DE356595C - Verfahren zur Spaltung von hochsiedenden Petroleumkohlenwasserstoffen in niedrigsiedende Petroleumkohlenwasserstoffe - Google Patents
Verfahren zur Spaltung von hochsiedenden Petroleumkohlenwasserstoffen in niedrigsiedende PetroleumkohlenwasserstoffeInfo
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Classifications
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G11/00—Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
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Description
- Verfahren zur Spaltung von hochsiedenden Petroleumkohlenwasserstoffen in niedrigsiedende Petroleumkohlenwasserstoffe. Die Erfindung betrifft die Umwandlung von hochsiedenden Petroleumkohlenwasserstoffen von komplizierter Zusammensetzung in niedrigsiedende Petroieumkohlenwasserstoffe von einfacher molekularer Zusammensetzung. Die Spaltung wird mittels wasserfreien Aluminiumchlorids, Eisenchlorids o. dgl. herbeigeführt. Friedel und Crafts schlugen schon im Jahre 1877 vor, Petroleumkohlenwasserstoffe durch Erhitzen mit wasserfreiem Aluminiumchlorid oder Eisenchlorid auf Temperaturen zwischen roo° und 6oo° C zu spalten, wobei sie jedoch nur ganz geringe Mengen niedrigsiedender Kohlenwasserstoffe erhielten. Dies lag daran, daß die beiden genannten französischen Forscher von einem stark schwefelhaltigen Rohmaterial ausgingen, wobei das Aluminiumchlorid schnell unwirksam wurde. Auch fehlte ihnen die Erkenntnis, daß man zur vollständigen Umwandlung der hochsiedenden Kohlenwasserstoffe in niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe den Grad der Erhitzung innerhalb bestimmter Grenzen einhalten muß. Die gleiche Reaktion läßt sich auch zur Gewinnung von Leuchtölen anwenden, wobei man die Erhitzungstemperatur entsprechend steigert, so daß man es in der Hand hat, entweder nur niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe oder ein Gemenge von niedrig siedenden Kohlenwasserstoffen und Leuchtölen zu gewinnen. Als unvermeidliche Nebenprodukte entstehen hierbei noch geringe Mengen von Gasen und festen Stoffen.
- Die Erfindung besteht also darin, daß man möglichst vom Schwefel befreite hochsiedende Petroleumkohlenwasserstoffe mit wasserfreiem Aluminiumchlorid - oder wasserfreiem Eisenchlorid auf etwa 163' bis 175' C erhitzt, wobei die als Katalysatoren wirkenden Chloride eine Spaltung herbeiführen, so daß niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe entstehen und abdestilliert werden können. Steigert man die Temperatur auf 2oo° bis 3oo° C, so bilden sich die sogenannten Leuchtöle.
- Beispielsweise nimmt man ioo Teile eines Petroleumdestillats, das frei von leichtsiedenden Produkten ist, z. B. Gasöl aus Paraffin oder aus Semi-Paraffin oder aus Semi-Asphaltrohöl, und fügt hierzu 5 Teile entwässertes Aluminiumchlorid. Die Mischung wird dann -in einer Retorte einige Zeit auf 163° C bis 17g ° C erhitzt, wobei die leichtsiedenden Kohlenwasserstoffe abdestillieren. Die Retorte ist zweckmäßig mit einem Rührwerk versehen, um das Aluminiumchlorid in der Schwebe und in inniger Berührung mit dem Öl zu halten und eine Überhitzung desselben zu verhindern. Von Zeit zu Zeit werden neue Mengen Öl hinzugefügt, damit der Inhalt der Retorte nicht zu niedrig sinkt, um zu vermeiden, daß der Retorteninhalt zur Trockne verdampft, und um das Reduziermittel wiederholt benutzen zu können, dessen Wirksamkeit ziemlich lange Zeit vorhält. Wird die Beschickung bis zur Trockne destilliert, so wird der Katalysator unwirksam. Ebenso kann man nach Erfordernis zum 61 wasserfreies Aluminiumchlorid hinzufügen. Der Zusatz einer größeren Menge von wasserfreiem Aluminiumchlorid, etwa von mehr als io Prozent, bewirkt eine Beschleunigung der Reaktion. Auf diese Weise wird die ganze Menge Öl in leichtsiedende Produkte und Gase verwandelt, wobei man 7o bis 8o Prozent in Gestalt von flüssigem Benzin oder Gasolin erhält, während der Rest als Gas entweicht oder in der Retorte in Gestall von. Koks oder organischen Stoffen zurückbleibt. Die Wirkung der wasserfreien Chloride scheint katalytischer Natur zu sein.
