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Gliihkathode.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Glühkathode für elektrische Entladungsröhren.
Es wurde bereits vorgeschlagen, eine Glühkathode für elektrische Entladungsröhren in der Weise herzustellen, dass von einem aus einem hochschmelzenden Stoff, z. B. Wolfram oder Molybdän bestehenden
Kern ausgegangen wird, auf dem ein Metalldraht schraubenförmig aufgebracht wird, worauf dieser Draht mit einem Stoff von starker Emissionsfähigkeit überzogen wird. Der schraubenförmig gewundene Draht besteht vorzugsweise aus Nickel.
Obgleich mit diesen Glühkathoden vorzügliche Ergebnisse erzielt worden sind, hat es sich gezeigt, dass die Ergebnisse dadurch verbessert werden können, das gemäss der Erfindung der aus einem hoehsehmelzenden Metall bestehende Kern wenigstens teilweise mit einer aus einem weniger hochschmelzenden Metall bestehenden Schicht überzogen wird, auf der ein Metalldraht sehraubenförmig aufgewickelt wird. Dieser schraubenförmig gewundene Draht wird wenigstens teilweise mit einer
Substanz von starkem Emissionsvermögen überzogen. Die auf den Kern aufgebrachte Schicht, ebenso wie der schraubenförmig gewundene Draht, kann vorteilhaft aus Nickel bestehen.
Diese Kathode weist den Vorteil auf, dass die emittierende Substanz zwischen den Windungen des schraubenförmig gewundenen Drahtes nicht mit dem hochsehmelzenden Metall des Kernes, sondern mit dem auf diesen Kern aufgebrachten weniger hochschmelzenden Metall in Berührung kommt, an dem die emittierende Substanz besser als an dem Kernmaterial haftet. Wenn ein Teil der Drahtschraube zerstäubt, so bleibt die Kathode dennoch wirksam, da der Kern den übrigen Teil der Drahtschraube weiter trägt und den Heizstrom leiten kann.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Kathode gemäss der Erfindung.
Die dargestellte Kathode weist einen draht-oder bandförmigen Kern 1 auf, der aus einem hochschmelzenden und vorzugsweise schlecht wärmeleitenden Metall, z. B. Wolfram, Molybdän oder Tantal besteht. Dieser Kern ist teilweise mit einer dünnen Schicht 2 überzogen, die aus einem weniger hochschmelzenden Metall als das Kernmaterial besteht und an der die emittierende Substanz vorzüglich haftet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Schicht 2 z. B. aus Nickel, das auf bekannte Weise, z. B. auf elektrolytischem Wege oder durch Niederschlagen aus der Dampfphase auf den Kern aufgebracht sein kann. Das Nickel schmilzt bei einer niedrigeren Temperatur als Wolfram und ähnliche Stoffe und zerstäubt leichter als diese Metalle.
Bekanntlich haften die Erdalkalimetalle und die Oxyde dieser Metalle, aus denen der emittierende Stoff der Kathode bestehen kann, vorzüglich an Nickel.
Auf der Schicht 2 ist ein Draht 3, der in elektrischer Berührung mit dieser Schicht ist, schraubenförmig aufgewickelt. Zwischen den Windungen dieses Drahtes sind Zwischenräume freigelassen, es ist aber auch möglich, dass die Windungen aneinanderliegen. Der Draht 3 ebenso wie die Schicht 2, besteht aus einem Metall, z. B. Nickel, mit einem niedrigeren Schmelzpunkt als der Stoff, aus dem der Kern 1 besteht. In manchen Fällen empfiehlt es sich, das aus dem Kern und der Drahtschraube bestehende Gefüge mit einem Metall mit niedrigerem Schmelzpunkt, z. B. Nickel, zu überziehen, so dass der schraubenförmig gewundene Draht mit dem Kern fest verbunden wird, während der emittierende
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den Draht 3 aus einem Kern aus hoehsehmelzendem Metall, z. B.
Wolfram, herzustellen, der mit einer aus einem weniger hochsehmelzenden Metall, z. B. Nickel, bestehenden Schicht überzogen ist.
Der Draht. 3 ist mit einem Stoff mit starker Emissionsfähigkeit, z. B. mit einem oder mehreren Erdalkalimetallen oder Oxyden dieser Metalle bedeckt. Der emittierende Stoff kann auf bekannte Weise auf den Draht 3 aufgebracht werden, z. B. dadurch, dass ein aus Barium-und Strontiumkarbonat bestehendes Gemisch auf den Draht aufgebracht wird und diese Karbonate durch Erhitzen in Oxyde übergeführt werden oder dadurch, dass ein Erdalkalimetall, z. B. Barium aus der Dampfphase auf den Draht niedergeschlagen wird, worauf das Erdalkalimetall gewünschtenfalls oxydiert werden kann.
Es ist auch möglich, den Draht 3 vor dem Aufbringen des Erdalkalimetvlles zu oxydieren oder zunächst mit einer Kupferschicht zu überziehen und dieses Metall zu oxydieren. Das Aufbringen des emittierenden Stoffes kann nach dem Aufbringen des Drahtes J auf den Kern und die Schicht 2 erfolgen,
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Da der in die Zwischenräume zwischen den Windungen des Drahtes : J eindringende emittierende Stoff nicht mit dem Draht 1, sondern mit dem Material der Schicht 2, im vorliegenden Falle mit Nickel, in Berührung kommt, wird er vorzüglich an der Kathode haften, wodurch die Lebensdauer der Kathode günstig beeinflusst wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ragt der Kerndraht 1 auf beiden Seiten aus den Enden
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der Schicht g befestigt, während die Enden des Kerndrahtes 1 an den Poldrähten- und J befestigt sind, die auf bekannte Weise auf dem Fuss einer Entladungsröhre angeordnet werden können.
Durch das Vorspringen des Kerndrahtes aus der Drahtschraube. 3 wird der Vorteil erzielt, dass die in der Kathode erzeugte Wärme von den freien Enden des Kerndrahtes 1 verhältnismässig schlecht abgeführt wird, so dass die Temperatur der ganzen emittierenden Oberfläche nahezu gleich sein wird.
Es ist auch möglich, den Kern zusammen mit dem aufgewickelten Draht mit den Stromzuführungs- drähten zu verbinden.
Die oben beschriebene Kathode kann in verschiedenen Entladungsröhren, sowohl Hochvakuum-
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Schwingungen, Gleichrichterröhren, Röntgenröhren usw. benutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glühkathode mit einem aus einem hochschmelzenden Metall, z. B. Wolfram oder Molybdän, bestehenden Kern, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Kern wenigstens teilweise mit einer aus einem weniger hochschmelzenden Metall bestehenden Schicht überzogen ist, während auf diese Schicht ein wenigstens teilweise mit einem Stoff mit starker Emissionsfähigkeit, z. B. Erdalkalimetall oder Erd- alkalimetalloxyd, überzogener Draht schraubenförmig aufgewunden ist.