DE443323C - Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden

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DE443323C
DE443323C DEN22669D DEN0022669D DE443323C DE 443323 C DE443323 C DE 443323C DE N22669 D DEN22669 D DE N22669D DE N0022669 D DEN0022669 D DE N0022669D DE 443323 C DE443323 C DE 443323C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
    • H01J9/042Manufacture, activation of the emissive part

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden. Die Erfindung bezieht sieh auf die Herstellung der unter dem Namen Oxydkathoden bekannten Elektroden für Entladeröhren, z. B. für Sende- oder Empfangslampen für drahtlose Telegraphie, Telephonie und ähnliche Zwecke, für Röntgenröhren und Gleichrichter. Die bisher bekannten Elektroden dieser Gattung bestehen aus einem Trägerkörper, z. B. aus Platin, der mit einer Sc'hic'ht gewisser Metalloxyde .überzogen ist, die bei verhältnismäßig geringer Erhöhung der Temperatur eine sehr starke Elektronenemission aufweisen. Zweckmäßig werden für die wirksame Schicht Erdalkalioxyde verwendet.
  • Der Verstellung und der praktischen Verwendung dieser zum erstenmal von W e h -n e 1 t beschriebenen Elektroden stellten sich mehrere Schwierigkeiten entgegen. So störten das Abfallen ,der Oxydschicht, die nicht gleichmäßige Wirkung der Elektrode an ihren verschiedenen Stellen infolge ungleichmäßigen Erwärmens der Schicht, das Verdampfen des Oxyds; auch der hohe Ohmsche Widerstand der wirksamen Schicht ist nachteilig.
  • Man hat bereits verschiedene Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften der Oxydsc'hicht vorgeschlagen. So hat man z. B. angeregt, die Schicht mit edlen Metallen zu versetzen; auch ist es bekannt, die Schicht auf einem aus einer Legierung von Platin und Nickel bestehenden Kern anzubringen.
  • Es wird gemäß dem Verfahren nach der Erfindung nicht eine Oxydkathode hergestellt, bei der sich eine mehr oder weniger starke Schicht der wirksamen Oxyde auf einem Metallkern befindet, sondern. eine Oxydkat'hode, bei der der wirksame Stoff in das Ausgangsmaterial der Elektrode aufgenommen wird. Das Verfahren nach der Erfindung ist einfacher als die bisher gebräuchlichen und behebt mehrere der vorgenannten.Schwierigkeiten.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wird auf einem Körper, der mindestens an der Oberfläche aus einem Metall oder einer Metallegierung besteht, die sich. mit den Erdalkalimetalllen legieren lassen, eine dünne Schicht eines oder mehrerer Erdalkalimetalle angebracht, sodann wird der Körper in einer nichtoxydierenden Umgebung, z.3. in einem Vakuum oder in einer neutralen oder reduzierenden Atmosphäre, derart erhitzt, da.ß das Erdalkalimetall mit dem Material des Körpers eine Legierung bildet, und hierauf wird der Körper einem Oxydationsprozeß unterworfen.
  • Es ist bereits bekannt, bei der Herstellung von Oxydkathoden Erdalkalimetalle auf einen metallischen Trägerkörper aufzubringen und das Erdalkalimetall alsdann zu oxydieren. Von dieser bekannten Arbeitsweise unterscheidet sich das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch, daß als Trägerkörper Metalle benutzt werden, die sich mit den. betreffenden Erdalkalimetallen zu legieren vermögen, und daß nach der Aufbringung des Erdalkalimetalls eine Erhitzung auf eine Temperatur erfolgt, bei der die Legierung gebildet wird.
  • In manchen Fällen kann es gemäß der Erfindung erwünscht sein, den Körper im voraus an der Oberfläche porös zu machen.
  • Durch :diese Porosität wird die Bildung der-Legierung .erleichtert. Es wird also eine Wirkung erzielt, die' bei der bekannten Aufbringung fertig gebildeter Oxyde auf Trägerkörper mit rauher Oberfläche keine Rolle spielt.
