AT159606B - Schaltung für doppelte Anrufsucher. - Google Patents

Schaltung für doppelte Anrufsucher.

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  Schaltung für doppelte Anrufsucher. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung für doppelte Anrufsucher. Sie bezweckt, die Einstellzeit   der A. t1rufsucher auf   ein Mindestmass zu verkürzen, und erreicht dies dadurch, dass die ersten Anrufsucher, von einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung bewegt, diejenige Stellung aufsuchen, an die in den einzelnen ersten Anrufsuchern IAS alle Leitungen mit dem Abzissenwert der anrufenden   Leitung (z. B. 72) angeschlossen sind (also die Leitungen 12, 22,32 usw. ), während gleichzeitig ein   zu diesem ersten Anrufsucher Zugang besitzender zweiter Anrufsucher diejenige Stellung aufsucht, über die er zu demjenigen ersten Anrufsucher Zugang erhält, an den alle Leitungen mit dem Ordinaten-   wert der anrufenden Leitung angeschlossen sind (also die Leitungen 71, 72, 73 usw. ).

   Dabei wird durch     Sehaltmittel   bei Einleitung eines Anrufes sowohl der Ordinatenwert der anrufenden Leitung in den Kontaktreihen der zweiten Anrufsucher wie der Abszissenwert in den Kontaktreihen der ersten Anrufsucher gekennzeichnet. Handelt es sich bei den ersten   Anrufsuchern   lAS um Drehwähler, so kann man die Gruppe erster Anrufsucher lAS als einen einzigen Drehwähler, also unter Voraussetzung dekadischer Gruppierung einen Einerwähler umfassen, der soviel   Bürstens tze   besitzt, als Teilnehmerdekaden vorhanden sind. 



   Im vorstehenden ist jede anrufende Leitung als Punkt in einem rechtwinkligen Koordinatensystem aufgefasst ; die Abszisse dieses Punktes wird also gemäss der Erfindung von dem gemeinsam angetriebenen ersten Anrufsucher IRAS (dem Einerwähler) und gleichzeitig die Ordinate des Punktes von dem zweiten Anrufsucher IXIAS (Zehnerwähler) ermittelt. Die Kombination beider Einstellungen legt den Punkt und damit die anrufende Leitung eindeutig fest. 



   Dies sei an Hand   des Übersichtsschemas   der Fig. 1 erläutert. Die Abbildung zeigt zehn erste Anrufsucher   lASl-lASI0,   die von einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung, z. B. einem Schrittschaltwerk, angetrieben werden. Jeder dieser Anrufsucher überstreicht dabei eine waagrechte Reihe von zehn Kontakten (bzw. Kontaktsätzen), an deren jedem eine anrufende Leitung angeschlossen ist, im ganzen sind also 100 anrufende Leitungen vorgesehen, die in der schematischen Darstellung ein rechtwinkliges Koordinatensystem bilden. Zu dem ersten Anrufsucher lAS besitzt ein zweiter Anruf- 
 EMI1.1 
 wähler GW, verbunden ist.

   In der dargestellten Lage steht der zweite Anrufsucher   11M   auf seinem ersten Kontakt, an dem der erste Anrufsucher   lAS1,   der seinerseits zu den Leitungen   11,   12, 13 usw. bis 10 Zugang hat, angeschlossen ist. Macht der zweite Anrufsucher   I1AS   einen Schritt, so verbindet er sich auf diese Weise mit dem ersten Anrufsucher IAS2 und erhält dadurch Zugang zu den Leitungen, deren Nummer an erster Stelle eine 2 aufweisen, also zu den Leitungen 21 bis 20 usf. 



   Die Betriebsweise ist nun derart, dass alle ersten Anrufsucher IAS, die ja von einer gemeinsamen   Antriebsvorriehtung   bewegt werden (d. h. der Einerwähler), so lange laufen, bis sie diejenige Stellung erreicht haben, die dem Abszissenwert der anrufenden Leitung entspricht. Wenn also die Leitung 72 angerufen hat, so bewegen sich alle ersten   Anrufsucher IAS von   der dargestellten Stellung 1 aus einen Schritt nach rechts, wodurch sie zu den Leitungen 12, 22,32 usw. bis 02 Zugang verschaffen. Es muss nun aber noch der richtige Bürstensatz oder, allgemeiner gesprochen, der dem Ordinatenwert der anrufenden Leitung zugeordnete erste Anrufsucher IAS ausgewählt werden. Diese Auswahl besorgt der zweite Anrufsucher   I1AS,   u. zw. erfindungsgemäss gleichzeitig mit der Einstellbewegung der LAS (des Einerwählers).

