AT143970B - Verfahren zur Herstellung einer elektronenaussendenden Elektrode. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer elektronenaussendenden Elektrode.

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AT143970B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Hersteihmg   einer   elektronenaussendenden E ! ektrode.   



   Es ist bekannt, bei der Herstellung einer Elektrode von starker   Emissionsfähigkeit.   z. B. einer photoelektrischen Elektrode, von einer meistens aus Silber   bestehenden Metallschicht auszugeben und   diese entweder an der Oberfläche oder durchgehend zu oxydieren. wonach die gebildete Metalloxydschicht der Einwirkung eines elektropositiven Metalles, z. B. eines   Alkali-oder Erdalkalinietalles,   ausgesetzt wird. Die Oxydation der Metallsehielht erfolgt   gewöhnlich   durch   Erhitzung   des Metalles in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre oder mittels   einer elektrischen Entladung in einer solchen Atmosphäre.   wobei die zu oxydierende Metallsehicht die Kathode bildet. 



   Es hat sich gezeigt, dass diesen Oxydationsverfahren verschiedene Nachteile anhaften. Es ist z. B. die Oxydation auf   elektrischem Wege praktisch auf die Oxydation von Silberschichten besehrankt.   



  Bei Verwendung andrer Metalle, z. B. Kupfer und Nickel, werden häufig keine befriedigenden Resultate erhalten. Wenn man die Metallschicht ganz zu oxydieren wünscht und falls diese auf einem isolierenden, z. B. gläsernen, Rohr angebracht ist, so bereitet dieses Oxydationsverfahren Schwierigkeiten, da die Oxydation unregelmässig und nicht an sämtlichen Punkten der Metallschicht gleich tief erfolgt.

   Hiedurch werden noch nicht oxydierte Teile der Schicht durch bereits ganz in Oxyd übergeführte Teile voneinander getrennt und vom Stromdurchlauf abgeschlossen, was die weitere Oxydation zwar nicht 
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 überzuführen   wünscht,   nicht auf einer isolierenden. sondern auf einer metallenen Unterlage befindet. so bringt die unregelmässige Oxydation der erstgenannten Metallschicht den Nachteil mit sich, dass entweder diese Schicht nicht ganz oxydiert oder auch die Unterlage an verschiedenen Punkten in Oxyd umgewandelt wird. Auf diesen Nachteil stösst man z. B.. wenn man eine dünne Silberschicht, die auf eine Kupfer-oder Nickelschicht aufgebracht ist. zu oxydieren wünscht. Das vorhandene Kupfer-bzw. Nickeloxyd neben dem Silberoxyd bereitet Schwierigkeiten bei der Einwirkung des elektropositiven Metalles auf das Silberoxyd.

   Solche Nachteile treten auch auf. wenn die Metallschicht durch Erhitzen in einer sauerstoffhaltigen   Atmosphäre   oxydiert wird. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer hoch   emittierenden, z.   B. einer photoelektrischen Elektrode, bei der eine Metalloxydsehieht gebildet wird, die der Einwirkung eines elektropositiven Metalles, z. B. eines   Alkali-oder Erdalkalinietalles,   ausgesetzt wird. und sie bezweckt die Beseitigung der   vorgenannten   Nachteile. 



   Gemäss der Erfindung wird   die Metalloxydschicht dadurch gebildet,   dass das betreffende Metall ausser Berührung mit der Unterlage angeordnet wird, auf der die Oxydschicht gebildet werden muss, 
 EMI1.2 
 wird, bei der das in Frage kommende Metall als Kathode dient und die Stelle dieses Metalles sowie auch die Stromstärke derart gewählt werden, dass sich auf der erwähnten Unterlage eine Schicht des Oxydes des Metalles absetzt. Man hat festgestellt, dass sieh auf diese Weise die vorgenannten Nachteile beseitigen lassen. Die Erfindung ist namentlich für diejenigen photoelektrischen Elektroden wichtig, die für Licht durchlässig sein müssen und bei denen die   Metalloxydschicht   auf Glas oder andrem für Licht durchlässigen Material gebildet werden muss.

   Die nach der Erfindung hergestellten Elektroden   können   nicht nur als photoelektrische Elektroden, sondern auch auf   nichtphotoelektrisehem Wege.   z. B. durch   Zusammenstoss   mit Elektronen oder Ionen   (Sekundäremission),   zur Emission gebracht werden. 

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   Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung an zwei Beispielen näher erläutert. 



