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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 15905. ALFRED BONDY IN REICHENBERG (BÖHMEN).
Vorrichtung zum Zerkleinern von Stückkohle.
Wie bekannt, haben Nusskohlen bedeutend grösseren Wert als grosse Kohlenstücke, sogenannte Stückkohle, welche bei den meisten Feuerungen nicht verwendbar ist. Aus
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nicht mit besonderer Sorgfalt geschieht, bildet sich ein ganz bedeutender Abfall an Staubkohle, welche bekanntlich geringen Wert besitzt.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Apparat, um Stückkohle unter Bildung dos geringsten Abfalles an Staubkohle in Nussiiohle verschiederner Grösse umzuwandeln.
Dieser Apparat besteht im Wesen aus einem kippbar eingerichteten Roste, welcher durch parallel und vorzüglich senkrocht zur Kippachse verlaufende Roststäbe von kräftigem, keilförmigem Querschnitte gebildet wird, die in lichten Distanzen von ungefähr 80 mw voneinander angeordnet sind und unterhalb deren ein entgegengesetzt zur Kipprichtung ge- neigtes Wurfnetz stabil angeordnet ist.
In Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung ist eine im Sinne der Neuerung konstruierte Vorrichtung in Vertikalschnitt, Draufsicht und einem Querschnitte nach A B der Fig. 1 gezeigt.
Wie aus diesen Darstellungen ersichtlich, besteht der Apparat aus einem kräftigen. tischrahmenartigen Gestelle 111, auf welchem ein, um eine Schmalseite kippba eingerichteter, auch in seiner Ruhelage gegen die Horizontale geneigter Rost liegt, dessen Stäbe a vor- züglich senkrecht zur Kippachse n verlaufen, keilförmigen Querschnitt besitzen und mit ihren Schneiden nach aufwärts gerichtet sind (Fig. 3).
Das Gestell tn ist bis auf jene Seite, an welcher die Kippachse n des Rostes liegt, sohin an drei Seiten mit einer den Rost umfassenden Galerie p aus kräftigem Blechmateriale versehen, um das Ausspringen der l {ohlenteile zu verhüten.
Um das Kippen des Rostes zu erleichtern, ist derselbe durch über die Kippachse M hinausreichende Gewichtsarme q ausbalanciert.
Anschliessend an die Rostfäche ist an dem Gestelle m eine aus Siebmaterial gebildete Rutschnäche c angeordnet, so dass beim Kippen der Rostfläche in die in Fig. 1 punktiert
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nebst einer Kurbel h auf einer horizontalen Achse 9 gekeilt sind, so dass durch Betätigung der Kurbel ) dio Su'bnäche b in rüttelnde Bewegung versetzt wird.
Mit dieser Vorrichtung wird in folgender Weise gearbeitet : Die zu. zerkleinernden Kohlenstücke werden auf die Rostfläche a aufgelegt und vermittels eines Holz- oder Eisen- schlägels bearbeitet, wodurch die Kohle unter der Wirkung der keilförmigen Roststäbe n in einer, durch die Distanz der letzteren bedingten Weise zerkleinert wird ; die grösseren
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dieselben in gewünschter Weise nach abwärts gleiten, so kann die Gleitbewegung durch Drohen der Kurbel A unterstützt werden, wodurch das Sieb b in rüttelnde Bewegung gelaugt und das auf demselben liegende Material je nach der Grösse durchfällt oder nach abwärts gleitet.
Durch diese Arbeitsweise wird sohin die Stückkohle nicht nur zerkleinert, sondern unter einem auch in Nusskohle erster Grösse, welche rechts vom Apparate, in Nusskohle zweiter Grösse, welche links vom Apparate und in Kohlenstaub, welcher sich unterhalb des Apparates anhäuft, sortiert.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zerkleinern von Stückkohle auf Nussgrösse unter gleichzeitigem Sortieren der erhaltenen Kohle in Nusskohle verschiedener Grösse und Kohlenstaub, im Wesen bestehend aus einem kippbar eingerichteten Roste, dessen Roststäbe vorzüglich senkrecht zur Kippachse laufen und keilförmigen Querschnitt besitzen.