   Da in einer Kontaktreihe dieses zweiten Anrufsuchers die siebende Dekade als die anrufende gekennzeichnet worden ist, stellt sich somit der zweite Anrufsucher   JIAS   auf seinen 

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 siebenten Kontaktsatz ein und erhält damit Zugang zu demjenigen IAS bzw. zu demjenigen Barstensatz des Einerwählers, der der anrufenden Leitung zugeordnet ist, also zu dem ersten Anrufsucher   lAS7.   



  Die anrufende Leitung 72 ist also jetzt über den ersten Anrufsucher lAS7 in Stellung 2 und den zweiten Anrufsucher IIAS in Stellung 7 mit dem   Nummernstromstossempfänger   verbunden. An dieser Stelle sei gleich bemerkt, dass die   dekadische   Numerierung nur als Beispiel gedacht ist, dass also die Gruppierung auch eine nicht dekadische sein kann. 



   Wird die Forderung gestellt, dass mehrere Teilnehmer gleichzeitig einen Anruf sollen einleiten können, so muss dafür Sorge getragen werden, dass Kreuzverbindungen vermieden werden. Eine solche Kreuzverbindung könnte z. B. bei dem obigen Beispiel dann entstehen, wenn ausser dem Teilnehmer 72 noch   beispielsweise der Teilnehmer 5   anrufen würde. In diesem Fall könnte sich z. B. der Einerwähler auf seinen zweiten Kontakt {entsprechend der Einerziffer des Teilnehmers 72) und der Zehnerwähler (IIAS) auf seinen fünften Kontakt (entsprechend der Zehnerziffer des Teilnehmers   58)   einstellen. Der mit dem   zweiten'Anrufsuchér     verbundene-NummernstromstossempfXnger wurde dann   also mit dem Teilnehmer Nr. 52 verbunden sein, der aber gar nicht angerufen hat. 



    Zur Verhinderung derartiger Fehleinstellungen wird, sobald einer-der beiden gleiehzeitig laufenden   Wähler eine anrufende Teilnehmer (Einer- bzw. Zehner) gruppe gefunden hat, durch ein diesem Wähler zugeordnetes   Prüfrelais   der   ursprüngliche   Prüfstromkreis des andern Wählers unterbrochen, derart, dass dieser andere Wähler bei seiner weiteren Bewegung nur noch über einen eigenen Schaltarm und einen Sehaltarm des bereits stillgesetzten Wählers in Reihe prüfen kann. Der noch nicht eingestellte 
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   des Einerwählers aufprüfen,   sondern nur noch auf einen solchen, dessen Bürsten bereits auf den Kontakten eines anrufenden Teilnehmers stehen.

   Umgekehrt kann auch der noch nicht vollkommen eingestellte Einerwähler nach Stillsetzung des zweiten Anrufsuchers nicht auf einen beliebigen anrufenden Teilnehmer aufprüfen, sondern nur auf einen solchen, auf dessen Zehnergruppe der zweite Anrufsucher bereits steht. 



   Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Abbildung an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
DEW bedeutet den Drehmagneten des Einerwählers, DZW den des Zehnerwählers. Die Schalt- 
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 und der fünfte Bürstensatz   lAS 5, herausgezeichnet   sind. Ausserdem besitzt der Einerwähler noch   eine d-Kontaktreihe, die allen Bürstensätzen gemeinsam ist. Auch der ZLiS besitzt noch eine d-Kontakt-   reihe, über die er vor der Stillsetzung des Einerwählers die Dekadenprüfung vornimmt. 



   Die Betriebsweise der Schaltung beim Anruf des Teilnehmers   T54   ist folgende : Nimmt der Teilnehmer den Hörer ab, so werden im Rufstromkreis die Relais R,   DK   und An in Reihe erregt. Das Relais R ist das dem Teilnehmer 54 individuell zugeordnete   Anrufrelais.   Das Relais An ist das übliche Anlassrelais, während das Relais   DK   zur Kennzeichnung der Zehnergruppe des anrufenden Teilnehmers dient. Das Relais   R   kennzeichnet durch seinen Kontakt r2 den vierten Kontakt in der d-Bank des Einerwählers und durch seinen   Kontakt r 1   den vierten Kontakt in der c-Kontaktreihe desjenigen Bürstensatzes dieses Einerwählers, der der fünften Teilnehmergruppe (Dekade) zugeordnet ist, zu dem also der zweite Anrufsucher IIAS über seinen fünften Kontakt Zugang hat.

   Der Kontakt dk des Relais   DK   kennzeichnet gleichzeitig den fünften Kontakt an der d-Kontaktreihe des zweiten   Anrufsuchers 11AS.   Am Kontakt an des Relais An werden der Zehnerwähler und der Einerwähler gleichzeitig angelassen, so dass beide Wähler ihre Schaltarme fortschalten. 



