei der Herstellung von synthetischen Schmierölen von flüssigen, ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthaltenden Kohlenwasserstoffgemischen auszugehen und diese unter   Anwendung geeigneter Kondensationsmittel zu kondensieren. Geeignete Ausgangsstoffe können z. B. durch Spaltung oder katalytische Dehydrierung von Kohlenwasserstoffölen erhalten werden. Als besonders vorteilhart baben sich olefinische Benzine erwiesen. die aus 
 EMI1.1 
 



   Das bei der Kondensation verwendete Kondensationsmittel lässt sich mehrmals verwenden. wenn bei den nachfolgenden Reaktionen die Umsetzungstemperatur etwas gesteigert wird. 



  Durch diese vielfache Wiederverwendung der gleichen Kontaktmasse   erzieh   man eine ausserordentliche Verringerung des Kondensationsmittelverbrauchs. Hierbei hat man auch bereits derart gearbeitet, dass der nach Durchführung mehrerer Umsetzungen unwirksam   gewordene   Katalysator durch Zugabe ganz geringer Mengen von frischem Kontakt so weitgehend wiederbelebt wird.   dass   man ihn erneut zu einer   keihe von Kondensationen   bei   anfänglich   niedngeren Temperaturen unter jeweiliger Steigerung der Kondensationstemperatur benutzen kann. 



   Es wurde gefunden, dass man in   noch höherem Masse   an Kondensationsmitteln sparen kann und besonders hochwertige Schmieröle   erhalt. wens   die bei der Reaktion entstehende Wärme in jedem Stadium der Kondensation bei geeigneten Temperaturen abgeführt wird. Die Warme darf   also nicht, wie es bisher geschah. willkürlich   beseitigt werden, vielmehr ist dafür zu sorgen, dass von Reaktionsbeginn an die sich entwickelnde Wärme nur so weit abgeführt wird, dass ein langsamer Temperaturanstieg auf eine bestimmte   Endtemperatur inneihaib   der   Kondensationszeit   verbleibt.

   Die folgenden Versuche mögen zur Erläuterung der Verhältnisse dienen
In ein gut isoliertes Gefäss wurde ein Spaltbenzin mit Aluminiumchlorid eingetragen und   gerührt.   Die Polymerisationswärme erwärmte das Gemisch schnell auf 70 . Bei dieser Temperatur wurde die Kühlung angesetzt und die   nunmehr   entwickelte Wärme abgeführt. Bei der Aufarbeitung ergab sich. dass zwar eine heftige Polymerisation eingetreten war, dass aber überwiegend niedrigmolekulare Kondefisationsprodukte entstanden waren.

   Wurde das 

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 gleiche   Spaltbenzin   in dem gleichen Gefäss mit der gleichen Menge Aluminiumchlorid zur Reaktion gebracht, aber dabei dafür gesorgt, dass von vornherein die sich   entwick@@ de   Wärme so weit abgeführt wird, dass ein langsamer Temperaturanstieg auf gleichfalls 70  innerhalb 12 Stunden erfogte. so wurden als   Polymerisationsprodukt   in sehr guter Ausbeute wertvolle hochpolymere Öle erhalten. Wurde dagegen in einem dritten Versuch die Kühlung zu stark betrieben, so unterblieb ein Temperaturanstieg. die Reaktion wurde abgebremst, und es trat praktisch keine Polymerisation ein. 



   Es ist zweckmässig, die Kondensation der ungesättigten Kohlenwasserstoffe bei möglichst niedrigen, etwa o bis 30  betragenden Temperaturen zu beginnen und die an sich zu schnell   verlaufende Reaktion durch entsprechende Kühlung   derart   herabzumindern,     dass   durch die bei der Polymerisation auftretende Wärme nur eine langsame Steigerung der Temperatur im Umsetzungsgefäss eintritt und dass die bei der Kondensation im Verlauf von 6 bis 20 Stunden auftretende Endtemperatur bei schweren Ölen 50 bis 80  und bei leichten Ölen 100   bis 1.

   200   nicht übersteigt
Die Kühlung der in Reaktion befindlichen Benzincharge kann entweder durch   Aussen-     kühlung odeur   durch direkte oder indirekte Innenkühlung oder durch eme Kombination beider 
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 gefäss durch   lebhafte Rührung   des Reaktionsgemisches zu unterstützen. 



   Eine genaue Temperaturbeherrschung ist bei diesen Reaktionen durch die physikalische Beschaffenheit der bei dem Umsatz der   ungesättigten   Öle mit dem Kondensationsmittel, z. B. AlCl3. entstehenden Kontaktschichten sehr erschwert. Einerseits ist eine äussere Kühlung bei gleichzeitigem Rühren des   Umsetzungsgemisches   zumeist nicht ausreichend, um die bei 
 EMI2.2 
   praktlsch nht durchführbar.   Man hat schon vorgeschlagen, bei der Herstellung von viscoben Ölen durch Kondensation von ungesättigten Kohlenwasserstoffgemischen der Reaktionsmasse indifferente Öle zuzusetzen.   um   so die Konzentration an reaktionsfähigen Stoffen und die entwickelte Wärmemenge zu verringern.