  • Unter Legieren soll im vorliegenden Falle auch das Eindringen eines Metalls in flüssigem Zustande in die Poren eines anderen Metalls verstanden werden. Es wird dann das erstere. Metall sehr fein unter die Partikel des zweiten Metalls verteilt. Dieses geschieht z. B., wenn ein poröser Metallkörper gewisse andere Metalle in flüssigem Zustande aufsaugt.
  • Metalle oder Metallegierungen, die sich mit den Erdalkalimetallen legieren lassen, sind z. B. Platin, Palladium, Nickel und Kupfer sowie deren Legierungen. Diese Stoffe eignen sieh auch sonst gut für die Zwecke der Erfindung, da sie leicht in jede beliebige Form gebracht werden können und bei der Temperatur, die sie im Betrieb erhalten (z. B. 70ö bis iooo° C), nicht schmelzen oder weich werden. Man kann den ganzen als Träger der Oxydsc'hicht dienenden Körper aus diesen 'Metallen anfertigen oder aber gewünschtenfalls auch die vorgenannten Metalle auf einen Kern aus einem anderen Metalle aufbringen.
  • Auf dem Körper, der z. B. vorher in die Form gebracht worden ist, welche die Elektrode haben soll, wird eine dünne Schicht eines oder mehrerer Erdalkaliinetalle auf der Oberfläche angebracht. Dies kann z. B. in an sich bekannter Weise durch Destillation erfolgen oder dadurch, daß eine gewisse Menge Erdalkalimetall auf der Oberfläche aufgetragen und sodann geschmolzen wird, worauf sie sich über die Oberfläche ausbreitet.
  • Man kann aber auch Verbindungen benutzen, die sich bei dem Erwärmen zersetzen und dann das Erdalkalimetall ergeben. So kann man z. B. Bariumazid (BaNG) verwenden, das bei dem Erwärmen in Barium und Stickstoff' zerfällt, so daß, wenn man eine Schicht Bariumäzid auf der Elektrode aufbringt, nach dem Erwärmen eine dünne Schicht metallischen Bariums auf der Elektrode zurückbleibt..
  • Man kann auch Azide der anderen Erdalkalimetalle oder ein Gemenge dieser Stoffe benützen.
  • Die Elektrode muß nun erhitzt werden, um das Erdalkalimetall mit der Oberfläche der Kathode zu legieren. Zweckmäßig erfolgt die Erhitzung in der Weise, daß die Zersetzung der Erdalkalimetallverbindung und die Bildung der Legierung zugleich erfolgen. Hierdurch unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von der bekannten Anbringung von Überzügen aus Erdalkalimetallen durch Zersetzung ihrer Verbindungen, bei der jedoch keine Erhitzung auf die zur Bildung der Legierung erforderliche Temperatur erfolgte. Ein Erhitzen bis auf etwas über den Schmelzpunkt des Erdalkalimetalls genügt in diesein Falle. Die Elektrode muß bei diesem Erhitzen einem hohen Vakuum oder einer neutralen oder reduzierenden Gasatmosphäre ausgesetzt werden, um Oxydation des Erdalkalimetalls zu verhüten.
  • Diese Behandlung braucht in vielen Fällen nur sehr kurz zu währen und kann z. B. in etwa i Minute beendet sein. Die erhöhte Temperatur der Elektrode kann dadurch erzielt werden, daß man einen elektrischen Strom durch die Elektrode schickt. Ergeben sich hierbei Schwierigkeiten, so kann man auch gemäß der Erfindung die Elektrode in einer Edelgasatmosphäre anordnen und hierin die Elektrode als Kathode einer Glimmentladung schalten.
  • Wenn das Erdalkalime.tall hinreichend mit der Oberfläche der Elektrode legiert ist, muß die Elektrode noch einem Oxydationsprozeß unterzogen werden, so daß sich das Erdalkalioxyd bildet. Diese Oxydation kann in geeigneter Weise zweckmäßig dadurch ausgeführt werden, daß die Elektrode trockner Luft ausgesetzt wird. Man kann auch unter Umgehung der besonderen Oxydation die Elektrode gleich nach dem Erhitzen und Legieren in einer Entladeröhre verwenden. Es müssen sich jedoch in diesem Falle im Material der Elektrode gewisse Verunreinigungen vorfinden, die das Erdalkallmetall ganz oder teilweise oxydieren können. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn die Elektrode im wesentlichen aus Kupfer besteht.