   In Fig. 1 ist eine photoelektrische Zelle mit einer aus Glas bestehenden Wand 1 dargestellt. Auf dem Füsschen 2 ist ein von einem Isolierröhrehen 3 umgebener, z. B.   aus Molybdän bestehender Metall-   stab 4 befestigt, an dessen Ende sieh ein Silberblöckchen   5   befindet. Das   Füsschen   trägt auch ein kurzes 
 EMI2.1 
 über dem Füsschen liegenden Wandteil ist ein Stromleiter 7   eingeschmolzen.   der an der inneren Seite der Wand anliegt. 



   Nachdem die Zelle evakuiert worden ist, wird ein wenig Sauerstoff, z. B. unter einem Druck von   O'l   mm in die Zelle eingeführt, wonach zwischen dem   Silberblöckchen   5 (als Kathode) und dem Stab 6 (als Anode) eine elektrische Entladung zustande gebracht wird. Die   Stromstärke   wird derart eingestellt. dass das Silberblöckchen 5 zerstäubt und sich auf der Wand der Zelle eine   Silberoxydschicht 8   bildet. 



  In bestimmten Fällen sind z. B. mit Stromstärken von einigen   lilliampere vorzügliehe   Ergebnisse erzielt worden. Es zeigt sieh, dass die Silberoxydsehicht   sehr regelmässig ist   und dass die Dicke der Schicht dadurch geregelt werden kann, dass man die Entladung kürzere oder längere Zeit dauern lässt. Es hat sieh herausgestellt, dass die auf diese Weise hergestellte Oxydschicht eine sehr poröse Oberfläche hat. Die wirksame 
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 einem Glühdraht gebildet wird. Auch lässt das   erfindungsgemässe Verfahren sich   mit Oxyden ausführen. die nicht oder nur schwierig von einem   Glühkörper   verdampft werden können. 



   Nachdem die Silberoxydschicht 8 gebildet worden ist, wird der restliche Sauerstoff aus der Zelle entfernt und Cäsium oder ein anderes Alkalimetall in die Zelle eingeführt, das man auf bekannte Weise mit dem Silberoxyd reagieren lässt. Das Silberoxyd wird reduziert, wobei eine aus einem Gemisch von   Silberteilchen,     Cäsiumteilchen   und   Cäsiumoxydteilehen   bestehende Schicht gebildet wird, auf der sich auch eine dünne   Cäsiumschicht   absetzt. Gegebenenfalls kann ein Überschuss an Cäsium aus der Zelle entfernt oder in der Zelle gebunden werden. 



   Der in die Wand eingesehmolzene Draht 7 bildet den Stromleiter der auf diese Weise hergestellten photoelektrischen Elektrode. Die Kathode ist so dünn ausgebildet, dass sie für Licht   durchlässig   ist, so dass die auf die Zelle auftreffenden Lichtstrahlen bis an die innere Seite der Kathode durchdringen können. Es ist dann auch nicht erforderlich, ein Fenster in der Kathode auszusparen. Falls man die Bildung einer leitenden Schicht auf dem Fiissehen zu vermeiden   wünscht, so kann   man es bei der Herstellung der Kathode auf bekannte Weise mittels eines   Schirmes abschirmen.   



   Die photoelektrisehe Elektrode der Zelle nach Fig. 2 wird auf der halbzylindrischen Platte 9 gebildet. Diese besteht aus Kupfer und ist auf dem Füsschen 2 befestigt. Auf diesem Füsschen ist auch die Elektrode 10 befestigt, die aus einem versilberten Molybdänstäbchen besteht. Nach Evakuierung der Zelle wird Sauerstoff eingeführt und zwischen der Platte 9 als Anode und dem Stab 10 als Kathode eine   Entladung herbeigeführt, u.   zw. mit einer solchen   Stromstärke,   dass die hohle Seite der Platte 9 mit einer Silberoxydschicht überzogen wird.

   die nachher auf die beschriebene Weise der   Einwirkung   des 
 EMI2.3 
 
Die Platte 9, die bei der Bildung der Silberoxydsehicht eine positive Spannung in bezug auf die Elektrode 10 erhält, hat bei normaler Verwendung der Zelle gerade umgekehrt ein negatives Potential in bezug auf die Elektrode. 
 EMI2.4 


AT143970D 1934-03-26 1935-03-23 Verfahren zur Herstellung einer elektronenaussendenden Elektrode. AT143970B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750419C (de) * 1936-05-29 1944-12-21 Rca Corp Verfahren zur Herstellung sekundaeremissionsfaehiger Schichten auf Prallelektroden
DE763100C (de) * 1936-12-11 1954-01-25 Siemens & Halske A G Verfahren zur Herstellung von Schichten hoher Sekundaerelektronenemission

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE750419C (de) * 1936-05-29 1944-12-21 Rca Corp Verfahren zur Herstellung sekundaeremissionsfaehiger Schichten auf Prallelektroden
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