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Elektrischer Beleuchtungskörper mit regelbarer, selbsttätiger, intermittierender Stromzufuhr- unterbrechung.
Bisher wurde vielfach versucht, die Stromzufuhrsunterbrechung bei Beleuchtungskörpern zur Erzielung von Blinklicht, wie es bei Bahn-, Schiffahrt-, Verkehrs-usw. Signalwesen sowie Reklame u. dgl. verwendet wird, statt der mechanischen Mittel, wie Schaltuhren u. dgl., thermostatisch Elemente zu benützen, die durch die Wärmestrahlung des Beleuchtungskörpers das Ein-und Abschalten bewirken sollten.
Solche Schaltorgane wurden nun entweder in den Gewindesockel des Beleuchtungskörpers oder in einen Zusatz-bzw. Zwischensockel eingebaut. Diese Anordnungen ergaben aber nicht den angestrebten Erfolg, da sie zuweit von der Wärmequelle (dem Glühfaden) entfernt lagen, die Gewindehülse selbst und die Lampensockel viel Wärme absorbierten und aufspeicherten, so dass ein solches Schaltorgan nur träge und unregelmässig arbeitete.
Aber auch die Anordnung des Beleuchtungskörpers, hängend, liegend oder stehend, ergab ganz verschiedene Schaltzeiten, die ganz unverlässlich und unregelmässig wurden, wenn ein so ausgestatteter Beleuchtungskörper im Freien in Verwendung kam, da dann die Witterungsverhältnisse und Winde eine unberechenbare und unregelmässige Abkühlung der Fassungsarmatur und des Glasballons und damit des Thermostaten herbeiführten, so dass es notwendig gewesen wäre, fortwährend den Thermostaten zu kontrollieren und nachzustellen.
Diese Nachteile wirksam und einfach zu beseitigen gelang durch vorliegende Erfindung, bei der der Thermostat durch Einordnung in das Glühlampenfüssehen und Anlage des Reaktionsbogens des Bimetallstreifens über der Einschmelzstelle des Evakuierungsröhrchens so nahe als möglich an die Wärmequelle herangebracht wurde und jeder Beeinflussung durch äussere Einflüsse entzogen wurde.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines derartigen Beleuchtungskörpers zur Darstellung gebracht, wobei Fig. 1 einen Längsschnitt, Fig. 2 eine empfindlicher Ausführungsform des Thermostaten für diesen Zweck und Fig. 3 einen Thermostaten mit Heizspirale zeigt.
Gemäss vorliegender Erfindung wird in den Hohlraum 1 des den Glühfaden 2 tragenden, mit dem Lampenballon J verschmolzenen und ein Evakuierungsröhrchen 4 besitzenden Lampemusschens o ein Thermostat 6 so eingebaut, dass er mit seinem Bogen 7 die Einsehmelzstelle des Evakuierungröhrchens 4 übergreift und so bis ins erste Drittel der Lampe ragt. Der Thermostat besteht im wesentlichen aus einem U-förmig gebogenen schmalen Streifen Bimetall, welcher an einem Ende 8 in der in das Füsschen 5 und zum Teil in die Gewindehülse 9 eingekittete Isolation 10 unter Beilage eines Metallstückes 11 festgeklemmt ist. Für das andere freie Ende 12 des Bimetalles ist im Isolationsstück 10 eine Ausnehmung vorgesehen, in welcher es frei ausschwingen kann.
Hiezu parallel ist nun ein Metallstreifen 13 in die Isolation eingepresst, der gegenüber einem am Bimetallende vorgesehenen Platinkontakt 14 von einer Stellschraube 15 durchsetzt wird. Korrespondierend mit dieser Schraube ist in der Gewindehülse 9 ein Loch vorgesehen, von wo aus diese Schraube eingestellt werden kann.
Die Stromzuführung des Beleuchtungskörpers ist folgende : Vom Knopfkontakt 16 gelangt der Strom über den Metallstreifen 11 und den Bimetallstreifen 8, 7, 12 über den Platinkontakt 14 vermittels der Stellschraube 15 in den Metallstreifen 1. 3, von wo er durch das Glasfüsschen 4 vermittels des Leiters 17 zum Glühdraht 2 gelangt und über die Leitung 18 zur Gewindehülse 9 abgeleitet wird.