  • Zweckmäßig wird nicht alles Erdalkalimetall oxydiert; Barium z. B. hat an sich eine stark reinigende Wirkung, so daß es vorteilhaft ist, wenn sich noch etwas Barium, das im Betrieb der Entladeröhre verdampft, in der Elektrode findet.
  • Man kann auch das Material für eine Oxydkathode nach der Erfindung in ununterbrochenem Betriebe herstellen, z. B. dadurch, da.ß ein Draht des Metalls oder der Legierung, die sich mit den Erdalkalimetallen legieren lassen, durch ein oder mehrere Erdalkalimetalle in geschmolzenem Zustande, z. B. durch geschmolzenes Barium, geführt und darauf in der oben beschriebenen Weise erhitzt und oxydiert wird.
  • Eine Elektrode gemäß der Erfindung besteht also mindestens an einem Teil ihrer Oberfläche aus einer Legierung eines oder mehrerer Erdalkalimetaile mit einem oder mehreren Metallen, wie Kupfer, Nickel, Platin, und wenigstens ein Teil des Erdalkalimetalls ist oxydiert- -Die gemäß der Erfindung hergestellte Elektrode unterscheidet sich dadurch von den. bisher üblichen Oxydkathoden, daß nicht eine Schicht des wirksamen Stoffes um den Träger herum angebracht ist, sondern daß dieser wirksame Stoff sehr fein zwischen dem Material der Oberfläche des Trägers verteilt ist, so daß letzterer ein metallisches Aussehen hat.
  • Die leicht herstellbare Elektrode nach der Erfindung bietet für den Betrieb erhebliche Vorteile. Die Schicht kann nicht abfallen oder einen großen Ohmschlen Widerstand in dem Kreis verursachen. Die Elektrode 'hat eine gleichmäßige Wirkung und lange Lebensdauer.
  • In gewissen Fällen kann es empfehlenswert sein, den für die Herstellung der Elek-, troden nach der Erfindung benutzten Körper vorher an der Oberfläche porös zu machen, was den Vorteil ergibt, daß das Legieren leichter und schneller erfolgt. Hierzu kann man gemäß der Erfindung z. B. folgendermaßen vorgehen: Der zu behandelnde Körper, etwa Platin, wird in geeigneter Weise mit einer Schicht eines Metalls oder einer Legierung überzogen, die sich mit dem metallischen Material des Körpers legieren können, im Falle des Platins z. B. mit Kupfer, und dann derart erhitzt, daß das Metall oder die Legierung sich mit dem Material des Körpers an ,der Oberfläche zunächst legiert und darauf verdampft. Es bleiben dann kleine öffnungen im Körper zurück.
  • Auch kann man eine poröse Schicht dadurch erhalten, daß man z. B. Platin elektrolytisch auf einem Kern aus Platin oder einem anderen geeigneten Metall niederschlägt.
  • Die Elektrode kann entweder an ihrer ganzen Oberfläche oder an einem Teil davon dem Verfahren nach der Erfindung unterzogen werden.
  • In den Abbildungen 'ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Abb. i ist eine Seitenansicht eines mit einer Oxydkathode nach der Erfindung versehenen Gleichrichters mit zugehöriger Schalteinrichtung.
  • Abb.2 ist eine Ansicht der Oxydkathode von unten.
