AT131303B - Photoelektrische Zelle. - Google Patents

Photoelektrische Zelle.

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AT131303B
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photoelectric cell
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Photoelektrische Zelle. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine photoelektrische Zelle von der Art, die eine lichtempfindliche Elektrode enthält, die bei Bestrahlung Elektronen aussendet und durch einen   Vakuumraum   von den übrigen Elektroden der Zelle getrennt ist. Diese Zelle kann bekanntlich mit einer   Gas- oder Dampffüllung   versehen oder hochevakuiert sein. 



   Es ist bekannt, die photoaktive Elektrode einer solchen photoelektrischen Zelle aus einer dünnen Schicht eines bei Bestrahlung Elektronen aussendenden Stoffes, z. B. Cäsium, bestehen zu lassen, die auf eine dünne, an der inneren Seite eines Glaszylinders befindliche Metallschicht aufgebracht wird. Die Dicke dieser, z. B. aus Wolfram bestehenden Metallschicht und der photoelektrischen Schicht wird dabei so gering bemessen, dass das erhaltene Gebilde für das Licht durchlässig ist, so dass Lichtstrahlen. welche auf die Aussenseite des Glaszylinders auftreffen, bis zu dem photoelektrischen Stoff vordringen und dort Elektronen freimachen können. 



   Derartige dünne Metallschichten, die den photoelektrischen Stoff tragen, absorbieren aber einen grossen Teil des auf die Zelle auftreff'enden Lichtes, während sie zu gleicher Zeit einen Teil dieser Lichtstrahlen reflektieren. so dass nur ein verhältnismässig geringer Teil des auf die Zelle auftreffenden Lichtes bis zu dem photoelektrischen Stoff vordringt. 



   Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen und eine photoelektrische Zelle zu schaffen) die mit einer photoelektrischen Elektrode versehen ist. deren von der Anode abgekehrte Seite für   Liehtstrahlen   leicht zugänglich ist. 



   In einer photoelektrischen Zelle gemäss der Erfindung ist der die lichtempfindliche Elektrode der Zelle bildende photoelektrische Stoff auf eine für die wirksamen Strahlen durchlässige, im wesentlichen aus einer chemischen Verbindung bestehende Schicht aufgebracht, die auf eine für diese Strahlen ebenfalls   durchlässige.   nicht aus Metall bestehende Unterschicht aufgebracht ist. Diese Unterschicht kann in den meisten Fällen aus der Wand der Zelle bestehen. Eine solche im wesentlichen   aus einer chemischen Verbindung bestehende Schicht   kann so dünn gemacht werden. dass sie für Lichtstrahlen praktisch vollkommen durchlässig ist, so dass sämtliche auf sie auftreffenden Lichtstrahlen bis zur photoelektrischen Elektrode   vordringen   und aus ihr Elektronen freimachen.

   Demzufolge ist es nicht erforderlich, in der photoelektrischen Kathode ein Fenster freizulassen. Dies erleichtert nicht nur die Herstellung der Zelle, sondern vergrössert auch die Anwendungsmöglichkeiten, da es nicht mehr erforderlich ist, die Lichtstrahlen durch ein verhältnismässig enges Fenster zu werfen. 



   Der photoelektrische Stoff haftet der Zwischenschicht vorzüglich an, insbesondere wenn bei der Wahl der chemischen Verbindung auf eine gute Adsorption geachtet wird, so dass die Kathode eine lange Lebensdauer und eine   vorzügliche Elektronenemission   hat. 



   Damit die Stromzufuhr zu der photoelektrischen Elektrode erleichtert wird, kann es sich manchmal empfehlen, der im wesentlichen aus einer chemischen Verbindung   bestehenden   Schicht eine Menge Metallteilchen einzuverleiben. Diese nicht in dem Masse, als wenn sie in Form einer kompakten Schicht angebracht sind. Es ist vorteilhaft. die Metallteilchen ganz oder teilweise aus Teilchen des photoelektrischen Stoffes selbst bestehen zu lassen. In diesem Fall wird die Elektrode eine sehr   grosse Emission haben, da die wirksamen Strahlen,   die durch die 

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 durchsichtige. Unterschicht hindurch die Zwischenschicht erreichen, bereits in dieser Schicht Elektronen freimachen werden. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, den die photoaktiv Elektrode einer   photoelektrischen   Zelle bildenden Stoff auf eine ganz oder teilweise aus einer chemischen Verbindung bestehende 
 EMI2.1 
 Verstärkung optischer Bilder angewendet werden, die in der öslterr. Patentschrift Nr. 120541 beschrieben ist. 



   In der Zeichnung ist eine photoelektrische Zelle gemäss der Erfindung in einer beispiels-   weisen Ausführungsform   dargestellt. 