   Diese Verfahrensweise hat jedoch den Nachteil, dass grosse Mengen an Verdünnungsmitteln zuzusetzen und nach beendeter Reaktion durch Destillation von den entstandenen viscosen ölen zu entfernen sind. 



   Den umzusetzenden ungesättigten Oien kann man indifferents, leicht siedende Stoffe, beispielsweise Propan, Butan oder Pentan oder Gemische dieser Kohlenwasserstoffe, zusetzen. durch deren Verdampfung die   Wärme   aus der Reaktionsmasse abgeführt wird. Messungen 
 EMI2.3 
 verfahren. 



   Man kann z. B. der in   schriller, rührender Bewegung befindlichen   Reaktionsmasse bei normalem Druck so viel leicht siedende Kohlenwasserstoffe   zuführen, dass   die durch die Ver- 
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   Polymerisationswärme entspricht, wobei die gasformig entweichenden   Stoffe ausserhalb der   Reaktionstemperatur wieder verflüssigt werden.   
 EMI2.5 
 versehen sind. von vornherein eine bestimmte Menge leicht siedender Stoffe zugesetzt wird, die zwar während der Reaktion verdampfen, aber in den   Rückflusskühler   kondensiert werden.

   Die Aufrechterhaltung einer bestimmten Reaktionstemperatur erfolgt bei dieser Arbeitsweise durch gleichzeitige Einstellung der Kondensationstemperatur und des entsprechenden Dampfdruckes durch das im Kreislauf verdampfende, wieder kondensierende und in die Rührkessel zurückgeführte Kühlmittel. t'm bei dieser Arbeitsweise auch bei notwendig werdenden höheren Reaktionstemperaturen ein über die gewünschten Grenzen hinausgehendes Ansteigen der Drucke in den Umsetzungsgefässen zu vermeiden, muss man bei höheren Reaktionstemperaturen entsprechend schwerer siedende Kühlmittel anwenden. 



   Nähere Einzelheiten sind aus dem nachfolgenden   Ausführungsbeispiel ersichtlich.   



    Ausführungsbeispie !   
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   unter allmählicher Steigerung der Temperatur die Kondensatio'1sreaktion durch. Die Anfangstempertur von 20c wurde im Verlauf von 120 Stunden kontinuierlich bis auf 100  erhöht.   

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  Nach beendeter   Umsetzung wurde   die das gebildete Schmieröl enthaltende   Beninschicit   von der Kontaktschicht, die aus Aluminiumchlorid und   Aluminiumchloriddoppelverbindungen   bestand, abgetrennt und aus ihr durch Destillation 424 g Schmieröl gewonnen. Das Verhältnis des gewonnenen Schmieröls zum eingesetzten Aluminiumchlorid belief sich auf 42   : tac   Zugabe einer geringen Menge von frischem wasserfreiem Aluminiumchlorid1 die sich auf etwa 10 bis   20eco   der zuerst eingesetzten Menge belief, konnte die abgetrennte Katalysatorschicht erneut zur Umsetzung von Spaltbenzin verwendet werden, wobei man wieder mit der niedrigen Temperatur begann. 



   PATENTANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Herstellung   von Schmierölen   durch Kondensation von ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthaltenden Kohlenwasserstoffgemischen unter Anwendung geeigneter Kondensationsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass man den Temperaturverlauf im Umsetzungsgefäss derart regelt, dass durch die Polymerisationswärme nur eine allmähliche, kontinuierliche oder stufenweise Temperaturerhöhung eintritt, wobei man zwecks Herstellung hochviscoser Öle eine Kondensationstemperatur von 50 bis   800 und   bei Herstellung weniger viscoser Öle eine Kondensationstemperatur von 100 bis   1200   in dem Reaktionsgemisch nick übersteigen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfanren nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, dass den umzusetzenden Ölen zum Zwecke der Temperaturregelung indifferente, leicht siedende Stoffe zugesetzt werden, welche EMI3.1 lauf verdampft, wieder kondensiert und in den Rührkessel zurückgeführt wird, wobei man durch gleichzeitige Einstellung der Kondensationstemperatur und des entsprechenden Dampfdruckes die gewünschte Reaktionstemperatur aufrechterhält.
    . Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet. dass als indifferentes, leicht siedendes Kühlmittel verflüssigtes Propan. Butan. Pentan oder Gemische dieser Kohlenwasserstoffe oder ihrer ungesättigten Homologen Anwendung finden.
AT160912D 1936-06-23 1943-06-10 Verfahren zur Herstellung von Schmieröllen AT160912B (de)

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DER96609D DE684016C (de) 1936-06-23 1936-06-23 Verfahren zur Temperaturregelung bei der Kondensation und Polymerisation von ungesaettigten Kohlenwasserstoffoelen
DE160912X 1936-08-17

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