  • Mit der Glashülle i sind die Glasfüße 5 und 8 luftdicht verschmolzen. Innerhalb der Glashülle befinden sich einander gegenüber eine gemäß der Erfindung behandelte spiralförmige, z. B. aus Platin oder Nickel bestehende Oxydkathode 3 und eine Anode 2, z. B. aus Kupfer. Die Anode 2 wird von einem luftdicht in den Fuß 5 eingeschmolzenen Stützdraht 4 und die Kathode 3 von den in- den Fuß 8 eingeschmolzenen Stromführungsdrähten 6 und 7 getragen. Die Röhre i ist mit einer geeigneten Gasfüllung, z. B. einem Edelgas wie Argon oder einer Mischung von Edelgasen, unter einem in der Nähe von 3 cm Quecksilber liegenden Druck gefüllt: Gemäß der Abbildung. ist der Gleichrichter in bekannter Weise an ein Wechselstromnetz geschaltet, wobei durch einen zweipoligen Schalter das Netz mit der Kathode 3 und einer der Pole über eine aufzuladende Batterie 12 und einen Regelwiderstand 13 mit der Anode 2 verbunden werden kann. Mittels des Regelwiderstandes 14 kann die Stärke des zum Erhitzen der Kathode 3 dienenden Stromes geregelt werden.
  • 'Beim Inbetriebsetzen der Röhre ist der Schalter S geschlossen, so daß ein elektrischer Strom durch die Oxydkathode fließt. Sobald die Entladung zwischen den Elektroden 2 und 3 eine stabile Form angenommen. hat, wird S geöffnet, worauf die Oxydkathode unter Einfluß der Entladung, die an der Kathode den Charakter einer Bogenentladung hat, auf der erforderlichen Glühtemperatur (etwa 700 bis iooo° C) bleibt. Eine Röhre, wie die in den Abbildungen dargestellte, kann an einen Wechselstromkreis niedriger Spannung (z. B. 220 Volt) angeschlossen werden, und es hat sieh bei einer bestimmten Röhre ergeben, daß der Strom zwischen o, i und i Ampere schwanken kann, ohne daß die Entladung unsicher wird.
  • Man kann selbstverständlich auch Entladeröhren für höhere Leistungen herstellen.
  • Zur Herstellung der Kathode wird ein Draht, z. B. aus Nickel, in die in Abb. 2 dargestellte Form gebogen und mit einer Bariumazidschicht überzogen. Der so erhaltene Körper wird in einer Glashülle (Abb. i) angebracht, in die auch die Anode 2 eingeschmolzen wird. Die Glashülle i wird nun durch: Vermittlung einer mit einem luftdicht abschließenden Hahn i i versehenen Röhre i o, die später abgeschmolzen wird, .entlüftet.
  • Ist ein genügend hohes Vakuum erzielt, so wird die Elektrode3 durch einen elektrischen Strom auf eine derart hohe Temperatur gebracht, daß das Balriumazid in Stickstoff -und Barium zersetzt wird. Bei dieser Behandlung läßt man die Anode spannungslos. Um den Stickstoff und gegebenenfalls andere Gase zu beseitigen, kann man gewiinschtenfalls während des Erhitzens der Elektrode fortwährend pumpen. Das Erhitzen der Elektrode wird so weit fortgesetzt, bis das Barium schmilzt und sich mit dem Nickel der Elektrode legiert. Dieses Erhitzen ist in der sehr kurzen Zeit von höchstens einigen Minuten beendet.
  • Sodann führt man zur Oxydation von wenigstens einem Teil des Bariums .der Elektrode 3 durch die Röhre i o trockne Luft ein. Nachdem die Elektrode auf diese Weise z. B:. während einiger Minuten einer oxydierenden Atmosphäre ausgesetzt gewesen ist, wird die Röhre von neuem entlüftet.
  • Die Elektrode 3 ist nun fertiggestellt. Die Röhre q. wird mit einem geeigneten Gas, z. B. mit Argon von einem Druck von etwa 3 cm, gefüllt und eine Entladung durch das Gas herbeigeführt, wobei die Elektrode 3 als Kathode geschaltet ist. Eine Schalteinrichtung, wie in Abb. i dargestellt, kann dabei benutzt werden. Man kann in diesem Falle die Batterie 12 auch durch einen Widerstand geeigneter Größe ersetzen. Die gegebenenfalls noch im Anfang frei werdenden Gase werden beseitigt; indem man die Röhre wieder entlüftet, darauf aufs neue mit Argon füllt und von der Röhre io abschmilzt.
