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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15885.
FRANK Mc. CLINTOCK IN MOUNT VERNON (V. ST. A.).
Vorrichtung zum Heben und Einschieben der provisorischen Ausschlussstücke an Maschinen zum Ausschliessen von Typenzeilen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Hoben und Einschieben der provisorischen Ausschlussstücko an Maschinen zum Ausschliessen von Typenzeilen. Die
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darauf eine gewisse Länge vorgetrieben und dann angehalten werden, während welcher Zeit das dünne Ende des Ausschliessstückes geführt wird, worauf die Ausschlussstiicke noch weiter bis zur tiefsten Stelle angetrieben werden und die Haltevorrichtung nach Vollendung der Arbeit von dem hinteren Ende des Ausschlussatückea zurückgezogen wird.
Bei den älteren Maschinen, welche mit provisorischen Ausschlussstücken arbeiten, hat sich der Übelstand herausgestellt, dass, wenn das dünne Kcilendo eines Ausschlussstückes in die Typenzeilo eingeschoben und dann durch die Daumcnscheibe so weit vorgetrieben worden ist und eine folgende Type nachfaDon kann, der Keil nicht in seiner vorgeschobenen Lage verbleibt, sondern sich gegen die Daumeuschfibo zurückbwogt, indem er sich um sein dickeres Ende dreht. Hiedurch wird die nachkommende Type am Niederfallen gehindert, und es entsteht am unteren Ende des Typeneinwurfs eine Verstopfung.
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durch die Autriehvorrichtung nach Linie 1-1 der Fig. 3.
Fig. 5 ist ein Schnitt durch die Einschiobevorrichtung für die provisorischen Ausschlussstücke nach Linie L-L der Fig. IL Fig. li ist ein Grundriss der Fig. 5. Fig. 7 ist ebenfalls ein Grundriss unter Weglassung
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von denen jede durch eine besondere unrunde Scheibe angetrieben wurde. Hier jedoch sind die Hebe- und Einschiebevorrichtungen miteinander verbunden und werden zusammen durch einen Doppelhebel in Tätigkeit gesetzt, dessen Arme 102 und 105 (Fig. 5) sich auf ihrer Achse gegeneinander verstellen können. Der ganze Doppellhebel ist drohbar an der
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einander begrenzt.
Damit dieser Doppelhebel unter gewöhnlichen Verhältnissen auch als ein fester Winkelhebel wirken kann, ist die'Feder 118 vorgesehen, welche an den
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unteren Ende eine Rolle 121, mittels welcher dem Arm 102 und für gewöhnlich auch dem Arme 105 die geeignete Bewegung erteilt wird, wie später beschrieben werden soll. Die Enden der Arme 102 und 105 sind mit den Schlitzen 122 und 103 versehen ; ersterer steht mit der Einschiebevorrichtung, letzterer mit der Hebevorrichtung für die provisorischen Ausschlussstücke in Verbindung. Die Einschiebevorrichtung besteht aus der Stange 124 mit den Anschlägen 125, und diese Stange gleitet in den Führungen 126, die auf einen Arm der Wand r aufgeschraubt sind (Fig. 5 bis 7).
Vermöge des auf die Stange 124 aufgesetzten Zapfens 127, welcher in den Schlitz 122 eingreift, wird die Stange 124 hin und
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deren Zweck später besprochen werden wird. Die Hebevorrichtung besteht aus den aneinander geschlossenen Platten 101 und 136. Die obere Kante der letzteren Platte steht für gewöhnlich etwas tiefer als die Unterkante des oberen Endes des Sammlers M und nimmt das vorderste provisorische Ausschlussstück auf. Wird daher die Platte 136 gehoben, so geht "in bekannter Weise auch das Ausschlussstück mit. Die Hebevorrichtung steht durch den Zapfen 104 mit-dem Schlitz 103 am Arme 105 in Verbindung ; infolgedessen hebt oder senkt sich die Platte, je nachdem der Arm gehoben oder gesenkt wird. In einem Ausschnitte 143 am oberen Ende der Wand r ist ein Hebel 137 im Punkte 138 gelagert (Fig. 2).