   Es sei nun angenommen, der Einerwähler finde den ihm gekennzeichneten Kontakt als erster. 



  In diesem Fall kommt das Prüfrelais E über den gemeinsamen d-Arm des Einerwählers zum Ansprechen. 



  Dieses Relais öffnet an seinem Kontakt el den Fortschaltestromkreis des Drehmagneten DEW des Einerwählers und setzt somit diesen Wähler auf seinem vierten Kontakt still. Ausserdem öffnet es an seinem Kontakt e2 den unmittelbaren Prüfstromkreis des Zehnerwählers   11AS,   der über den d-Arm dieser Wähler verläuft. Der Zehnerwähler läuft also zwar weiter, kann aber jetzt nicht mehr mit seinem Relais Z prüfen, sondern die Prüfung kann nur noch mittels des Prüfrelais P, u. zw. in Reihe über einen 
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 gefunden hat, der bereits auf einer anrufenden Leitung steht.

   Da im vorliegenden Fall angenommen ist, dass der Teilnehmer 54 angerufen hat, wird der Zehnerwähler auf seinem fünften Kontakt stillgesetzt, weil beim Erreichen dieses Kontaktes folgender Prüfstromkreis zustande kommt : +, P,   c-Arm   des   11AS, c-Arm   des Bürstensatzes   jLJ,   rl, T,-. 



  In diesem Stromkreis spricht sowohl das P-wie das T-Relais an. Das P-Relais trennt an seinem Kontakt p den   Fortschaltestromkreis   beider Wähler auf, so dass nun auch der Zehnerwähler stehen bleibt, und sorgt in nicht dargestellter Weise für die Durchschaltung. Das Relais T, das Trennrelais des anrufenden Teilnehmers   T   öffnet an seinen Kontakten tl und t2 den Anrufstromkreis, so dass 
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Sollte der Zehnerwähler früher finden als der   Einerwähler-was auch   bei dem vorstehenden Beispiel möglich ist, weil die Wähler keine Ruhelage zu besitzen brauchen-, so spricht das Relais Z 

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 als erstes an und öffnet an seinem Kontakt z2 den unmittelbaren Prüfstromkreis des Einerwählers,

   so dass der Fortschaltestromkreis des Einerwählers erst beim Ansprechen des in Reihe über die Schaltarme beider Wähler prüfenden Relais P an dessen Kontakt p stillgesetzt werden kann. Damit ist aber auch in diesem Fall sichergestellt, dass der Gruppenwähler zu einem anrufenden Teilnehmer durchgeschaltet ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltung für doppelte Anrufsucher, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Anrufsucher   (IAB)   von einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung bewegt, diejenige Stellung aufsuchen, an die in den einzelnen ersten Anrufsuchern alle Leitungen mit dem Abszissenwert der anrufenden Leitung   angeschlossen sind (also die Leitungen 12, 22,32 usw. ), während gleichzeitig ein zu diesen ersten     Anruf suehern   Zugang besitzender zweiter   Anrufsucher (TLAS) diejenige   Stellung aufsucht, über die er zu demjenigen ersten Anrufsucher Zugang erhält, an den alle Leitungen mit dem Ordinatenwert   der anrufenden Leitung angeschlossen sind (also die Leitungen 71, 72,73 usw. ).  

Claims (1)

  1. 2. Schaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schaltmittel (R, DK), die bei Einleitung eines Anrufes sowohl die Zehnergruppe in den Kontaktreihen der zweiten Anrufsucher wie die Einergruppe in den Kontaktreihen der ersten Anrufsucher kennzeichnen.
    3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass, sobald einer der beiden gleichzeitig laufenden Wähler eine anrufende Teilnehmer (Einer- bzw. Zehner) gruppe gefunden hat, durch ein diesem Wähler zugeordnetes Prüfrelais (E, Z) der ursprüngliche Prüfstromkreis des andern Wählers unterbrochen wird (bei e2 bzw. zR), derart, dass dieser andere Wähler bei seiner weiteren Bewegung nur noch über einen eigenen Schaltarm und einen Schaltarm des bereits stillgesetzten Wählers in Reihe prüfen kann.
    4. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltarm und die Kontaktreihe (d), über die der ursprüngliche Einerprüfstromkreis verläuft, allen erstenAnrufsuchern, zu denen die Gruppe der zweiten Anrufsucher Zugang hat, gemeinsam zugeordnet ist. EMI3.1
AT159606D 1936-06-30 1937-06-01 Schaltung für doppelte Anrufsucher. AT159606B (de)

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