  • Die gemäß der Erfindung hdrgestellte Elektrode eignet sich auch vorzüglich zur Verwendung in Gleichrichtern mit eingeschlossener Bogenentladung zwischen feststehenden Elektroden in einer Edelgasatmosphäre, wobei eine bei normaler Netzspannung auftretende Glimmentladung zwecks Herbeiführtmg der Bogenentladung benutzt und die Kathode durch die Entladung auf Glühtemperatur gehalten wird, während die Anode auf verhältnismäßig niedriger Temperatur bleibt.
  • Die bisher bekannten Oxydkathoden sind infolge des von der Oxydschicht in kaltem Zustande in den Kreis hineingebrachten hohen Ohmschen Widerstandes für diesen Zweck weniger geeignet, während ein solcher Widerstand bei der Elektrode nach der Erfindung fortfällt.
  • Ein nach dem vorgenannten Prinzip gezündeter Gleichrichter kann z. B. folgendermaßen gebaut sein Eine Kathode, die aus einem gemäß dem Verfahren nach der Erfindung behandelten Platindraht besteht, ist gegenüber einer plattenförmigen Anode aus Eisen oder anderem geeigneten Metall angeordnet. Der Abstand der Elektroden kann z. B. 2 mm betragen, und die Gasfüllung kann aus Argon oder einem Gemenge von Neon und Argon mit einem Druck von etwa io mm Quecksilber bestehen.
  • Wenn eine solche Röhre unter Vorschaltung eines Widerstandes oder unter Verwendung einer geeigneten Spannungsquelle von etwa i 5o Volt Wechselstrom eingeschaltet wird, so entsteht eine Glimmentladung, die an der Oxydkathode bald in eine Bogenentladung übergeht. Die Elektrode kann auch in Entladeröhren mit drei Elektroden für drahtlose Telegraphie, Teleplionie oder ähnliche Zwecke angewendet werden. Auch in Entladeröhren dieser Gattung mit vier oder mehreren Elektroden bietet ihre Anwendung besondere Vorteile.

Claims (6)

  1. PATEN TANS11tÜC;HE: i. Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden, bei welchem auf einen metallischen Trägerkörper Erdalkalimetalle aufgebracht und alsdann oxydiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägexköiper oder seine Oberfläche aus einem mit dem Erdalkalimetall legierbaren Metall hergestellt und nach[ dem Aufbringen des Erdalkalimetallüberzuges auf eine Temperatur erhitzt wird, bei der sich das Erdalkalimetall mit dem Metall des Trägerkörpers legiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Körper eine Schicht einer Erdalkalimetallverbindung angebracht wird, bei deren Erhitzung das Erdalkalimetall in Freiheit gesetzt und gleichzeitig mit dem Metall des Trägerkörpers legiert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, .daß das für das Legieren. erforderliche Erhitzen des Körpers dadurch erzielt wird, daß der Körper als Kathode einer Glimmentladung in einer Edelgasatmosphäre geschaltet wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper vor dem Auftragen der Schicht Erdalkalimetall an der Oberfläche porös gemacht wird.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung eines Trägerkörpers mit poröser Oberfläche für das Verfahren nachAn.spruch q., :dadurch gekennzeichnet, daß der Körper mit einer Schicht eines Metalls oder einer Legierung überzogen wird, die sich mit dem metallischen Material des Körpers legieren können, und der Körper derart erhitzt wird, daß sich das aufgetragene Metall oder die aufgetragene Legierung zunächst mit dem metallischen Material des Körpers legiert und sodann verdampft.
  6. 6. Elektrode für Entladeröhren, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens an einem Teil ihrer Oberfläche aus einem mit Erdalkalimetallen legierten Metall oder einer solchen Metallegierung besteht und mindestens ein Teil des Erdalkalimetalls otydiert ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014235B (de) * 1954-09-08 1957-08-22 Iapatelholdia Patentverwertung Verfahren zur Herstellung einer Gluehkathode fuer Elektronenroehren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1014235B (de) * 1954-09-08 1957-08-22 Iapatelholdia Patentverwertung Verfahren zur Herstellung einer Gluehkathode fuer Elektronenroehren

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