Der obere Arm 141 dieses Hebels wird für gewöhnlich durch die Feder 140 nach vorn gedrückt, deren Büchse 239 sich um die Schraube 142 drohen kann. Wenn die Hebevorrichtung aufsteigt und das vorderste Ausschlussstück mitnimmt, so kommt dieses mit der inneren geneigten Fläche des Hebels 137 in Berührung, stösst denselben zurück und drückt die Feder 140 zusammen. Die Spannung dieser Feder ist stark genug, um das hintere Ende des Ausschlussstückes nach vorn zu werfen, nachdem letzteres gehoben und in die Zeile eingeschoben worden ist. Durch den Anschlag 147 wird die Vorwärtsbewegung des Ilebels 137 so begrenzt, dass sein oberes Ende nicht mit der Schneid-
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gegangen werden wird.
An der Wand r ist oben eine vorspringen (le Rippe 145 vorhanden, welche sich bis über die ausschlussstücke erstreckt (Fig. 2, 5 und 6), und an weicher vorn ein Klotz 144 befestigt ist. Der Spielraum zwischen diesem Klotze und der Wand r ist so weit, wie die Ausschlussstticke stark sind, und dient zur Aufnahme des gehobenen Ausschlussstückes. Aus der Vorderseite der Wand r tritt das obere Ende einer Blattfeder 146 hervor und hindert das ausschlussstück am Niederfallen, wenn die Hebeplatte sich senkt.
Um einerseits das Ausschiussstück während des Einschiebens sicher zu führen und um andererseits ein zuvor eingeschobenes Ausschlnssstück, welches etwa den erwähnten Zwischenraum noch nicht freigegeben hat, auszustossen, ist am Klotze 140 im Punkte 130 ein Ilebel 229 angebracht. Dieser Hebel besitzt eine abwärts gerichtete Schneidkante 131 (Fig. 2 und 5), so dass bei seiner Tätigkeit die äussere Fläche des Ansatzes 131 das hintere Kndc des gehobenen Ausscblussstückes berührt und dicht an die Wand r drückt, während die Schneidkante das vorhergehende Ausschlussstück niederdrückt und den Zwischenraum freihält, indem sie eine Wand bildet zwischen jenem Ausschlussstück und demjenigen, welches im Begriff steht, aufzusteien.
Am anderen Ende des Hebels 129 ist eine bei 135
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nachdem dieses durch die Einschiebevorrichtung bis in seine äusserste Stellung vorgeschoben worden, gezwungen werde, sich in der Richtung der Bewegung der Zeile nach vorn zu begeben, ist an der Wange f dicht vor der Daumenschoibe 66 die Abschrägung 40 vorgesehen (Fig. 6 und 7). Wenn daher die Spitze des Ausschlussstückes durch die Daumenscheibe vorgetrieben wird, so nimmt das Ausschlussstück zunächst die in Fig. 6 angedeutete Lage ein, um dann unter Einwirkung der abschrägung 40 in die Stellung der Fig. 7 zu gefangen, bis boi Beendigung des Einschiebens dio Spitze des Anssóhlussstilckes um ein gewünschtes Mass in die Nut y hineinreicht.
An der gekrümmten Unterkante 133 des
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das hintere Ende des gehobenen Ausschlussstückes stösst, befindet sich eine kleine Blattfeder 148, die die Vorderseite des Ausschlussstückes am hinteren Ende berührt (Fig. 5 und 7) und ein vorzeitiges Vorschieben des Sttlekes so lange verhindert, bis die Daumenscheibe 66 die Spitze des Ausschlussstückes in die in Fig. 7 angedeutete. Lage gebracht hat. Wenn letztere Stellung erreicht ist, so befindet sich die einschiebestange 124 noch nicht am Ende ihrer Bahn ; das Einschieben des Ausschlussstückes dauert also noch fort, bis dieses in die Lage des Stückes e in Fig. 7 gelaugt ist ; hierauf wird die Stange 124 so weit zurückgezogen, dass die Berührung zwischen der Feder 148 und dem Ausschlussstück aufhört.