Statt diesen einfachen Thermostaten kann der in Fig. 2 abgebildete feineinstellbare Thermostat verwendet werden, der im wesentlichen aus einem dünnen inneren und einem stärkeren äusseren Bimetallbogen besteht.
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An Stelle dieser Thermostatausführungen kann aber auch der in Fig. 3 abgebildete Hitzdrahtthermostat verwendet werden, der aus einem mit Kontaktschraube 15 versehenen starren Metallblatt 19 besteht, zu welchem unter Zwischenlage einer Isolation 22 parallel ein gerader Bimetallstreifen 20
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und 21"aufweist.
Die Funktionsweise des elektrischen Beleuchtungskörpers nach vorliegender Erfindung ist nun folgende :
Wird durch die Lampe Strom geschickt, so tritt nach einiger Zeit eine Erwärmung der Lampe
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Füsschens angeordneten Bimetall Wärme zugeführt, insbesondere am Bogen 7, wodurch das freischwingende Ende mit dem Platinkontakt j von der Stellschraube 15 abgehoben wird, so dass eine Stromzufuhrunterbrechung eintritt. Die dann folgende Abkühlung bewirkt schon nach kurzer Zeit das Zurückgehen des Platinkontaktes an die Stellschraube, wodurch der Stromkreis wieder geschlossen wird und die Lampe aufleuchtet. Durch Einstellen der Schraube 15 kann die Zeitdauer des Aufleuchtens beliebig eingestellt und auch geändert werden. In dem jetzt beschriebenen Vorgang erfolgt die Schaltung durch die innere Lampenwärme.
Wird jedoch ein Thermostat nach Fig. 3 verwendet, dann erfolgt die Schaltung infolge Be-
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diesem Falle kann die Zeitdauer der Beleuchtung durch Ab-oder Zusehaltung von Teilen der Heizspirale vermittels der Abzapfungen 21, 21'und 21"bestimmt werden. Bei dieser Ausführungsform kann vorteilhaft das Evakuierungsröhrchen 4 a statt im Mittel des Lampenfüssehens an dessen Dülle eingeschmolzen werden. Da dieser Thermostat von der Lampeninnenwärme unabhängig ist, kann er auch in die Gewindefassung oder sonstwo untergebracht werden.
Der elektrische Beleuchtungskörper für Blinklicht nach vorliegender Erfindung zeichnet sich besonders dadurch aus, dass ein auf die geringsten Temperaturschwankungen äusserst empfindliches Element, wie es das Bimetall ist, zu einem leicht einstellbaren Schaltorgan so ausgebildet wird, dass es infolge seiner möglichen Kleindimensionierung im Füsschen jeder normalen Lampentype untergebracht werden kann, wodurch es der Beeinflussung durch die Lampeninnentemperatur möglichst nahe zu bringen ist, unbedingt aber auch jeder Beeinträchtigung durch die Aussentemperatur entzogen wird.
Ein weiterer Vorteil liegt noch darin, dass elektrische Beleuchtungskörper mit diesem Schaltorgan zum Unterschiede von solchen mit Quecksilberschalter, in jeder Lage, also liegend, hängend, stehend usw., verlässlich funktionieren und leicht auf jede beliebige Unterbrechungfzpit von aussen eingestellt werden können.
Schliesslich sei noch darauf verwiesen, dass durch geeignete Schaltung mit einer einzigen Lampe ganze Serien von Lampen zum Aufleuchten und Verlöschen im gleichen Zeitpunkte gebracht werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Beleuchtungskörper mit regelbarer, selbsttätiger, intermittierender Strom- zufuhrsunterbrechung, verwendbar insbesondere als Blinklicht für Bahn-, Schiffahrts-, Verkehrsu. dgl.-Signalwesen sowie Reklame usw., dadurch gekennzeichnet, dass im Füsschen (5) der Glühlampe ein die Anschmelz3telle des Evakl1ierungsröhrchens (4) tub-greifender einfacher U-förmiger Bimetallbügel (7, 8 und 12) eingebaut ist, dessen eines Ende (8) in einem in die Gewindehülse eingekitteten Isolationsstück (10) festgeklemmt ist, während das andere Ende (12) gegen eine Stell- schraube (15) in einer Ausnehmung der Isolation so federt,
dass bei Erwärmung des Bimetallstreifens,
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zur Gewindehülse abfliessende Strom so lange unterbrochen wird, bis ein Sinken der Lampeninnentemperatur das Zurückgehen der Bimetallfeder in die Kontaktstellung zulässt.
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