- Anstatt wasserfreiem Aluminiumchlorid kann man auch andere äquivalente Mittel für sich allein oder zusammen mit Aluminiumchlorid verwenden, beispielsweise wasserfreies Eisenchlorid. Es wurde gefunden, daß wasserfreies Eisenchlorid langsamer wirkt als wasserfreies Aluminiumchlorid und daß es daher nötig ist, größere Mengen der Eisenverbindung zu benutzen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
- Läßt man Aluminiumchlorid usw. bei einer Temperatur von nicht mehr als 175 ' C einwirken, so kann das erhaltene leichtsiedende Produkt als Automobiltreibmittel oder als Brennstoff für Öfen verwandt werden. Man kann auch das Produkt nochmals destillieren und in der üblichen Weise in Fraktionen von verschiedenem spezifischem Gewicht zerlegen. Das Öl ist besser als die leichtsiedenden Produkte, welche durch bloße Destillation von Rohöl erhalten werden, weil sie frei von ungesättigten Kohlenwasserstoffen sind, wie dies durch die bekannte Schwefelsäureprobe bewiesen wird.
- Das eben beschriebene Verfahren kann auch auf die Gewinnung von Leuchtöl Anwendung finden, wenn man die Erhitzung auf Zoo ° bis 3oo° C steigert. Wird das in der Vorlage aufgefangene Destillat nicht fraktioniert, so erhält man ein Gemisch von leichtsiedenden Kohlenwasserstoffen und Leuchtölen, dessen Zusammensetzung je nach der Temperatur der Erlützung und der Behandlungsdauer schwankt, so daß man es in der Gewalt hat, den Gehalt des Destillats an niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen und Leuchtölen nach Belieben zu regeln.
- Es ist zweckmäßig, das Rohöl vor der Behandlung mit den Katalysatoren von seinen Verunreinigungen in bekannter Weise zu befreien, obwohl das Verfahren auch für Rohöl anwendbar ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Spaltung von hochsiedenden Petroleumkohlenwasserstoffen in niedrigersiedende Petroleumkohlenwasserstoffe mittels wasserfreiem Aluminiumchlorids, Eisenchlorids o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man, abgesehen von den unvermeidlichen gasförmigen undfestenNebenprodukten, zwecks vollständiger Umwandlung der hochsiedenden Kohlenwasserstoffe in niedrigsiedende -die Kohlenwasserstoffe mit als Katalysatoren wirkenden Chloriden auf etwa i63° bis i75' C erhitzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Gewinnung eines Gemenges von niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen und von Leuchtölen die Einwirkung der Chloride bei zoo° bis 300'C stattfinden läßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US94222XA | 1913-01-23 | 1913-01-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE356595C true DE356595C (de) | 1922-07-25 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG39685D Expired DE356595C (de) | 1913-01-23 | 1913-08-09 | Verfahren zur Spaltung von hochsiedenden Petroleumkohlenwasserstoffen in niedrigsiedende Petroleumkohlenwasserstoffe |
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| AT (1) | AT94222B (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0555833A1 (de) * | 1992-02-10 | 1993-08-18 | Mazda Motor Corporation | Verfahren und Apparat zum Gewinnen von niedrig siedendem Kohlenwasserstofföl aus Kunststoff- oder Gummiabfällen |
-
1913
- 1913-08-09 DE DEG39685D patent/DE356595C/de not_active Expired
- 1913-12-24 AT AT94222D patent/AT94222B/de active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT94222B (de) | 1923-09-10 |
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