In diesem Augenblicke treibt die Feder 140 (Fig. 2) das obere Ende des nun frei gewordenen Hebels 137 nach vorn, wodurch das hintere Ende des Ausschlussstückes vorgedrängt wird, so dass dieses Stück eine durchaus parallele Lage zu dem vorhergehenden annehmen muss. Am hinteren Ende der Einschiebestango (Fig. l) ist ein Zapfen 16
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befestigt ist. Dieses Gewicht zieht die Stange IM gewöhnlich nach vorn und drückt zugleich die Rolle 121 gegen die unebene Seitenfläche 19 der lose auf der Antriebwello t rotierenden Scheibe 20.
In die Nabe 46 dieser Scheibe kann eine Kupplung eingreifen, durch welche die Scheibe in feste Verbindung mit der Welle t gebracht wird, während ein Stellring 27 die seitliche Verschiebung der Scheibe verhindert (Fig. 3,4 und 8).
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letztere einen Stift 44 trägt. Die eingerückte Stellung dos Ringes ist in Fig. 3 dargestellt.
Durch die beiden Federn 45 zu beiden Seiten des Ansatzes 18 wird der Ring 42 ständig gegen die mit der Welle t umlaufende Nabe 21 gepresst. Solange der Ansatz 18 am
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drohen sich die Welle t und die Nabe 21 frei herum und der Ring 42, die Nabe 46 und damit die Scheibe 20 verbleiben in Ruhe. Zu diesem Zwecke ist der Hebel 22 (Fig. s) vorgesehen, welcher sich um den Punkt 23 drehen kann und durch einen geeigneten Tastenhebel mittels der Stange 24 eingestellt wird. Bewegt sich diese Stange von rechts
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und die Federn 45, 45 drücken alsdann diesen Ansatz in einen Zwischenraum 39 zwischen den Zähnen 15 der rotierenden Nabe 21 ein. Hiedurch ist die Verbindung zwischen den Naben 21 und 46 hergestellt und die Scheibe 20 muss sich nunmehr mit der Welle t drehen.
Nachdem eine volle Umdrehung der Scheibe stattgefunden hat, trifft der Ansatz 18 auf die Kante 26 des Hebels 22, wodurch ersterer allmählich aus dem Einschnitte 39 herausgedrängt und in seine Grundstellung zurückgeführt wird, in welcher er nunmehr wieder so lange verbleibt, bis die Stange 24 eine neue Bewegung erfährt.
Bei der vorliegenden Maschine wie bei der älteren Maschine ist es wichtig, dass der Vorschub der Spitze des Ansscblussstückes in die Typenzeile zu solcher Zeit stattfindet, dass die Spitze weder gegen die Daumenscheibo 66, noch gegen die letzte Type im Zeilenhalter stösst. Die Umdrehungen der Scheibe 20 müssen daher in Bezug auf diejenigen der Daumenscheibe 66 so geregelt sein, dass, wenn ein Ausschlussstück in die Zeile eingeschohen werden soll, sich die Daumenscheibe in der Stellung der Fig. 6 befindet, bei welcher die Spitze des einzuschiebenden Stückes unbehindert in den Zwischenraum zwischen der Daumenscheibe und der zuletzt gesetzten Type gelangen kann.
Dieses Ziel wird d, durch die Zahnräder 61, 62 und 63 in Verbindung mit den Zähnen 15 der Nabe 21 erreicht. Die Übersetzung der Räder ist so gewählt, dass bei einer Drehung der Hauptwelle um die Entfernung zweier Zähne 15 voneinander die Welle 60 eine ganze Umdrehung ausführt oder
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drehungen, als Zähne 15 auf der Nabe 21 vorhanden sind, Bei der vorliegenden Maschine macht die Welle 60 sieben Umdrehungen, während sich die Welle einmal umdreht und
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ist dann oben bis zum Punkte 29, hierauf fällt sie ab bis zum Punkte 30,
ist eben bis zum Punkte 81 und senkt sich schliesslich weiter bis zum Punkte 32. DaS Ansteigen und Abfallen der in Rede stehenden Fläche erzeugt die erforderlichen Bewegungen der Teile.
Um die relative Stellung der Scheibe 20 zu der Rolle 121 unter allen Umständen zu sichern, ist die Bremse 33 vorgesehen, die durch die Feder 37 an die Scheibe 20 angedrückt wird. Der Drehpunkt 34 des Bremshebols 33 befindet sich in dem Bocke 35, welcher mittels der Schrauben 36 auf der Grundplatte n befestigt ist. Die Bremse drückt ununterbrochen gegen den Umfang der Scheibe und hält dieselbe nach erfolgter Drehung wieder fest.