   Die in Fig. 1 dargestellte photoelektrische Zelle weist einen Glaskolben 1 auf, an dein ein   Füsschen, 2 angeschmolzen   ist. Die Anode 3, die, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, aus   einem     ringförmigen Metalldraht   besteht, ist an diesem Füsschen befestigt und mit den Strom-   zuführungsdrähten 4   und   J   verbunden. 



   Die Wand des Kolbens 1 ist mit einer   dünnen     Calciumfluoridsehicht   6 überzogen. die durch Verdampfen von der Anode aus angebracht sein kann. Zu diesem Zweck wird die Anode vor der Anordnung in der Zelle mit Calciumfluorid überzogen, das nach der   Entlüftung   der Zelle mittels eines die Anode durchfliessenden elektrischen Stroms verdampft   wird. Auf   die Anode wird nur so wenig Calciumfluorid aufgebracht, oder es erfolgt die Heizung der Anode nur während einer so kurzen Zeit. dass die erzeugte Schicht 6 sehr dünn ist und für Lichtstrahlen praktisch   vollkommen durchlässig   ist. 



   Auf die Calciumfluoridschicht 6 ist der photoelektrische Stoff aufgebracht, der z. B. aus   Cäsium   besteht und durch Destillation aus einem an das Röhrchen 8 angeschlossenen Behälter in die Zelle eingeführt sein kann. Auch andere Verfahren zur   Entwicklung von Cäsium   in der Zelle, z. B. durch Verwendung eines Gemisches einer Cäsiumverbindung und eines Reduktionsmittels, können Anwendung finden. Die sich auf dem Calciumfluorid absetzende Cäsiumschicht 7 
 EMI2.2 
 werden kann. Der Strom wird dieser Elektrode mittels eines durch die Wand der Zelle hindurchgeführten Drahtes 9 zugeführt. 



   Wenn man die Stromzufuhr der Elektrode 7 zu erleichtern wünscht, so   können     der   Schicht 6 Metallteilchen, z. B. Wolframteilchen, in feinverteiltem Zustand   einverleibt   werden. z. B. durch gleichzeitige Verdampfung mit dem   Calciumfluorid.   



   Wenn man die photoelektrische Zelle nach   dem Aufbringen   der Cäsiumschicht erhitzt. während die Zelle nicht an eine Vakuumpumpe angeschlossen ist, so dringt ein Teil dieses   Cäsiums   in die Schicht 6 ein, wodurch nicht nur die Leitfähigkeit dieser Schicht,   sondera autel   die Elektronenemission der Kathode gesteigert wird. 



   Eine vorzügliche Emission wird erzielt, wenn zwischen der   Calciumftuoridschicht und der   Cäsiumschicht eine dünne Cäsiumoxydschicht angebracht wird. Zu diesem Zweck kann nach der Bildung der   Calciumfluoridschicht   ein wenig Cäsium in die Zelle zugelassen werden, das 
 EMI2.3 
 Cäsiumoxyd absetzt. 



   Das Cäsiumoxyd kann auch unmittelbar auf die Glaswand   aufgel) racht werden, s dass   dann die Zwischenschicht nur aus Cäsiumoxyd besteht. In diesem Fall kann es sich empfehlen, das Glas zunächst leicht zu ätzen, wodurch das Cäsiumoxyd besser dem Glase anhaften wird. Dabei soll dafür Sorge getragen werden, dass das Glas dennoch durchsichtig bleibt. Zu diesem Zwecke kann das Glas mit einer   fluorwasserstoffsäureha1tigen   Lösung   behandelt werden.   



   Im allgemeinen empfiehlt es sich, den   Cäsiumüberschuss   aus der Zelle zu entfernen. 
 EMI2.4 
 Die Schicht 7 kann infolgedessen nur ein oder einige Moleküle dick gemacht werden. 



   Es ist ersichtlich, dass   ausser Cäsium auch   andere photoelektrische Stoffe, z. B.   andere   Alkalimetalle oder Erdalkalimetalle verwendet werden   können. Wenn man   z. B. Kalium als lichtempfindlichen Stoff benutzt, so kann dieses mit Erfolg auf eine dünne Natriumchloridschichl aufgebracht werden. 



   Bei der Bildung der Schicht   (j und   der   photoelektrischcn Elektrode 7 braucht kein   Fenster freigelassen zu werden, da die den Strom in der Zelle beeinflussenden Lichtstrahlen 
 EMI2.5 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Photoelektrische Zelle, in welcher der lichtempfindliche Stoff auf einer im wesentlichen aus einer chemischen Verbindung bestehenden Schicht aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schicht so düun ist, dass sie ffir die wirksamen Lichtstrahlen durchlässig ist und EMI3.1 Unterlage angebracht ist.
    2. Photoelektrische Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine chemische Verbindung enthaltenden Schicht Metallteilchen einverleibt sind.
    3. Photoelektrische Zelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallteilchen ganz oder teilweise aus Teilchen des photoelektrischen Stoffes bestehen. EMI3.2
AT131303D 1930-09-27 1931-09-07 Photoelektrische Zelle. AT131303B (de)

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