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Elektrische Entladungsrohre.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren Sekundäremissionselektroden und auf ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Die Auffassung. der Fachwelt ging bisher dahin, dass sich für die Abgabe von Sekundärelektronen besonders jene Stoffe eignen, welche einen hohen Photoeffekt geben, also z. B. die Erdalkalien und deren Oxyde, Cäsiumoxyd, Magnesium usw. Es lag deshalb nahe, anzunehmen, dass eine gute Photokathode stets auch eine gute Sekundäremissionskathode sein müsse, weshalb man bisher die Sekundäremissionselektroden nach den gleichen Grundsätzen wie die photoaktiven Schichten herstellte. Da für Photokathoden der erwähnten Art eine relativ dicke Schichte photoaktiven Materials benutzt wird, hat man daher bis jetzt auch die Sekundäremissionselektroden mit einer ziemlich dicken Schichte sekundäremissionsfähigen Materials bedeckt.
Der Fachmann hatte um so weniger Anlass von der üblichen Dimensionierung abzugehen, da es bekannt ist, dass viele Primärelektronen ziemlich tief in die aktive Schicht eindringen und auch in tieferen Lagen noch Sekundärelektronen auslösen.
Die verhältnismässig starken, bisher üblichen Belegungen bringen jedoch verschiedene Nachteile mit sich. So gibt z. B. Cäsium Anlass zu Isolationsstörungen, indem es sich auf die in der Röhre z. B. zur Lagerung der Elektroden angebrachten Isolierkörper niederschlägt, während die Verbindungen, z. B. die Oxyde der Erdalkalimetalle, des Magnesiums usw., in Schichten von üblicher Stärke aufgebracht, einen unangenehm hohen Widerstand ergeben.
Erfindungsgemäss können diese Übelstände dadurch vermieden werden, dass die Schichte auf der Oberfläche der Sekundäremissionselektrode, welche wie bekannt, aus einem oder mehreren Erdalkalioxyden und/oder Magnesiumoxyd besteht, eine geringere Stärke als drei Mikron, vorzugsweise nicht grösser als ein Mikron besitzt.
Überraschenderweise ist die Ausbeute an Sekundärelektronen bei solchen Schichten nicht geringer, sondern grösser als bei stärkeren Schichten, obgleich die pro auftreffendem Primärelektron ausgelöste Anzahl von Sekundärelektronen vermutlich kleiner ist, weil manche Primärelektronen nach dem Passieren dieser dünnen Schichte noch nicht völlig abgebremst sind. Diese Erscheinung hängt vielleicht damit zusammen, dass bei den bisher üblichen starken Schichten die Sekundärelektronen nicht genug Anfangsenergie besitzen, um sich von dem Ort, wo sie ausgelöst wurden, bis zur Oberfläche durchzuarbeiten. Vermutlich baut sich also dann in der Schichte eine negative Ladung auf, die auf ankommende Primärelektronen eine bremsende Wirkung ausübt. Die Erfindung ist jedoch an diese Erklärung nicht gebunden.
Eine gleichmässige dünne aktive Schichte kann z. B. auf kataphoretischem Wege aufgebracht werden. Es ist jedoch auch möglich, die Sekundäremissionselektrode durch Aufdampfen des betreffenden Materials, z. B. von einer Primärkathode, weg zu aktivieren. Als Unterlage für die Sekundärelektronen abgebende Schichte können die für Primärkathoden üblichen Materialien, z. B. Nickel, Molybdän, Kupfer oder Kupferlegierungen, verwendet werden. Kupfer und Kupferlegierungen sind insbesondere dann vorteilhaft, wenn die aktive Schichte nach der Aufdampfungsmethode hergestellt wird und wenn die Primärkathode in diesem Fall ebenfalls eine Unterlage aus Kupfer oder einer Kupferlegierung aufweist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Entladungsröhre mit einer Sekundäremissionselektrode, auf deren Oberfläche eine leicht Sekundärelektronen abgebende Schicht aus einem oder mehreren Erdalkalimetalloxyden und/oder Magnesiumoxyd aufgetragen ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schicht eine Stärke von weniger als drei Mikron besitzt.
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