Die Wirkungsweise ist die folgende :
Die freigegebene Typo fällt durch den Typeneinwurf 8 in den Zeilenhalter c und wird hier sofort gegen die vorhergehende Type durch die Daumenscheibe 66 vorgetrieben, welche gleichzeitig dazu dient, den Zeilenhalter auf der Bahn b um ein Stück in der Stärke der eingeführten Type vorzurücken, so dass im Zeilen halter unterhalb des Typeneinwurfes s Raum zur Aufnahme der nächsten Type gegeben ist. Sobald ein vollständiges Wort gesetzt worden ist, tritt die Stange 24 durch Niederdrücken der Taste p in Tätigkeit und führt den Eingriff der Kupplung 21 in die Nahe 46 herbei, wie zuvor beschrieben, so dass sich die Scheibe 20 in der Richtung des Pfeiles in Fig. 8 drohen muss, wodurch die Rolle 121 und der Arm 102 eine Bewegung erfahren.
Aus Fig. 8 ist ersichtlich, dass sich bei der Drehung der Scheibe 20 die Rolle 121 von rechts nach links und der Arm 102 von links rechts bewegt ; letzterer hebt also das Gewicht an der Schnur 17 an. Gleichzeitig dreht sich auch der Arm 105 und bringt dabei die Hebevorrichtung für die provisorischen Ausschlussstücke mit dem vordersten Ausschlussstück in solche Stellung, dass dieses Stück in den Zeilenhalter eingeschoben worden kann. Wenn diese Stellung erreicht ist, so berührt der Punkt 28 der Scheibe die Rolle 121. Von diesem Punkte an bis zum Punkte 29 ist die Scheibe eben, während der Zeit also, wo sich die Rolle an diesem Teile der Scheibe bewegt, befinden sich die Mechanismen in Ruhe und die Hebevorrichtung verbleibt infolgedessen für eine gewisse Zeitdauer in der eingenommenen Lage.
Hinter dem Punkte 29 senkt. sich die Seitenfläche der Scheibe 20 ; der Hebel 102 wird daher durch das Gewicht 86 von rechts nach links gedreht und nimmt hieboi vermöge des Stiftes 127 die Einschiebestange 124 mit, durch welche das vorerwähnte Ausschiussstück
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müssen die Mechanismen wiederum für einen Augenblick stillstehen ; deshalb ist die Scheibe YOtn Punkte 30 bis zum Punkte 31 gleichfalls eben hergerichtet.
Nachdem die Daumen- seheibe 66 die angegebene Arbeit vollbracht hat, so dass die Spitze des Ausschtussstückcs vor die Abschrägung 40 im Schlitze y gelangt ist (Fig. 5-7), kann das Stück vollständig
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zwischen den Punkten 31 und 32 und die Einschiebestange 124 wird infolgedessen durch das Gewicht 86 so lange vorgetrieben, wie das Ausschlussstück es zulässt. Wenn der Punkt 32 überschritten ist, so steigt die Führungsfläche wieder an und die Bewegung der
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vom Ausschlussstücke zurückgezogen und der Vorschubhebei 137 (Fig. 2) kann wieder in Tätigkeit treten.
Kurz vor der Beendigung dieses Vorganges ist der Ansatz 18 mit der Vordernäche 26
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der Eingriff des Ansatzes 18 in die Zahnlücke 39 der Kupplung 21 auf, so dass alle Teile die Grundstellung in Fig. 1 und 8 wieder einnehmen. Alsdann werden die Ausschlussstücke nacheinander tiefer in die Zeile eingetrieben, u. zw. das erste Stück tiefer als (la, zweite, das zweite tiefer als das dritte u. s. w. Nach der Auswechselung des ersten provi
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'natürlich nicht so dicht eingetrieben werden können, als wenn jene Platte nach und nach auf wenige Stücke einwirkt, wie es bei der vorliegenden Maschine geschieht.
Hier wird ein gleichmässiges Ausschliessen der ganzen Zeile erzielt, grössere Lücken an den Enden dt'rselbol1 werden vermieden und die Zeile selbst erhält ein gleichmässiges Aussehen.